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Robinson / Berndt zum zweiten Mal ganz oben auf dem Treppchen

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Vom 14. bis 16. August geht die ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring in die zweite Saisonhälfte. Gefahren wird im Rahmen der DTM auf der bei den Piloten stets beliebten flüssigen Sprintstrecke mit Kurzanbindung von 3,629 Kilometer. Bei noch drei ausstehenden Events werden in der Eifel erste Weichen in Richtung Titelentscheidung gestellt. Für den Nürburgring ergibt sich zudem eine ganz spezielle Konstellation, denn Fahrzeuge von fünf unterschiedlichen Marken liegen aussichtsreich in der Gesamtwertung.

Als Tabellenführer reisen Gabriele Piana / Benjamin Sylvestersson (FK Performance Motorsport) mit 101 Punkten in die Eifel. Doch ihr Vorsprung ist klein. Denny Berndt / Lachlan Robinson (AVIA W&S Motorsport) liegen im Porsche 718 Cayman GT4 lediglich einen Zähler zurück. Zehn Punkte Rückstand auf die Spitze haben Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok (COSY Racing by ESM), die im Aston Martin Vantage AMR GT4 zuletzt in Oschersleben ihren zweiten Saisonsieg feiern konnten. Ebenfalls noch aussichtsreich im Titelrennen befinden sich Alon Gabbay / Maximilian Schreyer (AVIA W&S Motorsport), die in einem weiteren Porsche 17 Punkte Rückstand aufweisen. Einen weiteren Zähler zurück liegen Lucas Cartelle / Hudson Schwartz (CRT).

Die beiden Youngster konnten im Toyota GR Supra GT4 das Sonntagsrennen in Oschersleben für sich entscheiden und treten somit hochmotiviert in der Eifel an. Für den Toyota stellt der Nürburgring zudem die Heimstrecke dar. Das Fahrzeug wurde in der europäischen Zentrale von Toyota Racing in Köln-Marsdorf entwickelt. Auf dem Nürburgring feierte das Modell im Jahre 2022 seinen Debütsieg in der ADAC GT4 Germany. Nur wenige Kilometer entfernt vom Nürburgring hat Prosport Racing seinen Teamsitz. Der Rennstall aus Wiesemscheid setzt in der ADAC GT4 Germany einen Mercedes-AMG GT4 ein, der von Roman Fellner-Feldegg / Marek Böckmann pilotiert wird. Das Duo ist auf Tabellenrang sechs ebenfalls noch vielversprechend im Titelrennen platziert.

Mit BMW, Porsche, Aston Martin, Toyota und Mercedes-AMG befinden sich somit Fahrzeuge von fünf unterschiedlichen Herstellern in den Top Sechs der Gesamtwertung. Somit können sich die Zuschauer auf ein buntes und abwechslungsreiches Rennwochenende einstellen. Zudem setzt Razoon - more than Racing noch ein drittes Fahrzeug ein. Dabei handelt es sich um einen Porsche, der von Rückkehrer Damon Surzyshyn / Jack James pilotiert wird. Den Platz von Jack James an der Seite von Hamish Forrest übernimmt Neueinsteiger Gregor Schneider.

Jan Philipp Springob (COSY Racing by ESM ): „Der Nürburgring ist mein Heimspiel und somit immer etwas ganz Besonderes. Ich erwarte am Wochenende über einhundert Gäste. Somit möchte ich natürlich gute Ergebnisse liefern. Das große Ziel in diesem Jahr ist der Titel, insofern möchten wir in beiden Rennen um die Siege kämpfen. Das Layout des Nürburgrings sollte unserem Aston Martin entgegenkommen. Im Idealfall holen wir am Nürburgring und danach am Sachsenring so viele Punkte, dass wir mit einem Vorsprung zum Finale nach Hockenheim fahren.“

Maximilian Schreyer (AVIA W&S Motorsport): „Ich freue mich sehr auf den Nürburgring, der neben Hockenheim meine Heimstrecke ist. Dort war ich schon als Kind regelmäßig, um meinen Vater anzufeuern. Letztes Jahr hatte ich schließlich die Ehre, selbst auf dem Nürburgring Rennen fahren zu dürfen. Insbesondere die AMG-Arena und die Schikane auf der Gegengeraden mag ich. Nach einem schwierigen Wochenende in Oschersleben wollen wir nun wieder um die Siege mitfahren. Wir sind guter Dinge, das erreichen zu können.“


Beim ersten freien Training waren am Freitagmorgen um 9.00 Uhr insgesamt 20 Fahrzeuge bei herrlichstem Sommerwetter auf der Strecke unterwegs. Immer wieder kam es zu Positionsverschiebungen. Am Ende hatten sich dann Erik Bertilsson / Alexzander Kristiansson (KRT Racing) nach sechs Runden mit einer Zeit von 1:33,956 Minuten in Szene gesetzt. Hinter ihnen lagen mit einem Rückstand von 0,381 Sekunden Oskar Dix / Egor Litvinenko (Wimmer Werk Motorsport), gefolgt von den Tabellenführern. Lachlan Robinson / Denny Berndt (AVIA W&S Motorsport) und Philipp Gogollok / Jan Philipp Springob (Cosy Racing by ESM) nahmen die Plätze vier und sechs ein.

Erik Bertilsson (KRT Racing): „Ich bin mit dem Ergebnis natürlich sehr zufrieden. Ich denke, wir haben eine gute Abstimmung gefunden und sollten auch in der Qualifikation und im Rennen stark aufgestellt sein. Wir hatten uns in den ersten Rennen dieses Jahres noch etwas schwer getan, somit sollten wir keine zu hohen Erwartungen haben. Doch ein Resultat in den Top Fünf ist das Ziel.„Grundsätzlich passt unsere Ginetta gut zum Layout des Nürburgrings. Wir sind optimistisch.“


Bei 34 Grad Außentemperatur nahmen die Protagonisten dann das zweite freie Training am Freitagmittag über einer Stunde in Angriff. In der Anfangsphase hatten Philip Wiskirchen / Linus Hahne mit einer Zeit von 1:33,898 Minuten ein Zeichen gesetzt. Sie waren schon schneller als die Ginetta Piloten am Morgen. Es dauerte nicht lange und man unterbot dann mit 1:33,740 Minuten die eigene Bestzeit. Platz zwei und drei nahmen zu dieser Zeit Lukas Stiefelhagen / Leon Bauchmüller und Egor Litvinenko / Oskar Dix ein. Die Tabellenführer nahmen Rang sieben ein. Sie konnten sich bei noch 45 Minuten zu fahrender Zeit auf Platz drei nach vorne schieben. Auch nach dem Fahrerwechsel konnten Linus Hahne / Philip Wiskirchen ihre Zeit behaupten und weiterhin Platz eins einnehmen. Die Zweit und Drittplatzierten in der Meisterschaft lagen in den letzten 34 Minuten auf den Plätzen vier und elf.  

In den letzten 25 Minuten waren einige der Piloten in Schwierigkeiten geraten. Damon Surzyshyn / Jack James waren zunächst auf Abwegen unterwegs und danach fuhr man dann in eine Seitentasche. Zuvor war man mit dem eigenen Teamkollegen aneinander geraten. Dort wurde man dann später am Abschlepphacken von dannen gezogen. Zur gleichen Zeit waren Michael Maniszewski / Daniel Drexel in langsamer Fahrt unterwegs. Man steuerte dann auf Rang 16 liegend die Box an. Denny Berndt / Lachlan Robinson auf Rang drei liegend hatten einen Reifenschaden vorne links und mussten ebenfalls die Box ansteuern. Zu dieser Zeit wurde kurz Full Corse Yellow angezeigt. Wenig später konnte das Training dann wieder im normalen Renntempo aufgenommen werden.

Mit Problemen waren in den letzten elf Minuten auch Gianni van de Craats / Victor Nielsen unterwegs. Auch sie hatten einen Reifenschaden vorne links. Mit eingeschalteter Warnblinkanlage schleppte man sich dann auf Rang 15 liegend bis zur Box. Für sechseinhalb Minuten schickte man Linus Hahne / Philip Wiskirchen noch einmal auf die Strecke. Dreieinhalb Minuten später waren die ME Piloten ebenfalls in langsamer Fahrt mit eingeschalteter Warnblinkanlage in die Box gekommen. In der letzten Minute waren nur noch fünf Fahrzeuge auf der Strecke. Alle anderen hatten diese Session schon beendet.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                          

Nach der einen Stunde konnte niemand die Zeit von Linus Hahne / Philip Wiskirchen mit 1:33,740 Minuten knacken. Lukas Stiefelhagen / Leon Bauchmüller und Gabriele Piana / Benjamin Sylvestersson hatten ihren zweiten bzw. dritten Rang behaupten können. Denny Berndt / Lachlan Robinson wurden auf Platz vier gewertet. Philipp Gogollok / Jan Philipp Springob mussten sich mit Rang elf zufrieden geben.

Philip Wiskirchen (ME Motorsport): „Es ist sicherlich ein gutes Zeichen im Hinblick auf die Qualifikation, wenn man im freien Training vorne liegt. Denn somit weiß man, dass das Set-up des Autos einigermaßen passt. Ich denke, wir sind ganz gut aufgestellt. Ich bin immer sehr gerne am Nürburgring, der sogar meine Lieblingsstrecke darstellt. Am Wochenende möchten wir gerne zweimal auf das Podium fahren.“


Am Samstagmorgen um 9.00 Uhr wurde es dann für 15 Minuten ernst für die Fahrer, denn nun mussten sie ihre samstägige Startaufstellung ausfahren. Die Zeiten gegenüber dem Vortag wurden schneller. Zunächst wechselten die Positionen des öfteren. Am Ende hatten sich Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok nach vier Runden mit einer Zeit von 1:31,781 Minuten die Pole Position gesichert. Hinter ihnen werden mit einem Rückstand von 0,157 Sekunden Lachlan Robinson / Denny Berndt starten, gefolgt von Erik Bertilsson / Alexzander Kristiansson. Die Tabellenführer mussten sich mit Startposition vier zufrieden geben.


Nach einer Pause von zehn Minuten ging die Jagd auf die zweite Pole und zwar für das Rennen am Sonntag wieder von neuem los. Hier waren die Zeiten gegenüber dem ersten Qualifying nicht so schnell. Trotzdem ging wieder kein Weg an Philipp Gogollok / Jan Philipp Springob vorbei. Auch diesmal fuhren sie nach vier Runden mit einer Zeit von 1:32,014 Minuten die Pole Position nach Hause. Startplatz zwei und drei nahmen mit einem knappen Rückstand von 0,059 Sekunden Denny Berndt / Lachlan Robinson und Hudson Schwartz / Lucas Cartelle ein. Benjamin Sylvestersson / Gabriele Piana mussten sich diesmal mit Startplatz fünf zufrieden geben.

Philipp Gogollok (Cosy Racing ESM): „Das ist eine sehr gute Ausgangslage für die Rennen heute und morgen. Mit den beiden Pole-Positions sind wird natürlich super zufrieden. Das Team hat das Auto perfekt vorbereitet und auch wir beiden Piloten haben versucht, jede Hundertstelsekunde aus den Aston Martin herauszuquetschen.“

Jan Philipp Springob (Cosy Racing ESM): „Besser können wir nicht in die Rennen starten. Ich freue mich riesig über das Ergebnis - zumal es auch mein Heimrennen ist. In der Qualifikation sind wir schon die ganze Saison über stark. Ich hoffe, dass wir die Leistung auch im Rennen zeigen können. Ich denke, die hohen Temperaturen werden uns hier helfen, denn da funktioniert unser Auto recht gut. Ziel für die Rennen ist der Doppelsieg.“


Ihren siebten Saisonlauf nahmen die Protagonisten bei 31 Grad Außentemperatur in Angriff. Nach der Einführungsrunde funktionierte der fliegende Start ohne weiteres und die Pole Setter hatten einen sehr guten Start und bogen als Erste in die erste Kurve. Im Mittelfeld gerieten Nicolas Guillaume / Frederic Zebis mit einem Kontrahenten aneinander und blieben havariert im Kiesbett liegen. Das Rennen wurde sofort neutralisiert, um die Havaristen in aller Ruhe bergen zu können. Zwischenzeitlich waren Victor Nielsen / Gianni van de Craats kurz in die Box gekommen. Sie konnten ihre Fahrt aber wieder aufnehmen. Es führten weiterhin die Pole Setter vor Lachlan Robinson / Denny Berndt und Gabriele Piana / Benjamin Sylvestersson. Erik Bertilsson / Alexzander Kristiansson hatten einen Rang verloren.

Insgesamt fünf Fahrzeuge lagen unter Beobachtung. Sie waren wohl in den Fall mit den Porsche Piloten verwickelt. Der Re-Start erfolgte nach vier Runden und ging zu Gunsten der Pole Setter aus. Linus Hahne / Philip Wiskirchen griffen Erik Bertilsson / Alexzander Kristiansson an. Hier ging es um die vierte Position. Im nachhinein konnten die ME Piloten dann die Ginetta Fahrer niederringen. Die Tabellenführer waren unterdessen mit aufgeblendeten Scheinwerfern unterwegs. Überall im Feld wurden harte Zweikämpfe ausgetragen. So hatten sich Tim Horrell / Hendrik Still Jesper Brunoj Jensen / Laurenz Rühl zurecht gelegt und zogen vorbei. Hier ging es um Rang 15. An der Spitze hatten sich Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok mit 1,015 Sekunden abgesetzt.

Absolute Kamplinie mussten auch Victor Nielsen / Gianni van de Craats auf Platz dreizehn fahren, denn der Druck von Kyam Potez / Jonathan Engström wurde immer stärker. Der Unfall in der Startphase blieb ohne Bestrafungen. Luca Link / Luis Moser auf Rang sechs führten eine Armada von vier Fahrzeugen an. Die Tabellenführer hatten immer noch keinen Weg gefunden an Lachlan Robinson / Denny Berndt auf Rang zwei vorbeizugehen. In der zwölften Runde war es den BMW Fahrern endlich gelungen die Porsche Piloten niederzuringen. Alex Connor / Marcus Schmid hatten immer noch keinen Weg gefunden an Maximilian Schreyer / Alon Gabbay auf Rang neun vorbeizukommen. Zu diesen beiden gesellten sich nun auch noch Leon Bauchmüller / Lukas Stiefelhagen.

Nach 15 Runden hatte das Boxenzeitfenster geöffnet. Es kamen auch sofort vier Fahrzeuge aus dem hinteren Feld herein. Linus Hahne / Philip Wiskirchen auf Rang fünf liegend waren die ersten die aus der Spitzengruppe hereinkamen. Die Pole Setter vollzogen ihren Fahrerwechsel nach 20 Runden. Somit führten die Tabellenführer das Feld an. Es mussten jetzt noch drei Fahrzeuge ihren Pflichtstopp hinter sich bringen. Als das Boxenstoppfenster noch 30 Sekunden geöffnet hatte, kamen die drei alle gleichzeitig hinein. Nachdem die Reihenfolge wieder hergestellt war führten weiterhin die Pole Setter. Benjamin Sylvestersson / Gabriele Piana kamen hinter Philipp Gogollok / Jan Philipp Springob wieder auf die Strecke hinaus.

Roman Fellner-Feldegg / Marek Böckmann auf Rang acht liegend erhielten eine Penaltylap wegen eines Vergehens beim Boxenstopp. Die Führenden hatten bei noch 18 Minuten zu fahrender Fahrt wieder einen Vorsprung von 3,183 Sekunden herausgefahren. Hinter ihnen ging es zwischen Benjamin Sylvestersson / Gabriele Piana und Denny Berndt / Lachlan Robinson rundenlang zur Sache. Die BMW Piloten mussten absolute Kampflinie fahren. Diese beiden hatten eine Verwarnung wegen track limits bekommen. Kurz vor Rennende gab es dann jedoch einen Schaden im Bereich der Radaufhängung vorne links am BMW von Benjamin Sylvestersson / Gabriele Piana, sodass sie ihr Fahrzeug am Streckenrand abstellen mussten.

Nach 38 Runden überquerten Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok als Sieger die Ziellinie, gefolgt von Linus Hahne / Philip Wiskirchen und Luca Link / Luis Moser. Denny Berndt /Lachlan Robinson erhielten nachträglich eine Zeitstrafe von 15 Sekunden und wurden auf Rang sechs gewertet. Die Tabellenführer wurden noch auf Platz 18 gewertet.

Jan Philipp Springob (COSY Racing by ESM): „Es sah sicherlich leichter aus, als es tatsächlich war. Ich musste in der ersten Rennhälfte schon ordentlich Gas geben, damit die Lücke zur Konkurrenz zumindest gleich blieb. Somit hieß es von Runde eins bis zum Fahrerwechsel volle Attacke.“

Philipp Gogollok (COSY Racing by ESM): „Auch in meinem Stint war es das Ziel, die Lücke größer zu machen. Zum Ende hin wurde es nochmals spannend, doch wir haben das Rennen nachhause gebracht. Wir sind super happy mit dem Sieg und hoffen für morgen direkt nochmals auf das Gleiche. So kann es weitergehen.“

Linus Hahne (ME Motorsport): „Ich bin richtig happy. Natürlich war das Podium am Ende etwas glücklich für uns, aber so ist es manchmal. Wir nehmen das Ergebnis gerne mit. Ich denke, wir haben es auch verdient, da wir die ganze Saison schon hart gearbeitet hatten. Jetzt wurden wir belohnt.“

Philip Wiskirchen (ME Motorsport): „Ich freue mich sehr über das Resultat, dass aber auch etwas überraschend kam. Ich musste in meinem Stint viel auf die Reifen achten. Morgen wollen wir direkt das nächste Podium klarstellen.“


Das zweite Rennen an diesem Wochenende nahmen die Piloten am Sonntagnachmittag nach der DTM unter die Räder. Nach der Einführungsrunde funktionierte der fliegende Start ohne weiteres und die Pole Setter konnten sich erneut gegenüber der Konkurrenz behaupten und führten die Meute wieder in die erste Kurve. Überall im Feld wurde bereits hart um jede Position gekämpft. Hier und da wurde auch schon etwas der Lack ausgetauscht. Nach der ersten Runde führten weiterhin die Pole Setter mit einem knappen Vorsprung von 0,283 Sekunden vor Denny Berndt / Lachlan Robinson und Hudson Schwartz / Lucas Cartelle. Im Verlauf der zweiten Runde waren sich zwei Romann-Fellner Feldegg / Marek Böckmann und Frederic Zebis / Nicolas Guillaume aus dem hinteren Feld nicht ganz einig, mit der Folge, dass beide von der Strecke flogen und sich dann auf den Rängen 16 und 18 wieder einreihen mussten.

Die Tabellenführer lagen weiterhin auf Rang fünf. An der Spitze hatten sich sechs Fahrzeuge schon vom übrigen Feld abgesetzt. Nach drei Runden waren Philip Wiskirchen / Linus Hahne bereits mit Problemen in die Box gekommen. Nachdem man in der Schikane zu hoch aufgestiegen war, hatte man anscheinend Probleme bekommen mit den Reifen. Vorne und hinten rechts bekamen sie neue Pneus. Zwischenzeitlich hatten sich an der Spitze unterdessen die ersten drei abgesetzt. Die Pole Setter mussten absolute Kampflinie fahren, denn der Druck von Denny Berndt / Lachlan Robinson wurde Runde um Runde stärker. Dahinter lauerten Hudson Schwartz / Lucas Cartelle nur auf ihre Chance vielleicht gleich an beiden vorbei zu ziehen.

Nach sechs Runden hatten die Porsche Piloten dann das Problem vor der Schikane auf der Bremse gelöst und zogen an den Aston Martin Piloten vorbei und hatten damit die Führung übernommen. Die Tabellenführer hatten unterdessen einen Rang eingebüßt. Es dauerte nicht lange und Philipp Gogollok / Jan Philipp Springob mussten noch Hudson Schwartz / Lucas Cartelle ziehen lassen. Um Platz acht war ein harter Kampf entstanden zwischen Luis Moser / Luca Link und Lukas Stiefelhagen / Leon Bauchmüller. Nach zehn Runden waren Hamish Forrest / Gregor Schneider mit Problemen in die Box gekommen. Überall im Feld hatten sich Grüppchen gebildet in den hart gekämpft wurde. So versuchten die Piloten der Ginetta Hendrik Still / Tim Horrell auf Platz sechs niederzuringen. Zwischenzeitlich hatte man Philip Wiskirchen / Linus Hahne wieder auf die Reise geschickt.

Von alledem bekamen Denny Berndt / Lachlan Robinson an der Spitze nichts mit, denn sie hatten sich mit 4,498 Sekunden vom Feld abgesetzt. Unterdessen hatte Philipp Gogollok / Jan Philipp Springob es immer noch mit Alon Gabbay / Maximilian Schreyer und Benjamin Sylvestersson / Gabriele Piana zu tun. Nach 15 Runden öffnete das Boxenstoppfenster. Vier Fahrzeuge kamen direkt zum Fahrerwechsel herein. Beim nächsten Umlauf kamen die Pole Setter aus der Spitzengruppe herein. Nachdem der Fahrerwechsel bei den Pole Settern vollzogen hatte war man auf Platz zehn unterwegs. Aber es mussten noch sechs Fahrzeuge zum Pflichtstopp herein kommen. Kurz bevor das Boxenzeitfenster wieder schloss waren auch die letzten Fahrzeuge herein gekommen.

Nachdem die Reihenfolge wieder hergestellt war führten weiterhin Lachlan Robinson / Denny Berndt vor Gabriele Píana / Benjamin Sylvestersson und Maximilian Schreyer / Alon Gabbay. Letztere mussten sich nun mit den Pole Settern auseinander setzen. Zwischen Tim Horrell / Hendrik Still und Erik Bertilsson / Alexzander Kristiansson wurde der Lack ausgetauscht. Diese Aktion wurde von der Rennleitung beobachtet. Die Ginetta Piloten erhielten dann eine Verwarnung. Hier ging es um die achte Position. Die Führenden bekamen davon nichts mit, denn sie waren mit 8,832 Sekunden auf und davon gefahren. Zwischenzeitlich hatten Leon Bauchmüller / Lukas Stiefelhagen Tim Horrell / Hendrik Still niedergerungen und sich damit auf Rang zwölf gefahren.

In der letzten viertel Stunde hatten Lukas Cartelle / Hudson Schwarz alle Hände voll zu tun sich Luca Link / Luis Moser vom Hals zu halten. Diese hatten noch Alex Connor / Marius Schmid im Schlepptau. Die ersten vier fuhren alle mit einem gewissen Respektstand hintereinander her. Zwischenzeitlich hatten Linus Hahne / Philip Wiskirchen das Rennen in der Box früher aufgegeben als geplant. Da sich die Piloten auf den Rängen fünf, sechs und sieben nicht einig wurden, konnten sich Marek Böckmann / Roman Fellner-Feldegg heranfahren. In den letzten drei Minuten fuhren die Piloten der Ginetta kurz neben die Strecke. Man nahm dann aber die Fahrt wieder auf.

Egor Litvinenko / Oskar Dix hatten unterdessen auch alle Hände voll zu tun sich Victor Nielsen / Gianni van de Craats vom Hals zu halten. Hier ging es um die neunte Position. Marek Böckmann / Roman Fellner-Feldegg hatten es geschafft an ihren Markenkollegen vorbeizuziehen und Platz sieben einzunehmen. Nach 39 Runden sahen Lachlan Robinson / Denny Berndt mit einem Vorsprung von 4,106 Sekunden als Erste das schwarz weiß karierte Tuch vor Gabriele Piana / Benjamin Sylvestersson und Maximilian Schreyer /Alon Gabbay. Die Pole Setter wurden als Vierte abgewunken.

Die Tabellenführung haben nun Denny Berndt / Lachlan Robinson mit 135 Punkten übernommen vor Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok mit 129 und Gabriele Pina / Benjamin Sylvestersson mit 121 Punkten. Marius Schmid führt die Rookie-Wertung mit 169 Zähler an, gefolgt von Lukas Stiefelhagen mit 151 und Hamish Forrest mit 99,5 Zähler. In der ProAM-Wertung liegen Tim Horrell / Hendrik Still mit 161 Punkten in Führung. Platz zwei und drei nehmen Laurenz Rühl/ Brunoj Jesper Jensen mit 123 und Daniel Drexel / Michael Maniszewski mit 81 Punkten ein. Auch in der Junior-Wertung haben Denny Berndt / Lachlan Robinson mit 136 Zähler das Sagen. Philipp Gogollok und Benjamin Sylvestersson liegen auf den Plätzen zwei und drei mit 130 und 123 Zähler. AVIA W&S Motorsport haben in der Team-Wertung mit 244 Punkten die Nase vorne. Dahinter befinden sich FK Performance Motorsport mit 216 und ME Motorsport mit 132 Punkten.

Denny Berndt (AVIA W&S Motorsport): „Unser nächster Sieg in der ADAC GT4 Germany ist wirklich ein tolles Resultat. Doch da wir direkt nach Hause fahren, können wir nicht großartig feiern. Sicherlich ist die Tabellenführung ein super Zwischenstand, alles kann sich aber schnell wieder ändern. Wir schauen von Rennen zu Rennen und geben unser Bestes. Der Sachsenring kann also kommen.“

Lachlan Robinson (AVIA W&S Motorsport): „Der Sieg fühlt sich richtig gut an, insbesondere da der Tag gestern nicht so endete, wie wir es gewünscht hätten. Denny hat heute wieder einen klasse Job gemacht, somit musste ich das Auto eigentlich nur noch ins Ziel bringen. Das ist mir gelungen.“

Gabriele Piana (FK Performance Motorsport): „Wir versuchen schon die ganze Saison, das Maximum aus unserem Paket herauszuholen. Doch zumeist ist ein Konkurrent schneller. Somit bin ich nicht sonderlich glücklich. Das Team hat aber eine perfekte Taktik in Bezug auf den Boxenstopp angewandt, sodass ich direkt auf meiner Outlap attackieren konnte.“

Benjamin Sylvestersson (FK Performance Motorsport): „Mit Platz zwei konnten wir das Wochenende versöhnlich beenden. Wir haben unser Bestes gegeben. Mein Start war ganz gut, doch danach steckte ich etwas im Verkehr. Wir hatten einen guten Boxenstopp und konnten dadurch Positionen gewinnen. Gabriele hat das Rennen klasse zu Ende gefahren. Das Auto fühlte sich zudem richtig gut an.“

Alon Gabbay (AVIA W&S Motorsport): „Ich freue mich sehr über das Podium. Ich habe in meinem Stint richtig Gas gegeben. Danach hat auch Maxi alles gegeben und den Toyota überholt. Ich könnte nicht glücklicher sein.“

Maximilian Schreyer (AVIA W&S Motorsport): „Es ist ein unglaubliches Gefühl, hier auf dem Nürburgring auf dem Podium zu stehen. Das Team hat dafür mega hart gearbeitet. Auch Alon war heute super aufgelegt. Als ich ins Auto stieg, konnte ich direkt am Toyota vorbeifahren. Auf dem Sachsenring wollen wir an diese Leistung anknüpfen.“

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Provided by Swen Wauer