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Reifenwahl entschied über Sieg oder Niederlage - Rennen 2

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Als die Fahrerinnen und Fahrer sich in die Startaufstellung begaben fing es heftig an zu regnen. Aus Sicherheitsgründen wurden zwei Einführungsrunden gefahren. Keiner von ihnen ist bis jetzt auf Regenreifen gefahren. Die Pole-Setter konnten ihre Position behaupten und kamen auch gut durch die erste Kurve. Dort touchierten Markus Winkelhock/Florian Spengler den Lamborghini von Franck Pereira/Rolf Ineichen. Letztere landeten dann im Kies und hatten sich dort eingegraben. Wenig später flogen Marvin Kirchhöfer/Jeffrey Schmid von der Strecke und nahmen dann auch noch Markus Winkelhock/Florian Spengler mit ins Aus. Die Audi-Piloten knallten dann in die Leitplanken und damit war für sie dort das Rennen bereits zu Ende.

Sofort kam das Safety Car heraus um die Havaristen in aller Ruhe bergen zu können. Es führten weiterhin die Pole-Setter vor Maro Engel/Luca Stolz. Es dauerte auch nicht lange und die Mercedes-Piloten hatten im nach hinein die Führung übernommen. Sie waren auf der Außenseite an den Pole-Setter vorbeigegangen. Im gesamten Feld wurde hart gefightet. Hier und da wurde auch schon mal der Lack ausgetauscht. Dries Vanthoor/Charles Weerts waren auf Platz vier zurückgefallen, nachdem sie sich zuvor mit einem Porsche angelegt hatten. Die Führenden konnten sich immer weiter absetzen. Auf Platz zwei und drei waren Mathieu Jaminet/Michael Ammermüller und Sven Müller/Robert Renauer unterwegs.

Marco Holzer/David Jahn hatten sich bereits von Rang 17 auf Platz zehn nach vorne gearbeitet. Zwischenzeitlich kam auch schon wieder die Sonne zum Vorschein. Rundenlang dauerte der Kampf zwischen Maximilian Buhk/Raffaele Marciello und Albert Costa Balboa/Mirko Bortolotti an. Letztere waren schon mit aufgeblendeten Scheinwerfern unterwegs. Bei noch 31 Minuten zu fahrender Zeit öffnete das Boxenzeitfenster und als Erste kamen Patric Niederhauser/Jusuf Owega und Steijn Schothorst /Tim Zimmermann zum Fahrerwechsel herein. Zur gleichen Zeit waren sich Maximilian Buhk/Raffaele Bortolotti und Albert Costa Balboa nicht ganz einig, mit dem Resultat, dass beide im Kiesbett landeten.

So nach und nach kamen dann auch die anderen Fahrzeuge zu ihrem Pflichtboxenstopp herein. Da die Strecke nun immer weiter abtrocknete ging einige mit Slicks hinaus. Bei noch zwanzig Minuten zu fahrender Zeit führten Luca Stolz/Maro Engel vor Michael Ammermüller/Mathieu Jaminet und Robert Renauer/Sven Müller. Kurze Zeit später konnten Michael Ammermüller/Mathieu Jaminet ruck zuck an Luca Stolz/Maro Engel vorbeigehen, denn sie waren auf Slicks unterwegs. Alle die mit Slicks unterwegs waren, machten Runde um Runde an Boden gut. Luca Stolz/Maro Engel mussten sehen, dass sie mit ihren Regenreifen ihren zweiten Platz verteidigen können. In der Schlussphase konnten sie ihre Platzierung aber nicht halten, denn auf Platz zwei und drei fuhren Igor Walilko/Jules Gounon und Nick Yelloly/Jesse Krohn.

Im nach hinein wurden Luca Stolz/Maro Engel zunächst bis auf Rang zehn durchgereicht, weil sie auf den falschen Reifen unterwegs waren. Einen Platzwechsel hatte es unterdessen auf Rang zwei gegeben und zwar hatten Nick Yelloly/Jesse Krohn Igor Walilko/Jules Gounon niedergerungen. Michael Ammermüller/Mathieu Jaminet bauten Runde um ihren Vorsprung immer weiter aus. In der letzten Minute mussten sich Igor Walilko/Jules Gounon Maximilian Hackländer/Mick Wishofer geschlagen geben. Unterdessen waren sich Hendrik Still/Constantin Schöll und Mike David Ortmann/Clemens Schmid nicht ganz einig. Beide drehten sich von der Strecke. Wobei der Lamborghini seine Fahrt sofort weiter fortsetzen konnte.

In der letzten Runde versuchten Ricardo Feller/Christopher Mies noch Igor Walilko/Jules Gounon niederzuringen. Im nach hinein konnten die Mercedes-Piloten ihren vierten Platz behaupten. Platz zwei und drei auf dem Treppchen nahmen Nick Yelloly/Jesse Krohn und Maximilian Hackländer/Mick Wishofer ein.

In der Meisterschaft führen Mathieu Jaminet/Michael Ammermüller mit 37 Punkten vor Nick Yelloly/Jesse Krohn mit 33 und Maximilian Buhk/Raffaele Marciello mit 28 Punkten. Mick Wishofer führt die Juniorwertung mit 51 Zähler an, gefolgt von Ricardo Feller mit 41 und Kim-Luis Schramm/Dennis Marschall mit 30 Zähler. Platz eins in der Trophy-Wertung nehmen Elia Erhart/Florian Spengler mit 37,5 Punkten ein. Platz zwei geht an Rolf Ineichen mit 20 Punkten. SSR Performance hat in der Teamwertung mit 34 Zähler die Nase vorne. Dahinter liegen Schubert Motorsport mit 33 und Montaplast by Land Motorsport mit Zähler.

Michael Ammermüller (SSR Performance), Gesamtplatz 1: „Erst die Pole-Position, dann der Sieg und die Tabellenführung. Nach dem nicht so idealen Samstag haben wir das Wochenende noch optimal abgeschlossen. Mathieu hat mit der Pole-Position den Grundstein für das Rennen gelegt. Durch den Wechsel auf Trockenreifen konnten wir uns dann eine solide Führung herausfahren. Das Team hat heute eine sehr gute Leistung abgeliefert und ich bin sehr zuversichtlich, dass wir auch am Red Bull Ring wieder vorne mitfahren werden.“

Mathieu Jaminet (SSR Performance), Gesamtplatz 1: „Nach den mäßigen Ergebnissen gestern konnten wir heute ein Top-Qualifying und ein sehr gutes Rennen abliefern. Es war ein Risiko, so früh auf Slicks zu wechseln, am Ende war es aber doch die richtige Entscheidung. Wir freuen uns, wieder zurück zu sein.“

Nick Yelloly (Schubert Motorsport), Gesamtplatz 2): „Das Rennen war heute sehr aufregend. Es war die richtige Entscheidung, auf Slicks zu wechseln, auch wenn es anfangs etwas rutschig war. Das Team und ich freuen uns sehr über das gute Ergebnis und wir hoffen, am Red Bull Ring auch wieder eine so gute Leistung zu zeigen.“



Jesse Krohn (Schubert Motorsport), Gesamtplatz 2: „Ich war zuerst überrascht, dass wir bei so starkem Regen nicht hinter dem Safety-Car gestartet sind. Dennoch wusste ich, dass, wenn wir die ersten Runden überstehen, ein gutes Ergebnis möglich ist. Ich bin zufrieden mit unserem Rennen.“

Mick Wishofer (MRS GT-Racing), Gesamtplatz 3: „Wir konnten an diesem Wochenende gute Fortschritte mit dem für das Team neuen Fahrzeug machen. Die Mannschaft und Max haben über das gesamte Wochenende einen super Job gemacht und wir sind über das gute Ergebnis sehr froh. Der Start im Regen war echt herausfordernd, aber wir fanden uns mit dem Porsche gut zurecht.“

Maximilian Hackländer (MRS GT-Racing), Gesamtplatz 3: „Die ersten Runden mit den frischen Slicks waren anfangs sehr schwierig. Als die Strecke immer weiter auftrocknete, war uns aber klar, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Der Porsche fährt sich sehr gut und ich blicke zuversichtlich auf das Rennen am Red Bull Ring.“

Elia Erhart (Rutronik Racing by Tece), Gesamtrang 19, Sieger Pirelli-Trophy-Wertung: „Mein Teamkollege Pierre Kaffer hatte einen guten Start. Er ist keine Risiken eingegangen, hat sich aus allem rausgehalten und mir das Auto als Elfter übergeben. Wir sind auf Regenreifen geblieben, was sich als falsche Wahl herausgestellt hat. Ich bin dann später noch mal reingekommen und habe auf Slicks gewechselt. Hätten wir den Wechsel zur Rennmitte gemacht, wäre viel mehr möglich gewesen. Wir haben aber viel gelernt und Potenzial gezeigt.“

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