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Dritter Saisonsieg für Liam Lawson - Rennen 1

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Der neunte Lauf stand am Samstagmittag bei herrlichstem Spätsommerwetter auf dem Programm. Nach der Einführungsrunde funktionierte der fliegende Start ohne Probleme und der Pole-Setter Liam Lawson konnte sich gegenüber seiner Konkurrenz behaupten und führte das Feld in die erste Kurve. Sheldon van der Linde ging weit hinaus, konnte aber seinen Platz behaupten. Er griff danach Arjun Maini an. Philip Ellis hingegen konnte dort gleich zwei Ränge gut machen. Im gesamten Feld wurde hart gepusht. Die ersten beiden hatten sich bereits mit einigen Wagenlängen vom übrigen Feld absetzen können. Arjun Maini führte eine riesige Armada von Fahrzeugen an. Zu dritt ging es dann in einige Kurven hinein. Dort sortierte man sich und alles ging gut. Alex Albon war im Verlauf der dritten Runde etwas in den Dreck gekommen. Er konnte aber seinen achten Platz behaupten. Direkt vor ihm fuhr der Tabellenführer.

Der Pole-Setter hatte bereits einen Vorsprung von 1,382 Sekunden herausgefahren. Einen harten Kampf lieferten sich Nico Müller und Daniel Juncadella um Platz dreizehn. Marco Wittmann versuchte sich in der sechsten Runde Sheldon van der Linde zu Recht zu legen. Dieser setzte Philip Ellis unter Druck. Als Erste kamen Philip Ellis, Marco Wittmann und Maximilian Buhk zu ihrem Pflichtboxenstopp herein. Kelvin van der Linde auf Rang fünf hatte nichts zu lachen, denn der Druck von Alex Albon wurde immer größer. Beim nächsten Umlauf kamen die nächsten fünf Fahrzeuge hinein. Die Reihenfolge geriet unterdessen einmal durcheinander. Maximilian Götz nahm seinen Stopp nach acht Runden in Angriff. Hinter ihm kamen Nico Müller und Daniel Juncadella zum Reifenwechsel rein.

Zu dieser Zeit waren noch neun Fahrzeuge nicht in der Box gewesen. Liam Lawson der Führende hatte einen Vorsprung von über zehn Sekunden. Nach neun Runden nahm der Pole-Setter seinen Stopp vor. Er kam vor Maximilian Götz auf Rang acht zurück auf die Strecke. Zwischen Marco Wittmann und Vincent Abril um Platz zwölf ging es mächtig zur Sache. Dahinter lag Lucas Auer. Der Österreicher nutzte die Gunst der Stunde und zog innen an Vincent Abril vorbei und lag direkt hinter Marco Wittmann. Sheldon van der Linde hatte mit technischen Problemen in der elften Runde zu kämpfen, denn er schoss durchs Kiesbett und stand danach neben der Strecke. Zu dieser Zeit hatten Maximilian Buhk, Timo Glock, Mike Rockenfeller und Daniel Juncadella eine Verwarnung bekommen wegen Überschreitung der Track Limits.

Bei Dev Gore wurde untersucht ob er die weiße Linie bei der Boxenausfahrt überfahren hatte und wegen Überschreiten des Tempolimits in der Boxengasse. Bei noch 35 Minuten zu fahrender Zeit waren vier noch nicht in der Box gewesen. Es waren Nico Müller, Esteban Muth, Mike Rockenfeller und Sophia Flörsch. Sie führten auch das Feld an. Kelvin van der Linde hatte Marco Wittmann zwischenzeitlich niedergerungen und war damit auf Rang neun vorgefahren. Der BMW-Pilot hatte jetzt Alex Albon im Nacken sitzen. Liam Lawson hatte nach 16 Runden bereits Sophia Flörsch überrundet. An der Spitze musste Nico Müller absolute Kampflinie fahren, denn Esteban Muth drückte und drückte von hinten. Der Audi-Pilot schlug dem Lamborghini-Fahrer jedes Mal die Türe vor der Nase zu. Dev Gore war mit Problemen in die Box gekommen und musste das Rennen früher beenden als geplant.

Maximilian Götz war auch an Sophia Flörsch vorbeigegangen und lag nun hinter Liam Lawson mit einem Rückstand von 1,224 Sekunden. Bei 23 Minuten zu fahrender Zeit verlor Arjun Maini seinen achten Platz, denn Kelvin van der Linde war vorbeigegangen. Der Inder konnte sich aber nicht ausruhen, denn Alex Albon war an ihm dran. Er hatte auch noch Marco Wittmann im Schlepptau. An der Spitze hatte es einen Wechsel gegeben und zwar konnte Nico Müller Esteban Muth nicht mehr halten. Rundenlang war Arjun Maini dem Druck von Alex Albon ausgesetzt. Bei dem Versuch innen hineinzustechen und den Inder niederzuringen, war der Ferrari Pilot dann zu weit rausgekommen und Arjun Maini konnte seine Position verteidigen. Es dauerte aber nicht lange und dann konnte der Ferrari-Pilot doch vorbeizeihen und Platz acht einnehmen.

Genauso hart kämpften auch Philip Ellis und Kelvin van der Linde. Hier ging es zunächst um Rang sechs. Aber die ersten drei waren immer noch nicht in der Box gewesen. Maximilian Buhk hatte im nach hinein eine 5-Sekunden-Zeitstrafe wegen Überschreiten des Track Limits bekommen. In der Schlussphase war Esteban Muth zum Reifenwechsel hereingekommen. Maximilian Götz hatte Mike Rockenfeller niedergerungen und lag jetzt wieder hinter Liam Lawson. Nico Müller kam in die Box, musste aber wegen technischer Probleme das Rennen dort aufgeben. An der Spitze führte Liam Lawson mit einem knappen Vorsprung von 0,789 Sekunden vor Maximilian Götz. Mike Rockenfeller lag auf Rang drei. Er musste aber noch in die Box kommen und seinen Stopp hinter sich bringen.

In den letzten vier Minuten hatte sich Alex Albon an Kelvin van der Linde vorbeigedrängt und sich auf Platz fünf gefahren. Auch Esteban Muth erhielt eine 5-Sekunden-Zeitstrafe wegen Überschreiten des Track Limits. Zwei Runden vor Schluss war Sophia Flörsch zum Reifenwechsel gekommen. Beim nächsten Umlauf kam Mike Rockenfeller als Letzter zum Pflichtboxenstopp. Um den letzten Platz auf dem Stockel ging es mächtig zwischen Philip Ellis und Alex Albon zur Sache. Dahinter lauerte Kelvin van der Linde. Liam Lawson holte sich seinen zweiten Saisonsieg vor Maximilian Götz und Philip Ellis. Marco Wittmann beendete das Rennen auf Rang sieben. Der Tabellenführer wurde als Fünfter abgewunken. Esmee Hawkey sah als beste Dame die Zielflagge auf Rang 16.

Liam Lawson (Red Bull AF Corse): „Das war ein wirklich gutes Rennen. Ich wünschte, ich hätte es kontrolliert. Für mich war es nur Vollgas die ganze Zeit. Hier ein Red Bull-Auto zu fahren und dann zu gewinnen ist super, es ist unser zweites Heimrennen nach Monza mit Ferrari.“

Maximilian Götz (Mercedes-AMG Team HRT): „Ich glaube, das war ein geiles Rennen! Ich war am Ende knapp dran, aber zum Vorbeifahren hat es nicht gereicht.“

Philip Ellis (Mercedes-AMG Team Winward): „Nach der Berührung mit Sheldon van der Linde war ich unsicher, ob das Auto hält. Die Action war mega, es war ein sehr hartes Rennen, und es war top, wieder Zuschauer im Fahrerlager zu haben.“

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