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Corvette-Piloten ganz oben auf dem Stockel

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Auf geht’s in die Steiermark! Die Deutsche GT-Meisterschaft bestreitet vom 11. bis 13. Juni auf dem Red Bull Ring in Österreich ihren zweiten Saisonlauf. Der Red Bull Ring mit seinem einzigartigen Alpenpanorama ist eine der beliebtesten Strecken des ADAC GT Masters. Der 4,318 Kilometer lange Kurs ist auch der schnellste im Kalender und favorisiert Fahrzeuge mit einem hohen Topspeed.

Als Tabellenführer des ADAC GT Masters reisen zwei Porsche Piloten zum schnellsten Kurs im Kalender. Titelverteidiger Michael Ammermüller und Werksfahrer Mathieu Jaminet (beide SSR Performance) haben auf ihrem Meisterschaftskonto 37 Punkte. Der Red Bull Ring favorisiert jedoch auch die Tabellenzweiten, Vorjahressieger Nick Yelloly und BMW-Werksfahrer Kollege Jesse Krohn (beide Schubert Motorsport). Sie liegen mit nur vier Zählern Rückstand auf Rang zwei, gefolgt von Maximilian Buhk/Raffaele Marciello (HTP Winward Racing) mit 28 Punkten.

Gleich sieben Österreicher wollen am kommenden Wochenende vor heimischem Publikum glänzen. Porsche-Werksfahrer Thomas Preining (Küs Team Bernhard), Klaus Bachler (Precote Herberth Motorsport) und Mick Wishofer (MRS GT-Racing), der führende in der Pirelli-Junior Wertung, pilotieren einen Porsche 911 GT3 R. Constantin Schöll startet in einem Mercedes AMG der Traditionsmannschaft Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing, Clemens Schmid für das unweit vom Red Bull Ring ansässige GRT Grasser Racing Team in einem Lamborghini Huracán GT3 Evo. Ein rein österreichisches Fahrerduo hat Yaco Racing mit Simon Reicher und Norbert Siedler qm Start. Sie steuern den Audi R8 LMS des Rennstalls, der ebenfalls mit österreichischer Lizenz antritt.

Nick Yelloly (Schubert Motorsport): „Nach dem starken Ergebnis im Vorjahr glaube ich, dass wir in diesem Jahr ein noch stärkeres Paket haben werden. Es ist das zweite Jahr im ADAC GT Masters, davon sollten wir profitieren. Das Ziel ist ganz klar, in beiden Rennen von dabei zu sein. In Oschersleben ist uns das schon geglückt. Der Red Bull Ring passt sehr gut zum BMW M6 GT3 und ich fahre dort auch sehr gerne.“

Klaus Bachler (Precote Herberth Motorsport): „Die Erwartungen für den Red Bull Ring sind groß. Wir waren in Oschersleben unter bestimmten Bedingungen schon extrem schnell und haben mit Platz sechs auch ein solides Ergebnis eingefahren. Jetzt soll es noch besser laufen. Wenn wir ein gutes Qualifying-Ergebnis schaffen, ist vieles möglich. Ich bin optimistisch und freue mich auf mein Heimrennen.


27 Fahrzeuge waren beim ersten freien Training am Freitagmorgen um 10.25 Uhr bei sommerlichen Temperaturen auf der Strecke. Nach einer Stunde waren Matthieu Jaminet/Michael Ammermüller (SSR Performance) mit einer Zeit von 1:29,451 Minuten und sieben gefahrenen Runden die Schnellsten im Feld. Hinter ihnen lagen Mirko Bortolotti/ Albert Costa Balboa (GRT Grasser Racing Team) und Franck Perera/Rolf Ineichen (ebenfalls GRT Grasser Racing Team). Die Zweit bzw. Drittplatzierten in der Meisterschaft mussten sich zunächst mit den Rängen 24 und 16 zufrieden geben. Die Schweizerin und einzige Dame im Feld Simona de Silvestro nahm mit ihrem Partner Klaus Bachler Platz 21 ein.


Das zweite freie Training musste am Freitagnachmittag unter die Räder genommen werden. Die Zeiten gegenüber vormittags wurden schneller. Bei noch elf Minuten verbleibender Zeit lagen Michael Ammermüller/Matthieu Jaminet erneut auf Rang eins, gefolgt von Franck Perera/Nick Yelloly. Die Tabellendritten lagen zunächst auf Platz vierzehn. Am Schluss hatten sich dann aber Maximilian Buhk/Raffaele Marciello mit einer Zeit von 1:29,435 Minuten gegenüber allen anderen in Szene gesetzt. Platz zwei und drei ging an Matthieu Jaminet/Michael Ammermüller und Mick Wishofer/Maximilian Hackländer (MRS GT-Racing). Jesse Krohn/Nick Yelloly waren auf Rang fünf zurück gefallen. Hingegen konnten sich Klaus Bachler/Simona De Silvestro enorm verbessern, denn sie waren auf Platz sechs nach vorne gefahren.

Raffaele Marciello (HTP Winward Racing): „Eigentlich läuft es gar nicht so gut. Wir tun uns noch etwas schwer gegen Porsche, Lamborghini und Audi. Ich bin meine Bestzeit mit neuen Reifen gefahren. Wo wir wirklich stehen, sehen wir morgen im Qualifying. Ich hoffe, dass ich in die Top 5 fahren kann.”


Am Samstagmorgen von 9.05 Uhr bis 9.25 Uhr wurde es ernst, denn nun mussten die Protagonisten ihre Startaufstellung für den ersten Lauf am Samstagmittag ausfahren. Die Positionen wechselten immer wieder. Gegenüber gestern wurden die Zeiten diesmal schneller. Nach diesen zwanzig Minuten hatten sich Mirko Bortolotti/Albert Costa Balboa mit ihrem Lamborghini Huracan nach neun absolvierten Runden mit einer Zeit von 1:28,773 Minuten die Pole-Position gesichert. Hinter ihnen werden Nick Yelloly/Jesse Krohn und Raffaele Marciello/Maximilian Buhk ins Rennen gehen.

Die Tabellenführer mussten sich mit dem vierten Startplatz zufrieden geben. Simona De Silvestro wird mit ihrem Partner Klaus Bachler aus der dreizehnten Startreihe starten. Jannes Fittje/Dennis Olsen (Küs Team Bernhard) konnten ihr Qualifying nicht zu Ende fahren, denn sie waren Eingangs Start und Ziel von der Strecke abgekommen und mussten dann im nach hinein auf dem Abschleppwagen ins Fahrerlager zurück gebracht werden.


Nach der Einführungsrunde fand der fliegende Start am Samstagmittag ohne Probleme statt und Nick Yelloly/Jesse Krohn konnten die Führung direkt übernehmen. Die Pole-Setter nahmen Rang zwei ein vor Michael Ammermüller/Matthieu Jaminet. Überall im Feld wurden bereits harte Fights ausgetragen. Nach der ersten Runde führten die BMW-Piloten mit einem Vorsprung von 1,438 Sekunden vor den Pole-Settern und den Tabellenführern. In Turn drei waren sich in der zweiten Runde Florian Spengler/Markus Winkelhock und Simona de Silvestro/Klaus Bachler nicht ganz einig, mit der Folge, dass der Audi mitten auf der Fahrbahn stehen blieb. Sofort wurde das Safety Car hinausgeschickt.

Nach drei Runden wurde das Rennen wieder frei gegeben und die Führenden konnten sich gegenüber allen anderen behaupten und versuchten sich auch direkt wieder mit einigen Wagenlängen abzusetzen. Nach vier gefahrenen Runden kamen die Führenden bereits in die Box. Zuvor waren sie ein wenig zu weit raus gekommen und danach konnte eine ganze Meute von Piloten an ihnen vorbeiziehen. Raffaele Marciello/Maximilian Buhk hatten unterdessen die Führung übernommen. Zwischenzeitlich wurden Hugo Sasse/Maximilian Paul von einem anderen Kontrahenten umgedreht und fuhren danach auf Rang 24 weiter. Hendrik Still/Constantin Schöll waren zu dieser Zeit auch in die Box gekommen.

Jeffrey Schmidt/Marvin Kirchhöfer hatten nach acht absolvierten Runden bereits drei Plätze gut gemacht und waren auf Rang sechs unterwegs. Zur gleichen Zweit waren Simon Reicher/Norbert Siedler nach einem harten Kampf mit mehreren Fahrzeugen mit einem Reifenschaden hinten rechts unterwegs. Um Rang vier ging es zwischen Mirko Bortolotti/Albert Costa Balboa und David Jahn/Marco Holzer mächtig zur Sache. Im nach hinein musste sich der Porsche geschlagen geben und ließ den Lamborghini Huracan ziehen. Sebastian Asch/Daniel Keilwitz auf Rang 20 erhielten von der Rennleitung eine Durchfahrtsstrafe wegen pushing another car. Diese traten sie dann nach dreizehn Runden an.

Auf der Start und Zielgeraden setzten sich Mirko Bortolotti/Albert Costa Balbo neben Thomas Preining/Christian Engelhart. Hier ging es um die dritte Position. Die beiden tauschten dann auch öfters die Position, doch am Ende konnten sich die Porsche-Piloten dann doch durchsetzen und verteidigten ihren dritten Rang souverän. Durch dieses Gerangel konnten David Jahn/Marco Holzer und Jeffrey Schmidt/Marvin Kirchhöfer näher heran kommen. Nach 16 Runden kamen die ersten zu ihrem Fahrerwechsel herein. Damit geriet die Reihenfolge erst einmal durcheinander. Elia Erhart/Pierre Kaffer hatten einen Platz verloren, nachdem man zuvor von der Strecke abgeflogen war. Die Führenden hatten sich schon mit 3,359 Sekunden vom übrigen Feld abgesetzt.

Die Tabellenführer kamen nach 19 Runden zu ihrem Pflichtboxenstopp herein. Eine Runde später kam auch die führende gelbe Mamba herein. Denn sie liefen zu dieser Zeit auf ein Paket von mehreren Fahrzeugen auf, die bereits in der Box waren. Als die gelbe Mamba wieder hinaus auf die Strecke ging, kamen sie direkt vor Matthieu Jaminet/Michael Ammermüller wieder hinaus. Die beiden Führenden fuhren stellenweise neben einander und ließen sich auch in den Kurven immer genug Luft. Aber am Ende konnten sich die Porsche-Piloten gegenüber der gelben Mamba durchsetzen und führten das Feld an. Nachdem alle Boxenstopps vollzogen waren führten Matthieu Jaminet/Michael Ammermüller mit 1,110 Sekunden vor Maximilian Buhk/Raffaele Marciello und Albert Costa Balboa/Mirko Bortolotti. Um Rang elf ging es zwischen Christopher Mies/Ricardo Feller und Maro Engel/Luca Stolz mächtig zur Sache. Dazu gesellten sich auch noch Patric Niederhauser/Jusuf Owega.

Die führenden Porsche-Piloten konnten ihren Vorsprung Runde um Runde weiter ausbauen. Maximilian Buhk/Raffaele Marciello auf Platz zwei hatten alle Hände voll zu tun sich die Pole-Setter und Marvin Kirchhöfer/Jeffrrey Schmidt vom Hals zu halten. In der 29. Runde verlor die gelbe Mamba gleich zwei Plätze, denn die Lamborghini Huracan-Piloten und auch die Porsche-Fahrer konnten vorbei ziehen. Diese beiden Fahrzeuge konnten sich nach einer Runde schon mit mehr als einer Sekunde von der gelben Mamba absetzen. Wenig später kamen vier Fahrzeuge immer näher an Maximilian Buhk/Raffaele Marciello heran. Von alledem bekamen Matthieu Jaminet/Michael Ammermüller nichts mit, denn sie waren mit 7,219 Sekunden auf und davon gefahren.

Nach 33 Runden kam das Safety Car heraus, weil auf der Start und Zielgeraden ein Stück von einer Stoßstange lag. Marvin Kirchhöfer/Jeffrey Schmidt hatten sich kurz zuvor Maximilian Buhk/Raffaele Marciello geschnappt und waren auf den letzten Platz auf dem Stockel vorgefahren. Damit waren alle herausgefahrenen Vorsprünge futsch. Nach 36 Runden wurde das Rennen wieder frei gegeben. Es stand noch eine Minuten und 51 Sekunden auf der Uhr. Das Hauen und Stechen ging jetzt wieder von vorne los. Maximilian Buhk/Raffaele Marciello mussten absolute Kampflinie fahren, denn Dries Vanthoor/Dennis Lind setzten sie immer mehr unter Druck. Diese hatten noch Marco Holzer/David Jahn im Schlepptau.

Das gesamte Feld lag sehr dicht zusammen. Nach 39 Runden holten sich Matthieu Jaminet/Michael Ammermüller mit einem Vorsprung von 1,092 Sekunden den Sieg. Platz zwei und drei auf dem Stockel nahmen Albert Costa Balboa/Mirko Bortolotti und Marvin Kirchhöfer/Jeffrey Schmidt ein. Maximilian Buhk/Raffaele Marciello sahen das Ziel auf Rang vier. Als bester Trophy-Pilot sah Franck Perera mit seinem Teamkollegen Rolf Ineichen die Ziellinie. Schnellster Junior-Fahrer im Feld war Dennis Marschall mit seinem Partner Kim-Luis Schramm auf Platz acht.

Michael Ammermüller (SSR Performance, Gesamtplatz 1): „Das Team hat einen guten Job gemacht und durch die solide Platzierung im Qualifying mit Platz drei konnte ich gut durch den ersten Stint kommen. Beim Restart nach dem ersten Safety-Car-Einsatz ging es noch mal eng her, aber ich konnte mit dem Auto einen kleinen Vorsprung bis zum Boxenstoppfenster herausfahren. Mathieu hat heute sehr gut performt und wir freuen uns über den Sieg.“

Mirko Bortolotti (GRT Grasser Racing Team, Gesamtplatz 2): „Durch die Strafe aus Oschersleben haben wir im Qualifying heute versucht, alles zu geben, und waren froh über die Pole, trotz der Versetzung nach hinten. Im Rennen haben wir versucht, so gut wie möglich nach vorne zu kommen und uns aus den heiklen Situationen rauszuhalten. Albert ist auch eine

Marvin Kirchhöfer (Callaway Competition, Gesamtplatz 3): „Ich hatte einige spannende Kämpfe, vor allem mit Maxi Buhk und Albert Costa Balboa. Als Albert an Maxi vorbeiging, habe ich es auch probiert. Wir haben uns in Turn 9 leicht berührt und ich musste die Lenkung aufmachen. Daher habe ich dann die Tracklimits nicht beachtet. Ich musste ihn dann wieder vorbeilassen, bin aber danach erneut vorbeigekommen. Leider hat mich das Zeit gekostet, denn ich war schon am Lamborghini dran. Ich weiß nicht, ob es für Platz zwei gereicht hätte, aber ich bin mit dem Podium zufrieden.“

Rolf Ineichen (GRT Grasser Racing Team, Gesamtplatz 7, Sieger Pirelli-Trophy-Wertung): „Das ist für uns bisher ein sehr erfolgreiches Rennwochenende. Es ist sehr wichtig für die ganze Mannschaft, denn es ist das Heimspiel vom GRT Grasser Racing Team. Wir hatten ein gutes Qualifying. Das Team hat uns ein gutes Auto hingestellt. Ich habe leider den Start nicht ganz ideal erwischt, aber danach sind wir ein sauberes Rennen gefahren. Ich war schneller als der WRT-Audi vor mir, aber es ist nicht einfach, ohne großes Risiko hier vorbeizukommen. Franck ist einen super Stint gefahren und hat kurz vor dem Ziel noch Dennis Marschall überholt und wir sind als Siebte ins Ziel gekommen. Für uns eine super Leistung. Morgen greifen wir noch mal an und können ja vielleicht noch mal nachlegen.“

Dennis Marschall (Rutronik Racing by Tece, Gesamtrang 8 und Sieger Pirelli-Junior-Wertung): „Für uns lief das Rennen nahezu nach Plan. Wir wollten uns aus allem raushalten und sind von P10 auf P8 gesamt und P1 in der Pirelli-Junior-Wertung gefahren. Unsere stärkste Phase hatten wir zur Mitte des Rennens während des Boxenstoppfensters, wo wir einiges gutmachen konnten. Am Ende hatten wir etwas Probleme und haben noch einen Platz an einen Lamborghini verloren. Platz acht war am Ende das Maximum. Wir werden jetzt das Rennen analysieren. Wir hoffen, dass wir morgen vielleicht sogar ein Top-fünf-Resultat im Qualifying schaffen.“


Ihre zweite Startaufstellung an diesem Wochenende nahmen die Pilotinnen und Piloten am Sonntagmorgen bei strahlendem Sonnenschein in Angriff. Gegenüber dem ersten Zeittraining wurden die Zweiten nicht schneller. Die Pole-Position hatten sich Dennis Marschall/Kim-Luis Schramm (Rutronik Racing by TECE) nach sieben gefahrenen Runden mit einer Zeit von 1:28,842 Minuten geholt. Startplatz zwei und drei nahmen Marvin Kirchhöfer/Jeffrey Schmidt und Dries Vanthoor/Dennis Lind (Team WRT) ein. Von Startposition fünf aus werden die Tabellenführer ins Rennen gehen, gefolgt von Albert Costa Balboa/Mirko Bortolotti und Jesse Krohn/Nick Yelloly, die Zweit bzw. Drittplatzierten in der Meisterschaft. Klaus Bachler/Simona De Silvestro stehen in der fünften Startreihe.

Dennis Marschall (Rutronik Racing by TECE): „Das Qualifying lief praktisch perfekt. Wir haben nicht mit der Pole-Position gerechnet. Wir hatten P5, P6 oder P7 erwartet, aber nicht P1. Umso glücklicher sind wir natürlich jetzt. Man hat die Freude in der Box gesehen. Wir haben das Auto seit gestern noch mal etwas verändert und das hat sich ausgezahlt. Unser Ziel ist das Podium. Uns fehlt etwas Topspeed im Vergleich zur Corvette, dafür sind wir in den anderen Sektoren sehr stark. Wir geben alles.“


Bei schönstem Sommerwetter nahmen die Protagonisten ihr zweites Rennen an diesem Wochenende unter die Räder. Auch dieser fliegende Start funktionierte nach der Einführungsrunde ohne weiteres. Die Pole-Setter konnten ihre Position behaupten, tauschten mit der Corvette zuvor etwas den Lack aus. Nach ein paar Metern hatten Marvin Kirchhöfer/Jeffrey Schmidt die Führung übernommen vor Dennis Marschall/Kim-Luis Schramm und Franck Perera/Rolf Ineichern. Zuvor war es zu einer Kettenreaktion gekommen und zwar hatten Christopher Haase/Luca-Sandro Trefz von den Piloten Markus Winkelhock/Florian Spengler einen Schubser erhalten, trafen dann Maro Engel/Luca Stolz. Die waren danach von der Strecke geflogen und heftigst in die Leitschienen geknallt.

Die Rennleitung unterbrach das Rennen mit der roten Flagge, da die Leitschienen erst repariert werden mussten. Ron Dobmeier führte unterdessen das Feld auf die Start und Zielgeraden wo man sich dann zum Re-Start wieder aufstellte. Nach einiger Zeit hatte man dann den Mercedes von Constantin Schöll/Hendrik Still wieder aus der Startaufstellung heraus genommen und in die Box zurück gebracht. Denn auch dieses Fahrzeug war vorne rechts arg beschädigt. Tim Zimmermann/Max Hofer waren unterdessen auch in die Box gekommen. Der Re-Start erfolgte dann um 14.13 Uhr und ging zu Gunsten der Corvette-Piloten aus. Wie an der Perlenschnur aufgezogen ging es zunächst hintereinander her. An der Spitze hatten sich Marvin Kirchhöfer/Jeffrey Schmidt mit 0,972 Sekunden auf und davon gemacht.

Um Platz dreizehn war ein harter Kampf entstanden zwischen Daniel Keilwitz/Sebastian Asch, Jules Gounon/Igor Walilko und Marco Holzer/David Jahn. Zur gleichen Zweit klopfte die gelbe Mamba ganz leicht bei Jesse Krohn/Nick Yelloly an. Hier ging es um Platz acht. Das Safety Car musste erneut herauskommen, weil sich Elia Erhart/Pierre Kaffer im Kiesbett eingegraben hatten. Nach neun Runden wurde das Rennen wieder neutralisiert und die Corvette-Piloten behaupteten ihre Führung. Christopher Mies/Ricardo Feller waren an Maximilian Buhk/Raffaele Marciello vorbeigegangen. Genauso hatten auch Jules Gounon/Igor Walilko einen Platz gut gemacht. Dries Vanthoor/Dennis Lind und Klaus Bachler/Simona de Silvestro tauschten in der dreizehnten Runde etwas den Lack aus.

Hier ging es um die sechste Position. Wenig später wurden die Porsche-Piloten hinaus gedrückt und hatten sich danach im Kiesbett eingegraben. Damit musste Ron Dobmeier wieder ins Lenkrad greifen und das Feld einfangen, damit der Porsche in aller Ruhe geborgen werden konnte. Auch bei der dritten Freigabe des Rennens behielten Marvin Kirchhöfer/Jeffrey Schmidt die Oberhand. Nach 16 Runden öffnete das Boxenzeitfenster und die ersten vier Fahrzeuge kamen zu ihrem Pflichtboxenstopp herein. Auf Rang fünf liegend waren Albert Costa Balboa/Mirko Bortolotti auf Abwegen unterwegs. Zu dieser Zeit hatten Dries Vanthoor/Dennis Lind eine Durchfahrtsstrafe erhalten wegen pushing another car. Auch Robert Renauer/Sven Müller erhielten eine Durchfahrtsstrafe wegen des gleichen Vergehens.

Die Führenden hatten sich mit 1,485 Sekunden vom übrigen Feld abgesetzt. Dahinter hatten Dennis Marschall Kim-Luis Schramm alle Hände voll zu tun sich Franck Perera/Rolf Ineichen vom Hals zu halten. Da diese beiden sich rundenlang behackten konnten die Tabellenführer näher heran kommen. Beim nächsten Umlauf kamen dann Franck Perea/Rolf Ineichen und Mathieu Jaminet/Michael Ammermüller zeitgleich in die Box. Die Lamborghini-Piloten konnten vor den Porsche-Fahrern die Boxengasse verlassen. Die Führenden und auch Dennis Marschall/Kim-Luis Schramm kamen zeitgleich nach 23 Runden herein. Nachdem alle ihren Pflichtboxenstopp absolviert hatten und die Reihenfolge wieder hergestellt war, führten wieder Jeffrey Schmidt/Marvin Kirchhöfer vor Kim-Luis Schramm/Dennis Marschall und Igor Walilko/Jules Gounon.

Auf Platz vier und fünf fuhren Nick Yelolly/Jesse Krohn und Michael Ammermüller/Mathieu Jaminet. Mirko Bortolotti/Albert Costa Balboa auf Rang sechs hatte sich gegenüber seinen Verfolgern Luft verschafft. Die Drittplatzierten in der Meisterschaft Raffaele Marciello/Maximilian Buhk befanden sich auf Rang acht. Der Kampf um Platz zwei dauerte rundenlang an. Mirko Bortolotti/Albert Costa Balbo hatten sich Michael Ammermüller/Mathieu Jaminet zu Recht gelegt und machten dann kurzen Prozess und gingen vorbei. Hier ging es um Rang fünf. Bei noch fünf Minuten zu fahrender Zeit wurde das Feld erneut von Ron Dobmeier eingefangen, weil Sebastian Asch/Daniel Keilwitz neben der Strecke standen. Zuvor hatten sie sich mit Hugo Sasse/Maximilian Paul angelegt.

Als noch eine Minute und 24 Sekunden auf der Uhr standen, wurde das Rennen wieder frei gegeben. Zu dieser Zeit erhielten Thomas Preining/Christian Engelhart eine Durchfahrtsstrafe wegen Nichtvermeidens einer Kollision. An der Spitze hatten sich Jeffrey Schmidt/Marvin Kirchhöfer und Kim-Luis Schramm/Dennis Marschall vom übrigen Feld abgesetzt. Dahinter ging das Hauen und Stechen los. Nick Yelloy/Jesse Krohn hatten sich auch von der hetzenden Meute befreien können. Nach 37 Runden holten sich Jeffrey Schmidt/Marvin Kirchhöfer den Sieg vor Kim-Luis Schramm/Dennis Marschall und Nick Yelloly/Jesse Krohn. Die Tabellenführer sahen das Ziel auf Rang sechs. Die neuen Zweitplatzierten in der Meisterschaft Mirko Bortolotti/Albert Costa Balboa wurden als Vierte abgewunken.

In der Meisterschaft führen weiterhin Mathieu Jaminet/Michael Ammermüller mit 72 Punkten vor Mirko Bortolotti/Albert Costa Balboa mit 56 und Nick Yelloly/Jesse Krohn mit 51 Punkten. Kim-Luis Schramm/Dennis Marschall liegen in der Junior-Wertung mit 105 Zähler auf Rang eins, gefolgt von Ricardo Feller mit 81 und Igor Walilko mit 62 Zähler. In der Trophy-Wertung hat Rolf Ineichen mit 70 Punkten das Sagen vor Florian Spengler mit 67,50 und Elia Erhart mit 55 Punkten. SSR Performance hat in der Teamwertung mit 70 Zählern die Nase vorne. Dahinter liegen GRT Grasser Racing Team mit 56 und Schubert Motorsport mit 49 Zähler.

Jeffrey Schmidt (Callaway Competition,) Gesamtplatz 1: „Hier zu gewinnen ist sehr schwer, wir konnten uns keine Fehler erlauben. Wir haben alles gegeben und sind sehr froh über den Sieg. Am Start konnten wir uns gut aus dem Chaos raushalten und nach den Restarts sind wir gut weggekommen. Ich freue mich schon auf Zandvoort.“

Dennis Marschall (Rutronik Racing by TECE), Gesamtplatz 2 und Sieger Pirelli-Junior-Wertung: „Die Pole heute Morgen war sehr überraschend, das Team hat uns ein echt gutes Auto hingestellt. Beim Start haben wir leider einige Meter zur Corvette verloren, aber während des Rennens konnten wir die Pace gut halten. Das Safety-Car hat uns leider nicht so geholfen, da wir hauptsächlich versuchen wollten, den Abstand zu den Fahrzeugen hinter uns zu vergrößern.“

Nick Yelloly (Schubert Motorsport, Gesamtplatz 3: „Ich wusste, wenn ich heute die Chance bekomme, fahre ich aufs Podium. Nach dem unglücklichen Rennen gestern freue ich mich umso mehr über das Ergebnis heute. Jesse hat erfolgreich Positionen gutgemacht und wir konnten das Auto nach dem Kampf in der Schlussphase noch auf Platz drei ins Ziel bringen.“

Rolf Ineichen (GRT Grasser Racing Team), Gesamtplatz 5 und Sieger Pirelli-Trophy-Wertung: „Es war ein erfolgreiches Wochenende für uns. Mit Platz sieben gestern und Platz fünf heute können wir zufrieden sein. Franck hatte einen guten Start und ist gleich auf Platz drei gefahren. Beim Boxenstopp haben wir keine Fehler gemacht und sind wieder auf drei rausgekommen. Ich habe dann eigentlich das ganze Rennen über Druck machen können auf den Audi vor mir. Am Ende war das Safety-Car für uns etwas unglücklich. Denn den starken BMW konnten wir beim Restart nicht hinter uns halten. Da hatten wir kein Mittel gegen, vor allem nicht, als unsere Reifen abkühlten. Auf der einen Seite ist es schade, dass wir das Podium verpasst haben, aber auf der anderen Seite hat das Team am ganzen Wochenende einen mega Job gemacht. Vielen Dank dafür!”

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