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Manthey-Racing sichert sich Auftaktsieg in der VLN

Strahlende Gesichter auf der obersten Stufe des Siegerehrungspodests bei strahlendem Sonnenschein am Nürburgring: Kévin Estre, Earl Bamber und Laurens Vanthoor fuhren im Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing beim VLN-Saisonauftakt zum Sieg. Nach 28 Runden (4:07:04,241 Stunden) betrug der Vorsprung des Trios auf die zweitplatzierten Markus Winkelhock und Nico Müller, die für das Audi Sport Team BWT einen Audi R8 LMS pilotierten, 51,838 Sekunden. Als dritte komplettierten Klaus Bachler und Sven Müller im Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsport das Podium.

 

 

„Großartig, endlich mein erster Sieg auf der Nordschleife“, freute sich der Neuseeländer Bamber über den Erfolg. Auch für Vanthoor, der im Zeittraining mit einer Zeit von 8:03,070 Minuten die Bestzeit fuhr, war es ein Premiere. Der Belgier feierte den ersten Porsche-Sieg seiner Karriere: „Endlich, darauf habe ich mehr als ein Jahr warten müssen. Und dann noch mit ‚Grello‘ in der Grünen Hölle – grandios.“ Das Manthey-Trio dominierte das Geschehen an der Spitze über die komplette Distanz. „Ein Spaziergang war es dennoch nicht“, sagte Estre. „Die Nordschleife ist immer eine Herausforderung und es wird garantiert nie langweilig.“

Für Audi-Werksfahrer Müller, der für die Ingolstädter in der DTM an den Start geht, war der erste Renneinsatz 2018 ein guter Einstand. „Ich bin zum ersten Mal im Mücke-Team an den Start gegangen und bin begeistert“, sagte er. „Das Auto war perfekt vorbereitet und wir hatten wirklich ein gutes Rennen. Das Zeittraining war hingegen eher schwierig, denn wir hatten Probleme, reibungslos durch den Verkehr zu kommen.“ Das Training zum VLN-Auftakt war am Morgen mit rund 40-minütiger Verspätung aufgrund von Nebel mit 180 Fahrzeugen gestartet.

Bild: YB

Platz drei von Bachler und Müller im Falken-Porsche war vor allem auf die brillante Strategie des Teams zurückzuführen. „Wir haben einen frühen Boxenstopp eingelegt“, erklärte Bachler. „Dadurch sind wir auf Platz zwölf zurückgefallen, konnten und dann aber mit schnellen Rundenzeiten wieder nach vorne kämpfen.“

Hinter dem Spitzentrio belegte das Audi Sport Team Land Rang vier. Den besten Mercedes-AMG GT3 fuhr das Mercedes-AMG Team HTP auf Platz fünf. Schnellster BMW M6 GT3 war die Startnummer 98 von ROWE-Racing. Damit beendeten alle vier deutschen Automobilhersteller in der GT3-Klasse das Rennen in den Top 10.

Bild: YB

In dieser Saison ist die GT3-Klasse SP9 erstmals in drei Unterkategorien unterteilt, die einzeln gewertet werden. Die Gesamtsieger des Laufs gewannen die Professional-Wertung. Erste Gewinner der neuen SP9-Premium-Wertung sind Steve Jans und Marek Böckmann im Porsche 911 GT3 R des GIGASPEED Team GetSpeed Performance. „Super, dass es auf Anhieb geklappt hat“, freute sich Böckmann. „Das macht Lust auf mehr und lässt uns für die nächsten Rennen hoffen.“ Lobende Worte fand Jans für seinen neuen, permanenten Teamkollegen. „Unser Speed war gut und wir waren konkurrenzfähig. Marek hat einen tollen Job gemacht. Wir harmonieren sehr gut, sowohl auf als auch neben der Rennstrecke.“ Die SP9-Masters-Wertung entschieden Henry Walkenhorst, Rudi Adams und Andreas Ziegler im BMW M6 GT3 für sich.

Den schnellsten Cup-Porsche pilotierten Marcel Hoppe, Moritz Kranz und Tim Scheerbarth für Mühlner-Motorsport. Als Sieger der Gruppe H wurden Olaf Beckmann, Peter Hass und Volker Strycek mit dem kultigen Opel Manta geehrt. Beste Piloten der VLN-Produktionswagen-Klassen waren Norbert Fischer, Christian Konnerth und Daniel Zils mit dem Porsche Cayman des Pixum Team Adrenalin Motorsport.

Mit Michael Bohrer (AMC Duisburg), Lance David Arnold und André Lotterer waren drei Duisburger am Start. Zunächst sah es für Michael Bohrer gut aus. Mit dem neu aufgebauten Renault Clio RS Cup in der Klasse H2 war er für das Team AVIA Racing an den Start. Mit schnellen Rundenzeiten konnte er sich schnell an die Spitze der Klasse mit 14 Startern setzen und baute seine Führung aus. Doch nach rund 1 1/2 Stunden Renndistanz rollte er mit Motorschaden im Bereich Breitscheid aus. Zu diesem Zeitpunkt hatte er über fünf Minuten Vorsprung auf den Zweiten und hatte bereits drei Mitstreiter überrundet.

Für Lance David Arnold, nach Jahren im Mercedes, war es seit langen wieder ein Einsatz auf einem Porsche. In der Klasse SP 9 pilotierte er einen Porsche 911 GT3 R vom Frikadelli Racing Team. In der Gesamtwertung belegte er nach vier Rennstunden Rang 21. „Ich habe mich etwas zurückgehalten um wieder rein zukommen und habe einiges ausprobiert. An dem Fahrwerk und Reifen müssen wir noch arbeiten und sind noch lange nicht da wo wir hinwollen. Kurz vor Rennende erhielt ich noch eine Stopp and Go Strafe wegen eines Gelbverstoßes. Ich soll statt 120 km/h laut Rennleitung 132 km/h schnell gewesen sein was nicht sein kann, da ich den Tempobegrenzer eingeschaltet hatte. Ich konnte nicht das Gegenteil beweisen da die Inbordkammera nach dem zweiten Stint ausgefallen war. Außerdem ging es bei uns mit Platz 19 in der Klasse um nichts mehr“, so Arnold nach dem Rennen.

Bild: CS

Kurzfristig ging André Lotterer, der unter anderem in der Formel E startet, an den Start. Mit einem Porsche Caymann (Klasse V5) des Teams Pro Sport-Performance GmbH bestritt er mit Mike David Ortmann das Rennen und belegte in der Klasse Platz vier und in der Gesamtwertung Rang 69. „Ich bin das Rennen gefahren für den Start bei dem 24h Rennen im Mai. Dafür muss ich eine bestimmte aktuelle Anzahl von Runden auf der Nordschleife nachweisen um starten zu dürfen“, gab Lotterer zu Protokoll zu seinem kurzfristig angesetzten Start in der Eifel bei der VLN.

Bild: YB

Erste Tabellenführer der Saison 2018 sind Bamber / Estre / Vanthoor. Als Sieger der Klasse SP9, mit 19 Gegnern, sicherten sie sich 9,75 Punkte für die Fahrerwertung. Zweite sind Yannick Fübrich und David Griessner als Sieger der BMW M235i Racing Cup-Klasse (9,74 Punkte) vor Carsten Knechtges und Marcel Manheller (9,71 Punkte), die im Manheller-Racing-BMW die Klasse V4 für sich entschieden.

Bild: CS

Der zweite Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring startet am 7. April 2018. Das 43. DMV 4-Stunden-Rennen der RG Düren führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden.                                         VLN / CS

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