Thomas Preining verläßt den Sachsenring als Tabellenführer - 2. Rennen
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- DTM
- 08. September 2026
- Cornelia Simon
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Vor dem Start zum 14. Meisterschaftslauf am Sonntag auf dem Sachsenring hatte die Reifenwahl höchste Priorität. Trotz teilweise nasser Fahrbahn entschieden sich die meisten Fahrer für den Pirelli-Slick – die richtige Entscheidung, wie sich nach kurzer Zeit herausstellte. Doch zu Beginn übernahm Bastian Buus, der von Position fünf aus mit Regenreifen ins Rennen gegangen war, die Führung. Es folgte Pole-Setter Maro Engel vor Ben Dörr, der einen Platz gutmachen konnte. In Runde fünf attackierte Ben Dörr Maro Engel und zog zunächst an ihm vorbei und konnte dann auch Bastian Buus niederringen, der anschließend auf abtrocknender Strecke zurückfiel. Hinter dem Führungsduo rückten Kelvin van der Linde, Thomas Preining und Ricardo Feller auf die Plätze drei bis fünf vor.
Vor dem ersten Pflicht-Boxenstopp hatte Spitzenreiter Ben Dörr einen Vorsprung von über zehn Sekunden, den er danach weiter ausbaute. Porsche-Werksfahrer Thomas Preining kletterte auf Rang zwei, gefolgt von Ricardo Feller und Matteo Cairoli der sich im Ferrari 296 GT3 Evo um zehn Positionen verbessert hatte. Nach dem zweiten Reifenwechsel blieb Ben Dörr souverän vorne, ehe das Safety-Car kurz vor Schluss gleich zweimal in kurzen Abständen ausrückte. Zunächst kollidierten Jules Gounon und Nicki Thiim miteinander. Danach mussten beide das Rennen vorzeitig beenden. Wenig später schob Maro Engel den vor ihm auf Rang fünf liegenden Kelvin van der Linde in den Kies, was für den Tabellenzweiten eine nachträgliche 15-Sekunden-Strafe zur Folge hatte.
Obwohl Spitzenreiter Ben Dörr durch den Safety-Car-Einsatz seinen großen Vorsprung einbüßte, blieb er nach dem Re-Start cool und wurde nach 39 Runden als Sieger abgewunken. Thomas Preining, Ricardo Feller und Matteo Cairoli folgten auf den Positionen zwei bis vier. Lucas Auer kämpfte sich von Rang acht auf Platz fünf vor. Marco Wittmann gelang eine eindrucksvolle Aufholjagd. Der BMW-Pilot machte zehn Positionen gut und wurde Sechster. Thierry Vermeulen kam im zweiten Ferrari 296 GT3 Evo auf Rang sieben ins Ziel. Als bester Lamborghini-Fahrer sicherte sich Luca Engstler Platz acht. Bastian Buus steuerte seinen Porsche 911 GT3 R auf Position neun. Maximilian Paul zeigte an seinem ersten Rennwochenende nach seinem Unfall am Norisring eine starke Vorstellung. Als 18. gestartet belohnte sich der Dresdner mit Rang zehn. Zwei Ränge vor ihm beendete Simon Connor Primm beendete auf Platz 16 sein erstes DTM Rennen.
In der Meisterschaft führt nun Thomas Preining mit 197 Punkten vor Maro Engel mit 174 und Marco Wittmann mit 173 Punkten. Tom Kalender führt mit 334 Zähler die Rookie-Wertung an, gefolgt von Finn Wiebelhaus mit 317 und Nicolas Baert mit 310 Zähler. Manthey hat in der Team-Wertung mit 282 Punkten die Nase vorne. Dahinter liegen Winward Racing mit 262 und Schubert Motorsport mit 249 Punkten. In der Manufacturer Classification liegt Mercedes-AMG mit 372 Zähler auf Platz eins. Platz zwei und drei nehmen Porsche und BMW mit 305 und 255 Punkten ein.
Ben Dörr (Dörr Motorsport): „Mit den Mischbedingungen auf der Strecke zu Beginn des Rennens bin ich super zurechtgekommen. In der Schlussphase wurde es nochmal eng, als Thomas Preining mit frischen Reifen dicht hinter mir war. Insgesamt war es ein richtig starker Auftritt von uns und eines der besten Rennen meiner Karriere.“
Thomas Preining (Manthey): „Nach einem durchwachsenen Qualifying so zurückzuschlagen, ist Weltklasse! Ich konnte mich schon im ersten Rennabschnitt bei schwierigen Mischbedingungen um mehrere Plätze verbessern. Dazu kamen zwei super Boxenstopps. In der Schlussphase wurde es nochmal hektisch, nach beiden Safety-Car-Phasen konnte ich aber meinen zweiten Platz verteidigen.“
Ricardo Feller (Manthey): „Dieses Ergebnis tut nach einer schwierigen Saison für mich richtig gut. Wir haben über die Saison eine gute Entwicklung gemacht, konnten uns aber nicht mit Ergebnissen belohnen. Die Zuschauer auf den Tribünen haben ein spannendes Rennen gesehen. Das werde ich mir auf jeden Fall nochmal im Re-Live anschauen.“