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Dritter Saisonsieg für Liam Lawson - Rennen 2

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Auch der zweite fliegende Start an diesem Wochenende, am Sonntagmittag funktionierte ohne weiteres. Marco Wittmann der von der Pole aus ins Rennen ging konnte die Meute hinter sich halten und bog als Erster in die erste Kurve. Dort gingen bereits Esmee Hawkey und Sophia Flörsch den weiten Weg nach außen. Die ersten beiden hatte sich bereits mit einigen Wagenlängen abgesetzt. Maximilian Götz hatte für einen kurzen Moment Sheldon van der Linde niedergerungen, doch dieser holte sich sofort seinen dritten Rang wieder zurück. Einen harten Kampf lieferten sich Arjun Maini mit Maximilian Buhk um Platz zwölf. Im hinteren Feld wurde genauso wie um die vorderen Plätze hart gefightet. An der Spitze führte weiterhin Marco Wittmann mit einem Vorsprung von 1,088 Sekunden vor Liam Lawson und Maximilian Götz.

Sheldon van der Linde hatte sich zwischenzeitlich einen Plattfuß eingefangen und musste nun versuchen zur Box zu kommen. Maximilian Götz auf Rang drei hatte eine riesige Armada hinter sich. Marco Wittmann und Liam Lawson hatten sich mit über drei Sekunden vom übrigen Feld abgesetzt. Nachdem Sheldon van der Linde sich einen neuen Reifen geholt hatte, eilte er nun dem Feld hinterher. Der Tabellenführer befand sich zu dieser Zeit auf Rang sieben und musste sich harten Attacken gegenüber Timo Glock erwehren. Nach fünf Runden kamen bereits Philip Ellis, Vincent Abril, Marco Wittmann, Timo Glock, Mike Rockenfeller, Maximilian Buhk, Esteban Muth und Alex Albon zum Pflichtboxenstopp herein. Beim nächsten Umlauf kamen die nächsten vier Piloten hinein. Unter ihnen war auch Maximilian Götz. Die Reihenfolge geriet nun wieder durch einander.

Liam Lawson konnte vor Marco Wittmann aus der Box fahren und setzte sich auch direkt mit einigen Wagenlängen ab. Alex Albon hatte nach sieben Runden einen Reifenschaden erlitten. Lucas Auer versuchte unterdessen Vincent Abril unter Druck zu setzen. Hier ging es zunächst um Rang elf. An der Spitze führte jetzt Kelvin van der Linde vor Daniel Juncadella und Nico Müller. Diese drei, Maximilian Paul und Dev Gore mussten ihren Pflichtboxenstopp noch hinter sich bringen. Mike Rockenfeller musste wegen Bremsproblemen zum zweiten Mal die Box aufsuchen und dort das Rennen früher beenden als geplant. Daniel Juncadella musste absolute Kampflinie fahren, denn Arjun Maini drückte unheimlich von hinten. Der Inder hatte noch Maximilian Buhk im Schlepptau.

Daniel Juncadella und Vincent Abril erhielten eine 5-Sekunden-Zeitstrafe wegen nicht korrekter Grid Position. Maximilian Buhk, Esmee Hawkey und Maximilian Paul erhielten die schwarz-weiße Flagge nach dreimaligen Überschreiten der Track Limits. Wenig später erhielt auch Philip Ellis eine Verwarnung wegen des gleichen Vergehens. Nach 15 Runden mussten noch Nico Müller und Sheldon van der Linde ihren Pflichtboxenstopp hinter sich bringen. Letzterer vollzog dann kurz darauf seinen Stopp. Zuvor hatte er aber auch eine Verwarnung wegen dreimaligen Überschreitens der Track Limits erhalten. Maximilian Götz auf Rang vier fahrend hatte nach vorne und hinten genug Luft. Hingegen musste Liam Lawson aufpassen, denn der Pole-Setter war mit nur 0,903 Sekunden an ihm dran.

Bei noch 30 Minuten zu fahrender Zeit schrumpfte der Vorsprung des Ferrari-Piloten. Auch Nico Müller hatte drei Mal die Streckenbegrenzung überfahren und erhielt ebenfalls eine Verwarnung. Nico Müller hatte sich an der Spitze einen Vorsprung von 2,858 Sekunden herausgefahren. Er musste aber noch zum Stopp herein kommen. In den letzten 15 Minuten waren Liam Lawson und Marco Wittmann an Nico Müller dran. Der Ferrari-Pilot konnte ruck zuck an dem Audi-Fahrer vorbei gehen und hatte die Führung wieder inne. Marco Wittmann wurde zunächst etwas aufgehalten. Dies konnte Liam Lawson nutzen und sich von seinem Verfolger absetzen. Nach 28 Runden hatte auch Marco Wittmann Nico Müller niedergerungen. Beim nächsten Umlauf kam Dev Gore in die Box und beendete dort das Rennen. Auch Esmee Hawkey erhielt ebenfalls eine 5-Sekunden-Zeitstrafe, weil auch sie zu häufig die Track Limits missachtet hatte.

Für Daniel Juncadella war das Rennen gegessen, denn zehn Minuten vor Schluss erhielt er erneut eine 5-Sekunden-Zeitstrafe nach zu häufigem Überschreiten der Track Limits. In der Schlussphase war Marco Wittmann wieder an Liam Lawson dran. Dieser hatte zuvor auch eine Verwarnung wegen des Track Limits erhalten. Beim nächten Umlauf erhielt auch Marco Wittmann wegen des gleichen Vergehens die Verwarnung. Diese beiden waren mit über dreizehn Sekunden dem Feld enteilt. Maximilian Götz auf Rang drei hatte einen Vorsprung von 6,583 Sekunden vor Philip Ellis. Sophia Flörsch lag als beste Dame auf Rang 15. Der Tabellenführer lag auf Platz acht. Doch durch die Strafen von Daniel Juncadella und Vincent Abril wird er am Schluss auf Platz sechs vorfahren.

Mit einem ganz knappen Vorsprung von 0,215 Sekunden holte sich Liam Lawson seinen dritten Saisonsieg vor Marco Wittmann und Maximilian Götz. Kelvin van der Linde sah auf Rang sechs das Ziel. Sophia Flörsch beendete als beste Dame auf Rang 15 das Rennen. Daniel Juncadella und Vincent Abril wurden nach ihren Strafen nur auf den Plätzen zwölf und acht gewertet.

In der Meisterschaft führt weiterhin Kelvin van der Linde mit 147 Punkten vor Liam Lawson mit 135 und Maximilian Götz mit 131 Punkten. Liam Lawson liegt in der Junior-Wertung mit 126 Zähler auf Rang eins, gefolgt von Sheldon van der Linde mit 28 und Esteban Muth mit 26 Zähler. Auf Rang eins in der Team-Wertung liegt Red Bull Alpha Tauri AF Corse mit 229 Punkten. Platz zwei und drei nehmen Team Abt Sportsline mit 208 und Mercedes-AMG Team Winnward mit 163 Punkten ein. In der Hersteller-Wertung hat Mercedes-AMG mit 358 Zähler die Nase vorne. Dahinter liegen Audi mit 255 und Ferrari mit 229 Zähler.

Liam Lawson (Red Bull AF Corse): Mit 25 Kilogramm Erfolgsgewicht vom Samstag war das kein einfaches Rennen. Das Team hat beim Boxenstopp einen super Job gemacht, das war der Schlüssel zum Sieg. Wir wussten, dass diese Strecke Ferrari entgegenkommt, aber so ein Ergebnis mit zwei Siegen ist natürlich ein Traum. Auch für die Meisterschaft haben wir einen großen Schritt nach vorne gemacht.“

Marco Wittmann (Walkenhorst Motorsport): „Es ist schade, dass Ferrari und Mercedes bei den Boxenstopps einen technischen Vorteil haben. Wenn man auf dem ersten Startplatz steht, hofft man auf einen Sieg. Mit der Pole-Position hatte ich eine gute Ausgangsposition, am Ende wurde es Platz zwei – ich bin mit den Punkten zufrieden, aber auch etwas enttäuscht, dass es nicht ganz gereicht hat.“

Maximilian Götz (Mercedes-AMG Team HRT): „Ich bin sehr zufrieden, so viele Punkte geholt zu haben. Ich hatte keine Chance, näher an das Duo an der Spitze heranzukommen. Immerhin war ich zweimal auf dem Podium und bin in der Meisterschaft der bestplatzierte Mercedes-Fahrer.“

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