Von ganz hintren aufs Stockel gefahren - 2. Rennen
- Hauptkategorie: DTM Paket
- ADAC GT Masters
- 31. August 2026
- Cornelia Simon
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Ihren zweiten Lauf am Sonntag nahmen die Piloten bei strahlendem Wetter unter die Räder. Kiano Blum / Niklas Kalus konnten ihre Pole Position in eine Führungsposition umwandeln. Man konnte sich auch sofort ein wenig absetzen. Überall im Feld wurde hart um jede Position gekämpft. Nach der ersten Runde führten weiterhin Kiano Blum / Niklas Kalus mit einem Vorsprung von 0,7 Sekunden gefolgt von Colin Bönighausen / Leo Pichler und Storm Gjerdrum / Fabio Rauer. Fabian Dybionka / Emil Gjerdrum waren bis auf Platz zwölf zurückgefallen. Unterdessen waren Felix Hirisger / Finn Zulauf auf Platz neun nach vorne gefahren. Die neuen Tabellenführer hatten auch schon Boden gut gemacht und versuchten nun ihre Teamkollegen zu attackieren. Doch sie wurden von Mark Kastelic / Pavel Lefterov attackiert.
Dies spielte nun in die Hände von Storm Gjerdrum / Fabio Rauer auf Rang drei, denn sie konnten sich weiter von ihren Verfolgern befreien. Unter Druck gerieten nun auch Jonas Karklys / John Paul Southern. Sie wurden von den Holzem Brüdern beschäftigt. Unterdessen hatten Felix Hirsiger / Finn Zulauf weiter an Boden gut gemacht. Sie hatten die Holzem Brüder niedergerungen und machten sich nun auf den Weg zu Mark Kastelic / Pavel Lefterov. Auch der zweite Ford Mustang mit den Piloten Fabian Dybionka / Emil Gjerdrum hatten sich bei noch 70 Minuten zu fahrender Zeit auf Rang acht nach vorne gearbeitet. An der Spitze konnten sich Kiano Blum / Niklas Kalus und Colin Bönighausen / Leo Pichler vom Feld absetzen. Tim Zimmermann / Leyton Fourie auf Rang vier hatten alle Hände voll zu tun sich die Porsche und Lamborghini Piloten vom Hals zu halten.
Hinter diesen drei hatten Sandro Holzem / Juliano Holzem ebenfalls alle Hände voll zu tun sich den schwarzen Mustang vom Hals zu halten. Mit aufgeblendeten Scheinwerfern waren Fabian Dybionka / Emil Gjerdrum unterwegs. Bei noch 65 Minuten zu fahrender Zeit hatten die Haupt Racing Piloten es endlich geschafft sich auf Rang sieben zu fahren. Auf einer enormen Aufholjagd waren die Tabellenführer unterwegs. Denn als das Boxenstoppfenster sich geöffnet hatte, hatten sie sich bereits auf Rang vier gefahren. Zunächst blieben die Piloten noch draußen. Doch bei noch 63 Minuten zu fahrender Zeit kamen direkt vier Fahrzeuge zum ersten Pflichtboxenstopp herein. Es waren die Tabellenführer, Fabian Dybionka / Emil Gjerdrum. Jonas Karklys / John Paul Southern und Robin Rogalski / Simon Connor Primm.
Die Pole Setter blieben weiterhin draußen. Emil Gjerdrum / Fabian Dybionka waren zu schnell aus der Boxengasse heraus gekommen und somit mussten im nachhinein dann eine Penalty lap absitzen. Colin Bönighausen / Leo Pichler waren die Ersten aus der Spitzengruppe die ihren ersten Stopp vollzogen. Leo Pichler / Colin Bönighausen kamen nach ihrem Stopp hinter Finn Zulauf / Felix Hirsiger wieder auf die Strecke hinaus. Bei noch 56 Minuten zu fahrender Zeit mussten die ersten sechs Fahrzeuge noch ihren Stopp hinter sich bringen. Kiano Blum / Niklas Kalus waren weiterhin auf der Strecke unterwegs. Tim Hütter / Ethan Brown standen am Rande der Strecke. Beim nächsten Umlauf kamen nun auch die Führenden herein. Nachdem alle ihren Stopp hinter sich gebracht hatten und die Reihenfolge wieder hergestellt war, führten Leo Pichler / Colin Bönighausen.
Nachdem Niklas Kalus / Kiano Blum wieder auf der Strecke hinausgefahren waren, hatten sie einen Verbremser und mussten durch den Notausgang. Dadurch hatten sie mächtig an Boden verloren. Zwischenzeitlich waren Tim Hütter / Ethan Brown in die Box gekommen und man gab dort das Rennen früher auf als geplant. Einen harten Kampf lieferten sich Emil Gjerdrum / Fabian Dybionka und Juliano Holzem / Sandro Holzem. Es dauerte nicht lange und die Ford Mustang Piloten waren an den BMW Fahrern vorbei gegangen. An der Spitze führten weiterhin Leo Pichler / Colin Bönighausen vor Pavel Lefterov / Mark Kastelic und Jamie Alan Day / Baudouin Detout. Unterdessen wurden Niklas Kalus / Kiano Blum plötzlich langsamer. Es dauerte ein wenig, dann hatte der Ford Mustang wieder richtig Speed.
Man lag jetzt nur noch auf Rang zehn und wurde von Simon Connor Primm / Robin Rogalski unter Druck gesetzt. Alle Hände voll zu tun hatten auch Pavel Lefterov / Mark Kastelic, denn Jamie Alan Day / Baudouin Detout setzen sie arg unter Druck. Im nachhinein mussten sie dann die Aston Martin Piloten ziehen lassen. Damit hatte es auf Rang zwei einen Wechsel gegeben. Von alledem bekamen die Führenden nichts mit, denn sie hatten sich mit einigen Wagenlängen vom Feld abgesetzt. Leyton Fourie / Tim Zimmermann lagen auf Platz acht. Sie hatten nach vorne und hinten genug Luft. Rundenlang dauerte der Kampf um Rang drei zwischen Pavel Lefterov / Mark Kastelic und Emil Gjerdrum / Fabian Dybionka an. An der Spitze hatten die Porsche Piloten einen Vorsprung von über 19 Sekunden herausgefahren.
Unterdessen versuchten Finn Zulauf / Felix Hirsiger sich die Holzen Brüdern zurecht zu legen. Bei noch 40 Minuten zu fahrender Zeit waren dann die Lamborghini Piloten an den BMW Piloten vorbeigegangen und nahmen jetzt Platz fünf ein. Im nachhinein konnten Niklas Kalus / Kiano Blum Simon Connor Primm / Robin Rogalski nicht halten und mussten die Audi Fahrer ziehen lassen. Damit war der zweite Ford Mustang nur auf Rang elf unterwegs. In den letzten 34 Minuten hatten sich Finn Zulauf / Felix Hirsiger an das Duo Emil Gjerdrum / Fabian Dybionka und Pavel Lefterov / Mark Kastelic herangearbeitet. Juliano Holzem / Sandro Holzem mussten sich harten Attacken gegenüber ihren Markenkollegen Fabio Rauer / Storm Gjerdrum erwehren.
Bei noch 24 Minuten öffnete das Boxenzeitfenster zum zweiten Mal. Die Führenden kamen nun als Erste herein, gefolgt von Emil Gjerdrum / Fabian Dybionka und Julian Holzem / Sandro Holzem. Die Reihenfolge geriet nun erst einmal durcheinander. Finn Zulauf / Felix Hirisger hatten es jetzt endlich geschafft an Pavel Lefterov / Mark Kastelic vorbeizugehen und sich damit auf Rang zwei zu fahren. Sie mussten aber noch ihren zweiten Stopp hinter sich bringen. Niklas Kalus / Kiano Blum vollzogen bei noch viereinhalb Minuten des geöffneten Boxenzeitfensters ihren Stopp. Felix Hirsiger / Finn Zulauf kamen vor Colin Bönighausen / Leo Pichler wieder auf die Strecke hinaus. Damit führten die Lamborghini Piloten vor den Porsche Fahrern. Mit aufgeblendeten Schweinwerfern waren diese unterwegs.
Nachdem das Boxenstoppzeitfenster geschlossen hatte, mussten sich Tim Zimmermann / Leyton Fourie mit Storm Gjerdrum / Fabio Rauer auseinander setzen. An der Spitze waren Felix Hirisger / Finn Zulauf unterwegs, gefolgt von Colin Bönighausen / Leo Pichler und Baudouin Detout / Jamie Alan Day. Kiano Blum / Niklas Kalus lagen auf Rang elf. Der führende Lamborghini hatte nur einen knappen Vorsprung von 0,8 Sekunden. Danach riss das Feld erst einmal ab. Tim Zimmermann / Leyton Fourie lagen auf Platz fünf. Robin Rogalski / Simon Connor Primm hatten gleich drei Fahrzeuge im Schlepptau. Der letzte Platz auf dem Stockel war noch nicht sicher, denn Baudouin Detout / Jamie Alan Day wurden hart attackiert von Storm Gjerdrum / Fabio Rauer. Dies schauten sich in aller Ruhe Tim Zimmermann / Leyton Fourie an.
Rundenlang dauerte der Kampf um Platz sieben an. Robin Rogalski / Simon Connor Primm mussten absolute Kampflinie fahren, denn Jonas Karklys / John Paul Southern drückten mächtig von hinten. In der Schlussphase war aus dem Quartett ein zweier Paket geworden, denn Mark Kastelic / Pavel Lefterov konnten das Tempo der beiden vor ihm fahrenden nicht mehr ganz mit gehen. Sie musste aber trotzdem aufpassen, dass die Holzem Brüder nicht noch vorbeigehen. In den letzten Runden konnten sich Felix Hirsiger / Finn Zulauf von den Porsche Fahrern mit 1,5 Sekunden lösen. In der letzten Runde kam der Platztausch auf Rang vier und zwar konnten Tim Zimmermann / Leyton Fourie an Storm Gjerdrum / Fabio Rauer vorbeigehen. Nach 60 Runden holten sich Felix Hirsiger / Finn Zulauf den Sieg vor Colin Bönighausen / Leo Pichler und Baudouin Detout / Jamie Alan Day. Das Geburtstagskind Tim Zimmermann wurde mit seinem Partner Leyton Fourie als Vierte abgewunken. Kiano Blum / Niklas Kalus sahen die Ziellinie auf Platz elf.
In der Meisterschaft führen nun Leyton Fourie / Tim Zimmermann mit 184 Punkten vor Felix Hirsiger / Finn Zulauf mit 179 und Kiano Blum / Niklas Kalus mit 136 Punkten. Auf Platz eins in der Road to DTM-Wertung liegt Leyton Fourie mit 214 Zähler, gefolgt von Finn Zulauf mit 207 und Kiano Blum mit 168 Zähler. Auch die Silver-Cup-Wertung führen Leyton Fourie / Tim Zimmermann mit 184 Punkten an. Platz zwei und drei nehmen Felix Hirsiger / Finn Zulauf mit 179 und Kiano Blum / Niklas Kalus mit 137 Punkten. FK Performance Motorsport hat in der Team-Wertung mit 284 Zähler die Nase vorne. Dahinter liegen Haupt Racing Team mit 238 und Engstler Motorsport mit 233 Zähler.
Finn Zulauf (Liqui Moly Team Engstler Motorsport): „Uns ist kein Stein, sondern ein Felsen vom Herzen gefallen. Das Ziel war, vor unseren Meisterschaftskonkurrenten zu bleiben, um nicht noch mehr Punkte zu verlieren. Wohl niemand hat damit gerechnet, dass wir dieses Rennen gewinnen. Jetzt heißt es ‚Gloves off‘ in Hockenheim – die Zurückhaltung ist vorbei!.“
Felix Hirsiger (Liqui Moly Team Engstler Motorsport): „Endlich Payback! Jetzt haben wir hoffentlich alles an Problemen abgearbeitet. Das Auto war wirklich unglaublich, auch noch auf gebrauchten Reifen. In den letzten Runden musste ich in den Rhythmus kommen, den Rückspiegel im Auge behalten und sauber fahren. Zum Glück ist mir das gelungen und wir können jetzt feiern.“
Leo Pichler (razoon – more than racing): „Wir haben schon erwartet, dass wir auf Platz zwei wieder auf die Strecke kommen, hatten aber aufgrund der neuen Reifen die Hoffnung, dass wir mit ihrem Speed mithalten können, aber das hat nicht geklappt“, erklärte Pichler nach Platz zwei beim Heimspiel. „Trotzdem sind wir glücklich mit dem Ergebnis und ich freue mich sehr über einen Podiumsplatz in Österreich, denn wir wissen, dass wir persönlich das Maximum aus uns und unseren Möglichkeiten herausgeholt haben.“
Jamie Alan Day (Comtoyou Racing): „Wir hatten sicher nicht den Start, den wir wollten. Trotzdem sind wir immer hungrig geblieben und haben bis zur Zielflagge Druck gemacht. Wir haben im mittleren Stint die warmen Reifen gehabt, wodurch ich die Lücke für den Boxenstopp und den letzten Stint aufreißen konnte. Das ist ein super Ergebnis für uns und das gesamte Team.“