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Jaminet gewinnt Rennen, Müller triumphiert in der Meisterschaft

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Porsche-Junior Mathieu Jaminet (F/Martinet by Almeras) gewann am Samstag den neunten Meisterschaftslauf des Porsche Mobil 1 Supercup. Damit fällt die Titelentscheidung beim Saisonfinale in Austin/Texas erst am Sonntag, denn in dem nervenaufreibenden Rennen kam der lange Zeit führende Meisterschaftsanwärter Matteo Cairoli (I/Fach Auto Tech) nicht ins Ziel. Somit war der Weg frei für Jaminet, der im 460 PS starken Porsche 911 GT3 Cup als Sieger vor seinem Junior-Kollegen Sven Müller (D/Lechner MSG Racing Team) und Robert Lukas (PL/Förch Racing by Lukas Motorsport) über die Ziellinie fuhr. Müller hat vor dem Finalrennen am Sonntag einen Vorsprung von 20 Punkten auf Cairoli, der in jedem Fall gewinnen muss, um seine theoretischen Meisterschaftschancen noch zu wahren.

Jaminet startete in das 14-Runden-Rennen von der Pole-Position. Cairoli kam beim stehenden Start besser weg, setze sich links daneben und ging beim Anbremsen der ersten Kurve an ihm vorbei. Müller, der im Qualifying Platz sechs erkämpft hatte, machte drei Positionen gut und schob sich hinter Cairoli und Jaminet. Das Dreierpack an der Spitze lag in den ersten Runden eng zusammen. Immer wieder setzten Jaminet und Müller zu Überholmanövern an, doch eine echte Chance bot sich nie. Dennoch klebten die Kameraleute auf dem packenden, aber fairen Dreikampf an der Spitze. Je mehr sich Jaminet gegen die Attacken von Müller zur Wehr setzen musste, desto mehr Luft bekam Cairoli, konnte Ideallinie fahren und sich immer weiter absetzen. Nach sieben Runden führte er mit einem Vorsprung von 2,5 Sekunden, aber dann geschah das Unfassbare: Entsetzt schlugen die Mechaniker von Fach Auto Tech die Hände vors Gesicht, denn der Italiener wurde immer langsamer und musste letztendlich sein Fahrzeug, das nach seinem Ausrutscher im Qualifying eiligst repariert wurde, ohne Vortrieb abstellen. „Ich kann es nicht glauben und jetzt bin ich unglaublich enttäuscht. Es gibt noch eine mathematische Meisterschaftschance, aber eigentlich glaube ich, dass sich Sven den Titel nicht mehr nehmen lassen wird“, sagte ein niedergeschlagener Cairoli nach dem Rennen.

Jaminet fuhr nach dem Ausfall seines Junior-Kollegen seinem zweiten Supercup-Sieg entgegen. „Ich habe gemischte Gefühle, denn ich fühle mit Matteo. Andererseits freue ich mich natürlich, dass ich hier gewinnen konnte“, sagte Jaminet. „Man sieht echt, wie schnell es gehen kann. Es tut mir leid für Matteo, dass er unverschuldet ausgefallen ist. Nach meinem schlechten Qualifying mit den Plätzen sechs und vier war ich verzweifelt. Doch alle haben zu mir gesagt: Niemals aufgeben. Jetzt liege ich mit 20 Punkten vorne“, sagte Porsche-Junior Müller.

Auf der 5,516 Kilometer langen Strecke sicherte sich Lukas Platz drei und stand nach Platz zwei in Budapest erneut auf dem Podium. „Ich habe mir mit Michael Ammermüller ein spannendes Duell geliefert und er hat versucht, mich in einen Fehler zu zwingen. Doch das ist ihm nicht gelungen. Ich kam vom vierten Startplatz und dann möchte man natürlich auf’s Podium fahren“, sagte Lukas. Als Vierter beendete Ammermüller (D/Lechner MSG Racing Team) das Rennen und fuhr gemeinsam mit Müller die entscheidenden Punkte für das Team Lechner MSG Racing ein, das die Teammeisterschaft vorzeitig gewinnen konnte. Fünfter im neunten Meisterschaftslauf wurde Christian Engelhart (D/MRS GT-Racing) vor Jeffrey Schmidt (CH/Lechner Racing Middle East).

In der Gesamtwertung führt nach neun von zehn Rennen Müller mit 153 Punkten vor Cairoli (133 Punkte) und Jaminet (126 Punkte). In der Rookiewertung liegt Jaminet seit dem 8. Lauf in Monza uneinholbar vorne. Das Finalrennen wird am Sonntag um 11.30 Uhr (Lokalzeit) auf dem Circuit of the Americas in Austin ausgetragen. Der neue Champion des Porsche Mobil 1 Supercup wird entweder Müller oder Cairoli heißen.

Der Porsche Mobil 1 Supercup hat einen neuen Champion: Der 24-jährige Deutsche Sven Müller sicherte sich beim Saisonfinale im US-amerikanischen Austin den Titel im internationalen Porsche-Markenpokal. Dem Porsche-Junior reichte ein achter Platz, um die Meisterschaftskrone vor Matteo Cairoli (I/Fach Auto Tech) zu gewinnen. Der Franzose Mathieu Jaminet (Martinet by Almeras) siegte im 460 PS starken Porsche 911 GT3 Cup im letzten Rennen vor Cairoli und Jeffrey Schmidt (CH/Lechner Racing Middle East). Müller gewann damit innerhalb von einer Woche den Porsche Mobil 1 Supercup und den Porsche Carrera Cup Deutschland. „Jetzt gerade bin ich der glücklichste und dankbarste Mensch auf diesem Planeten. Zwei Titel einzufahren, war mein absoluter Traum. Ich konnte es erst glauben, als ich die Ziellinie überquert hatte. Dann schoss das Adrenalin durch meinen Körper. Ich freue mich unglaublich“, sagte ein euphorischer Müller, der im Supercup für das Lechner MSG Racing Team an den Start ging.

Bei wolkenverhangenem Himmel und Temperaturen von 24 Grad Celsius, starteten am Sonntag 27 Fahrzeuge mit Fahrern aus 14 Nationen. Jaminet ging von der Pole-Position in den zehnten Meisterschaftslauf und sicherte sich einen hart umkämpften Start-Ziel-Sieg. „Das war für mich das aufregendste Rennen im Supercup. Matteo Cairoli hat mich extrem unter Druck gesetzt. Am Ende habe ich gewonnen und kann auf eine tolle Saison als Rookie zurückblicken. Drei Siege, drei Pole-Positions und sechs Mal auf dem Podium. Ich bin absolut zufrieden“, sagte Jaminet.

Die Zuschauer auf dem Circuit of the Americas sahen eines der spektakulärsten Rennen mit engen Fights bis zur letzten Runde. Cairoli, der neben Jaminet in der ersten Startreihe stand, setzte den Führenden immer wieder unter Druck und versuchte vorbei zu gehen. “Ich bin froh, auf dem Podium gewesen zu sein. Aber für das Wochenende hatte ich mir den Titel erhofft. Jetzt werde ich erstmal Urlaub machen und dann sieht die Welt hoffentlich für mich wieder anders aus”, sagte ein enttäuschter Cairoli.

Auch die Fahrer dahinter duellierten sich über 14 Runden. Hinter Jaminet und Cairoli konnte sich Schmidt den dritten Platz auf dem Podium sichern. Robert Lukas (PL/Förch Racing by Lukas Motorsport) wurde Vierter. Michael Ammermüller (D/Lechner MSG Racing Team) belegte Platz fünf und Christian Engelhart (D/MRS GT-Racing) sah als Sechster die Zielflagge. Der amerikanische Gaststarter Alec Udell, der für das Team von Moorespeed aus Austin fuhr, belegte im leistungsstarken Feld Platz sieben vor Müller. Der agierte im Wissen, dass ihm lediglich ein Punkt zum sicheren Titel fehlt, extrem vorsichtig und stellte sich bei allen Duellen freiwillig hinten an.

Müller zeichnete sich über die Saison durch eine konstante Leistung mit acht Podiumsplatzierungen in zehn Rennen aus: Er siegte drei Mal (in Spielberg, Silverstone und Budapest), wurde viermal Zweiter und einmal Dritter. Einmal holte er die Pole-Position. Meisterschaftskonkurrent Matteo Cairoli (I/Fach Auto Tech) siegte in vier Rennen (Barcelona, Monaco, Hockenheim und Monza) konnte aber nicht immer punkten. Durch den Ausfall am Samstag in Austin verlor Cairoli, der im neunten Lauf in Führung lag, die alles entscheidenden Zähler. Am Ende siegte Müller mit 162 Punkten vor Cairoli mit 151 Punkten. Jaminet, der sich in Monza bereits vorzeitig die Rookiewertung gesichert hatte, holte sich mit drei Siegen (in Spa und einem Doppelsieg in Austin) und 146 Punkten Rang drei. Das Lechner MSG Racing Team gewann mit Müller und Ammermüller souverän die Teamwertung.

Text: Porsche

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