Showdown um die DTM-Krone
- Hauptkategorie: DTM Paket
- DTM
- 07. Oktober 2026
- Cornelia Simon
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Sechs Fahrer, sechs Titelträume – doch nur einer kann Champion werden. Beim großen Saisonfinale auf dem Hockenheimring in Baden-Württemberg vom 9. bis 11. Oktober fällt die Entscheidung im Kampf um die DTM-Krone 2026. Maximal 56 Punkte sind im badischen Motodrom noch zu holen. Mit der besten Ausgangslage reist Thomas Preining (Manthey Racing) nach Hockenheim. Der Porsche-Werkspilot führt die Fahrerwertung mit 197 Punkten an und möchte nach 2023 zum zweiten Mal DTM-Champion werden. Sein schärfster Verfolger Maro Engel (Mercedes-AMG Team Ravenol) liegt 23 Zähler zurück, nur einen weiteren Punkt dahinter folgt der zweimalige Titelträger Marco Wittmann (Schubert Motorsport). Auch Lucas Auer (Mercedes-AMG Team Landgraf), Matteo Cairoli (Emil Frey Racing) und Nicki Thiim (Comtoyou Racing) dürfen sich noch Hoffnungen auf den Gesamtsieg machen. Sie liegen in der Tabelle auf den Rängen vier, fünf und sechs mit 152, 150 und 147 Zähler.
Nach einem starken Saisonstart verliefen die folgenden Rennwochenenden zwar eher zäh für den DTM-Champion von 2023. Doch in der zweiten Saisonhälfte drehte der Porsche-Pilot so richtig auf. In den letzten sechs Rennen stand der Österreicher jedes Mal auf dem Treppchen, startete viermal aus der ersten Reihe und buchte insgesamt 137 von 168 maximal erreichbaren Punkten auf sein Konto. Weil die direkte Konkurrenz im Gegenzug schwächelte, geht der Manthey-Pilot mit einem Vorsprung von 23 Zählern ins Finalwochenende auf dem Hockenheimring. Alles gelaufen, sollte man meinen. Maro Engel ist das beste Beispiel dafür, wie schnell sich das Blatt in der DTM wenden kann. Als Tabellenführer in die zweite Saisonhälfte gestartet, sammelte der Mercedes-AMG-Pilot auf dem Nürburgring und dem Sachsenring nur 14 Punkte und hat nun eine echte Herkulesaufgabe vor sich. Nur einen Punkt hinter Maro Engel lauert Marco Wittmann, der zuletzt ebenfalls voll in Fahrt gekommen ist. In den letzten beiden Rennwochenenden sammelte der Franke 79 Zähler – mehr als jeder andere im Feld.
Thomas Preining (Manthey Racing): „So zu denken, dass alles klar wäre ist gefährlich. Wir haben ja gesehen, wie schnell 20 Punkte oder mehr in der DTM verloren sein können. Ein kleiner Fehler, und der Vorsprung ist weg. Wir müssen hundertprozentig bei der Sache sein und das Maximum aus unserem Paket herausholen – wie an jedem Wochenende. Die letzten Rennen sind gut gelaufen. Wir haben aber auch in der übrigen Saison immer das Beste herausgeholt. So ist die DTM nun einmal. Es geht extrem eng zu. Manchmal reicht es für ganz vorne, manchmal nur fürs Mittelfeld. Von daher ändert sich an unserer Herangehensweise fürs Finale nichts. Es muss alles passen, angefangen beim Qualifying. Von vorne wegfahren zu können, macht das Leben eindeutig leichter. Ich hatte schon öfter die Chance, in Hockenheim Meister zu werden, und weiß auch, wie es ist, ohne Pokal heimzufahren. Wir denken also keineswegs, die Sache sei gelaufen, sondern vielmehr, dass uns eine Mammutaufgabe bevorsteht. Grundsätzlich ist der Hockenheimring eine Strecke, die dem Porsche nicht schlecht liegt. Wir haben dort in der Vergangenheit viele Erfolge gefeiert. Mercedes und BMW waren aber auch immer sehr konkurrenzfähig, ich denke also, dass es wieder sehr ausgeglichen zugehen wird. Ich mag die Strecke. Sie macht Spaß und erfordert einen guten Rhythmus. Ich habe dort meine größten Erfolge gefeiert, viele Rennen gewonnen und die Titel im Porsche Carrera Cup und der DTM eingefahren. Es ist immer wieder schön, daran zurückzudenken, und immer wieder schön, nach Hockenheim zu kommen, weil natürlich im Hinterkopf abgespeichert ist, dass es hier schon öfters ganz gut lief. Ich hoffe, wir können bald eine weitere positive Erinnerung hinzufügen."
Maro Engel (Mercedes-AMG Team RAVENOL): „Es fällt mir nicht schwer, einen Haken hinter die unglücklich verlaufenen beiden Rennwochenenden zu machen. Was in der Vergangenheit liegt, ist Vergangenheit und nicht mehr zu ändern. Unser Blick richtet sich nach vorne, wir freuen uns aufs Finale. Natürlich ist es ein besonderes Rennwochenende, das spürt man in vielen Bereichen. Aber genau das wollen wir eigentlich nicht. Wir wollen uns darauf konzentrieren, unseren Job sauber zu erledigen und Spaß zu haben. Wir genießen es, zum dritten Mal in Folge im Titelkampf mitzumischen. Das Ziel ist es natürlich, in beiden Rennen vorne mitfahren zu können. Am Ende können wir dann auf die Punkte schauen. Hockenheim ist immer etwas Besonderes. Seit ich denken kann, war der Grand-Prix-Kurs fast immer Schauplatz eines DTM-Finales. Die vielen Zuschauer, die Atmosphäre, die Unterstützung der Fans machen diesen Ort zu einem Sinnbild für die Rennserie. Die DTM und Hockenheim – das gehört einfach zusammen!"
Marco Wittmann (Schubert Motorsport): „Ich denke, wir sind in einer guten Position. Natürlich gilt es für uns, einen großen Rückstand aufzuholen. Aber wir waren in den letzten Rennwochenenden stark unterwegs – sogar stärker, als wir selbst gedacht hätten. Ich würde nicht sagen, dass uns das in eine Favoritenrolle bringt, aber wir sind in einer guten Jägerposition. Es wird beim Finale darauf ankommen, ein fehlerfreies Rennwochenende hinzulegen. Wir müssen versuchen, im ersten Rennen den Abstand zu Thomas zu verringern, und dann ist am Sonntag alles möglich. Wie verrückt es in einem DTM-Finale zugehen kann, haben wir ja im vergangenen Jahr in Hockenheim gesehen. Ich mag die Strecke. Ich habe dort viele Rennen gewonnen oder auf dem Podium beendet. Ich bin daher guter Dinge und freue mich aufs Wochenende. Ich hoffe auf ein cooles, faires Finale – und wer weiß, was noch möglich ist. Wir haben zuletzt einen großen Punkterückstand aufgeholt, waren am Nürburgring und Sachsenring stark unterwegs. Alles, was jetzt noch kommt, ist für mich die Kirsche auf der Torte.