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Rene Rast baut seine übernommene Tabellenführung weiter aus - Rennen 2

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Schon beim Start zeigte Nico Müller, dass er sich im Titelkampf nicht vorzeitig geschlagen geben wird. Der Schweizer erwischte einen Blitzstart, wählte die „goldene Mitte“ und schob sich zwischen Landsmann Fabio Scherer und Robin Frijns, seinem Kollegen im Audi Sport Team Abt Sportsline, von Rang fünf auf drei. An der Spitze des Feldes hatte Ferdinand Habsburg, der im privaten Audi des WRT-Teams erstmals überzeugend die Pole-Position erobert hatte, zunächst alles im Griff und behauptete seine Führung, während Rene Rast als Zweiter in Schlagdistanz blieb und auf seine Chance lauerte.

Kurz darauf sorgte ein heftiger Crash für Aufregung: Jonathan Aberdein verbremste sich und traf den Audi von Fabio Scherer am Heck, dieser konnte einen Dreher nicht mehr verhindern und erwischte dabei auch den vor ihm fahrenden Robin Frijns. Für alle drei Beteiligten war das Rennen beendet. Größter Leidtragender des Unfalls ist jedoch Robin Frijns, der durch den Ausfall nun 41 Punkte hinter Spitzenreiter Rene Rast und 22 Zähler hinter Nico Müller liegt und dadurch beim Finale in Hockenheim bei noch maximal 56 zu erreichenden Punkten nur noch theoretische Möglichkeiten hat.

Auch nach der ersten Safety-Car-Phase behauptete Ferdinand Habsburg die Führung gegen Rene Rast, Nico Müller hielt Rang drei. Nach einem weiteren Unfall – eine Kollision zwischen den beiden BMW-Piloten Lucas Auer und seinem Landsmann Philipp Eng – musste das Safety Car erneut auf die Strecke. Beim Neustart gab es erneut keine Veränderung unter den Top Drei. Das sollte sich nach den Pflichtstopps ändern. Rene Rast, der eine Runde nach Ferdinand Habsburg und Nico Müller gestoppt hatte, schnappte sich die Führung und baute diese bis ins Ziel souverän aus. Für Ferdinand Habsburg lief es dagegen immer schlechter. Der Österreicher bekam zunehmend Probleme mit den Reifen und wurde nach hinten durchgereicht. Kurz vor Rennende entschied sich das WRT-Team sogar zu einem zweiten Reifenwechsel, was Ferdinand Habsburg auf den zehnten Platz zurückwarf.

In der Meisterschaft liegt nun Rene Rast mit 304 Punkten auf Rang eins, gefolgt von Nico Müller mit 285 und Robin Frijns mit 263 Punkten. Audi Sport Abt Sportsline hat auf dem Herstellerkonto jetzt 548 Zähler angesammelt. Hinter ihnen liegen Audi Sport Team Rosberg mit 371 und BMW Team RMG mit 211 Zähler. Audi führt in der Konstruktionswertung mit 1102 Punkten vor BMW mit 469 Punkten.

René Rast (Audi Sport Team Rosberg): „Es ist unglaublich: Alle vier Rennen in Zolder gewonnen, nahezu die maximalen Punkte erreicht - das ist völlig unerwartet. Mein Start war gut, dann bin ich aber in der ersten Kurve etwas weit hinausgetragen worden. Zweimal kam das Safety-Car heraus, das hat beide Male eniges durcheinander gewirbelt. Dabei war es nicht leicht, cool zu bleiben, speziell bei den Restarts. Ferdinand Habsburg und Nico Müller sind früh an die Box zum Reifenwechsel, eine Runde später haben wir einen Over-cut versucht, der aufgegangen ist. Ich wusste nicht, wer Zweiter ist und habe vergeblich in den Rückspiegel geschaut, um zu wissen, wie sehr ich meine Reifen schonen muss. Ich habe gehofft, dass die Reifen durchhalten, am Ende hat es geklappt. Offensichtlich komme ich mit kühleren Temperaturen etwas besser zurecht. Daher hoffe ich, dass es beim Finale in Hockenheim keine 30 Grad sein werden."

Nico Müller (Audi Sport Team Abt Sportsline): „Die zehn Tage hier in Zolder waren schon ziemlich hart für mich. Heute muss ich mit dem zweiten Platz sehr zufrieden sein, mehr war nicht möglich. Am Start hat alles geklappt. Nur bei den Boxenstopps sind unerwartet viele Autos direkt vor mir auf die Strecke zurückgekommen. Da habe ich im Cockpit innerlich gekocht. In dieser Phase habe ich dann auch meine Reifen mehr stressen müssen als mir lieb war. Ich habe heute alles gemacht, was möglich war. Unsere Pace war nicht gut genug, um René Rast zu folgen. Jetzt gibt einen tollen Showdown in Hockenheim.“

Robert Kubica (Orlen Team ART): „Ich bin sehr happy, keine Frage. Damit haben wir absolut nicht gerechnet. Doch man muss die Möglichkeiten nutzen, die sich bieten. Das war heute der Fall. Unsere Strategie war perfekt. Nur lief beim Boxenstopp nicht alles perfekt, was aber niemand bemerkt hat: Der Lollypop ging nicht hoch. Also bin ich irgendwann einfach losgefahren, sonst würde ich jetzt noch da stehen. Ich hatte dann Nico Müller vor mir und war in dieser Phase auch etwas schneller, aber am Ende war es wichtiger, mit den Reifen zu haushalten und den dritten Platz ins Ziel zu bringen. Das ist ein großer Moment für uns, für das gesamte Team. Ich bin DTM-Rookie, das Team ist auch neu, und es war bis hierher eine schwierige Saison. Ich bin wirklich überglücklich.“

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