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Erster Sieg für einen Südafrikaner in der DTM-Geschichte

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Kurz vor dem Start hatte es heftig geregnet, so dass die Strecke stellenweise noch feucht war. Als man eine halbe Stunde vor dem Start in der Startaufstellung stand, hatte man sich noch nicht entschieden, auf welche Reifen man das Rennen bestreiten wird, denn die Sonne schien und die Strecke fing immer mehr an abzutrocknen. Im letzten Moment wechselten dann alle auf Slicks, da die Sonne weiterhin draußen blieb und die Strecke trocken wurde. Als man in die Einführungsrunde gehen wollte, kam Jamie Green nicht von der Stelle. Er musste aus der Startaufstellung herausgeschoben werden.

Da es zu lange dauerte, dass man das Fahrzeug des Briten von der Startaufstellung in die Boxengasse geschoben hatte, wurde eine weitere Einführungsrunde gefahren. Danach funktionierte alles nach Plan und der Pole-Setter konnte seine Position verteidigen und führte die Meute in die erste Kurve. Ferdinand Habsburg hatte sich auf Platz zwei geschoben. Auch Rene Rast hatte gleich zwei Plätze gut gemacht. Nach der ersten Runde führte weiterhin Loic Duval vor Ferdinand von Habsburg und Robin Frijns. Der Vorsprung des Pole-Setters betrug 1,1 Sekunden.

Im Verlauf der zweiten Runde hatte sich der Niederländer Ferdinand Habsburg geschnappt und Platz zwei eingenommen. Dieser bekam es jetzt mit Rene Rast zu tun. Einen harten Kampf lieferten sich Philipp Eng und Lucas Auer. Hier ging es um den siebten Platz. Wenig später wurde Marco Wittmann von Fabio Scherer umgedreht. Danach konnte er dem Feld hinterher eilen. Für diese Aktion erhielt der Verursacher eine Durchfahrtsstrafe. Zwischenzeitlich hatte Rene Rast sich weiter nach vorne gekämpft und lag jetzt auf Platz drei. An der Spitze hatte sich der Franzose mit über 1,3 Sekunden auf und davon gemacht.

Rene Rast bekam es nach zehn Runden mit Nico Müller zu tun. Lucas Auer musste sich harten Attacken gegenüber Mike Rockenfeller erwehren. Hier ging es um die fünfte Position. Im nach hinein konnte der Österreicher den Deutschen nicht halten und musste ihn ziehen lassen. Als bester BMW-Fahrer war Philipp Eng auf Rang sieben unterwegs. Zwei Runden später musste der BMW-Pilot Jonathan Aberdein ziehen lassen. An der Spitze hatten sich zwei Duo`s gebildet, die mit einem gewissen Respektabstand hintereinander her fuhren. Nach 15 Runden kamen die ersten vier Piloten herein. Es waren Philipp Eng, Lucas Auer, Timo Glock und Harrison Newey.

Zwei Runden später kam der Führende Franzose zum Reifenwechsel herein. Damit führte Robin Frijns vor Rene Rast und Nico Müller. Unterdessen waren wieder dunkle Wolken aufgezogen. Nach 18 Runden kamen Rene Rast und Nico Müller gleichzeitig in die Box. Nico Müller konnte vor Rene Rast die Box verlassen. Zwischenzeitlich fing es wieder an zu tröpfeln. Robin Frijns wechselte eine Runde später die Reifen. Vier Piloten waren zu dieser Zeit noch nicht zu ihrem Pflichtboxenstopp herein gekommen. Es waren Mike Rockenfeller, der das Feld anführte vor Sheldon van der Linde und Robert Kubica. Auch Fabio Scherer war noch nicht in der Box gewesen.

Mike Rockenfeller kam als letzter Pilot in der 22. Runde zum Reifenwechsel in die Box. Nachdem die Reihenfolge wieder hergestellt war, führte Loic Duval vor Robin Frijns und Nico Müller. Der Franzose hatte einen Vorsprung von über 1,6 Sekunden herausgefahren. Rene Rast lag auf Platz vier. Die ersten vier fuhren alle mit einem gewissen Respektabstand hintereinander her. Danach riss das Feld erst einmal ab. Philipp Eng auf Rang acht setzte Ferdinand Habsburg auf Platz sieben arg unter Druck. Er musste aber aufpassen, denn er hatte noch Lucas Auer und Harrison Newey im Schlepptau. An der Spitze hatte sich Robin Frijns bei noch sechszehn Minuten zu fahrender Zeit näher an Loic Duval herangefahren.

Jamie Green hatte man unterdessen auf die Reise geschickt. Da die ersten beiden sich rundenlang behackten, konnte Nico Müller den Abstand verringern. Auch Rene Rast konnte sich heranfahren. Jamie Green hatte von der Rennleitung eine Verwarnung bekommen wegen Abdrängens von Sheldon van der Linde. Jonathan Aberdein auf Rang sechs als bester BMW-Pilot hatte nach vorne und hinten genug Luft. In der 29. Runde kamen die ersten ernsthaften Angriffe von Nico Müller auf Robin Frijns. Er musste aber zunächst zurückstecken. Im Verlauf der nächsten Runde hatte der Niederländer den Fanzosen angegriffen und konnte die Führung übernehmen.

In der Schlussphase versuchte Rene Rast immer näher an das Führungstrio heranzukommen. Mike Rockenfeller war zwei Sekunden schneller als alle anderen und hatte sich in den letzten drei Minuten an Rene Rast herangefahren und setzte ihn arg unter Druck. Er war derjenige, der die frischesten Reifen hatte. In der 33. Runde musste der amtierende Meister sich dann Mike Rockenfeller geschlagen geben. In der letzen Runde versuchte Loic Duval noch einmal Robin Frijns niederzuringen, doch dieser schlug ihm die Türe vor der Nase zu.

Der Niederländer holte sich seinen ersten Sieg zu Hause vor Loic Duval und Nico Müller. Mike Rockenfeller und Rene Rast sahen das Ziel auf den Rängen vier und fünf. Bester BMW-Pilot wurde Jonathan Aberdein auf Platz sechs. Jamie Green hatte im nach hinein eine 60 Sekunden Zeitstrafe wegen Nicht-Durchführung des obligatorischen Boxenstopps erhalten. Auch Fabio Scherer hatte eine 30 Sekunden Ersatzstrafe wegen Abdrängens von Philipp Eng bekommen.

 

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