Zwei Endurance-Rennen werden auf dem DEKRA Lausitzring ausgetragen
- Hauptkategorie: DTM Paket
- ADAC GT Masters
- 17. Juni 2026
- Cornelia Simon
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Das ADAC GT Masters macht sich zu seiner dritten Saisonstation auf den Weg zum Dekra Lausitzring. Vom 19. bis 21. Juni gastiert die GT3-Nachwuchsliga des ADAC im Rahmen der DTM auf der 3,478 km langen Strecke in der malerischen Urlaubsregion des Lausitzer Seenlandes. Zum ersten Mal in dieser Saison werden zwei Endurance-Läufe ausgetragen. Es werden jeweils 80 Minuten gefahren. Dabei kommt es zum Fahrerwechsel - sowie ein Reifenwechsel und es wird nachgetankt. Bei angekündigten Temperaturen über 30 Grad könnten die beiden Rennen jedoch zum Härtetest für Piloten und Autos werden.
Als heiße Kandidaten auf die vorderen Plätze gehen auch am Dekra Lausitzring die Tabellenführer Felix Hirsiger / Finn Zulauf (Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 ins Rennen. Sie führen die Meistershaft mit 85 Zähler an und haben bisher bei jedem Saisonevent ein Rennen gewonnen und dadurch einen Vorsprung von 18 Punkten auf ihre Verfolger Tim Zimmermann / Leyton Fourie (FK Performance Motorsport) im BMW M4 GT3 Evo. Rang drei belegen die Ford Mustang Piloten Kiano Blum / Niklas Kalus (Haupt Racing Team) mit 62 Punkten. Finn Zulauf erzielte bereits im Vorjahr die Pole-Position und führte das Rennen bis zu einem technischen Defekt an. Entsprechend optimistisch reist er an.
Ihre Kontrahenten Tim Zimmermann und Leyton Fourie erlebten in der vergangenen Saison ein schwieriges Wochenende am Lausitzring. Das ist für Leyton Fourie aber abgehakt, denn die Gründe kennt sein Team FK Performance Motorsport und sie reisen mit dem Rückenwind des ersten Saisonsieges in Zandvoort in die Lausitz. Leyton Fourie und Tim Zimmermann haben den letzten im ADAC GT Masters ausgetragenen Endurance-Lauf in der vergangenen Saison gewonnen und freuen sich daher schon auf die beiden anstehenden Rennen. Für Simon Connor Primm und sein Neueinsteiger-Team HGL Racing aus Leipzig wartet auf dem Dekra Lausitzring das Heimspiel. Mit seiner ehemaligen Mannschaft stand Simon Connor Primm 2025 schon kurz vor dem Sieg auf seiner Heimstrecke, bis die Technik ihm einen Strich durch die Rechnung machte.
Ziel für den sächsischen Piloten und sein Team HGL Racing bleiben Top-5-Ergebnisse in der Debüt-Saison im ADAC GT Masters. Ein Pilot, der mit sehr hohen Ambitionen anreist, ist Leo Pichler. Der Porsche-Pilot hat im vergangenen Jahr mit seinem Team Razoon – more than Racing beide Rennen auf dem Dekra Lausitzring gewonnen. Nun kehrt er mit seinem neuen Teamkollegen Colin Bönighausen an den Ort des Erfolges zurück. Leo Pichler, der in der aktuellen Saison ebenfalls schon einen Rennsieg erzielte liegt momentan auf Rang fünf in der Meisterschaft.
Finn Zulauf (Liqui Moly Team Engstler): „Der Lausitzring ist meine Lieblingsstrecke. Zum einen ist er sehr charakterstark mit den ganzen Bodenwellen und zum anderen ist es meine mit Abstand erfolgreichste Strecke. Ich hatte in jeder Serie, mit der ich dort gefahren bin, eine Pole-Position. Das macht mich sehr zuversichtlich, wenngleich natürlich viele Faktoren eine Rolle spielen. Am wichtigsten ist, konstant vorne dabei zu sein und viele Punkte für die Meisterschaft zu sammeln.“
Leyton Fourie (FK Performance Motorsport): „Die Strecke ist für unseren BMW nicht unbedingt optimal, trotzdem versuchen wir das Beste aus dem Paket herauszuholen und machen uns nicht allzu große Sorgen. Im vergangenen Jahr wussten wir zu Beginn nicht genau, was der Reifen über ein Endurance-Rennen braucht. Das haben wir zum Ende hin deutlich besser verstanden und haben schließlich gewonnen. Der Reifen hat bei unserem Sieg am Salzburgring wirklich lange gehalten. Ich genieße dieses Rennformat, außer es ist zu heiß. Es ist eine Abwechslung zu den anderen Rennwochenenden und bringt neue Spannung rein.“
Simon Connor Primm (Team HGL Racing): „Der Lausitzring ist keine einfache Strecke durch die Bodenwellen. Die lange Gerade ist vielleicht nicht optimal für unseren Audi, aber generell sollte der Kurs unserem Auto sehr gut liegen. Viele Familienmitglieder und Sponsoren werden anreisen. Es ist auch für sie ein schönes Erlebnis, alles live statt nur im Fernsehen zu sehen.“
Leo Pichler (Razoon – more than Racing): „Ich erinnere mich natürlich sehr gerne an das vergangene Jahr. Das war das beste Wochenende, das ich und mein Team bisher im ADAC GT Masters gehabt haben. Es wäre unglaublich, wenn wir das auch nur im Ansatz so wiederholen könnten. Wir haben viel Selbstvertrauen gewonnen. Entsprechend geben wir am Lausitzring natürlich unser Maximum und hoffen, dass wir dort wieder einen Sieg herausholen. Die Strecke ist sehr selektiv. Es gibt keine langweiligen Passagen, da es ständig hin- und hergeht und auf jedes Detail ankommt. Ich kann es kaum erwarten, dort loszulegen.“