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Drei Nationen auf dem Siegerpodest - Rennen 2

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Am Sonntagmittag bei 23 Grad nahmen die Fahrerinnen und Fahrer dann ihren zweiten Lauf in Angriff. Auch der zweite fliegende Start nach der Einführungsrunde funktionierte ohne Probleme. Nico Müller konnte seine Position verteidigen. In der ersten Kurve waren sich schon einige nicht ganz einig, mit der Folge, dass einer im Kiesbett landete. Dort wurde auch Mikael Grenier umgedreht. Dieser Zwischenfall in Kurve 1 wurde untersucht. Für Luca Stolz und Thomas Preining war das Rennen bereits dort zu Ende bevor es überhaupt erst richtig angefangen hatte. Im ganzen Feld ging es hart zur Sache. Die ersten drei hatten ihre Postionen verteidigen können. Maximilian Götz hatte sich bereits nach der ersten Runde auf Rang fünf gefahren. Zu dieser Zeit war Nicki Thiim bereits in die Box gekommen und gab dort das Rennen auf. Im Verlauf der zweiten Runde war Felipe Fraga an Mirko Bortolotti vorbeigegangen. Nico Müller hatte sich schon mit 1,100 Sekunden vom übrigen Feld abgesetzt.

Für Rolf Ineichen und Philipp Eng war das Rennen bereits neben der Strecke früher beendet als geplant. Sheldon van der Linde auf Rang neun fahrend wurde immer mehr von Ricardo Feller unter Druck gesetzt. Einen harten Zweikampf lieferten sich auch Lucas Auer und Marco Wittmann um Rang vier. Marius Zug erhielt unterdessen eine Verwarnung wegen dreimaligen Überschreitens der Track Limits. Auch Ricardo Feller erhielt eine Verwarnung wegen des gleichen Vergehens. Esteban Muth führte eine Armda von fünf Fahrzeugen an. Hier ging es um die 15. Position. Von alledem bekam der Führende nichts mit, denn er hatte sich Runde um Runde immer weiter abgesetzt. Nach sieben Runden kam Felipe Fraga aus der Spitzengrupp schon in die Box zum Reifenwechsel. Ihm folgten dann noch sieben weitere Fahrzeuge. Maximilian Götz blieb zunächst weiterhin draußen. Er befand sich nun auf Rang vier. Marius Zug wurde untersucht wegen weiterer Track-Limits Verstöße. Nach acht Runden holte sich der amtierende Meister neue Reifen.

Nico Müller war unterdessen auch zum Pflichtboxenstopp hineingekommen. Somit hatte nun Mirko Bortolotti die Führung übernommen. Die Reihenfolge geriet wie immer erst einmal durcheinander. Maximilian Götz war nach seinem Boxenstopp auf Rang 15 unterwegs und wurde von Kelvin van der Linde unter Druck gesetzt. Auch die Spitzengruppe hatte sich nach neun Runden neue Reifen geholt. Da Kelvin van der Linde nun von Marco Wittmann unter Druck gesetzt wurde, konnte Maximilian Götz sich Luft verschaffen. Zu diesem kämpfenden Duo gesellten sich jetzt noch Sheldon van der Linde und Laurens Vanthoor. Fünf Piloten mussten bei noch 38 Minuten zu fahrender Zeit ihren Pflichtboxenstopp noch absolvieren. Zwischenzeitlich hatte David Schumacher die Führung übernommen. Er musste aber auch wie Sèbastien Loeb, Mikael Grenier, Alessio Deledda und Esmee Hawkey noch in die Box kommen.

Absolute Kampflinie musste Alessio Deledda fahren, denn die einzige Dame im Feld machte hinter ihm mächtig Druck und es dauerte dann auch nicht lange und Esmee Hawkey war nach zwölf Runden an ihrem Kontrahenten vorbeigegangen. Dieser hatte nun absolut nichts zu lachen, denn der Pole-Setter saß ihm im Nacken. Nico Müller konnte ohne weiteres nach an dem Lamborghini-Piloten vorbeigehen. Nachdem dann die Reihenfolge wieder hergestellt war, führte erneut wieder Nico Müller vor Felipe Fraga und Mirko Bortolotti. Mit einem gewissen Respektabstand folgte Maximilian Götz auf Platz vier dann dem Italiener. Marco Wittmann hatte es nach 16 Runden geschafft sich an den amtierenden Meister vorbeizufahren. Er kam aus dessen Windschatten und konnte ohne große Mühe vorbeiziehen.

David Schumacher erhielt eine Verwarnung für ein gefährliches Manöver bei Ausfahrt aus der Boxengase. Er hatte Maximilian Buhk nicht genug Platz gelassen. Maro Engel und Sèbastien Loeb erhielten ebenfalls eine Verwarnung für dreimaligen Überschreitens der Track Limits. Die gleiche Strafe erhielt auch Dev Gore. In der letzten viertel Stunde hatte Mikael Grenier sein Fahrzeug mit technischen Problemen in der Box abgestellt. Zu dieser Zeit führte Nico Müller mit einem Vorsprung von 1,941 Sekunden vor Felipe Fraga und Mirko Bortolotti. Maximilian Götz lag weiterhin auf Rang fünf. Die einzige Dame fuhr auf Platz 21. Sheldon van der Linde hatte dem Druck von Laurens Vanthoor nicht mehr stand halten können und musste diesen ziehen lassen. Damit lag der Belgier nun auf Rang sieben.

In der Schlussphase war Kelvin van der Linde bis auf 0,9 Sekunden an Maximilian Götz herangekommen. Genauso hart musste auch Maro Engel um Platz zehn kämpfen, denn der Norweger Dennis Olsen setzte ihn arg unter Druck. Auch Rene Rast auf Rang zwölf erhielte eine Verwarnung für dreimaligen Überschreitens der Track Limits. Nach 33 Runden wurde Nico Müller als Sieger abgewunken vor Felipe Fraga und Mirko Bortolotti. Maximilian Götz überquerte die Ziellinie als Fünfter.

In der Meisterschaft führt Mirko Bortolotti mit 35 Punkten vor Nico Müller mit 28 und Lucas Auer mit 26 Punkten. Grasser Racing Team liegt in der Teamwertung mit 35 Zähler auf Rang eins, gefolgt von Abt Sportsline mit 30 und Team Rosberg mit 28 Zähler. Mercedes-AMG hat der Konstruktionswertung mit 58 Punkten die Nase vorne. Dahinter liegen Audi mit ebenfalls 58 und Lamborghini mit 25 Punkten.

Nico Müller (Team Rosberg): „Ich bin einfach sehr froh, wir haben so hart dafür gearbeitet. Wir wissen, wie hart diese Meisterschaft in diesem Jahr ist, umso glücklicher sind wir, dass wir diesen Sieg geschafft haben.“

Mirko Bortolotti (Grasser Racing Team): „Gestern hat es sich wie eine Niederlage angefühlt, heute ein bisschen wie ein Sieg. Das war ein absolut hart umkämpftes Rennen. Ich freue mich jetzt sehr auf den Lausitzring, die Strecke war in den letzten Jahren gut für mich – auch wenn die DTM-Version mit Turn 1 noch mal herausfordernder ist.“

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