Max Verstappen disqualifiziert
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- NLS
- 27. März 2026
- Cornelia Simon
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NLS Ren 2: Nach dem Zieleinlauf bei der zweiten Veranstaltung der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie jubelten Max Verstappen, Daniel Juncadella und Jules Gounon im Mercedes-AMG GT3 des Mercedes-AMG Team Verstappen Racing über ihren ersten Saisonsieg. Rund zwei Stunden später folgte die Ernüchterung. Bei der routinemäßigen Auswertung der sogenannten Tyre-App durch die Technikkommission stellte sich heraus, dass das Team am Renntag sieben statt der erlaubten sechs Sätze Reifen verwendet hatte. Die Sportkommissare waren so gezwungen, das Fahrzeug zu disqualifizieren. Den Sieg erbten ‚Dan Harper‘ und Jordan Pepper im BMW M4 GT3 von ROWE RACING.

Christian Hohenadel, Teamchef Winward Racing: „Die Disqualifikation tut weh. Leider ist uns im Team ein Fehler unterlaufen, der die Rennleitung dazu gezwungen hat, das Siegerfahrzeug nachträglich zu disqualifizieren. Für uns war es der erste Einsatz als Mercedes-AMG Performance-Team auf der Nürburgring-Nordschleife. Ich möchte mich bei allen entschuldigen, die mit uns mitgefiebert haben. Wir werden den Tag nun genau analysieren, uns akribisch auf die weiteren Läufe vorbereiten und mit voller Konzentration auf die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring hinarbeiten.“

Trotz des späteren Wertungsausschlusses blieb die rein sportliche Leistung des Weltmeisters und seiner Teamkollegen unbestritten. In einem hochkarätigen Feld von über 130 Fahrzeugen unterstrich Verstappen bereits am Vormittag seine Ausnahmestellung. Mit einer Bestzeit von 7:51.751 Minuten sicherte er sich die Pole-Position. „Ehrlich gesagt war die Pole eine schöne Überraschung, vor allem, weil ich endlich mal eine Runde ohne Verkehr und Code 60 am Ring erwischt habe“, erklärte ein sichtlich zufriedener Verstappen. Hinter ihm lauerten Christopher Haase im Scherer-Sport-PHX-Audi (7:53.725 Min.) und das Schwesterfahrzeug des späteren Sieger-BMW von ROWE RACING auf den Plätzen zwei und drei.

Das Rennen selbst hielt, was das Qualifying versprach. Direkt nach dem Erlöschen der Startampeln entbrannte an der Spitze ein packender Zweikampf. Christopher Haase setzte Verstappen massiv unter Druck und schob sich am Ende der ersten Runde aus dem Windschatten heraus an die Spitze. Währenddessen bewies ROWE RACING strategisches Geschick. Jordan Pepper und ‚Dan Harper‘ arbeiteten sich von Startplatz sieben kontinuierlich nach vorne. „Am Nürburgring auf dem Podium zu stehen, ist immer ein Erfolg“, betonte Pepper, noch ahnungslos, dass er später als Sieger gewertet würde. Er fand zudem sportliche Worte für den prominenten Konkurrenten: „Dass Max hier mitfährt, ist großartig für den Sport. Er ist ein absoluter Profi, der uns alle pusht. Die Aufmerksamkeit, die er der Nordschleife bringt, ist für uns alle ein Gewinn.“

Vom Pech des Verstappen-Teams profitierte auch die Mannschaft von 48 LOSCH Motorsport by BLACK FALCON. Ihr Porsche 911 GT3 R ‚erbte‘ den letzten Podestplatz und krönte sich gleichzeitig zum stärksten Team in der PRO-AM-Wertung. Das Team aus dem Gewerbepark am Nürburgring feierte zudem den Sieg in der AM-Wertung der GT3-Klasse (SP9) durch die Piloten Mustafa Mehmet Kaya, Gabriele Piana und Mike Stursberg in einem weiteren Elfer.

In der Klasse SP10 (GT4-Fahrzeuge) kämpften neun Teilnehmer um den Sieg. Am Ende setzte sich die Routine der PROsport racing GmbH durch: Anton Abee, Yannik Himmels und Jörg Viebahn steuerten ihren Mercedes-AMG GT4 (#176) nach 27 Runden souverän auf den ersten Platz. Die Plätze zwei und drei gingen an die BMW-Fraktion: AV Racing by BLACK FALCON (#177) sicherte sich den Silberrang, gefolgt vom BMW M4 GT4 von Plusline Motorsport (#155).

Besonders spannend ging es in der Klasse VT2-RWD (Produktionswagen mit Heckantrieb) zu, in der 11 Fahrzeuge an den Start gingen. Hier feierte SRS Team Sorg Rennsport einen glanzvollen Erfolg: Die Startnummer 524, eine Toyota Supra, pilotiert von Piet-Jan Ooms, Ionuc Catalin Timis und Thomas Fleming, sicherte sich den Klassensieg nach 25 Runden. Auf den weiteren Plätzen folgten der BMW 230i von Schmickler Performance (#55) sowie ein weiterer Bolide von Sorg Rennsport, der BMW 330i mit der Startnummer 514.

AMC Duisburg 1950 e. V. im DMV
Mit am Start der AMC Duisburg 1950 e, V. mit dem Max Kruse Racing Team aus Duisburg Hochfeld das mit fünf Fahrzeugen in die Eifel gereist war sowie Michael Bohrer der in dieser Saison mit einem WV Golf 8.5 für das Team FS Motorsport und Co.-Pilot Pascal Fritsche die Rennen bestreitet.

Bereits am Freitag überschlug sich nach einem Fahrfehler Matthias Wasel im VW Golf GTI Clubssport 24h vom Team Max Kruse Racing. Der Golf war sehr stark beschädigt und ist nicht mehr reparabell. Matthias Wasel blieb zum Glück unverletzt.
Am Samstag stand am Morgen das Zeittraining auf dem Programm. Michael Bohrer stellte den Golf auf Startplatz drei der KlasseVT2-F+WD. Die erste Startreihe der Klasse AT1 belegten die Audi RS 8 LMS mit den #19 und #75 von Benny Leuchter. Der Golf mit der #819 fuhr sich auf Startplatz 3.

132 Autos hatten das Zeittraining unter die Räder genommen Pünktlich um 12.00 Uhr wurde das Rennen zum 58. ADAC Barbarossapreis ausgerichtet vom MSC-Sinzig e. V. im ADAC freigegeben. Der AMC Michael Bohrer im VW Golf konnte Boden gutmachen und die Führung in der Klasse VT2 übernehmen. Doch nach neun Runden auf dem 24,358 Kilometer langen Nürburgring musste er den Golf mit Motorschaden abstellen. Ein defekter Kühler war die Ursache. Das Schwesterauto beendete das Rennen auf P2 in der Klasse.

Auch das Max Kruse Team hatte mit Ausfällen zu kämpfen. Die beiden Golfs unter anderen mit Fabian Vettel mussten mit technischen Defekten ihre Arbeitsgeräte abstellen. Die beiden Audi R8 LMS GT3 belegten in der Klasse AT1 Platz eins und zwei mit Benny Leuchter. In der Gesamtwertung der 129 Startern belegte die #19 Rang 22. Benny Leuchter überquerte auf Rang 29 die Ziellinie.

Fazit
Der Abschiedsgruß von Max Verstappen klang wie ein Versprechen für die Zukunft: „Die Nordschleife ist für mich eine der verrücktesten Strecken der Welt. Ich will definitiv so oft wie möglich hier fahren.“ Der dritte Lauf der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie findet am 11. April statt. Die 57. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy führt über die klassische Distanz von vier Stunde.
