Zweiter Saisonsieg für Springob / Gogollok
- Hauptkategorie: DTM Paket
- ADAC GT4 Germany
- 22. Juli 2026
- Cornelia Simon
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Die ADAC GT4 Germany ist bereit für das dritte Rennwochenende der Saison 2026. Schauplatz ist vom 24. bis 26. Juli die Motorsport Arena Oschersleben in der Magdeburger Börde. Bereits die ersten beiden Events 2026 haben jede Menge Spannung und Dramatik geboten – und genau das wird auch für den Auftritt auf der nördlichsten Rennstrecke Deutschlands prognostiziert, auf der die ADAC GT4 Germany zudem Saisonhalbzeit feiert. Hier stehen die Läufe fünf und sechs auf dem Programm. Wie üblich startet die Serie im Rahmenprogramm der DTM.
Als Tabellenführer reisen Denny Berndt / Lachlan Robinson (AVIA W&S Motorsport) nach Oschersleben. Das Porsche 718 Cayman GT4-Duo hat bislang alle Saisonrennen auf dem Podium beendet und zählt somit zu den ganz großen Favoriten. Sie führen die Tabelle mit 81 Zähler an. Mit lediglich neun Punkten Rückstand liegen die AVIA W&S Motorsport-Teamkollegen Alon Gabbay / Maximilian Schreyer auf Tabellenplatz zwei. Sie haben in drei der vier bisherigen Saisonrennen auf dem Podium gestanden. Weitere sieben Zähler zurück befinden sich Gabriele Piana / Benjamin Sylvestersson (FK Performance Motorsport), die im BMW M4 GT4 das Auftaktrennen auf dem Red Bull Ring für sich entschieden.
Ebenfalls noch aussichtsreiche Chancen auf den inoffiziellen Titel des Halbzeit-Champions haben Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok (COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4. Die kürzeste Anreise nach Oschersleben hat BWT Mücke Motorsport. Der Traditionsrennstall aus Berlin bestreitet somit ebenfalls sein Heimspiel und setzt dabei auf eine vielversprechende Fahrerpaarung. Marius Schmid / Alex Connor teilen sich den pinkfarbenen Mercedes-AMG GT4. Marius Schmid gibt 2026 sein Debüt in der ADAC GT4 Germany. Mit Erfolg: Nach zwei Klassensiegen und zwei weiteren zweiten Plätzen führt die Nachwuchshoffnung die Rookie-Wertung der ADAC GT4 Germany an.
Denny Berndt (AVIA W&S Motosport): „Natürlich ist es das Ziel, auch nach Oschersleben im Klassement vorne zu liegen. Aber wichtiger als ein Halbzeit-Titel wäre es, am Ende der Saison ganz oben in der Tabelle zu stehen. Oschersleben hat viele lang gezogene Kurven. Somit gilt es, schnell in die Ecken hineinzufahren und viel Speed mitzunehmen. Sicherlich werden wir einiges an Arbeit haben, um ein perfektes Set-up zu finden. Im Vergleich zu anderen Rennwochenenden werden einige Leute mehr mitkommen. Ich freue mich schon jetzt, mit ihnen abends zusammenzusitzen und über die Rennen zu philosophieren.“
Marius Schmid (BWT Mücke Motorsport): „Mir macht es einfach richtig viel Spaß, mit BWT Mücke Motorsport und dem Auto an den Rennwochenenden der ADAC GT4 Germany anzutreten. Oschersleben sollte unserem Mercedes-AMG richtig gut liegen, da es viele Kurven und wenige Geraden gibt. Somit hoffe ich auf gute Ergebnisse. Vielleicht gelingt uns sogar ein Resultat in den Top Fünf. Ziel ist auf jeden Fall immer der Laufsieg in der Rookie-Wertung. Tatsächlich hatte ich letztes Jahr im Oktober in Oschersleben meinen ersten GT4-Test mit dem Team. Schon damals hat mir die Strecke sehr gut gefallen.“
Als erste Serie begab sich am Freitagmorgen von 9.45 Uhr bis 10.45 Uhr die ADAC GT4 Germany hinaus auf die Strecke um ihr erstes freies Training bei bedecktem Himmel und kühlen 15 Grad hinter sich zu bringen. In dieser Session verschoben sich die Positionen immer wieder. Zunächst waren nur vierzehn Fahrzeuge auf der Strecke. Als noch 51 Minuten auf der Uhr standen wurde Full Course Yellow angezeigt. Zu dieser Zeit hatten sich Benjamin Sylverstersson / Gabriele Piana mit einer Zeit von 1:33,209 Minuten auf Rang eins gefahren, gefolgt von Lucas Cartelle / Hudson Schwartz und Maximilian Schreyer / Alon Gabbay. Die Tabellenführer befanden sich auf Rang neun. Zwei Minuten später konnte das Training wieder im Renntempo aufgenommen werden.
Unterdessen hatten jetzt 18 Fahrerpaarungen gezeitete Runden gefahren. Kyam Potez / Jonathan Engström hatten mit Problemen zu kämpfen, denn sie waren die einzigen die noch keine gezeitete Runde gefahren hatten. Nach zwölf gefahrenen Runden waren Erik Bertilsson / Alexzander Kristiansson mit einer Zeit von 1:31,609 Minuten die Schnellsten. Gabriele Piana / Benjamin Sylvestersson waren auf Rang zwei zurückgefallen. Rang drei nahmen nun Victor Nielsen / Gianni van de Craats ein. Erneut wurde wieder Full Course Yellow angezeigt. Sieben Fahrzeuge waren zwischenzeitlich in die Box gekommen. Denny Berndt / Lachlan Robinsson hatten Plätze eingebüßt und lagen auf Rang dreizehn. Jonathan Engström / Kyam Potez waren jetzt mit von der Partie und lagen auf Rang elf.
Als noch 26 Minuten auf der Uhr standen konnten die Piloten das Training wieder in vollem Speed aufnehmen. In der Schlussphase hatten sich Linus Hahne / Philip Wiskirchen an die Spitze gefahren. Sie hatten für alle eine Zeit von 1:31,207 Minuten gefahren. Die Plätze zwei und drei nahmen Alexander Kristiansson / Erik Bertilsson und Roman Fellner-Feldegg / Marek Böckmann eingenommen. Am Ende konnte dann niemand an die Zeit von Linus Hahne / Philip Wiskirchen herankommen. Sie waren somit die Schnellsten im Feld, gefolgt von Alexzander Kristiansson / Erik Bertilsson und Gabriele Piana / Benjamin Sylvestersson. Die Tabellenführer mussten sich zunächst mit Rang zwölf zufrieden geben. Maximilian Schreyer / Alon Gabbay wurden als Siebte gewertet.
Linus Hahne (ME Motorsport): „Ich bin wirklich sehr gerne in Oschersleben unterwegs. Die Strecke und das Auto haben sich gut angefühlt. Auch fahrerisch hat in meiner schnellsten Runde alles zusammengepasst. Wir haben uns für das Rennwochenende einiges vorgenommen, möchten vorne mitfahren und im besten Fall aufs Podest kommen. Sicherlich sind Qualifikation und das Rennen aber eine ganz andere Hausnummer, als das freie Training. Doch wir sind bereit.“
Das zweite freie Training stand für die Protagonisten am Freitagmittag um 14.20 Uhr auf dem Zeitplan. Die Zeiten gegenüber morgens wurden schneller. So hatten sich in der ersten viertel Stunde Gabriele Piana / Benjamin Sylvestersson nach sechs Runden mit einer Zeit von 1:30,873 Minuten auf Rang eins gefahren. Hinter ihnen lagen Marek Böckmann / Roman Fellner-Feldegg und Lucas Cartelle / Hudson Schwartz. Die Tabellenführer befanden sich auf Platz zwölf. Maximilian Schreyer / Alon Gabbay fuhren unterdessen auf dem zehnten Rang. Bei noch 35 Minuten zu fahrender Zeit wurde die Session mit der roten Flagge unterbrochen, da Kyam Potez / Jonathan Engström von der Strecke abgekommen und in die Streckenbegrenzung eingeschlagen waren. Nun kamen alle Fahrer in die Boxengasse und warteten erst einmal ab.
Die Havaristen lagen zu dieser Zeit auf Rang neun. Für 23 Minuten ging die Zeitenjagd dann wider von vorne los. Zunächst blieb es bei der Reihenfolge wie vor der Unterbrechung. In der letzten viertel Stunde hatten sich Alex Connor / Marius Schmid auf Rang drei gefahren. Zwischenzeitlich waren Alex Connor / Marius Schmid etwas auf Abwegen unterwegs. Wenig später kamen sie dann in die Box gefahren. Philip Wiskirchen / Linus Hahne und Maximilian Schreyer / Alon Gabbay waren ebenfalls zu ihrer Crew klommen. In den letzten zehn Minuten wurde Full Course Yellow gezeigt, weil Denny Berndt / Lachlan Robinson neben der Strecke standen. Daraufhin kamen immer mehr Fahrzeuge in die Box gefahren. Unter ihnen waren auch die Führenden Benjamin Sylvestersson / Gabriele Piana.
Die Piloten versuchten dann in den letzten vier Minuten die Zeit von Gabriele Piana / Benjamin Sylvestersson zu knacken. Im nachhinein war die Zeit von 1:30,873 Minuten in Stein gemeiselt. Platz zwei und drei nahmen Marius Schmid / Alex Connor und Roman Fellner-Feldegg / Marek Böckmann ein. Alon Gabbay / Maximilian Schreyer wurden auf Rang dreizehn gewertet. Die Tabellenführer mussten sich mit Platz 15 zufrieden geben.
Gabriele Piana (FK Performance Motorsport): „Das Auto und auch die Strecke haben sich heute ganz gut angefühlt. Grundsätzlich gefällt mir Oschersleben; ich bin hier sehr gerne unterwegs – und das nicht nur, weil ich hier schon einige Rennen gewinnen konnte. Auch an diesem Rennwochenende würden wir gerne ganz oben auf dem Podium stehen. Mal sehen, ob uns das gelingt, denn erst im Verlauf des Rennwochenendes werden wir beurteilen können, wie stark die Konkurrenz wirklich ist.“
Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok waren im ersten Qualifying welches am Samstagmorgen ausgefahren wurde nicht zu schlagen. Im Aston Martin Vantage AMR GT4 von COSY Racing by ESM umrundete sie die 3,667 Kilometer lange Strecke in 1:29,493 Minuten. Es ist Jan Philipp Springobs vierte Pole-Position in der Sportwagen-Serie des ADAC und seine erste in Oschersleben. Bereits beim Saisonauftakt auf dem Red Bull Ring konnten Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok einen Laufsieg für sich verbuchen. Mit lediglich 0,130 Sekunden Rückstand ging Platz zwei an Hudson Schwartz / Lucas Cartelle, die 2026 ihr Debüt-Jahr in der ADAC GT4 Germany absolvieren. Es ist das beste Qualifikationsergebnis eines Toyota GR Supra GT4 in der Motorsport Arena Oschersleben.
Dritte wurden Alex Connor / Marius Schmid, denen im Mercedes-AMG GT4 von BWT Mücke Motorsport 0,165 Sekunden auf Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok fehlten. Somit konnten Fahrzeuge von drei verschiedenen Herstellern die ersten drei Positionen der Qualifikation einnehmen. Lachlan Robinson / Denny Berndt werden aus der vierten Startreihe starten. Maximilian Schreyer / Alon Gabbay und Gabriele Piana / Benjamin Sylverstersson mussten sich mit den Startpositionen zehn und fünf zufrieden geben. Jesper Brunoj Jensen / Laurenz Rühl hatten in der Anfangsphase einen Dreher zu verzeichnen und nehmen das Rennen von Platz 18 aus auf.
Jan Philipp Springob (COSY Racing by ESM): „Nach dem Ergebnis der freien Trainings vom Vortrag hätten wir tatsächlich nicht mit der Pole-Position gerechnet. Aber unser Auto scheint, auf eine Runde sehr gut zu funktionieren. Nun sind wir gespannt auf das Rennen. Doch von vorne loszufahren, ist auf jeden Fall kein Nachteil. Unser Ziel ist ganz klar der Sieg!“
Das fünfte Saisonrennen fand am Samstagnachmittag bei herrlichstem Sommerwetter statt. Der fliegende Start funktioniert ohne Probleme und die Pole Setter konnten sich gegenüber der Konkurrenz behaupten und führten die Meute in die erste Kurve. Einige kamen dort schon etwas durch den Dreck. Nach der ersten Runde führten weiterhin Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok vor Hudson Schwartz / Lucas Cartelle und Marek Böckmann / Roman Fellner-Feldegg. Aex Connor / Marius Schmid waren auf Rang sechs zurückgefallen. Gabriele Piana / Benjamin Sylvestersson hatten sich auf Rang vier gefahren. Im Verlauf der dritten Runde waren sich einige nicht ganz einig, mit der Folge dass Egor Litvinenko / Oskar Dix sich drehten und Alexander Kristiansson / Erik Bertilsson mit einem Reifenschaden vorne links zunächst in langsamer Fahrt unterwegs waren. Die Aktion lag unter Beobachtung der Rennleitung.
Unter gelb hatte man dann die Ginetta in eine Seitentasche gezogen. Die Pole Setter hatten sich unterdessen mit einem Vorsprung von 1,595 Sekunden absetzen können. Dahinter wurde eine Truppe von fünf Fahrzeugen von Hudson Schwartz / Lucas Cartelle angeführt. Die Tabellenführer lagen auf Rang sieben. Sie hatten Maximilian Schreyer / Alon Gabbay und Luca Link / Luis Moser im Schlepptau. Runde um Runde setzten sich die Pole Setter immer weiter ab. Maximilian Schreyer / Alon Gabbay mussten absolute Kampflinie fahren, denn die BMW Piloten hinter ihnen versuchten immer wieder an den Porsche Piloten vorbeizugehen. Marek Böckmann / Roman Fellner-Feldegg waren rundenlang mit aufgeblendeten Scheinwerfern unterwegs. Sie wollten Hudson Schwartz / Lucas Cartelle in einen Fehler treiben.
Nach zehn Runden waren Maximilian Schreyer / Alon Gabbay von den beiden nachfolgenden BMW Fahrzeugen niedergerungen worden. Sie hatten dadurch ihren achten Platz verloren. Lachlan Robinson / Denny Berndt auf Rang sieben hatten nach vorne und hinten genug Luft. Jack James / Hamish Forrest mussten hart um ihren zwölften Platz kämpfen, denn sie hatten gleich zwei Kontrahenten im Schlepptau. Im nach hinein mussten sie Nicolas Guillaume / Fredric Zebis ziehen lassen. Von alledem bekamen Jan Philipp Springob / Philipp Gogollok an der Spitze nichts mit. Runde um Runde hatten sie ihren Vorsprung jetzt auf 3,283 Sekunden ausgebaut. Nach 16 Runden öffnete das Boxenzeitfenster. Es kamen auch gleich fünf Fahrzeuge herein.
Zwischenzeitlich hatten sich Luca Link / Luis Moser an die Tabellenführer heran gearbeitet. Gabriele Piana / Benjamin Sylvestersson vollzogen ihren Stopp nach 17 Runden. Acht Fahrzeuge mussten bei noch dreißig Minuten zu fahrender Zeit ihren Stopp noch hinter sich bringen. Jack James / Hamish Forrest waren die Ersten aus dieser Gruppe die nach 19 Runden ihren Fahrerwechsel vollzogen. Benjamin Sylvestersson / Gabriele Piana erhielten eine Penaltylap weil sie zu schnell in der Boxengasse waren. Die Führenden kamen nach 20 Runden herein. Sie hatten einen Vorsprung von 3,119 Sekunden. Zu dieser Zeit mussten noch drei Fahrzeuge hinein kommen. Die Reihenfolge geriet dadurch erst einmal durcheinander. Beim nächsten Umlauf waren sie dann alle in der Box gewesen.
Nachdem die Reihenfolge wieder hergestellt war, führten weiterhin die Pole Setter vor Roman Fellner-Feldegg / Marek Böckmann und Lucas Cartelle / Hudson Schwartz. Die Tabellenführer lagen auf Rang acht. Alon Gabbay / Maximilian Schreyer und Benjamin Sylvestersson / Gabriele Piana waren auf den Rängen zehn und sechs unterwegs. Philipp Gogollok / Jan Philipp Springob hatten in den letzten zwanzig Minuten schon wieder einen Vorsprung von 2,110 Sekunden. Hendrik Still / Tim Horrell mussten sich harten Attacken gegenüber Victor Nielsen / Gianni van de Craats erwehren. Hier ging es um die elfte Position. Wenig später versuchten die BMW Piloten sich neben den Porsche Fahrern zu setzen, mit der Folge das der AVIA Porsche im Kiesbett landete.
Um die Piloten in aller Ruhe bergen zu können, wurde erst einmal Full Course Yellow geschwenkt. Diese Aktion wurde auch von der Rennleitung untersucht. Nach dem das Rennen wieder frei gegeben worden war, versuchten Philip Wiskirchen / Linus Hahne sich Marius Schmid / Alex Connor zurecht zu legen. Zu diesen beiden hatten sich dann noch Benjamin Sylvestersson / Gabriele Piana gesellt. Es dauerte dann auch nicht lange und die FK Performance Piloten hatten Ende Start und Ziel kurzen Prozess gemacht und waren an den ME Motorsport Piloten vorbei gegangen. An der Spitze hatten sich in den letzten elf Minuten die Mercedes Fahrer Roman Fellner-Feldegg / Marek Böckmann in den Windschatten von Philipp Gogollok / Jan Philipp Springob gefahren.
Zu dieser Zeit waren im Zweikampf zwischen Benjamin Sylvestersson / Gabriele Piana und Alex Connor / Hudson Schwartz die Mercedes Piloten etwas in den Dreck gekommen und sofort konnten die BMW Fahrer sich auf Rang vier fahren. Danach klebten die nächsten BMW Piloten im Heck des Mücke Mercedes. Da diese beiden sich rundenlang behackten konnten Luis Moser / Luca Link aufschließen. Wenig später hatten Luis Moser / Luca Link zu viel riskiert und schossen ab ins Kiesbett. Dort konnte man sich von alleine befreien. Das hatte aber einen Platz gekostet, denn Denny Berndt / Lachlan Robinson konnten vorbei gehen. In der Schlussphase hatten Lucas Cartelle / Hudson Schwartz durch einen Verbemser ihren dritten Rang weggeschmissen. Diesen hatten sich nun die Tabellenführer geholt.
In den letzten zwei Runden war ein harter Dreikampf um Rang vier im Gange. Diese Truppe führten Lucas Cartelle / Hudson Schwartz an vor Marius Schmid / Alex Connor und Philip Wiskirchen / Linus Hahne. In der letzten Runde ging es zwischen den Pole Settern und den Mercedes Fahrern mächtig zur Sache. Immer wieder schmissen die Aston Martin Piloten ihren Verfolgern die Türe vor der Nase zu. Philipp Gogollok / Jan Philipp Springob holten sich nach 38 Runden ihren zweiten Saisonsieg vor Roman Fellner-Feldegg / Marek Böckmann und Benjamin Sylvestersson / Gabriele Piana. Alon Gabbay / Maximilian Schreyer und Denny Berndt / Lachlan Robinson überquerten die Ziellinie auf den Rängen zehn und sieben.
Jan Philipp Springob (COSY Racing by ESM): „Ich freue mich riesig über unseren zweiten Saisonsieg. Doch am Ende mussten wir schon ein wenig zittern. Natürlich hatte ich Vertrauen in Philipp. Es wäre aber schon deutlich entspannter gewesen, wenn wir fünf Sekunden Vorsprung gehabt hätten. Unser Auto geht hier ganz offensichtlich sehr gut. Wobei ich glaube, dass es schwieriger geworden wäre, wenn der Toyota die Anderen nicht ein bisschen aufgehalten hätte. Schauen wir mal, wie es morgen läuft.“
Philipp Gogollok (COSY Racing by ESM): „Vor allem die zweite Hälfte meines Stints war sehr anstrengend. Ich musste mich unfassbar strecken, um die Position zu halten. Aber wenn so etwas funktioniert, dann funktioniert es eben – und deshalb bin ich super happy, dass wir hier mit einem Rennsieg nach Hause fahren. Das gesamte Team hat das ganze Wochenende einen super Job gemacht. Hoffentlich können wir morgen genau daran anknüpfen.“
Roman Fellner-Feldegg (Prosport Racing): „Ich habe eigentlich kein einziges Mal in den Rückspiegel geschaut, sondern immer nur nach vorne. Der Aston Martin war von Anfang an sehr schnell - und unser Auto am Ende des Rennens wirklich stark. Ich habe wirklich alles versucht; er hat jedoch einen Top-Job gemacht. Morgen greifen wir wieder an. Ich denke, dass wir die Pace halten können. Es ist schon beeindruckend, was uns das Team für ein Auto hingestellt hat.“
Marek Böckmann (Prosport Racing): „Es war von Anfang an der Plan, erst recht spät zu stoppen. Denn wir wussten, dass wir schneller unterwegs sein würden als der Toyota, der uns in der ersten Rennhälfte ein wenig aufgehalten hatte. Als ich nach dessen Stopp freie Bahn hatte, konnte ich vier Runden richtig Vollgas geben und so kamen wir letztendlich vorbei. Roman hat dann eine grandiose Pace an den Tag gelegt und einen mega Stint absolviert. Es ist unser erstes Podium mit Mercedes-AMG in der ADAC GT4 Germany, was etwas ganz Besonderes für das Team darstellt.“
Gabriele Piana (FK Performance Motorsport): „Wir wussten, dass wir über die Distanz stark sein könnten. Doch in Oschersleben ist es seit jeher schwer, zu überholen. In meinem Stint habe ich das Hauptaugenmerk darauf gelegt, die Reifen für Benjamin so gut wie möglich zu schonen. Er hat dann eine klasse Leistung geliefert und super Überholmanöver gezeigt. Ich freue mich über den dritten Platz, doch alle im Team hätten dieses Mal noch mehr verdient.“
Benjamin Sylvestersson (FK Performance Motorsport): „Insgesamt war es ein gutes Rennen. Ich war schnell und das Auto hat sehr gut funktioniert. In den letzten drei Runden habe ich wirklich alles gegeben und mein Bestes versucht. Das Auto war heute sehr stark, sodass ich ein gutes Tempo fahren konnte. Natürlich gibt es immer noch einige Dinge, die wir verbessern können, aber insgesamt bin ich sehr zufrieden. Das Team hat großartige Arbeit geleistet und wir konnten das Potenzial des Autos gut nutzen.“