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Renauer/Jaminet sahen am Sonntag das Ziel als Erste

Vom 17. Bis 19. August steht im niederländischen Badeort Zandvoort der fünfte von sieben Saisonläufen an. Mit vier Rennwochenenden in sieben Wochen ist der Titelkampf der "Liga der Supersportwagen" in die entscheidende Phase eingetreten. Mit dem Circuit vor den Toren von Amsterdam steht der bei den Fahrern wohl beliebteste im Kalender an. Der ehemalige Formel-1-Kurs direkt in den Nordseedünen ist eine echte "Oldschool"-Strecke. Es geht bergauf und -ab, zahlreiche Kurven sind echte Mutecken - schnell und nicht einsehbar -, und statt weitläufiger Asphaltflächen gibt es Kiesbetten, die jeden Fahrfehler bestrafen.

Der Vorsprung der Halbzeitmeister Marvin Kirchhöfer und Daniel Keilwitz (beide Callaway Competition) auf ihre engsten Verfolger, die Mercedes-AMG-Fahrer Markus Pommer und Maximilian Götz (beide Mann-Filter Team HTP Motorsport), beträgt nur noch einen Punkt. Während sich die Tabellenführer zuletzt am Nürburgring zwar den inoffiziellen Titel des Halbzeitmeisters sicherten, aber zwei Mal ohne Punkte blieben, machten Pommer/Götz mit zwei Podestplätzen wertvollen Boden im Titelkampf gut. "Wir dürfen jetzt aber nicht in einen Strudel geraten", so der zweimalige Saisonsieger Kirchhöfer, der für den Lauf in den Niederlanden optimistisch bleibt: "In Zandvoort geben wir wieder alles."

Bild: CS

Chancen auf vordere Ränge rechnen sich auch die Tabellendritten Robert Renauer und Mathieu Jaminet (beide Precote Herberth Motorsport) aus - nicht zuletzt da Porsche in Zandvoort mit drei Siegen die bisher erfolgreichste Marke im ADAC GT Masters ist. Dem deutsch-französischen "Neunelfer"-Duo fehlen derzeit 14 Punkte auf die Tabellenspitze. "Zuletzt am Nürburgring hatten wir ein wirklich schwieriges Wochenende", so Teamchef Alfred Renauer. "Doch dank Platz fünf im Sonntagslauf haben wir den Abstand zur Spitze verkürzt. Das lässt uns optimistisch nach Zandvoort blicken."

Neben dem Titelkampf steht auch ein hochkaratiges Seriendebüt in Zandvoort im Mittelpunkt des Interesses. Marc Lieb, der Le-Mans-Sieger und Champion der FIA-Langstreckenweltmeisterschaft WEC 2016, gibt im Porsche 911 GT3 R des KÜS Team75 Bernhard seinen Einstand in der "Liga der Supersportwagen". Er teilt sich das Fahrzeug mit Teamchef Timo Bernhard, ebenfalls Le-Mans-Sieger und Titelträger in der WEC. Lieb ist bei Porsche inzwischen hauptberuflich als Leiter Customer Racing angestellt.

Bereits über seinen ersten ADAC GT Masters-Sieg freuen konnte sich dagegen der einzige Niederländer im Starterfeld: Indy Dontje triumphierte zuletzt auf dem Nürburgring erstmals zusammen mit Teamkollege Maximilian Buhk. Damit zählt das Mercedes-AMG-Duo zu den sieben Rennsiegern von vier verschiedenen Marken in den ersten acht Saisonrennen. Indy Dontje will auch bei seinem Heimspiel ganz oben auf dem Podest stehen. "Der Sieg auf dem Nürburgring macht natürlich Appetit auf mehr und war eine tolle Einstimmung auf Zandvoort", sagt der aktuelle Tabellensechste. "Ich bin mir sicher, dass viele Fans kommen und für eine tolle Stimmung sorgen werden. 2017 bin ich dort einmal Dritter geworden - jetzt soll es noch besser laufen."

Bild: CS

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