Nach vier Jahren erster Toyota Sieg - 2. Rennen
- Hauptkategorie: DTM Paket
- ADAC GT4 Germany
- 22. Juli 2026
- Cornelia Simon
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Lucas Cartelle / Hudson Schwartz gewannen direkt den Start und setzten sich an der Spitze des Feldes mit kontinuierlichen schnellen Rundenzeiten etwas ab. Lediglich Benjamin Sylvestersson / Gabriele Piana im BMW konnten einigermaßen folgen. Zu Rennmitte wurden die Abstände durch eine Safety-Car-Phase aber egalisiert, was auch für zusätzliche Spannung im Hinblick auf die zweite Rennhälfte sorgte, als mit Hudson Schwartz und Gabriele Piana die jeweiligen Teamkollegen ins Auto stiegen. Ein perfekt getimter Boxenstopp von COSY Racing by ESM brachten zudem Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok bis auf die dritte Position vor, nachdem dieser den Aston Martin von Partner Philipp Gogollok übernommen hatte.
Die zweite Rennhälfte sah ein taktisch geprägtes Rennen, in dem es auf den ersten drei Plätzen keine Änderungen mehr gab. Mit dem Toyota-Triumph gewann 2026 bereits die vierte unterschiedliche Marken im sechsten Saisonlauf der ADAC GT4 Germany. Lucas Cartelle / Hudson Schwartz konnten sich zudem auch über den Tageserfolg in der Junior-Wertung freuen. Knapp vorbei am Podium fuhren Linus Hahne / Philip Wiskirchen im BMW auf Platz vier. Die größte Aufholjagd des Rennens boten Roman Fellner-Feldegg / Marek Böckmann, die im Mercedes-AMG GT4 vom Ende des Feldes bis auf die fünfte Position nach vorne stürmten.
Denny Berndt / Lachlan Robinson konnten im besten Porsche 718 Cayman GT4 Platz sechs erzielen, was sie als Zweitplatzierte der Tabelle zum nächsten Rennwochenende auf dem Nürburgring reisen lässt. Siebte wurden Lukas Stiefelhagen / Leon Bauchmüller. Für Lukas Stiefelhagen bedeutete dies auch den Triumph in der Rookie-Wertung. Die BMW-Markenkollegen Gianni van de Craats / Victor Nielsen wurden Achte. Mit Platz neun gewannen Hendrik Still / Tim Horrell im Porsche auch die PRO-AM-Wertung. Die Top Zehn komplettierten deren Teamkollegen Alon Gabbay / Maximilian Schreyer.
In der Meisterschaft führen Benjamin Sylvestersson / Gabriele Piana mit 101 Punkten vor Denny Berndt / Lachlan Robinson mit 100 und Philipp Gogollok / Jan Philipp Springob mit 91 Punkten. Benjamin Sylvestersson liegt in der Junior-Wertung ebenfalls auf Rang eins mit 101 Zähler, gefolgt von Denny Berndt / Lachlan Robinson mit 100 und Philipp Gogollok mit 92 Zähler. Die Rookie-Wertung führt Marius Schmid mit 124 Punkten an, gefolgt von Lukas Stiefelhagen mit 115 und Hamish Forrest mit 80 Punkten. In der ProAM-Wertung haben Tim Horrell / Hendrik Still mit 120 Zähler das Sagen. Platz zwei und drei nehmen Laurenz Rühl / Brunoj Jensen Jesper mit 85 und Daniel Drexel / Michael Maniszewski mit 41 Zähler ein. AVIA W&S Motorsport haben in der Team-Wertung mit 185 Punkten das Sagen. Dahinter liegen FK Performance Motorsport mit 165 und ME Motorsport mit 99 Punkten.
Lucas Cartelle (CRT): „Unser erster Triumph in der ADAC GT4 Germany ist unglaublich schön, insbesondere da wir uns gestern im Rennen noch etwas schwer taten. Doch schon die Pole-Position am Morgen hat gezeigt, dass heute unser Tag werden könnte. Ich bin sehr stolz auf Hudson und das Team. Alle haben grandios gearbeitet.“
Hudson Schwartz (CRT): „Auch ich freue mich riesig über den ersten Sieg in dieser so starken Rennserie. Morgen geht es direkt zurück in die USA, sodass ich dort gemeinsam mit meiner Familie etwas feiern werde. Das Team und Toyota haben und ein mega Auto hingestellt. Ich könnte nicht glücklicher sein.“
Gabriele Piana (FK Performance Motorsport): „Natürlich ist es klasse, dass wir die Tabellenführung zurückerobern konnten. Noch viel besser wäre es jedoch, wenn wir nach dem letzten Rennen der Saison ganz oben im Klassement stehen. Wir konnten uns im Vergleich zum Vortrag etwas steigern, doch der Toyota war heute einfach nicht zu schlagen. Am Nürburgring wollen wir dann die nächsten Laufsiege erzielen.“
Benjamin Sylvestersson (FK Performance Motorsport): „Insgesamt können wir mit dem Wochenende sehr zufrieden sein. Die Tabellenführung zurückzuholen, ist ein schönes Ergebnis. Das Rennen heute war allerdings alles andere als einfach. Das Team hat aber einen sehr guten Job gemacht und wir haben das Maximum herausgeholt. Jetzt richten wir den Blick bereits auf den Nürburgring. Dort wollen wir an die Leistung anknüpfen und möglichst wieder ein ähnlich starkes Ergebnis einfahren.“
Jan Philipp Springob (COSY Racing by ESM): „Es war definitiv ein gutes Wochenende für uns. Ich glaube, heute haben wir noch einmal alles herausgeholt, was möglich war. Fairerweise muss man aber sagen, dass wir einfach etwas zu langsam für die ganz vorderen Plätze waren. Die 15 Kilogramm Erfolgsballast waren sicherlich nicht hilfreich. Trotzdem haben wir die maximal möglichen Punkte mitgenommen und alles erreicht, was drin war. Jetzt wollen wir das am Nürburgring genauso wiederholen.“
Philipp Gogollok (COSY Racing by ESM): „Ich bin sehr happy mit dem ganzen Team. Jan Philipp hat am Ende einen super Job gemacht und das Auto sicher nach Hause gebracht. So kann es weitergehen. Wir haben nur zehn Punkte Rückstand in der Meisterschaft - somit ist noch alles offen und wir geben weiter Gas. Heute war es zwar nicht ganz so spannend wie gestern. Wir hatten etwas mehr Luft nach hinten, deshalb war es ein wenig entspannter bis ins Ziel. Der BMW und der Toyota waren zum Ende hin mit unserem Gewichtsnachteil und ihren Voraussetzungen einfach etwas schneller als wir. Trotzdem bin ich sehr zufrieden. Das kann so weitergehen.“