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Antti Buri am Sonntag ganz oben auf dem Stockerl

Auf in die Berge! Das dritte Rennwochenende der ADAC TCR Germany steht vor der Tür. Vom 7. bis 9. Juni gibt die Tourenwagenserie des ADAC in den Bergen der Steiermark auf dem Red Bull Ring Vollgas. Es ist das Heimspiel für das Meisterteam HP Racing International mit den beiden Fahrern Harald Proczyk und Lukas Niedertscheider - zudem feiert WTCR-Champion Gabriele Tarquini aus Italien als Gaststarter im VIP-Auto des Hyundai Team Engstler sein Debüt in der ADAC TCR Germany. Als Tabellenführer reist Mike Halder (Team Honda ADAC Sachsen) mit 152 Zähler nach Österreicher, gefolgt von Max Hesse (Hyundai Team Engstler) mit 137 und Antti Buri (LMS Racing) mit 135 Zähler. In der Gesamtwertung liegt Harald Proczyk mit 115 Punkten auf Rang vier.


17 Fahrerinnen und Fahrer nahmen das erste freie Training am Freitagmorgen von 9.55 Uhr bis 10.15 Uhr unter die Räder. Diese Sitzung fand bei schönstem Sommerwetter statt. Nach der halben Stunde hatte sich Mike Halder mit sieben gefahrenen Runden und einer Zeit von 1:37,808 Minuten in Szene gesetzt. Hinter ihm lagen der Gaststarter Gabriele Tarquini und Bradley Burns (Team Pyro Motorsport). Max Hesse und Antti Buri, die in der Meisterschaft auf Platz zwei und drei liegen mussten sich zunächst mit den Rängen 16 und sieben zufrieden geben. Der Lokalmatador Harald Proczyk befand sich auf Rang fünf. Einzige Dame im Feld Michelle Halder (Profi-Car Team Halder) nahm Platz 15 ein. Steve Kirsch (IMC Motorsport) hatte an dieser Sitzung nicht teilgenommen.


Am zweiten freien Training, welches am Freitagnachmittag abgehalten wurde, waren wieder 17 Fahrerinnen und Fahrer dabei. Erneut war Steve Kirsch wieder nicht mit von der Partie. Die Zeiten wurden jetzt schneller als morgens. Diesmal hatte Mitchell Cheah (VW Team Oettinger) mit elf absolvierten Runden und einer Zeit von 1:37,707 Minuten das Sagen. Platz zwei und drei nahmen Sebastian Steibel (Steibel Motorsport) und Antti Buri ein. Mike Halder und Gabriele Tarquini lagen jetzt auf den Plätzen acht und sieben. Michelle Halder hatte sich um vier Ränge verbessern können. Max Hesse hingegen hatte keine gezeitete Runde zustande bekommen.


Am Samstagmorgen mussten die Fahrerinnen und Fahrer dann ihre beiden Qualifyings hinter sich bringen. Im ersten Zeittraining begeben sich alle hinaus. In diesen fünfundzwanzig Minuten kommen die schnellsten zwölf von ihnen weiter in Q2. Im ersten Zeittraining war Sebastian Steibel nach neun Runden mit einer Zeit von 1:37,236 Minuten der schnellste Mann im Feld, gefolgt von Julien Apotheloz (TOPCAR Sport) und Antti Buri. Mike Halder und Max Hesse nahmen die Ränge vierzehn und 15 ein. Damit waren sie in Q2 nicht mit von der Partie. Michelle Halder hatte sich auf Platz elf gefahren.


Nach einer Pause von fünf Minuten mussten die zwölf Schnellsten dann ins zweite Qualifying, um die endgültig Startaufstellung auszufahren. Wiederum konnte niemand an die Zeit von Sebastian Steibel herankommen. Er holte sich nach zwei Runden mit einer Zeit von 1:37,137 Minuten die Pole-Position. Hinter ihm werden Julien Apotheloz und Harald Proczyk ins Rennen gehen. Antti Buri und Michelle Halder stehen in der vierten und fünften Startreihe. Für Rennen zwei starten die zehn Schnellsten aus dem „Shoot Out“ in umgekehrter Reihenfolge.


Als letzte Serie nahm die TCR Germany ihren fünften Lauf am Samstagnachmittag unter die Räder. Nach der Einführungsrunde funktionierte der Start ohne weiteres. Sebastian Steibel konnte seinen ersten Platz nicht behaupten, denn Harald Proczyk war in der Mitte durchgeschlüpft und hatte die Führung übernommen. Gabriele Tarquini musste bereits sein Fahrzeug in der ersten Kurve abstellen. Zuvor hatte er eine Berührung mit Antti Buri und mit Theo Caicaud. Im gesamten Feld wurde hier und dort auch schon der Lack ausgetauscht. Das Rennen musste jetzt neutralisiert werden, denn der Havarist musste in aller Ruhe geborgen werden .Zu dieser Zeit führte Harald Proczyk vor Julien Apotheloz und Mitchell Cheah. Der Re-Start erfolgte nach drei Runden und ging zu Gunsten des Lokalmatadors aus.

Im gesamten Feld ging das Hauen und Stechen wieder von vorne los. Sebastian Steibel war auf Platz fünf zurückgefallen Mike Halder war unterdessen von der Strecke abgekommen und konnte danach dem Feld hinterher eilen. Nach einem Verbremser von Sebastian Steibel konnte Max Hesse an ihm vorbeigehen. In der fünften Runde hatte Bradley Burns Glück, dass er nachdem er bei einem Kontrahten aufgestiegen war, sich nicht ganz ausgehebelt hatte und auf dem Dach gelandet war. Nach dieser Aktion kam er dann an die Box und gab dort das Rennen früher auf als geplant. Die ersten vier konnten sich ein wenig vom übrigen Feld absetzen.Im gesamten Feld hatten sich Grüppchen gebildet, in denen hart gekämpft wurde.

Nach acht Runden kam Mike Halder in die Box. Er hatte einen Reifenschaden. Nach kurzer Zeit wurde er wieder auf die Reise geschickt. Um Platz zwei auf dem Stockel ging es mächtig zur Sache zwischen Julien Apotheloz und Mitchell Cheah. Letzterer schubste den Schweizer etwas rauh von der Strecke. Hiervon profitierte Antti Buri, der sich auf Platz drei fahren konnte. Der Schweizer hatte dadurch zwei Plätze eingebüßt. Max Hesse war auf Rang sechs unterwegs. Michele Halder lag auf Rang elf und versuchte Jan Seyffert zu attackieren. Eine Durchfahrtsstrafe wegen Überholens in der Safety Car Phase hatten Jan Seyffert, Bradley Burns und Dominik Fugel erhalten.

An der Spitze hatte sich in der Schlussphase Harald Proczyk mit 2,931 Sekunden absetzen können, da die hinter ihm fahrenden Kontrahenten sich immer wieder behackten. Zwischenzeitlich hatte sich Michelle Halder auf Platz acht nach vorne gefahren. In den letzten Runden hatte Mitchell Cheah alle Hände voll zu tun sich Antti Buri vom Hals zu halten. Antti Buri klopfte in der letzten Runde immer wieder bei dem Malaysia an. Mit einem Vorsprung von 1,756 Sekunden wurde Harald Proczyk nach 19 Runden als Sieger abgewunken, gefolgt Mitchell Cheah und Antti Buri. Mike Halder und Max Hesse beendeten das Rennen auf den Rängen elf und 15. Die einzige Dame im Feld überquerte die Ziellinie als Achte.

Harald Proczyk (Sieger, HP Racing International): "Das Rennen war perfekt für mich. Der Start war super, das war der Schlüssel. So wie der Schlüssel die letzten Male der schlechte Start war, war es heute der gute und das Glück, dass die hinten sich nicht ganz einig waren. Wenn die sich einig gewesen wären, wäre ich fällig gewesen. Es ist immer schön, Erster zu sein. Es freut mich für die Jungs, die Tag und Nacht arbeiten und für das Team. Deswegen machen wir es: Um zu gewinnen."

Mitchel Cheah (Zweiter und bester Junior, VW Team Oettinger): "Es war ein sehr, sehr hartes Rennen. Ich wollte unbedingt als bester Junior ins Ziel kommen und wichtige Punkte holen. Anttis Audi war schneller auf den Geraden, also musste ich mich hart verteidigen."

Antti Buri (Dritter, LMS Racing): "Ich hatte einen guten Start, aber zwei Jungs haben mich zu Beginn eingekesselt und ich musste meine Position stark verteidigen. Ich wollte ein paar Plätze gut machen, aber dann wurden die Jungs ein bisschen zu aggressiv. Ich war nicht glücklich darüber, aber am Ende habe ich Platz drei belegt, das sind gute Punkte."


Da die ersten zehn aus dem „Shoot Out“ in umgekehrter Reihenfolge starten, hatte Rene Kircher die Pole-Position beim sonntägigen Lauf inne, gefolgt von Michelle Halder und Dominik Fugel. Auch dieser Start klappte nach der Einführungsrunde ohne weiteres. Rene Kircher konnte seine Führungsposition nicht behaupten, denn Michelle Halder hatte direkt die Führung übernommen und führte die Meute in die erst Kurve. Überall wurde bereits hart gefightet. Bradley Burns war unterdessen etwas auf Abwegen unterwegs. Nach der ersten Runde führte Michelle Halder vor Rene Kircher und Antti Buri. Im Verlauf der zweiten Runde wurde der Druck von Rene Kircher auf die einzige Dame im Feld stärker. Es dauerte aber nicht lange, da waren Antti Buri und Mitchell Cheah an dem Pole-Setter vorbeigegangen.

Nach dieser Runde musste das Safety Car herauskommen, weil Dominik Fugel neben der Strecke stand. Zuvor hatte er von einem anderenKontrahenten einen Schubser erhalten. Der Gaststarter Gabriele Tarquini musste wegen technischer Probleme in die Box kommen. Etwas später hatte man ihn dann wieder auf die Reise geschickt. Nach vier Runden kam der Italiener dann aber erneut in die Box. Harald Proczyk hatte sich bereits auf Rang fünf gefahren. Der Re-Start erfolgte nach sechs Runden und ging zu Gunsten von Antti Buri aus, denn er war auf der besseren Innenbahn. Sofort ging das Hauen und Stechen wieder von vorne los. Mitchell Cheah hatte zwischenzeitlich auch Michelle Halder niedergerungen. Im nach hinein war die Dame bis auf Platz vier zurückgefallen. Harald Proczyk hatte sich bereits auf Rang drei gefahren.

Nach neun Runden erhielten Bradley Burns und Mitchell Cheah eine Durchfahrtsstrafe. Letzterer erhielt sie wegen Frühstarts. Mike Halder und Max Hesse lagen auf den Rängen fünf und sechs. Michelle Halder hatte eine Armada von fünf Fahrzeugen hinter sich. Max Hesse musste sich harten Attacken gegenüber Lukas Niedertscheider erwehren. Mike Halder hatte zwischenzeitlich Theo Caicaud niedergerungen. Bradley Burns hatte das Rennen nach acht Runden in der Box früher beendet als geplant. Mit einem Reifenschaden vorne rechts kam auch Maurits Sandberg in die Box gefahren. In der Schlussphase trat Mitchell Cheah seine Durchfahrtsstrafe an. Den zweiten Platz erbte nun Harald Proczyk. Gabriele Tarquini war unterdessen wieder mit von der Partie und lag auf Platz vierzehn.

Mike Halder war mit einer nicht mehr ganz befestigten Motorhaube unterwegs. An der Spitze bekam der Finne davon nichts mit, denn er hatte einen Vorsprung von 5,615 Sekunden herausgefahren. Mike Halder hatte alle Hände voll zu tun sich Julien Apotheloz in Schach zu halten. Wenig später ging der Schweizer vorbei, kam aber zu weit raus und sofort konnte Mike Halder wieder innen hinein stechen und seinen achten Platz zurückholen. Die ersten fünf fuhren alle mit einem gewissen Respektabstand hintereinander her. Antti Buri wurde nach 18 Runden als Sieger abgewunken vor Harald Proczyk und Rene Kircher. Mike Halder und Max Hesse überquerten die Ziellinie auf den Plätzen acht und fünf. Michelle Halder kam als Vierte ins Ziel.

In der Meisterschaft führt Antti Buri mit 207 Punkten vor Harald Proczyk mit 194 und Mike Halder mit 176 Punkten. Bradley Burns liegt in der Juniorwertung mit 33 Zähler auf Rang eins, gefolgt von Michelle Halder mit 31 und Rene Kircher mit 30 Zähler. HP Racing International hat in der Teamwertung mit 309 Punkten die Nase vorne. Dahinter liegen Hyundai Team Engstler mit 306 und Profi-Car Team Honda ADAC Sachsen mit 254 Punkten.

Antti Buri (Sieger, LMS Racing): "Es war natürlich ein tolles Rennen für uns! Samstag lief bereits gut, und am Sonntag jetzt haben wir nochmal einen draufgesetzt", sagte Buri, der seinen insgesamt achten Sieg in der ADAC TCR Germany feierte: "Das Auto hat sich super angefühlt, wir hatten keine Probleme, ich konnte das Rennen voll und ganz genießen. Die Strecke liegt Audi, und auch ich mag sie einfach gerne. Wir waren schon mit Cupra hier sehr schnell und mit Audi läuft es top."

Harald Proczyk (Zweiter, HP Racing International): "Es war insgesamt ein sehr erfolgreiches Wochenende für uns, obwohl die Strecke den Stärken des Hyundai nicht so sehr entgegenkommt. Anders aber als an den Wochenenden in Oschersleben und in Most hatten wir diesmal auch das nötige Rennglück. Ein Sieg und ein zweiter Platz - das hört sich super an."

René Kircher (Dritter und bester Junior, racing one): "Es ist perfekt, weil wir in Most und auch hier im Training ein paar Probleme mit dem Motor hatten. Wir haben jetzt endlich gefunden, woran es lag. Jetzt ist es umso schöner, auf dem Podium zu stehen. Es ist ein Hammergefühl, wirklich unbeschreiblich."

Antti Buri am Sonntag ganz oben auf dem Siegerpodest

Die ADAC TCR Germany geht vom 17. bis 19. Mai auf der Rennstrecke in Tschechien in ihre zweite Runde. Drei Wochen nach dem spannenden Saisonauftakt in Oschersleben dürfen sich die Fans auf der Rennstrecke nahe der deutschen Grenze wieder auf heißen Motorsport mit 350 PS starken Tourenwagen aus dem Hause Audi, Cupra, Honda, Hyundai, Opel und VW freuen.

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Amtierender Meister beendet beide Rennen auf dem Siegerpodest

Das lange Warten ist endlich vorbei, die ADAC TCR Germany startet mit Vollgas in ihre vierte Saison. Zwölf Teams mit Tourenwagen von sechs Marken fiebern dem Saisonauftakt in Oschersleben im Rhmen der ADAC GT Masters vom 26. bis 28. April entgegen. Dabei sind die Karten im Feld neu gemischt. Nicht nur Titelverteidiger Harald Proczyk (HP Racing International) hat das Fahrzeug gewechselt und startet im Hyundai, auch viele seiner härtesten Konkurrenten gehen mit einer neuen Marke ins Rennen.

Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr Harald Proczyk. Der Champion möchte seinen Titel erfolgreich verteidigen - doch die Konkurrenz ist stark. "Ich erwarte, dass es auch in diesem Jahr wieder sehr eng zugehen wird. Es ist ein sehr ausgeglichenes Feld", sagt Proczyk, der 2018 im Opel Astra TCR Champion geworden war und nun im Hyundai i30 N TCR erneut angreift: "Aber klar: Wir wollen auch in diesem Jahr vorne mitfahren. Dafür müssen wir vor allem konstant sein und Punkte sammeln - für was es dann reicht, werden wir sehen."

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