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Robinson / Berndt zum zweiten Mal ganz oben auf dem Treppchen - 2. Rennen

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Das zweite Rennen an diesem Wochenende nahmen die Piloten am Sonntagnachmittag nach der DTM unter die Räder. Nach der Einführungsrunde funktionierte der fliegende Start ohne weiteres und die Pole Setter konnten sich erneut gegenüber der Konkurrenz behaupten und führten die Meute wieder in die erste Kurve. Überall im Feld wurde bereits hart um jede Position gekämpft. Hier und da wurde auch schon etwas der Lack ausgetauscht. Nach der ersten Runde führten weiterhin die Pole Setter mit einem knappen Vorsprung von 0,283 Sekunden vor Denny Berndt / Lachlan Robinson und Hudson Schwartz / Lucas Cartelle. Im Verlauf der zweiten Runde waren sich zwei Romann-Fellner Feldegg / Marek Böckmann und Frederic Zebis / Nicolas Guillaume aus dem hinteren Feld nicht ganz einig, mit der Folge, dass beide von der Strecke flogen und sich dann auf den Rängen 16 und 18 wieder einreihen mussten.

Die Tabellenführer lagen weiterhin auf Rang fünf. An der Spitze hatten sich sechs Fahrzeuge schon vom übrigen Feld abgesetzt. Nach drei Runden waren Philip Wiskirchen / Linus Hahne bereits mit Problemen in die Box gekommen. Nachdem man in der Schikane zu hoch aufgestiegen war, hatte man anscheinend Probleme bekommen mit den Reifen. Vorne und hinten rechts bekamen sie neue Pneus. Zwischenzeitlich hatten sich an der Spitze unterdessen die ersten drei abgesetzt. Die Pole Setter mussten absolute Kampflinie fahren, denn der Druck von Denny Berndt / Lachlan Robinson wurde Runde um Runde stärker. Dahinter lauerten Hudson Schwartz / Lucas Cartelle nur auf ihre Chance vielleicht gleich an beiden vorbei zu ziehen.

Nach sechs Runden hatten die Porsche Piloten dann das Problem vor der Schikane auf der Bremse gelöst und zogen an den Aston Martin Piloten vorbei und hatten damit die Führung übernommen. Die Tabellenführer hatten unterdessen einen Rang eingebüßt. Es dauerte nicht lange und Philipp Gogollok / Jan Philipp Springob mussten noch Hudson Schwartz / Lucas Cartelle ziehen lassen. Um Platz acht war ein harter Kampf entstanden zwischen Luis Moser / Luca Link und Lukas Stiefelhagen / Leon Bauchmüller. Nach zehn Runden waren Hamish Forrest / Gregor Schneider mit Problemen in die Box gekommen. Überall im Feld hatten sich Grüppchen gebildet in den hart gekämpft wurde. So versuchten die Piloten der Ginetta Hendrik Still / Tim Horrell auf Platz sechs niederzuringen. Zwischenzeitlich hatte man Philip Wiskirchen / Linus Hahne wieder auf die Reise geschickt.

Von alledem bekamen Denny Berndt / Lachlan Robinson an der Spitze nichts mit, denn sie hatten sich mit 4,498 Sekunden vom Feld abgesetzt. Unterdessen hatte Philipp Gogollok / Jan Philipp Springob es immer noch mit Alon Gabbay / Maximilian Schreyer und Benjamin Sylvestersson / Gabriele Piana zu tun. Nach 15 Runden öffnete das Boxenstoppfenster. Vier Fahrzeuge kamen direkt zum Fahrerwechsel herein. Beim nächsten Umlauf kamen die Pole Setter aus der Spitzengruppe herein. Nachdem der Fahrerwechsel bei den Pole Settern vollzogen hatte war man auf Platz zehn unterwegs. Aber es mussten noch sechs Fahrzeuge zum Pflichtstopp herein kommen. Kurz bevor das Boxenzeitfenster wieder schloss waren auch die letzten Fahrzeuge herein gekommen.

Nachdem die Reihenfolge wieder hergestellt war führten weiterhin Lachlan Robinson / Denny Berndt vor Gabriele Píana / Benjamin Sylvestersson und Maximilian Schreyer / Alon Gabbay. Letztere mussten sich nun mit den Pole Settern auseinander setzen. Zwischen Tim Horrell / Hendrik Still und Erik Bertilsson / Alexzander Kristiansson wurde der Lack ausgetauscht. Diese Aktion wurde von der Rennleitung beobachtet. Die Ginetta Piloten erhielten dann eine Verwarnung. Hier ging es um die achte Position. Die Führenden bekamen davon nichts mit, denn sie waren mit 8,832 Sekunden auf und davon gefahren. Zwischenzeitlich hatten Leon Bauchmüller / Lukas Stiefelhagen Tim Horrell / Hendrik Still niedergerungen und sich damit auf Rang zwölf gefahren.

In der letzten viertel Stunde hatten Lukas Cartelle / Hudson Schwarz alle Hände voll zu tun sich Luca Link / Luis Moser vom Hals zu halten. Diese hatten noch Alex Connor / Marius Schmid im Schlepptau. Die ersten vier fuhren alle mit einem gewissen Respektstand hintereinander her. Zwischenzeitlich hatten Linus Hahne / Philip Wiskirchen das Rennen in der Box früher aufgegeben als geplant. Da sich die Piloten auf den Rängen fünf, sechs und sieben nicht einig wurden, konnten sich Marek Böckmann / Roman Fellner-Feldegg heranfahren. In den letzten drei Minuten fuhren die Piloten der Ginetta kurz neben die Strecke. Man nahm dann aber die Fahrt wieder auf.

Egor Litvinenko / Oskar Dix hatten unterdessen auch alle Hände voll zu tun sich Victor Nielsen / Gianni van de Craats vom Hals zu halten. Hier ging es um die neunte Position. Marek Böckmann / Roman Fellner-Feldegg hatten es geschafft an ihren Markenkollegen vorbeizuziehen und Platz sieben einzunehmen. Nach 39 Runden sahen Lachlan Robinson / Denny Berndt mit einem Vorsprung von 4,106 Sekunden als Erste das schwarz weiß karierte Tuch vor Gabriele Piana / Benjamin Sylvestersson und Maximilian Schreyer /Alon Gabbay. Die Pole Setter wurden als Vierte abgewunken.

Die Tabellenführung haben nun Denny Berndt / Lachlan Robinson mit 135 Punkten übernommen vor Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok mit 129 und Gabriele Pina / Benjamin Sylvestersson mit 121 Punkten. Marius Schmid führt die Rookie-Wertung mit 169 Zähler an, gefolgt von Lukas Stiefelhagen mit 151 und Hamish Forrest mit 99,5 Zähler. In der ProAM-Wertung liegen Tim Horrell / Hendrik Still mit 161 Punkten in Führung. Platz zwei und drei nehmen Laurenz Rühl/ Brunoj Jesper Jensen mit 123 und Daniel Drexel / Michael Maniszewski mit 81 Punkten ein. Auch in der Junior-Wertung haben Denny Berndt / Lachlan Robinson mit 136 Zähler das Sagen. Philipp Gogollok und Benjamin Sylvestersson liegen auf den Plätzen zwei und drei mit 130 und 123 Zähler. AVIA W&S Motorsport haben in der Team-Wertung mit 244 Punkten die Nase vorne. Dahinter befinden sich FK Performance Motorsport mit 216 und ME Motorsport mit 132 Punkten.

Denny Berndt (AVIA W&S Motorsport): „Unser nächster Sieg in der ADAC GT4 Germany ist wirklich ein tolles Resultat. Doch da wir direkt nach Hause fahren, können wir nicht großartig feiern. Sicherlich ist die Tabellenführung ein super Zwischenstand, alles kann sich aber schnell wieder ändern. Wir schauen von Rennen zu Rennen und geben unser Bestes. Der Sachsenring kann also kommen.“

Lachlan Robinson (AVIA W&S Motorsport): „Der Sieg fühlt sich richtig gut an, insbesondere da der Tag gestern nicht so endete, wie wir es gewünscht hätten. Denny hat heute wieder einen klasse Job gemacht, somit musste ich das Auto eigentlich nur noch ins Ziel bringen. Das ist mir gelungen.“

Gabriele Piana (FK Performance Motorsport): „Wir versuchen schon die ganze Saison, das Maximum aus unserem Paket herauszuholen. Doch zumeist ist ein Konkurrent schneller. Somit bin ich nicht sonderlich glücklich. Das Team hat aber eine perfekte Taktik in Bezug auf den Boxenstopp angewandt, sodass ich direkt auf meiner Outlap attackieren konnte.“

Benjamin Sylvestersson (FK Performance Motorsport): „Mit Platz zwei konnten wir das Wochenende versöhnlich beenden. Wir haben unser Bestes gegeben. Mein Start war ganz gut, doch danach steckte ich etwas im Verkehr. Wir hatten einen guten Boxenstopp und konnten dadurch Positionen gewinnen. Gabriele hat das Rennen klasse zu Ende gefahren. Das Auto fühlte sich zudem richtig gut an.“

Alon Gabbay (AVIA W&S Motorsport): „Ich freue mich sehr über das Podium. Ich habe in meinem Stint richtig Gas gegeben. Danach hat auch Maxi alles gegeben und den Toyota überholt. Ich könnte nicht glücklicher sein.“

Maximilian Schreyer (AVIA W&S Motorsport): „Es ist ein unglaubliches Gefühl, hier auf dem Nürburgring auf dem Podium zu stehen. Das Team hat dafür mega hart gearbeitet. Auch Alon war heute super aufgelegt. Als ich ins Auto stieg, konnte ich direkt am Toyota vorbeifahren. Auf dem Sachsenring wollen wir an diese Leistung anknüpfen.“

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Provided by Swen Wauer