Erster Saisonsieg für Chester Kieffer

Es stehen für den schnellsten Deutschen Markenpokal Deutschands das vorletzte Rennwochenende auf dem Zeitplan. Vom 14. bis 16.08. stehen die Läufe dreizehn und vierzehn im Rahmen der DTM in der Eifel auf dem 3,629 Kilometer langen Nürburgring im Rennkalender. Gefahren werden elf Kurven (sieben Rechts-, vier Linkskurven), im Uhrzeigersinn. Lukas Sundahl und Milan Marczak werden das Team von Proton Competition in der Eifel ergänzen. Aufgrund einer Terminüberschneidung mit dem skandinavischen Porsche Carrera Cup werden Daniel Ros und Gustav Bergström nicht bei der Veranstaltung auf dem Nürburgring an den Start gehen können. Ersetzt werden sie von Lukas Sundahl und Milan Marczak, welche viel fahrerische Qualität in das Aufgebot des Teams aus Hofkirchen bringen werden.

Als Tabellenführer reist hier der Südafrikaner Keagan Masters (Proton Competition) mit 197 Zähler an den Ring. Direkt in Schlagdistanz liegen der Niederländer Flynt Schuring (Schumacher CLRT) mit 183 und der Deutsche Theo Oeverhaus (Target) mit 175 Zähler. In der Rookie-Wertung hat der Niederländer Sam Jongejan (Team75 Bernhard) mit 201 Punkten das Sagen. Hier geht es noch enger zur Sache, denn Chester Kieffer liegt mit nur drei Punkten Rückstand auf der Lauer. Rang drei nimmt Caleb Sumich mit 150 Punkten ein. Michael Essmann führt die ProAM-Wertung mit 143 Zähler an. Auch er hat nicht alles in trockenen Tüchern, denn Sören Spreng auf Rang zwei hat 236 Punkte auf seinem Konto, gefolgt von Samer Shahin mit 137 Zähler. In der Team-Wertung ist ebenfalls noch alles offen. Hier führt Proton Competition mit 308 Punkten vor Schumacher CLRT mit 249 und Target mit 243 Zähler.


32 Fahrer davon eine Dame machten sich am Freitag um 10.15 Uhr bereit ihr einstündiges freies Training bei strahlendem Sonnenschein zu absolvieren. Zunächst wechselten die Positionen immer wieder. In der Schlussphase hatte sich Chester Kieffer mit einer Zeit von 1:27,895 Minuten an die Spitze gefahren. Er war damit der beste Rookie Im Feld. Hinter ihm lagen Robert de Haan und Alexander Tauscher. Keagan Masters, Flynt Schuring und Theo Oeverhaus befanden sich auf den Rängen fünf, neun und sieben. Sam Jongejan lag auf Platz acht. Schnellster ProAM Fahre war Michael Essmann auf Rang 20.

Am Schluss waren die Zeiten nochmals schneller geworden und niemand konnte die Zeit von Robert de Haan mit 1.27,546 Minuten unterbieten. Mit einem Rückstand von 0,177 Sekunden nahm Alexander Tauscher Rang zwei ein, gefolgt von Marcus Amand. Chester Kieffer war auf Rang vier zurückgefallen. Er war trotzdem der beste Rookie im Feld. Keagan Masters, Flynt Schuring und Theo Oeverhaus mussten sich zunächst mit den Rängen sieben, fünf und zwölf zufrieden geben. Schnellster ProAM Fahre war diesmal Sören Spreng auf Rang 24. Alexandra Vateva wurde als 18. gewertet.


Bei 34 Grad Außentemperatur wurde es dann für die Pilotin und Piloten ernst, denn nun mussten sie ihre Startaufstellung für das samstägige und sonntägige Rennen ausfahren. In den ersten 15 Minuten geht es um die Startaufstellung für Samstag. Chester Kieffer hatte sich bei noch vier Minuten zu fahrender Zeit auf Rang eins geschoben mit einer Zeit von 1:29,011 Minuten. Es dauerte aber nicht lange, dann war er auf Rang acht zurückgefallen. Marcus Amand hatte nun mit einer Zeit von 1:28,694 Minuten das Zepter übernommen. Doch in den letzten zwei Minuten wurden die Rundenzeiten noch schneller. Robert de Haan hatte einiges zugelegt und fuhr mit 1:28,091 Sekunden auf Rang eins. Doch er musste sich im nachhinein Alexander Tauscher geschlagen geben, denn dieser war mit 0,028 Sekunden noch schneller als Robert de Haan.

Dies konnte der Niederländer nicht auf sich sitzen lassen und schlug mit einer Zeit von 1:28,008 Minuten zurück und wurde auf Rang eins gewertet. Alexander Tauscher fuhr unterdessen eine Zeit unter 1:28 Minuten. Aber Robert de Haan schlug bei seinem letzten Umlauf noch einmal zu und holte sich nach sieben Runden mit einer Zeit von 1:27,746 Minuten die Pole Position, gefolgt von Alexander Tauscher und dem besten Rookie Chester Kieffer. Der Tabellenführer steht in der vierten Startreihe. Flynt Schuring und Theo Oeverhaus nehmen das Rennen von den Rängen fünf und zehn aus auf. Schnellster ProAM Fahrer war Sören Spreng, nacgdem man Georg Griesemann disqualifiziert hatte. Er steht in der vierzehnten Startreihe. Von Position 16 aus nimmt Alexandra Vateva das Rennen in Angriff.

Nach einer kurzen Pause ging die zweite Jagd auf die sonntägige Pole Position wieder von neuem los. Nachdem alle auf der Strecke waren hatte sich in der Schlussphase Sam Jongejan mit einer Zeit von 1:28,419 Minuten auf Rang eins gefahren, gefolgt von Sebastian Freymuth. Doch es dauerte nicht lange und die Zeiten fingen an zu purzeln. So hatte sich wieder Chester Kieffer mit einer Zeit von 1:278,945 Minuten auf Platz eins gefahren. Theo Oeverhaus und Marcus Amand nahmen Rang zwei und drei ein. In der letzten Minute konnte Alexander Tauscher wiederum einiges zulegen und wurde mit einer Zeit von 1:27,634 Minuten auf Rang eins gewertet.

Die zweite Pole Position hatte Alexander Tauscher nach fünf Runden mit einer Zeit von 1:27,634 Minuten nach Hause gefahren. Hinter ihm werden Chester Kieffer als bester Rookie und Sam Jongejan ein weiterer Rookie starten. Theo Oeverhaus und Keagan Masters stehen in der dritten bzw. vierten Startreihe. Sören Spreng als schnellster ProAM Fahrer geht das Rennen von Rang 27 aus an. Alexandra Vateva startet aus der dreizehnten Startreihe.


Nach der Einführungsrunde funktionierte der Start ohne weiteres und der Pole Setter konnte seine Position behaupten und führte die Meute in die erste Kurve. Im hinteren Bereich kam schon einer leicht ins Straucheln. Überall wurden bereits harte Zweikämpfe ausgetragen. Hier und dort gingen auch schon einige über die Wiese. So schoss auch Milan Marczak über die Wiese und nahm ein Reklameschild mit. Nach der ersten Runde führte weiterhin Robert de Haan mit 0,910 Sekunden vor Alexander Tauscher und Marcus Amand. Chester Kieffer war bis auf Rang sieben zurückgefallen. Auf Platz sechs war Caleb Sumich unterwegs, er war der schnellste Rookie im Feld. Michael Essmann lag auf Rang 26 und war der beste ProAm Fahrer.

Auch Montego Maassen schoss auf Start und Ziel ebenfalls durch ein Reklameschild. Danach war er auf Rang 16 unterwegs. Im Verlauf der fünften Runde hatte sich Theo Oeverhaus gedreht. Zuvor war er in einen Zweikampf verwickelt. Rey King hatte seinen Boliden nicht mehr auf der Strecke halten können schoss durchs Kiesbett und schlug dann in die Streckenbegrenzung ein. Sofort wurde das Safety Car hinausgeschickt. Zu dieser Zeit führte immer noch Robert de Haan mit einem Vorsprung von 1,586 Minuten vor Alexander Tauscher und Marcus Amand. Flynt Schuring hatte sich auf Rang vier nach vorne gearbeitet. Keagan Masters lag weiterhin auf Rang acht. Theo Oeverhaus lag nach seinem Dreher nur noch auf Platz 22.

Der Re-Start erfolgte nach zehn Runden und ging zu Gunsten des Niederländers aus. Dieser versuchte sich auch direkt von seinen Verfolger wieder abzusetzen. Was im nachhinein auch gelang. Dahinter wurde Alexander Tauscher von Marcus Amand unter Druck gesetzt. Einen harten Kampf lieferten sich Alexandra Vateva und Dylan Yip. Auf der Start und Zielgeraden fuhr man ganz dicht an der Boxenmauer entlang. Nach einem harten Zweikampf musste Lukas Sundahl mit einem beschädigten Boliden die Box aufsuchen. Eine Runde später kam auch Sören Spreng zu seiner Crew zurück. Keagan Masters erhielt in der Schlussphase zwei Penalty-Laps wegen Causing a Collision. Theo Oeverhaus hatte sich inzwischen bis auf Rang 19 wieder nach vorne gearbeitet.

Caleb Sumich auf Platz sechs hatte eine riesige Armada von zehn Fahrzeugen im Schlepptau. Er war der schnellste Rookie im Feld. Direkt hinter ihm lagen zwei weitere Rookies und zwar waren es Chester Kieffer und Sam Jongejan. Zur gleichen Zeit waren sich Nick Ho und Matyas Faiereisl nicht ganz einig, mit der Folge das der Niederländer umgedreht wurde. Nachdem Keagan Masters seine Strafe abgesessen hatte, war er nur noch auf Platz 17 unterwegs. Runde um Runde hatte der Pole Setter seinen Vorsprung immer weiter ausgebaut. Er führte das Feld mit 1,916 Sekunden an. Chester Kieffer hatte es in der Schlussphase geschafft Caleb Sumich niederzuringen.

Nach 20 Runden holte sich Robert de Haan einen Start Ziel Sieg, gefolgt von Alexander Tauscher und Marcus Amand. Keagan Masters, Flynt Schuring und Theo Oeverhaus überquerten die Ziellinie auf den Rängen 16, vier und 18. Chester Kieffer wurde als schnellster Rookie auf Platz sechs gewertet. Der schnellste ProAM Fahrer Michael Essmann sah das Ziel auf Rang 24.

Robert de Haan (Proton Competition): „Durch die Hitze lief mir zwischenzeitlich der Schweiß in die Augen und ich war etwas in Sorge, als alle durch das Safety-Car wieder zusammengerückt sind. Aber am Ende bin ich happy mit dem Sieg und meiner Leistung.“


Nach der Einführungsrunde konnte der Pole Setter den Start des vierzehnten Saisonlaufes nicht für sich verbuchen, denn von hinten schoss Chester Kieffer an ihm vorbei und übernahm die Führung. Wenig später ging Niels Langefeld von der Strecke fliegen und schlug ein. Er konnte danach sein Fahrzeug aber von alleine in eine Seitentasche bringen. Nach der ersten Runde führte Chester Kieffer vor Alexander Tauscher und Sam Jongejan. Im Verlauf der zweiten Runde musste das Safety Car herauskommen, well Ende Start und Ziel Milan Marczak getroffen wurde und stark havariert liegen blieb. Auch er konnte seinen Boliden noch neben die Strecke bringen. Aber es lagen zu viele Teile auf der Strecke, sodass das Rennen zunächst neutralisiert werden musste.

Theo Oeverhaus und Keagan Masters konnten ihr Plätze fünf und sieben behaupten. Hingegen war Flynt Schuring auf Rang neun zurückgefallen. Der Führende war unter anderem auch der schnellste Rookie im Feld. Michael Essmann war auf Platz 23 der beste ProAM Fahrer. Alexandra Vateva hatte auch vier Ränge eingebüßt. Der Re-Start erfolgte nach sechs Runden und ging zu Gunsten von Chester Kieffer aus. Marcus Amand hatte unterdessen Sam Jongejan niedergerungen und sich auf Rang drei gefahren. Der Finne versuchte nun Alexander Tauscher zu attackieren. Alexander Tauscher musste wegen unkorrekten Überholens sich hinter Sam Jongejan einordnen. Damit lag er jetzt auf Platz vier. An der Spitze bekam Chester Kieffer davon nichts mit, denn er war mit 1,096 Sekunden auf und davon gefahren.

Sam Jongejan auf Rang drei hatte eine Armada von neun Fahrzeugen hinter sich. Montego Maassen auf Platz 17 lag unter Beobachtung wegen eines Frühstarts. Im Mittelfeld ging es mächtig zur Sache. Zu dritt fuhr man auf die Kurven zu. Bevor man sich dort einordnete. In der elften Runde war Gian Luca Tüccaroglu auf Abwegen unterwegs. Danach musste er sich auf Rang 16 wieder einreihen. Robert de Haan hatte alle Hände voll zu tun sich Keagan Masters vom Hals zu halten. Dieser bekam von Caleb Sumich einen kleinen Schubser. Bei einem Zweikampf zwischen Sören Spreng und Michael Essmann wurde Letzterer etwas angeschubst. Beide konnten ihre Fahrt aber weiter fortsetzen. Diese Aktion wurde nun auch von der Rennleitung untersucht. Theo Oeverhaus hatte den Zweikampf mit Robert de Haan verloren. Der Niederländer hatte sich auf Platz fünf gefahren.

In der Schlussphase waren sich Ende Start und Ziel Alexander Tauscher und Robert de Haan nicht einig, mit der Folge, dass beide sich drehten. Theo Oeverhaus konnte gerade so noch beiden irgendwie ausweichen. Die Rennleitung schaute sich dies noch einmal an. Robert de Haan erhielt im nachhinein drei Penaltylaps. Theo Oeverhaus lag auf Rang sieben. Alexander Tauscher und Robert de Haan waren auf die Plätze 21 und dreizehn zurückgefallen. Von alledem bekam Chester Kieffer nichts mit, denn er führte das Feld mit 1,273 Sekunden an vor Marcus Amand und Sam Jongejan. In der letzten Minute hatte Max Mutschlechner den Bremspunkt verpasst und schoss ab ins Kiesbett. Der Rookie Chester Kieffer holte sich nach 20 Runden seinen ersten Laufsieg vor Marcus Amand und Sam Jongejan. Keagan Masters, Flynt Schuring und Theo Oeverhaus beendeten das Rennen auf den Rängen vier, fünf und acht. Sören Spreng war der beste ProAM Fahrer auf Platz 21. Fünf Ränge hinter ihm kam Alexandra Vateva ins Ziel.

Keagan Masters liegt weiterhin in der Meisterschat mit 210 Punkten auf Platz eins, gefolgt von Flynt Schuring mit 203 und Alexander Tauscher mit 186 Punkten. Die Rookie-Wertung führt Chester Kieffer mit 248 Zähler an. Platz zwei und drei nehmen Sam Jongejan mit 237 und Caleb Sumich mit 186 Zähler ein. Michael Essmann hat in der ProAM-Wertung mit 288 Punkten das Sagen vor Sören Spreng mit 277 und Samer Shahin mit 173 Punkten. In der Team-Wertung hat Proton Competition mit 347 Zähler die Nase vorne. Dahinter liegen Shumacher CLRT mit 306 und Target mit 277 Zähler.

Chester Kieffer (Schumacher CLRT): „Ich freue mich sehr über meinen ersten Sieg im Carrera Cup. Das gibt mir natürlich zusätzliches Selbstvertrauen und das kann man immer brauchen.“

Marcus Amand (Forch Racing by Atlas Ward): „Am Samstag und am Sonntag beide Male aufs Podium zu fahren, das ist ein gutes Ergebnis.“

Sam Jongejan (Team75 Bernhard): „Es ist sehr schön für mich, das erste Overall-Podium einzufahren. Für mich war es ein richtig hartes Rennen mit so viel Action, dass ich mich extrem konzentrieren musste. Jetzt bin ich wirklich happy.“