Doppel-Sieg für Alex Mohr - 2. Rennen
- Hauptkategorie: ADAC Racing Weekend
- Tourenwagen Junior Cup
- 01. Mai 2026
- Cornelia Simon
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Nach seinem Sieg am Samstag legte Alex Mohr am Sonntag nach, doch der Weg zum „Double“ war ein hartes Stück Arbeit. Von Startplatz vier ins Rennen gegangen, nachdem das Qualifying auf nasser Strecke die Startaufstellung ordentlich durchgemischt hatte, schob sich der von Porsche-Legende Timo Bernhard geförderte Hesse schnell auf die zweite Position hinter Polesetter Finn Niklas. Nachdem beide sich zunächst leicht abgesetzt hatten, weil sich hinter ihnen Bruno Görtz und Linus Parbel in intensive Zweikämpfe verstrickten. In der dritten Runde sorgte eine Safety-Car-Phase für einen Neustart des Rennens. Emely Abt, Mika Delkus und Luca Treusch mussten ihre Fahrzeuge vorzeitig abstellen, was das Feld wieder eng zusammenführte.
Nach dem Re-Start entwickelte sich an der Spitze ein Dreikampf. Alex Mohr übernahm mit einem sehenswerten Manöver in der Sachs-Kurve die Führung von Finn Niklas Wollnik. Doch die Entscheidung war damit noch lange nicht gefallen, weil auch Linus Parbel das Tempo mitging. Moritz Groneck legte auf der Strecke ein sensationelles Spektakel hin. Nach einer Kollision beim Start bis auf den elften Rang zurückgefallen, pflügte der Vorjahres-Doppelsieger durch das Feld und schloss kurz vor Ende der Renndistanz zur Führungsgruppe auf. Damit kämpfte in der letzten Runde ein Viererpaket bestehend aus Alex Mohr, Finn Niklas Wollnik, Linus Parbel und Moritz Groneck um den Sieg im Motodrom.
Die Ereignisse überschlugen sich in den letzten Kurven: Linus Parbel lag kurzzeitig in Führung, geriet jedoch in der Sachs-Kurve ins Gras. Beim Versuch, wieder aufs Podium zu kommen, kollidierte er auf schmutzigen Reifen in der vorletzten Kurve mit dem unglücklichen Finn Niklas Wollnik. Während Alex Mohr und Moritz Groneck als Erst- und Zweitplatzierte über die Linie gingen, erhielt Linus Parbel für das Manöver eine nachträgliche Zehn-Sekunden-Strafe, die ihn auf Rang elf zurückwarf. Auch Moritz Groneck konnte sich über die gelungene Aufholjagd nicht lange freuen, weil er für die Kollision in der Startrunde verantwortlich gemacht wurde, die unter anderem auch Mattis Bachnik zahlreiche Plätze kostete. Zehn Strafsekunden warfen ihn auf den zehnten Rang zurück.
Nutznießer all dieser Situationen wäre Bruno Görtz gewesen, der den zweiten Platz erbte und somit sein erstes Podium im ADAC Tourenwagen Junior Cup gefeiert hätte. Weil aber die vorgeschriebene Incident Camera in seinem VW up! GTI nicht verbaut war, wurde er disqualifiziert. So kam Matti Klasen als neuer Zweiter unverhofft zu seinem zweiten Podium. Wie Moritz Groneck zeigte auch der 17-jährige Polcher eine sehenswerte Aufholjagd. Er kämpfte sich von Startplatz 13 nach vorne und bezwang Lennard Zerbe in einem hauchdünnen Finish um 0,184 Sekunden. Lennard Zerbe wiederum machte sich mit seinem ersten Podiumsplatz ein vorzeitiges Geschenk zum 18. Geburtstag, den er in zwei Wochen begehen wird. Noah Beckmann, Lynn Neuhaus, Robin Böhm und Ben Henschel belegten in einem engen Paket die Plätze vier bis sieben. Finn Niklas Wollnik wurde auf Rang acht gewertet und rettete damit vier Meisterschaftspunkte, gefolgt von David Gausmann und Moritz Groneck.
In der Meisterschaft führt Alex Mohr mit 51 Punkten vor Matti Klasen mit 33 und Lynn Neuhaus mit 20 Punkte. TOPCAR Motorsport hat in der Team-Wertung mit 51 Zähler das Sagen, gefolgt von Konrad Motorsport mit 36 und Georg Motorsport e.V. mit 19 Zähler.