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Zweiter Saisonsieg für Fabian Schiller/Jules Gounon - Rennen 1

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Der fliegende Start zum siebten Lauf in dieser Saison funktionierte am Samstagmittag nach der Einführungsrunde ohne Probleme. Die Piloten der „gelben Mamba“ konnten ihre Position behaupten und führten die Meute in die erste Kurve. Hier ging es mit viel Disziplin hindurch. Wenig später kam es zwischen einigen schon zum Gerangel. Überall wurde hart um jede Position gefightet. Nach der ersten Runde führten weiterhin die Pole-Setter vor Fabian Schiller/Jules Gounon und Ayhancan Güven/Christian Engelhart. Einen Platz gut gemacht hatten Ezequiel Perez Companc/Maximilian Götz. Zu dieser Zeit hatten Simon Reicher/Norbert Siedler einen Dreher zu verzeichnen. Danach durften sie dann dem Feld hinterher eilen. Im Verlauf der dritten Runde waren Kim-Luis Schramm/Dennis Marschall mit einem qualmenden Fahrzeug unterwegs. Zuvor hatten sie von Niklas Krütten/Ben Green einen Treffer bekommen.

Raffaele Marciello/Maro Engel waren bereits mit 1,692 Sekunden auf und davon gefahren. Fabian Schiller/Jules Gounon auf Rang zwei mussten absolute Kampflinie fahren, denn die Zweitplatzierten in der Meisterschaft drückten rundenlang. Diese bekamen es aber wenig später mit Patric Niederhauser/Luca Engstler zu tun. Ezequiel Perez Companc/Maximilian Götz hatten sich unterdessen mit Niklas Krütten/Ben Green auseinander zu setzen. Hier ging es immer noch um Rang vierzehn. Letztere waren in der Startaufstellung von der Rennleitung um fünf Startplätze versetzt worden, wegen Blockierens von Joel Sturm/Sven Müller. Zwischenzeitlich hatten Fabian Schiller/Jules Gounon auf Platz zwei gleich sechs Fahrzeuge im Schlepptau.

Von alledem bekamen Raffaele Marciello/Maro Engel nichts mit, denn ihr Vorsprung war bereits auf 4,958 Sekunden angewachsen. Niklas Krütten/Ben Green erhielten eine Verwarnung wegen Verursachens einer Kollision mit Kim-Luis Schramm/Dennis Marschall. Einen harten Kampf lieferten sich Jack Aitken/Albert Costa Balboa und Maximilian Paul/Marco Mapelli. Hier ging es um die siebte Position. Als Jack Aitken/Albert Costa Balboa außen an Maximilian Paul/Marco Mapelli in der Schikane vorbei gingen, wurde der Kotflügel von Jack Aitken/Albert Costa Balboa beschädigt. Wenig später ging dann auch ein Teil des Kotflügels fliegen. Die Rennleitung schickte das Safety Car heraus, um den abgerissenen Kotflügel in aller Ruhe bergen zu können.

Im Verlauf der vierzehnten Runde waren Salman Owega/Christopher Haase mit offener Motorhaube unterwegs. Der Re-Start ging zu Gunsten der Pole-Setter aus. Das Rennen musste aber nach diesem Umlauf erneut neutralisiert werden, weil das Fahrzeug von Salman Owega/Christopher Haase neben der Strecke gestrandet war und erneut Karbonteile auf der Strecke verstreut waren. Sie waren vorher mit Kim-Luis Schramm/Dennis Marschall aneinander geraten. Das Öffnen des Boxenzeitfensters wurde erst einmal verschoben. Das Rennen konnte dann nach 17 Runden wieder im Renntempo aufgenommen werden. Um 13.27 bis 13.37 Uhr öffnete das das Boxenzeitfenster. Sofort wurde wieder hart um jede Position gekämpft.

Nach diesem Umlauf kamen die ersten sieben Fahrzeuge zu ihrem Pflichtboxenstopp herein. Maximilian Paul/Marco Mapelli erhielten auch eine Verwarnung wegen Verursachens einer Kollision mit Jack Aitken/Albert Costa Balboa. Ezequiel Perez Companc/Maximilian Götz hatten ihren Fahrerwechsel nach 18 Runden vorgenommen. Danach lag man erst einmal auf Rang 18. Die Reihenfolge geriet erst einmal durcheinander. Die Zweitplazierten nahmen ihren Fahrerwechsel nach 21 Runden vor. Marco Mapelli/Maximilian Paul führten nach dem Fahrerwechsel auf Rang zehn fahrend eine Truppe von sieben Fahrzeugen an. Die Pole-Setter waren nach 24 Runden in der Box gewesen. Nachdem alle in der Box gewesen waren führten weiterhin Maro Engel/Raffaele Marciello mit einem Vorsprung von 3,011 Sekunden vor Sven Müller/Joel Sturm und Jules Gounon/Fabian Schiller.  

Dennis Marschall/Kim-Luis Schramm wurden arg von Maximilian Götz/Ezequiel Perez Companc unter Druck gesetzt. Zwischenzeitlich hatten Marco Mapelli/Maximilian Paul an Boden verloren und waren nur noch auf Rang 17 unterwegs. Marco Mapelli/Maximilian Paul und Matteo Drudi/Thierry Vermeulen waren bei noch vierzehn Minuten zu fahrender Zeit mit technischen Problemen in die Box gekommen. Ricardo Feller der das Steuer vom Tabellenführer übernommen hatte befand sich auf Rang zwölf und versuchte Konsta Lappalainen/Mick Wishofer zu attackieren. Luca Engstler/Patric Niederhauser hatten unterdessen auf dem vierten Rang nichts zu lachen, denn ihnen saßen Christian Engelhart/Ayhancan Güven, Frank Bird/Elias Seppänen, Albert Costa Balboa/Jack Aitken und Luca Stolz/Jan Marschalkowski im Nacken.   

In der vorletzten Runde mussten Christian Engelhart/Ayhancan Güven in der Schikane den Notausgang nehmen. Sie konnten aber ihren fünften Rang behaupten. Nach 41 Runden holten sich Maro Engel/Raffaele Marciello mit einem Vorsprung von 2,794 Sekunden den Sieg, gefolgt von Sven Müller/Joel Sturm und Jules Gounon/Fabian Schiller. Der Tabellenführer beendete mit seinem Partner Ricardo Feller das Rennen auf Rang zwölf. Ben Green/Niklas Krütten wurden als Zehnte abgewunken. Maximilian Götz/Ezequiel Perez Companc überquerten die Ziellinie auf Platz 16.

Raffaele Marciello (Mann-Filter Team Landgraf): „Ich bin natürlich schon sehr happy heute und freue mich riesig über den Sieg. Aber es gibt immer etwas, was man verbessern kann. Wir müssen auch in den nächsten Rennen Top-Leistungen bringen. Ich bin sehr froh, das Cockpit mit Maro zu teilen, denn er ist sicher einer, wenn nicht sogar der beste GT-Fahrer der Welt.“

Maro Engel (Mann-Filter Team Landgraf): „Raffaele hat heute einen Mega-Job gemacht. Er hat mir das Auto mit einem guten Vorsprung und guten Reifen übergeben. Wir haben uns vorgenommen, so viele Siege wie möglich zu holen, heute war ein guter Anfang. Das Team hat insgesamt wunderbar zusammengearbeitet. Morgen fahre ich das Qualifying und ich werde natürlich Vollgas geben.“

Joel Sturm (Allied Racing): „Ich hatte einen guten Start und verbesserte mich direkt um zwei Positionen. Nach der ersten Safety-Car-Phasen konnte ich einen weiteren Konkurrenten überholen. Mit der Öffnung des Pitstop-Fensters haben unsere Ingenieure entschieden, einen Undercut zu machen, was genau das Richtige war und zwei weitere Plätze brachte. Am Ende hat sich die Strategie als perfekt erwiesen.“

Sven Müller (Allied Racing): „Wir haben taktisch sehr gut gearbeitet. Ich wusste, dass das Podium möglich ist und habe es auch dem Team gesagt. Das ist natürlich für alle eine Zusatz-Motivation. Unser Boxenstopp war auf den Punkt. Auf dem Zeitenmonitor für die Mindeststandzeit erschien 0,0 – besser geht es nicht. Das Auto war heute einfach ein Traum und es hat so richtig Spaß gemacht, zu fahren. Das ist selbstverständlich die beste Basis, um es zur Pole-Position oder auf das Podium zu schaffen.“

Jules Gounon (Drago Racing Team ZVO): „Ich bin nach den schweren Wochen sehr glücklich, dass wir mit dem Drago Racing Team ZVO wieder auf dem Podium stehen. Wir sind jetzt wieder auf dem richtigen Weg und müssen uns immer nur auf das nächste Rennen konzentrieren. Die Serie ist sehr ausgeglichen und wirklich stark.“

Fabian Schiller (Drago Racing Team ZVO): „Der Start war hart, aber fair. Raffaele ist vorn schnell weggefahren, da hatten wir leider keine Chance, dranzubleiben. Aber unser Auto war stark und ich konnte eigentlich alles gut kontrollieren. Ich hoffe, wir können den guten Trend am Sonntag fortsetzen. Mal schauen, wohin die Reise geht.“

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