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Renauer/Jaminet holen sich mit Platz fünf die Meisterschaft

Der Titelkampf im ADAC GT Masters war nie spannender als vor dem Finale in Hockenheim vom 21. bis 23. September. Fahrer von Audi, BMW, Corvette, Mercedes-AMG, Lamborghini und Porsche kämpfen in den beiden Finalrennen noch um den Titel. Der Punktevorsprung der Tabellenführer und Porsche-Fahrer Robert Renauer und Mathieu Jaminet (beide Precote Herberth Motorsport) auf ihre engsten Verfolger beträgt lediglich vier Zähler. Sie führen die Meisterschaft mit 109 Punkten an, gefolgt von Maximilian Götz/Markus Pommer (MANN-FILTER Team HTP) mit 105 und Marvin Kirchhöfer/Daniel Keilwitz (Callaway Competition) mit 92 Punkten.

Elf verschiedene Rennsieger von fünf Marken und neun Teams sowie zwölf unterschiedliche Pole-Setter - und dies bei einem Dutzend Rennen. Das ADAC GT Masters präsentiert sich 2018 so ausgeglichen und unvorhersehbar wie nie. Dies spiegelt sich auch im Titelkampf wider. Die Tabellendritten Marvin Kirchhöfer und Daniel Keilwitz, der Champion von 2013, wollen in Hockenheim nach der Meisterschaft von Jules Gounon den zweiten Fahrertitel in Folge für Callaway Competition einfahren. Obwohl ihr Rückstand bei 50 noch zu vergebenden Punkten 17 Zähler beträgt, ist das Duo optimistisch. 2017 gelang der Corvette C7 GT3-R in Hockenheim ein Sieg und ein zweiter Platz.

Robert Renauer (Precote Herberth Motorsport): "Das Ziel ist ganz klar, Meister zu werden. Damit uns dies gelingt, wollen wir auf das Podium fahren. Es ist wichtig, zwei saubere Rennen abzuliefern. Wir haben die Titelentscheidung in der eigenen Hand. Es liegt an uns, was wir daraus machen."

Maximilian Götz (MANN-FILTER Team HTP): "Natürlich war es unser Ziel, die Führung vor dem Finale nach Möglichkeit auszubauen, weil der Hockenheimring aufgrund seiner Charakteristik eher nicht zu unseren bevorzugten Strecken gehört. Aber noch ist alles möglich. Wir kämpfen bis zum Schluss.“

Marvin Kirchhöfer (Callaway Competition): "Es ist noch alles drin.“

Bild:CS

Genau 20 Punkte fehlen den Brüdern Sheldon und Kelvin van der Linde (beide Montaplast by Land-Motorsport) zur Tabellenspitze. Das Audi-Duo ist zwar 2018 vier Mal auf Platz zwei gefahren, aber als einzige der aussichtsreichsten Titelkandidaten noch sieglos. Sieben weitere Piloten haben noch Außenseiterchancen auf den Titel. Zu diesen zählt unter anderem der ehemalige DTM-Champion und jetzige BMW-Werksfahrer Timo Scheider (BMW Team Schnitzer) sowie die Lamborghini-Werksfahrer Mirko Bortolotti und Andrea Caldarelli (beide ORANGE1 by GRT Grasser). Ihr Rückstand zur Tabellenspitze beträgt jedoch mindestens 45 Punkte.

Bild: CS

Offen sind vor den beiden letzten Saisonrennen auch noch die Team-Wertung, die Pirelli-Junior-Wertung und die Pirelli-Trophy-Wertung. Bei den Rennställen hat das Mann-Filter Team HTP die besten Trümpfe in der Hand. Die Mannschaft aus Altendiez hat 34 Punkte Vorsprung auf Precote Herberth Motorsport. Sollte das Punktepolster vor dem zweiten Rennen mindestens 25 Zähler betragen, ist HTP der Titel bereits am Samstag sicher. Enger ist die Situation dagegen in der Pirelli-Junior-Wertung. Zwar hat Audi-Pilot Sheldon van der Linde im Klassement für Piloten unter 25 Jahre 29,5 Punkte Vorsprung, aber sechs weitere Piloten könnten den Südafrikaner noch überholen. Die besten Chancen haben die Markenkollegen und Tabellenzweiten Max Hofer und Philip Ellis (beide Phoenix Racing), die am Wochenende noch maximal 75 Punkte einfahren können.

In der Pirelli-Trophy-Wertung steht dagegen der Schweizer Remo Lips vor dem Titelhattrick. Als einziger Fahrer im Titelkampf kann ihm Porsche-Pilot Jan-Erik Slooten (IronForce by RING POLICE) gefährlich werden. Dazu müsste der Serienneuling jedoch in beiden Durchgängen die Klasse gewinnen und auf Rennpech von Audi-Fahrer Lips hoffen.

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