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Zweiter Saisonsieg für Springob / Gogollok - 1. Rennen

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Das fünfte Saisonrennen fand am Samstagnachmittag bei herrlichstem Sommerwetter statt. Der fliegende Start funktioniert ohne Probleme und die Pole Setter konnten sich gegenüber der Konkurrenz behaupten und führten die Meute in die erste Kurve. Einige kamen dort schon etwas durch den Dreck. Nach der ersten Runde führten weiterhin Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok vor Hudson Schwartz / Lucas Cartelle und Marek Böckmann / Roman Fellner-Feldegg. Aex Connor / Marius Schmid waren auf Rang sechs zurückgefallen. Gabriele Piana / Benjamin Sylvestersson hatten sich auf Rang vier gefahren. Im Verlauf der dritten Runde waren sich einige nicht ganz einig, mit der Folge dass Egor Litvinenko / Oskar Dix sich drehten und Alexander Kristiansson / Erik Bertilsson mit einem Reifenschaden vorne links zunächst in langsamer Fahrt unterwegs waren. Die Aktion lag unter Beobachtung der Rennleitung.

Unter gelb hatte man dann die Ginetta in eine Seitentasche gezogen. Die Pole Setter hatten sich unterdessen mit einem Vorsprung von 1,595 Sekunden absetzen können. Dahinter wurde eine Truppe von fünf Fahrzeugen von Hudson Schwartz / Lucas Cartelle angeführt. Die Tabellenführer lagen auf Rang sieben. Sie hatten Maximilian Schreyer / Alon Gabbay und Luca Link / Luis Moser im Schlepptau. Runde um Runde setzten sich die Pole Setter immer weiter ab. Maximilian Schreyer / Alon Gabbay mussten absolute Kampflinie fahren, denn die BMW Piloten hinter ihnen versuchten immer wieder an den Porsche Piloten vorbeizugehen. Marek Böckmann / Roman Fellner-Feldegg waren rundenlang mit aufgeblendeten Scheinwerfern unterwegs. Sie wollten Hudson Schwartz / Lucas Cartelle in einen Fehler treiben.

Nach zehn Runden waren Maximilian Schreyer / Alon Gabbay von den beiden nachfolgenden BMW Fahrzeugen niedergerungen worden. Sie hatten dadurch ihren achten Platz verloren. Lachlan Robinson / Denny Berndt auf Rang sieben hatten nach vorne und hinten genug Luft. Jack James / Hamish Forrest mussten hart um ihren zwölften Platz kämpfen, denn sie hatten gleich zwei Kontrahenten im Schlepptau. Im nach hinein mussten sie Nicolas Guillaume / Fredric Zebis ziehen lassen. Von alledem bekamen Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok an der Spitze nichts mit. Runde um Runde hatten sie ihren Vorsprung jetzt auf 3,283 Sekunden ausgebaut. Nach 16 Runden öffnete das Boxenzeitfenster. Es kamen auch gleich fünf Fahrzeuge herein.

Zwischenzeitlich hatten sich Luca Link / Luis Moser an die Tabellenführer heran gearbeitet. Gabriele Piana / Benjamin Sylvestersson vollzogen ihren Stopp nach 17 Runden. Acht Fahrzeuge mussten bei noch dreißig Minuten zu fahrender Zeit ihren Stopp noch hinter sich bringen. Jack James / Hamish Forrest waren die Ersten aus dieser Gruppe die nach 19 Runden ihren Fahrerwechsel vollzogen. Benjamin Sylvestersson / Gabriele Piana erhielten eine Penaltylap weil sie zu schnell in der Boxengasse waren. Die Führenden kamen nach 20 Runden herein. Sie hatten einen Vorsprung von 3,119 Sekunden. Zu dieser Zeit mussten noch drei Fahrzeuge hinein kommen. Die Reihenfolge geriet dadurch erst einmal durcheinander. Beim nächsten Umlauf waren sie dann alle in der Box gewesen.

Nachdem die Reihenfolge wieder hergestellt war, führten weiterhin die Pole Setter vor Roman Fellner-Feldegg / Marek Böckmann und Lucas Cartelle / Hudson Schwartz. Die Tabellenführer lagen auf Rang acht. Alon Gabbay / Maximilian Schreyer und Benjamin Sylvestersson / Gabriele Piana waren auf den Rängen zehn und sechs unterwegs. Philipp Gogollok / Jan Philipp Springob hatten in den letzten zwanzig Minuten schon wieder einen Vorsprung von 2,110 Sekunden. Hendrik Still / Tim Horrell mussten sich harten Attacken gegenüber Victor Nielsen / Gianni van de Craats erwehren. Hier ging es um die elfte Position. Wenig später versuchten die BMW Piloten sich neben den Porsche Fahrern zu setzen, mit der Folge das der AVIA Porsche im Kiesbett landete.

Um die Piloten in aller Ruhe bergen zu können, wurde erst einmal Full Course Yellow geschwenkt. Diese Aktion wurde auch von der Rennleitung untersucht. Nach dem das Rennen wieder frei gegeben worden war, versuchten Philip Wiskirchen / Linus Hahne sich Marius Schmid / Alex Connor zurecht zu legen. Zu diesen beiden hatten sich dann noch Benjamin Sylvestersson / Gabriele Piana gesellt. Es dauerte dann auch nicht lange und die FK Performance Piloten hatten Ende Start und Ziel kurzen Prozess gemacht und waren an den ME Motorsport Piloten vorbei gegangen. An der Spitze hatten sich in den letzten elf Minuten die Mercedes Fahrer Roman Fellner-Feldegg / Marek Böckmann in den Windschatten von Philipp Gogollok / Jan Philipp Springob gefahren.

Zu dieser Zeit waren im Zweikampf zwischen Benjamin Sylvestersson / Gabriele Piana und Alex Connor / Hudson Schwartz die Mercedes Piloten etwas in den Dreck gekommen und sofort konnten die BMW Fahrer sich auf Rang vier fahren. Danach klebten die nächsten BMW Piloten im Heck des Mücke Mercedes. Da diese beiden sich rundenlang behackten konnten Luis Moser / Luca Link aufschließen. Wenig später hatten Luis Moser / Luca Link zu viel riskiert und schossen ab ins Kiesbett. Dort konnte man sich von alleine befreien. Das hatte aber einen Platz gekostet, denn Denny Berndt / Lachlan Robinson konnten vorbei gehen. In der Schlussphase hatten Lucas Cartelle / Hudson Schwartz durch einen Verbemser ihren dritten Rang weggeschmissen. Diesen hatten sich nun die Tabellenführer geholt.

In den letzten zwei Runden war ein harter Dreikampf um Rang vier im Gange. Diese Truppe führten Lucas Cartelle / Hudson Schwartz an vor Marius Schmid / Alex Connor und Philip Wiskirchen / Linus Hahne. In der letzten Runde ging es zwischen den Pole Settern und den Mercedes Fahrern mächtig zur Sache. Immer wieder schmissen die Aston Martin Piloten ihren Verfolgern die Türe vor der Nase zu. Philipp Gogollok / Jan Philipp Springob holten sich nach 38 Runden ihren zweiten Saisonsieg vor Roman Fellner-Feldegg / Marek Böckmann und Benjamin Sylvestersson / Gabriele Piana. Alon Gabbay / Maximilian Schreyer und Denny Berndt / Lachlan Robinson überquerten die Ziellinie auf den Rängen zehn und sieben.

Jan Philipp Springob (COSY Racing by ESM): „Ich freue mich riesig über unseren zweiten Saisonsieg. Doch am Ende mussten wir schon ein wenig zittern. Natürlich hatte ich Vertrauen in Philipp. Es wäre aber schon deutlich entspannter gewesen, wenn wir fünf Sekunden Vorsprung gehabt hätten. Unser Auto geht hier ganz offensichtlich sehr gut. Wobei ich glaube, dass es schwieriger geworden wäre, wenn der Toyota die Anderen nicht ein bisschen aufgehalten hätte. Schauen wir mal, wie es morgen läuft.“

Philipp Gogollok (COSY Racing by ESM): „Vor allem die zweite Hälfte meines Stints war sehr anstrengend. Ich musste mich unfassbar strecken, um die Position zu halten. Aber wenn so etwas funktioniert, dann funktioniert es eben – und deshalb bin ich super happy, dass wir hier mit einem Rennsieg nach Hause fahren. Das gesamte Team hat das ganze Wochenende einen super Job gemacht. Hoffentlich können wir morgen genau daran anknüpfen.“

Roman Fellner-Feldegg (Prosport Racing): „Ich habe eigentlich kein einziges Mal in den Rückspiegel geschaut, sondern immer nur nach vorne. Der Aston Martin war von Anfang an sehr schnell - und unser Auto am Ende des Rennens wirklich stark. Ich habe wirklich alles versucht; er hat jedoch einen Top-Job gemacht. Morgen greifen wir wieder an. Ich denke, dass wir die Pace halten können. Es ist schon beeindruckend, was uns das Team für ein Auto hingestellt hat.“

Marek Böckmann (Prosport Racing): „Es war von Anfang an der Plan, erst recht spät zu stoppen. Denn wir wussten, dass wir schneller unterwegs sein würden als der Toyota, der uns in der ersten Rennhälfte ein wenig aufgehalten hatte. Als ich nach dessen Stopp freie Bahn hatte, konnte ich vier Runden richtig Vollgas geben und so kamen wir letztendlich vorbei. Roman hat dann eine grandiose Pace an den Tag gelegt und einen mega Stint absolviert. Es ist unser erstes Podium mit Mercedes-AMG in der ADAC GT4 Germany, was etwas ganz Besonderes für das Team darstellt.“

Gabriele Piana (FK Performance Motorsport): „Wir wussten, dass wir über die Distanz stark sein könnten. Doch in Oschersleben ist es seit jeher schwer, zu überholen. In meinem Stint habe ich das Hauptaugenmerk darauf gelegt, die Reifen für Benjamin so gut wie möglich zu schonen. Er hat dann eine klasse Leistung geliefert und super Überholmanöver gezeigt. Ich freue mich über den dritten Platz, doch alle im Team hätten dieses Mal noch mehr verdient.“

Benjamin Sylvestersson (FK Performance Motorsport): „Insgesamt war es ein gutes Rennen. Ich war schnell und das Auto hat sehr gut funktioniert. In den letzten drei Runden habe ich wirklich alles gegeben und mein Bestes versucht. Das Auto war heute sehr stark, sodass ich ein gutes Tempo fahren konnte. Natürlich gibt es immer noch einige Dinge, die wir verbessern können, aber insgesamt bin ich sehr zufrieden. Das Team hat großartige Arbeit geleistet und wir konnten das Potenzial des Autos gut nutzen.“

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Provided by Swen Wauer