Keagan Masters neuer Tabellenführer

Direkt eine Woche nach dem Saisonauftakt in Italien in Imola stand für die Pilotinnen und Piloten vom 24. bis 26.04. das nächste Event im Rahmen der DMT auf dem Programm. Erneut ging es ins Ausland und zwar diesmal nach Österreich in die Steiermark zum Red Bull Ring. Der Markenpokal mit dem Porsche 911 GT3 Cup trägt auf der Formel-1-Strecke in der Nähe von Graz das dritte und vierte Saisonrennen aus. Der heutige Red Bull Ring geht auf den Österreichring zurück, der 1969 in der Nähe von Zeltweg in der Gemeinde Spielberg eröffnet wurde. Ab 1970 gastierte die Formel 1 auf dem zu dieser Zeit rund sechs Kilometer langen Kurs in der Steiermark. 1995 und 1996 wurde der Österreichring umfassend modernisiert, damit einher ging der Namenswechsel zu A1-Ring. Nach einem weiteren Umbau und der Wiedereröffnung 2011 beträgt die Streckenlänge 4,326 Kilometer.

Als Tabellenführer reist Theo Oeverhaus (ID Racing) mit 50 Punkten in der Meisterschaft in die Steiermark, gefolgt von Keagan Masters (Proton Competition) mit 36 und Alexander Tauscher (Target). Letzterer hat ebenfalls 36 Zähler auf seinem Konto. In der ProAM-Wertung hat Samer Sahin (GP Elite) mit 41 Zähler das Sagen. Mit nur drei Punkten Rückstand liegt sein Teamkollege Sören Spreng auf Platz zwei vor Michael Essmann (Team75 Bernhard) mit 36 Punkten. In der Rookiewertung hat der Niederländer Sam Jongejan (Team75 Bernhard) 38 Zähler eingefahren und führt damit vor Montego Maassen (Forch Racing by Atlas Ward) mit 36 und Caleb Sumich (Target) mit 31 Punkten.


In dem einstündigen freien Training am Freitagmittag nahmen insgesamt 30 Protagonisten, unter ihnen eine Dame teil. Auch hier kam es immer wieder zu Positionsverschiebungen. An dem Südafrikaner Keagan Masters (Proton Competition) kam im nach hinein keiner vorbei. Er hatte nach 29 absolvierten Runden für alle eine Zeit von 1:30,014 Minuten in den Asphalt gebrannt. Rang zwei und drei gingen an den Finnen Marcus Amand, der Teamkollege von Keagan Masters und Matheus Ferreira (Team GP Elite).

Der Tabellenführer und Alexander Tauscher mussten sich mit den Plätzen zwölf und sechs zufrieden geben. Der Luxemburger Chester Kieffer (Schumacher CLRT) war auf Rang vier der beste Rookie im Feld. Der Führende in der Rookie-Wertung Sam Jongejan (Team75 Bernhard) wurde nur auf Platz 22 gewertet. Schnellster in der ProAM-Wertung auf Platz 26 war Sören Spreng (GP Elite). Sein Teamkollege Samer Shahin, der auch die Tabelle anführt lag zwei Ränge hinter ihm. Auf Platz 26 wurde die einzige Dame im Feld Alexandra Vateva (Target Competition) gewertet.


Nach dem freien Training am Mittag wurde es dann am Freitagabend ernst für die einzige Fahrerin und die übrigen Piloten, denn nun mussten sie ihre beiden Startaufstellung für den samstägigen und sonntägigen Lauf ausfahren. In der ersten Sitzung konnte sich Alexander Tauscher nach vier absolvierten Runden mit einer Zeit von 1:30,296 Minuten gegenüber seiner Konkurrenz durchsetzen und holte sich damit die samstägige Pole Position.

Hinter ihm wird Marcus Amand mit einem Rückstand von 0,084 Sekunden ins Rennen gehen, gefolgt von dem Franzosen Louis Perrot (Forch Racing by Atlas Ward. Theo Oeverhaus wird in der fünften Startreihe stehen. Keagan Masters startet von Platz vier. Zwei Ränge hinter ihm geht der beste Rookie Chester Kieffer ins Rennen. Sören Spreng startet als schnellster ProAM-Fahrer aus der dreizehnten Startreihe. Alexandra Vateva steht direkt eine Startposition vor Sören Spreng.

Nach einer kurzen Pause ging die Jagd auf die zweite Pole Position los. Die Zeiten gegenüber der ersten Session wurden schneller. Diesmal hatte sich der Niederländer Flynt Schuring (Schumacher CLRT) gegenüber allen anderen durchgesetzt und konnte nach vier Runden mit einer Zeit von 1:30,124 Minuten die Pole Position nach Hause fahren. Startplatz zwei und drei gingen an Marcus Amand und Keagan Masters.

Louis Perrot musste sich nun mit der achten Startreihe zufrieden geben. Theo Oeverhaus konnte sich um zwei Startplätze verbessern. Alexander Tauscher steht am Sonntag in der dritten Startreihe. Chester Kieffer konnte seine sechste Position verteidigen und ist erneut der beste Rookie im Feld. Auch Sören Spreng als schnellster ProAM-Fahrer steht wieder in der dreizehnten Startreihe. Alexandra Vateva wird am Sonntag hinter Sören Spreng ins Rennen gehen.


Bei strahlendem Sonnenschein nahmen die Fahrerin und die Fahrer den dritten Saisonlauf am Samstagvormittag in Angriff. Nach der Einführungsrunde hatte der Pole Setter Alexander Tauscher keinen guten Start, denn Marcus Amand konnte die Führung übernehmen. Bereits in der ersten Kurve waren sich Wouter Boerekamps und Chester Kieffer sich nicht einig, mit der Folge das beide verkehrt herum auf der Strecke standen. Unterdessen konnte Marcus Amand sich etwas absetzen. Louis Perrot befand sich weiterhin auf Rang drei. Auf Platz acht war Caleb Sumich als bester Rookie unterwegs.

Der schnellste ProAM Pilot Michael Essmann lag auf Platz 17. Flynt Schuring war auf den letzten Platz zurückgefallen. In der Anfangsphase drehte Gian Luca Tüccaroglu Wouter Boerekamps um und dieser traf Chester Kieffer. An der Spitze führte weiterhin Marcus Amand das Feld an, gefolgt von Alexander Tauscher und Keagan Masters. Theo Oeverhaus griff Dirk Schouten an und konnte vorbei gehen. Danach war der Niederländer nur noch in langsamer Fahrt unterwegs. Der Führende hatte nur einen geringen Vorsprung von 0,863 Sekunden. Zu dieser Zeit hatte sich Flynt Schuring bereits wieder bis auf Platz 22 nach vorne gearbeitet.

Einen Rang gut gemacht hatte der Rookie Caleb Sumich. Er war auf sieben vorgefahren. Michael Essmann hatte einige Plätze eingebüßt. Er lag jetzt nur noch auf Rang 21. Zwischenzeitlich war Dirk Schouten in die Box gekommen und musste dort frühzeitig das Rennen beenden. Nach zehn gefahrenen Minuten hatte Marcus Amand seinen Vorsprung kaum ausbauen können. Zur gleichen Zeit war der Rookie Dylan Yip quer um die Ecke gekommen. Theo Oeverhaus erhielt von der Rennleitung vier Penalty Laps wegen Vergehens in der Anfangsphase. Zu dieser Zeit lag er auf Platz sechs. Bei noch 17 Minuten zu fahrender Zeit hatte sich Keagan Masters Alexander Tauscher zu Recht gelegt und zog vorbei.

Damit hatte sich der Südafrikaner auf Rang zwei geschoben. Erneut konnte Caleb Sumich sich um einen Platz verbessern. An der Spitze hatte Marcus Amand sich endlich lösen können und einen Vorsprung von 1,277 Sekunden herausgefahren. Einen harten Kampf lieferten sich Tim Reiter und Michael Essmann. Seite an Seite fuhren sie nebeneinander her. Sören Spreng machte kurzen Prozess und ging gleich an beiden vorbei und nahm Rang 21 ein. Theo Oeverhaus drehte sich und verlor etliche Plätze, weil er zuvor von einem Konkurrenten angeschubst worden war. Wenig später war Daniel Ros, nachdem er von Samer Shahin umgedreht wurde von der Strecke abgekommen und im Reifenstapel eingeschlagen.

Die Rennleitung schickte das Safety Car heraus um den Havaristen in aller Ruhe bergen zu können. Der Re-Start erfolgte bei noch elf Minuten zu fahrender Zeit und ging zu Gunsten von Marcus Amand aus. Nachdem Caleb Sumich von seinem Teamkollegen Joseph Warhurst einen Treffer bekommen hatte, stand er danach im Notausgang. Erneut wurde das Rennen neutralisiert. Für die letzten fünf Minuten wurde das Rennen dann wieder frei gegeben. Marcus Amand behielt weiterhin die Führung. Alexandra Vateva war zu dieser Zeit auf Rang 20. unterwegs. Joseph Warhurst war zwischenzeitlich etwas von der Strecke abgekommen. Flynt Schuring hatte sich aus allem herausgehalten und sich bis auf Rang dreizehn nach vorne gearbeitet.

Die ersten drei fuhren dicht beisammen. Überall im Feld waren in der Schlussphase noch harte Kämpfe zu sehen. In den letzten Minuten hatten sich Marcus Amand und Keagan Masters von ihren Verfolgern befreien können. Ein sehr gutes Rennen hatte Matheus Ferreira hingelegt, denn er war von Rang 16 aus bis auf Platz fünf nach vorne gefahren. Einen harten Kampf um den Sieg lieferten sich Marcus Amand und Keagan Masters. Der Südafrikander setzte sich neben den Finnen, doch dieser konnte dagegen halten. Danach kam Keagan Masters etwas in den Dreck und sofort konnte der Führende wieder Luft gewinnen und sich absetzen.

In den letzten zwei Runden bekam Keagan Masters Druck von Alexander Tauscher. Marcus Amand war mit 1,132 Sekunden auf und davon. Nick Ho war auf Rang acht der beste Rookie und wurde von einem anderen Rookie attackiert. Er konnte seinen Platz aber bis zum Schluss behaupten. In der letzten Runde konnte Keagan Masters sich von Alexander Tauscher befreien und war wieder an Marcus Amand dran. Letzterer konnte nach 20 Runden mit einem knappen Vorsprung von 0,168 Sekunden den Sieg nach Hause fahren. Platz zwei und drei auf dem Stockel nahmen Keagan Masters und Alexander Tauscher ein. Auf Platzsiebent lag der beste Rookie mit Gustav Bergström. Der ProAM Fahrer Sören Spreng sah die Zielflagge als Sechzehnter. Der Tabellenführer musste sich mit Platz 19 begnügen. Alexandra Vateva beendete das Rennen als 15.

Marcus Amand (Proton Competition): „Es ist großartig für mich, auf dem Red Bull Ring zu gewinnen. Das war ein enges Rennen und ich musste richtig kämpfen. Der Schlüsselmoment lag in meinem Start, bei dem ich an Pole-Setter Alexander Tauscher vorbeiziehen konnte."

Keagan Masters (Proton Competition): „Drittes Podium im dritten Rennen ist natürlich super. Mit Marcus war es ein heißer Kampf und im Endergebnis richtig knapp.“


Auch das vierte Rennen am Sonntagvormittag wurde bei strahlendem Sonnenschein abgehalten. Nach der Einführungsrunde konnte Flynt Schuring seine Position behaupten. Wenig später gingen schon einige weit nach außen. Die ersten zwei versuchten sich bereits abzusetzen. Nach der ersten Runde führte weiterhin Flynt Schuring vor Marcus Amand und Keagan Masters. Theo Oeverhaus konnte einen Rang gut machen. Nick Ho hatte in der zweiten Runde einen Dreher zu verzeichnen nachdem er zuvor von Sam Jongejan einen Schubser erhalten hatte. Im Mittelfeld ging es zur Sache. Hier wurde auch schon mal der Lack ausgetauscht.

Chester Kieffer hatte sich seinen Vordermann Niels Langefeld zu Recht gelegt und ging vorbei und hatte damit Platz zehn eingenommen. Alexander Tauscher und Joseph Warhurst hatten zwischenzeitlich die Plätze getauscht. Der Deutsche lag nun auf Rang vier. Einen harten Kampf lieferten sich Wouter Boerekamps und Theo Oeverhaus um Rang fünf. An der Spitze hatte Flynt Schuring einen Vorsprung von 1,360 Sekunden herausgefahren. Sam Jonejan erhielt eine Penaltylap wegen Anschubsens von Nick Ho. Sören Spreng auf Rang 26. war der schnellste ProAM Fahrer im Feld. Zu dem kämpfenden Duo auf Platz sechs hatten sich nun auch Matheus Ferreira und Chester Kieffer gesellt. Bei noch 18 Minuten hatte Theo Overhaus es endlich geschafft, den Niederländer niederzuringen.

Überall hatten sich Grüppchen gebildet in denen hart um jede Position gekämpft wurde. Niels Langefeld musste sich harten Attacken gegenüber von Gustav Burton erwehren. Hier ging es um die zehnte Position. Dahinter versuchte Dirk Schouten näher an das Duo heranzukommen, gefolgt von Louis Perrot. Die ersten drei hatten sich vom übrigen Feld abgesetzt. Bei Halbzeit des Rennens war der Vorsprung des Pole Setters ein wenig geschrumpft. Marcus Amand war bis auf 1,022 Sekunden herangekommen. Rundenlang dauerte der Kampf zwischen Niels Langefeld und Gustav Burton an. Der Niederländer hatte etwas das Heck verloren und sofort konnte der Brite vorbeiziehen.

Zur gleichen Zeit hatte es auf Platz zwei einen Wechsel gegeben und zwar war Keagan Masters an Marcus Amand vorbei gegangen. Rey King erhielt ebenfalls eine Penaltylap. Flynt Schuring an der Spitze hatte nun nichts mehr zu lachen, denn Keagan Masters war mit 0,936 Sekunden an ihm dran. Zwischenzeitlich hatte die Rennleitung angeordnet, dass sich Gustav Burton wieder hinter Niels Langefeld zurückfallen musste, weil er bei der Überholung Niels Langefeld einen leichten Schubser erteilt hatte. Eine Penaltylap musste Gustav Burton absitzen wegen track limits. Joseph Warhurst auf Rang fünf fahrend hatte nach vorne und hinten genug Luft.

Nachdem Gustav Burton seine Strafe abgesessen hatte, musste er sich auf Rang dreizehn wieder einreihen. In der Schlussphase war Chester Kieffer von der Strecke abgekommen und musste durch den Kies. Danach lag er nur noch auf Platz 16. Er war trotzdem noch der Führende in der Rookie-Wertung. Wenig später traf Caleb Sumich Montego Maassen. Dieser rutschte raus und mit ins Aus ging auch noch Dylan Yiop. Dieser schlug dann in die Streckenbegrenzung ein. Sofort wurde das Safety Car herausgeschickt. Montego Maassen musste einige Meter weiter sein Fahrzeug neben der Strecke abstellen.

Im nachhinein konnte er seinen Porsche dann in den Notausgang bringen. Das Rennen ging unter Safety Car in die letzte Runde. Flynt Schuring gewann das Rennen vor Keagan Masters und Marcus Amand. Theo Oeverhaus sah die Zielflagge als Sechster. Chester Kieffer war der beste Rookie im Feld auf Rang 16. Sören Spreng als schnellster ProAM Fahrer beendete das Rennen auf Rang 24.Der Vorfall mit Dylan Yip wird nach dem Rennen bearbeitet. Alexandra Vateva beendete auf Rang 21 das Rennen.

Keagan Masters führt die Tabelle mit 76 Punkten an vor Alexander Tauscher mit 65 und The Oeverhaus mit 60 Punkten. Montego Maassen liegt in der Rookie-Wertung mit 64 Zähler auf Platz eins, gefolgt von Gustav Bergström mit 63 und Sam Jongejan mit 59 Zähler. In der ProAM-Wertung führt Sören Spreng mit 88 Punkten. Platz zwei und drei nehmen Michael Essmann mit 76 und Samer Shahin mit 70 Punkten ein. Proton Competition hat in der Team-Wertung mit 136 Zähler die Nase vorne. Dahinter liegen Target mit 88 und Team GP Elite mit 70 Zähler.

Flynt Schuring (Schumacher CLRT): „Mit meinem Sieg bin ich mega happy. Die ersten drei Rennen waren sehr schwierig für mich, aber jetzt hoffe ich auf weitere Erfolge.“

Keagan Masters (Proton Competition): „Wir hatten als Team Proton Competition ein starkes Rennwochenende. Auch für mich persönlich lief es mit der Gesamtführung sehr gut.“