Doppel-Sieg für Linus Parbel
- Hauptkategorie: ADAC Racing Weekend
- Tourenwagen Junior Cup
- 22. Juli 2026
- Cornelia Simon
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In ihrer sechsten Saison haben die „Jungen Wilden“ des ADAC Tourenwagen Junior Cups einen großen Auftritt. Sie sind zum zweiten Mal Gast im Rahmen der DTM. Dort stehen die Läufe sieben und acht vom 24. bis 26. Juli zu Gast bei der DTM in der Magdeburger Börde. Gefahren wird in der Motorsport Arena im Uhrzeigersinn auf der 3,667 Kilometer langen Strecke mit sieben Rechts-, und sieben Linkskurven.
Als Tabellenführer reist Alex Mohr (TOPCAR sport) mit 98 Punkten hierher an. In Schlagdistanz liegt Moritz Gronek (H&R Spezialfedern by PT Sport) mit 80 Zähler auf Platz zwei, gefolgt von Linus Parbel (Konrad Motorsport) mit 77 Zähler. Für zusätzliche Würze in der Magdeburger Börde sorgen personelle Neuzugänge. Neben der Rückkehr von Bruno Görtz (Geparda Racing) und David Gausmann (Georg Motorsport), die in Österreich aussetzten, bereichern vier vielversprechende Gaststarter das Feld. Tabellenführer Alex Mohr erhält von nun an tatkräftige Schützenhilfe aus den eigenen Reihen: Sein jüngerer Bruder Moritz Mohr (TOPCAR sport) feiert sein Seriendebüt. Nach erfolgreichen Jahren im Kartsport wagt der 14-Jährige den Umstieg in den Tourenwagen und wird die komplette zweite Saisonhälfte für die Schweizer Mannschaft bestreiten.
Den faszinierenden Sprung aus dem virtuellen Motorsport ins reale Renngeschehen wagt Hannes Ueberfeldt (H&R Das Juniorteam! - PT Sports by Up2race). Der Simracing-Spezialist sorgte im vergangenen Winter im ADAC Tourenwagen Junior Cup Digital für Furore, unter anderem mit einem Podestplatz beim Saisonfinale. Komplettiert wird der Zuwachs durch zwei vertraute Gesichter: Moritz Heischkel (Tuma Motorsport), der bereits die Saison 2025 bestritt, kehrt ebenso in die Serie zurück wie Ben Bendler (Tuma Motorsport), der in den Jahren 2024 und 2025 zum festen Stammpersonal des Cups gehörte.
17 Fahrer und eine Piloten machten sich am Freitagmittag bereit ihr freies Training auf der 3,667 Kilometer langen Strecke zu absolvieren. In der Anfangsphase hatte sich Mattis Bachnick mit einer Zeit von 1:45,433 Minuten an die Spitze gefahren, gefolgt von Finn Niklas Wollnik und Marcel Sarnowski. Der Tabellenführer befand sich auf Rang fünf. Zu dieser Zeit hatten Ben Bendler, Linus Parbel und Mika Delkus noch keine gezeitete Runde gefahren. In den letzten sechs Minuten hatte Mattis Bachnick seine eigene Bestzeitz nochmals unterboten. Er hatte für alle eine Zeit von 1:44,383 Minuten gefahren. Alex Mohr und Finn Niklas Wollnik lagen auf den Rängen zwei und drei.
Einzige Dame im Feld Emely Abt lag auf Platz sieben. Nach der halben Stunde war niemand schneller als Mattis Bachnick. Er war der Schnellste mit einer Zeit von 1:44,383 Minuten. Rang zwei und drei nahmen Alex Mohr und Finn Niklas Wollnik ein. Moritz Mohr, der Bruder von Alex Mohr hatte sich bei seinem Debüt direkt auf Rang fünf gefahren. Zwei Ränge hinter ihm platzierte sich Emely Abt. Linus Parbel musste sich zunächst mit Rang zwölf zufrieden geben. Moritz Groneck hatte an dieser Sitzung nicht teilgenommen.
Ernst wurde es am Samstagmorgen von 10.20 Uhr bis 10.40 Uhr. Jetzt stand das erste Qualifying auf dem Programm, in denen die Startaufstellung für den siebten Lauf am Samstagnachmittag ausgefahren wird. Zunächst kam es immer wieder zu Positionsverschiebungen. Im nach hinein hatte sich Moritz Groneck gegenüber allen anderen durchgesetzt und sich nach fünf Runden mit einer Zeit die 1:43,700 Minuten die Pole Position gesichert. Hinter ihm werden der Tabellenführer Alex Mohr und Linus Parbel, der in der Tabelle Rang drei einnimmt, starten. Moritz Mohr und Emely Abt starten von Rang sieben und acht.
Am Samstagnachmittag stand dann der siebte Lauf auf dem Programm. Nach der Einführungsrunde konnte der Pole Setter Moritz Groneck den fliegenden Start für sich verbuchen. Er führte das Feld in die erste Kurve. Finn Niklas Wollnik versuchte unterdessen von außen anzugreifen. Im hinteren Bereich waren sich einige nicht einig. Emely Abt wurde geschubst. Sie drehte sich und danach kam es zu einer Kettenreaktion zwischen Luca Treusch und Lennard Zerbe. Luca Treusch und Lennard Zerbe überschlugen sich. Letzterer blieb aber auf dem Dach liegen. Beide Fahrer konnten von alleine aus dem Fahrzeug klettern. Die Rennleitung unterbrach das Rennen sofort mit der roten Flagge. Die Piloten stellten sich nun auf der Start und Zielgerade erneut auf. Man musste die Havaristen zunächst einmal in aller Ruhe bergen.
Der Re-Start erfolgte dann hinter dem Safety Car um 17.06 Uhr. Es standen jetzt noch 18 Minuten zu fahrender Zeit an. Nachdem das Safety Car ausgeschert war übernahm Moritz Groneck das Tempo und behielt die Führung. Diesmal kamen sie alle durch die erste Kurve hindurch. Mattis Bachnick griff unterdessen Linus Parbel auf Rang drei an. Alex Mohr versuchte unterdessen sich den Pole Setter zurecht zu legen. Im Verlauf der dritten Runde hatte sich Linus Parbel an Moritz Groneck und Alex Mohr vorbei geschoben und führte das Feld an. Wenig später drehte sich Moritz Groneck und musste dann dem Feld hinterher eilen. Moritz Mohr hatte seinen siebten Platz verteidigt. Die ersten fünf hatten sich vom Feld absetzen können.
Ben Henschel auf Rang sechs hatte gleich vier Kontrahenten im Schlepptau. Noah Beckmann auf Platz neun fahrend erhielt eine Durchfahrtsstrafe wegen Nichtvermeidens einer Kollision. Nach fünf Runden hatten sich Linus Parbel und Alex Mohr etwas von ihren Verfolgern befreien können. Moritz Groneck hatte unterdessen schon zwei Ränge gut gemacht. Auf der Start und Zielgeraden setzte sich Alex Mohr neben Linus Parbel. Im nachhinein konnte der Führende seine Linie verteidigen und behielt weiterhin die Führung. Da diese beiden sich immer wieder behackten, konnten Mattis Bachnick, Finn Niklas Wollnik und Hannes Ueberfeld den Anschluss wieder zu den beiden finden. Moritz Groneck machte weiterhin Boden gut. Zwischenzeitlich war Alex Mohr etwas auf Abwegen unterwegs.
Moritz Mohr versuchte in den letzten drei Minuten Robin Böhm zu attackieren. Hier ging es um Rang sieben. Letzterer hatte im nachhinein zu viel riskiert und war weit in den Dreck gekommen. Er konnte die Fahrt aber weiter fortsetzen. Moritz Groneck hatte nun den Anschluss an Mika Delkus gefunden. Nach Start und Ziel hatte Moritz Groneck dann kurzen Prozess gemacht und war an Mika Delkus vorbeigegangen. An der Spitze hatte Linus Parbel seinen Vorsprung auf 0,673 Sekunden ausbauen können. Die letzte Runde war jetzt im Gange. Unterdessen hatte Mika Delkus sich verbremst und schoss ab ins Kiesbett. Er konnte aber seine Fahrt weiter fortsetzen. Er hatte aber einen Platz eingebüßt.
Linus Parbel wurde nach dreizehn Runden als Sieger abgewunken. Für ihn ist es der zweite Saisonsieg. Alex Mohr und Mattis Bachnick sahen die Zielflagge auf den Rängen zwei und drei. Moritz Groneck hatte es geschafft noch Moritz Mohr nieder zu ringen und überquerte die Ziellinie als Achter. Moritz Mohr wurde bei seinem ersten Einsatz Neunter. Finn Niklas Wollnik beendete das Rennen als Vierter.
Finn Niklas Wollnik (Georg Motorsport): „Es ist Wahnsinn, wie viele Supporter hier sind und mich von den Tribünen und aus dem Fahrerlager unterstützen. Das macht einfach riesigen Spaß!“
Die zweite Startaufstellung fuhren die Protagonisten am Sonntagmorgen um 8.50 Uhr aus. In diesen zwanzig Minuten wechselten die Positionen des öfteren. Moritz Groneck hatte bei noch elf Minuten zu fahrender Zeit sich auf Rang eins platziert mit einer Zeit von 1:44,17 Minuten, gefolgt von Alex Mohr und Linus Parbel. Zu dieser Zeit lagen Moritz Mohr und Emely Abt auf den Rängen neun und 16. Wenig später war die einzige Dame im Feld etwas auf Abwegen unterwegs. Luca Treusch hatte ebenfalls zu viel riskiert und war auch von der Strecke abgekommen. Er lag in diesem Moment auf Rang 15. Zwischenzeitlich hatte sich Emely Abt auf Rang dreizehn nach vorne gefahren.
Auch Moritz Mohr hatte an Boden gut gemacht und platzierte sich auf Rang sechs. Robin Böhm war ebenfalls kurz von der Strecke abgekommen. Linius Parbel hatte sich unterdessen auf Rang zwei gefahren. Am Schluss hatte Moritz Groneck zu viel riskiert und schoss ab ins Kiesbett, Er musste dort vom Bagger geborgen werden. Zuvor hatte er sich aber seine sechste Pole Position mit einer Zeit von 1:43,992 Minuten gesichert. Hinter ihm werden Linus Parbel und Alex Mohr ins Rennen gehen. Emely Abt steht in der dritten Startreihe. Direkt hinter ihr wird Moritz Mohr starten.
Die Pilotinnen und Piloten hatten am Sonntagmittag vor der DTM ihren großen Auftritt. Das zweite Rennen, welches stehend gestartet wird stand nun auf dem Programm. Moritz Groneck musste im nachhinein von ganz hinten starten, weil man ihn disqualifiziert hatte. Sein Fahrzeug entsprach nicht den technischen Regeln. Alex Mohr wurde um drei Startplätze nach hinten versetzt, wegen Behinderung eines anderen Fahrers. Damit startet nun Linus Parbel von der Pole Position, gefolgt von Mika Delkus und Mattis Bachnick. Emely Abt steht in der zweiten Startreihe. Eine Reihe dahinter befinden sich die Gebrüder Mohr. Beim Ausschalten der Startampel hatte Linus Parbel einen guten Start und führte die Meute in die erste Kurve. Er hatte sich auch direkt ein paar Meter abgesagt. Moritz Groneck hatte unterdessen bereits fünf Plätze gut gemacht. Im gesamten Feld wurde hart um jede Position gekämpft.
Emely Abt hatte ihre vierte Position behaupten können. Kurz vor Start und Ziel hatte sich Marcel Sarnowski gedreht. Zuvor war der mit Alex Mohr aneinander geraten. Der Tabellenführer musste sein Fahrzeug mit einem abgeknickten linken Vorderrad neben der Strecke abstellen. Die Rennleitung schickte nun das Safety Car heraus um den Havaristen in aller Ruhe bergen zu können. Der Re-Start erfolgte nach drei Runden und ging zu Gunsten von Linus Parbel aus. Moritz Groneck war unterdessen schon auf Platz zwölf unterwegs. Emely Abt war bis auf Rang fünf zurückgereicht worden. Finn Niklas Wollnik hatte sich auf Rang drei geschoben. Er war von Position neun aus ins Rennen gegangen. Die ersten acht fuhren wie an der Perlenschnur aufgezogen hintereinander her.
Danach riss das Feld ein wenig ab. Die nächste Gruppe wurde von Ben Bendler angeführt. Moritz Groneck war auf einer Aufholjagd unterwegs. In der sechsten Runde hatte Emely Abt einen Fehler gemacht. Sie war weit durch den Dreck gekommen. Danach musste sie sich auf Rang sechs wieder einreihen. Zur gleichen Zeit hatte Moritz Groneck eine 10 Sekundenzeitstrafe erhalten wegen Nichtvermeidens einer Kollision. Linus Parbel an der Spitze konnte sich zunächst nicht so richtig von seinen Verfolgern befreien. David Gausmann auf Platz elf hatte gleich drei Kontrahenten im Schlepptau. In dieser Gruppe musste Ben Bendler absolute Kampflinie fahren, denn er wurde rundenlang von Luca Treusch attackiert. Der Pole Setter hatte es endlich nach acht Runden geschafft sich mit 1,138 Sekunden von Mattis Bachnick abzusetzen.
In den letzten vier Minuten hatte Finn Niklas Wollnik alle Hände voll z u tun sich Ben Henschel vom Hals zu halten. Hier ging es um den letzten Platz auf dem Treppchen. Ben Henschel hatte in der elften Runde zu viel riskiert. Er schoss von der Strecke und konnte seinen Boliden aber wieder abfangen und am Rennen weiter teilnehmen. Moritz Groneck hatte unterdessen Mika Delkus niedergerungen und nahm Rang fünf ein. Zwischenzeitlich war Emely Abt nochmals auf Abwegen unterwegs. Sie konnte aber ihre siebte Position verteidigen. Linus Parbel hatte in der letzten Runde einen Vorsprung von 1,761 Sekunden herausgefahren.
Emely Abt musste in der Schlussphase absolute Kampflinie fahren,. denn Robin Böhm, Moritz Mohr und Lennard Zerbe lagen direkt in Schlagdistanz. Nach dreizehn Runden holte sich Linus Parbel den Doppel Sieg vor Mattis Bachnick und Finn Niklas Wollnik. Emely Abt überquert die Ziellinie auf Rang fünf. Es war für sie das beste Ergebnis in dieser Saison. Moritz Mohr überquerte die Ziellinie als Siebter. Moritz Groneck wurde durch seine Strafe nur auf Rang dreizehn gewertet.
Finn Niklas Wollnik (Georg Mortorsport): „Mir geht es super, das war richtig stark. Ich habe der Schrottkiste mal gezeigt, was in ihr steckt. Autismus-Prime ist auf Platz drei gefahren!“
In der Meisterschaft führt jetzt Linus Parbel mit 128 Punkten vor Alex Mohr mit 111 und Moritz Groneck mit 85 Punkten. Konrad Motorsport hat in der Team-Wertung mit 149 Zäher die Nase vorne, gefolgt von TOPCAR sport mit 117 und Georg Motorsport mit 107 Zähler.
ADAC Tourenwagen Junior Cup
Ergebnis Lauf 7 – Oschersleben
5. Rennen DTM – 24.07. – 26.07.. 2026 – Oschersleben / D
Gestartet: 18 Fahrzeuge Gewertet: 15 - Streckenlänge: 3,667 km - Renndistanz: 47,67km - Dauer: 13 Runden
| Platz | Start-Nr. | Fahrer | Team | Fahrzeug | Zeit / Rückstand |
| 1 | 06 | Parbel, Linus | Konrad Motorsport | VW up! GTI | 44:04,170 |
| 2 | 75 | Mohr, Alex | TOPCAR sport | VW up! GTI | + 0,907 |
| 3 | 23 | Bachnick, Mattis | drive.solutions | VW up! GTI | + 2,056 |
| 4 | 17 | Wollnik, Finn Niklas | Georg Motorsport | VW up! GTI | + 2,982 |
| 5 | 15 | Henschel, Ben | Georg Motorsport | VW up! GTI | + 8,334 |
| 6 | 38 | Ueberfeldt, Hannes | VW up! GTI | + 9,346 | |
| 7 | 13 | Boehm, Robin | Georg Motorsport | VW up! GTI | + 10,778 |
| 8 | 55 | Groneck, Moritz | H&R Spezialfedern by PT Sport | VW up! GTI | + 12,133 |
| 9 | 61 | Mohr, Moritz | TOPCAR sport | VW up! GTI | + 13,646 |
| 10 | 09 | Delkus, Mika | Konrad Motorsport | VW up! GTI | + 18,252 |
| 11 | 04 | Bendler, Ben | ADAC Ostwestfalen-Lipe e.V. | VW up! GTI | + 19,676 |
| 12 | 68 | Gausmann, David | Georg Moorsport | VW up! GTI | + 20,518 |
| 13 | 99 | Sarnowski, Marcel | FAR-Performance | VW up! GTI | + 21,742 |
| 14 | 14 | Heischkel, Moritz | VW up! GTI | + 27,852 | |
| 15 | 24 | Beckmann, Noah | Georg Motorsport | VW up! GTI | - 5 laps |
| - | 10 | Abt, Emely | H&R Spezialfedern by PT Sport | VW up! GTI | -- |
| - | 32 | Zerbe, Lennard | Tuma Motorsport | VW up! GTI | -- |
| - | 77 | Treusch, Luca | Tuma Motorsport | VW up! GTI | -- |
| Schnellste Runde: Start-Nr. 55, Groneck, Moritz in 1:45,030 Min. = 125,6 km/h in Runde 6 | |||||