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Audi war das Maß aller Dinge

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Die Läufe 15 und 16 der DTM stehen vom 22. bis 24. September auf dem Programm. Die Protagonisten reisen dafür nach Österreich und zwar in die Steiermark. Die zwei Läufe finden in Spielberg auf dem Red Bull Ring statt. Eingebettet in das Berg-Panorama der Steiermark ist die Strecke mit knapp 700 Metern die höchstgelegene Rennstrecke im DTM-Kalender und rangiert in der Beliebtheitsskala der Fahrer ganz weit oben. Die rund 50 Kilometer von Graz entfernte Strecke ist technisch anspruchsvoll. Sie ist 4,326 Kilometer lang und weist ungewöhnlich große Höhenunterschiede und Steigungen von bis zu zwölf Prozent auf.

112 Punkte sind maximal noch einzusammeln. Nur zwei der 18 DTM-Piloten sind mathematisch nicht mehr im Titelkampf vertreten. Realistische Chancen werden noch zehn Fahrern eingeräumt – spannender geht es kaum. Geht Mattias Ekström (136 Punkte) auch als Tabellenführer zum Saisonfinale? „Ich liebe Spielberg“, schwärmt der Schwede, der im österreichischen Ellmau lebt. „Die Kulisse ist einmalig, man spürt überall den hohen qualitativen Anspruch. Auf dem Red Bull Ring zu fahren ist immer ein tolles Erlebnis. Der Rhythmus und die Höhenunterschiede der Strecke machen richtig Spaß, und die extremen Bremsbereiche erlauben spannende Überholmanöver.“

Die Begeisterung Ekströms kommt nicht von ungefähr, gewann er doch 2015 überlegen im Regen. Er holte dort seine bisher letzte Pole-Position und er hält auch den Rundenrekord. Mit großer Freude nahm „Eki“ in der letzten Woche die Nachricht auf, dass die umstrittenen Performance-Gewichte mit sofortiger Wirkung abgeschafft sind. „Ich habe das immer befürwortet. Ich bin sehr froh. Ich dachte erst, da macht einer einen Scherz mit mir. Für mich war das die beste Entscheidung in der bisherigen Saison.“

Mercedes-AMG feierte auf dem Nürburgring zuletzt einen Vierfach- sowie einen Doppel-Sieg. In Spielberg ist der Lokalmatador die Trumpfkarte. Lucas Auer hat nur neun Punkte Rückstand auf Ekström. „Selbstverständlich freue ich mich sehr auf mein Heimrennen. Ich habe auf dieser Strecke schon irrsinnig viele Runden gedreht. Ich glaube, die Strecke ist in Europa so ziemlich die beste. Eine Veranstaltung, bei der sich jeder wohl fühlen kann. Ich bin zuversichtlich, obwohl es im vergangenen Jahr schwierig für uns war - das ist kein Geheimnis“, so der Österreicher, der im Vorjahr lediglich 16. und 21. wurde.

Hinter Ekström folgen Lucas Auer (Mercedes-AMG/127 Punkte), René Rast (Audi/124 Punkte), Marco Wittmann (BMW/115 Punkte) und Jamie Green (Audi/113). Audi und BMW haben seit Wiedereröffnung des Red Bull Rings im Jahr 2011 je vier DTM-Rennen gewonnen, Mercedes-AMG ist bisher sieglos.

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