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NLS-Auftakt 2020: Ein Rennen für die Geschichtsbücher

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Der Saisonauftakt der Nürburgring Langstrecken-Serie glänzte nicht nur mit einem packenden Rennen und den strahlenden Sieger David Pittard und Mikkel Jensen im BMW M6 GT3 von Walkenhorst. Die 51. Adenauer ADAC Rundstrecken Trophy stand in vielerlei Hinsicht unter einem guten Stern. Die erste Motorsportveranstaltung in Deutschland nach dem Corona-Lockdown fand unter anspruchsvollen Auflagen statt, die es zu meistern galt. Dabei ging das Hygiene-Konzept der VLN – unter anderem mit einer großzügig dimensionierten Outdoor-Boxengasse im Fahrerlager – voll auf. Am Ende gab es bei den Teilnehmern und Organisatoren gleichermaßen zufriedene Gesichter. Nicht zuletzt, weil die vorhergesagten Unwetter ausblieben und stattdessen Sonne und blauer Himmel vorherrschten. Und auch die Fans blieben keineswegs auf der Strecke. Wenn auch nicht am Nürburgring vor Ort, verfolgten sie den Livestream im Internet.

„Mein größter Dank geht heute an die Fans, die unserer Bitte nachgekommen sind, zuhause zu bleiben und das Rennen im Livestream zu verfolgen“, sagt Christian Stephani, Geschäftsführer VLN VV GmbH & Co. KG. „Wir haben einen fantastischen Renntag hinter uns. Mit dem Wetter hatten wir zugegeben riesiges Glück. Der Rest war das Ergebnis der Kompromissbereitschaft unserer Teilnehmer und der unermüdlichen Arbeit des Organisationsteams rund um die Veranstaltung. Wir haben von allen Seiten viel Zuspruch erfahren und blicken nun mit Freude auf die bevorstehenden Rennen. Und – hier schließt sich der Kreis –hoffentlich bald auch wieder mit Fans an der Rennstrecke."

Ein positives Fazit zieht auch Michael Bork, Leiter Sport und Renndirektor der VLN: „Nach der Freigabe unserer Veranstaltung durch die Kreisverwaltung, standen die Telefone bei meinen Mitstreitern und mir kaum still. Wir haben viel Arbeit investiert, um das Auftaktrennen durchführen zu können. Die Bedingungen waren alles andere als einfach und natürlich sind uns hier und da auch Kleinigkeiten aufgefallen, die wir für die kommenden Rennen ändern möchten. Das Feedback unserer Teilnehmer war durchweg positiv und so muss man am Ende sagen, dass es eine rundum gelungene Veranstaltung gewesen ist. Aus Sicht der Rennleitung gab es keinerlei Probleme. Vor allem das Konzept mit der Boxengasse im Fahrerlager hat sehr gut funktioniert und war mit allen Rennfahrzeugen so umsetzbar.“



Sportlich setzten Patrick Assenheimer und Maro Engel im Mercedes-AMG GT3 des Mercedes-AMG Team HRT das erste Ausrufezeichen der Saison: Mit einer Rundenzeit von 7:59,191 Minuten sicherten sie sich die Pole-Position. Das Duo führte das Rennen auch zwölf Runden lang an und wurde in Führung liegend abgewinkt. Allerdings unterlief dem Team beim letzten Boxenstopp ein Fehler, so dass die Minimalzeit unterschritten wurde. Dafür erhielten Assenheimer und Engel eine 37-Sekunden-Strafe und mussten sich am Ende mit Platz zwei begnügen. „Es ist irgendwie schön, hier nach dem Rennen stehen zu können und sich über eine Zeitstrafe aufzuregen“, sagte Engel. „Weil, das bedeutet auch, dass alle Beteiligten hier einen Riesenjob gemacht haben und wir endlich wieder Rennen fahren konnte. Es war viel los heute um uns herum – viel Action. Ein sehr guter Einstand für das Team.“

Patrick Assenheimer, Mercedes-AMG Team HRT AutoArenA): „Ich hätte nie geglaubt, nach einem so genialen Nürburgring-Rennen einmal mit dem zweiten Platz nicht vollends zufrieden zu sein. Heute haben wir als gesamtes Team wirklich ein mega Rennen abgeliefert, mit großartigem Racing und am Ende kostet uns eine kleine Unachtsamkeit beim Boxenstopp den Sieg. Das ist natürlich schade, aber wir haben insgesamt eine starke Performance beim Renndebüt von HRT abgeliefert. Ein großes Dankeschön auch an alle Fans, die uns von zuhause aus unterstützt haben und vor allem an die zahlreichen Marshalls, die uns diese Rennen erst ermöglichen.“

Den Sieg erbten Pittard und Jensen, die im BMW M6 auf Platz zwei ins Ziel gekommen waren. Vor allem in der Startphase, in der die Strecke aufgrund von leichtem Nieselregen rutschig war, wuchs Pittard über sich hinaus, als er von Position fünf aus gestartet bis auf Rang zwei nach vorne sprintete. „Das erste Rennen in diesem Jahr und mein erster Sieg, was gibt es da noch groß zu sagen“, grinste er. „Es fühlte sich einfach großartig an, wieder im Rennwagen zu.“


Glück hatte auch das Mercedes-AMG Team GetSpeed. In der Schlussphase kämpften Fabian Schiller, Maximilian Buhk und Raffaele Marciello mit Michele Beretta und Kim Louis Schramm im Phoenix-Audi um den letzten Podestrang. Nur wenige Sekunden trennten beide eingangs der letzten Runde. Am Ende wurde Beratta in eine Kollision verwickelt und fiel bis auf Rang sieben zurück. Mit Platz drei konnte auch GetSpeed den ersten Podestrang der Saison feiern. „Ich bin schnell in einen guten Rhythmus gekommen“, sagt Schiller. „Mit Platz drei können wir sehr zufrieden sein. Schließlich bereiten wir uns gerade auch auf das 24h-Rennen im September vor und haben heute sehr viel Erfahrungen gesammelt. Wir haben noch Potenzial im Auto, so dass wir uns bei den nächsten Rennen steigern können.“


„Es war ein sehr erfreulicher Auftakt in die Nordschleifen-Saison“, fasste im Ziel zusammen. „Nach so langer Corona-Pause wieder im Mercedes-AMG GT3 zu sitzen, hat mir unendlich viel Spaß gemacht. Das Auto hat sich prima angefühlt, und in der GetSpeed-Truppe fühle ich mich sehr wohl. Mit meiner eigenen Leistung bin ich nicht hundertprozentig zufrieden, ich weiß, da ist noch Luft nach oben. Aber ich freue mich jetzt schon auf das zweite NLS-Rennen in zwei Wochen.“

Rang vier ging an Robin Frijns, René Rast und Nico Müller im Audi R8 LMS von Car Collection Motorsport. Philipp Eng und Nick Catsburg belegten im BMW M6 GT3 von ROWE Racing Platz fünf vor Julien Andlauer, Matt Campbell und Lars Kern im Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing. Das schnellste Pro-Am-Fahrzeug der GT3-Klasse war der Porsche 911 GT3 R von Frikadelli Racing mit den Klaus Abbelen, Lance David Arnold (Duisburg) und Alex Müller. Schnellstes Am-Team war racing one mit Christian Kohlhaas, Nicolaj Rogivue und Stephan Köhler im Ferrari 488 GT3.

Der Sieg in der Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing ging an Mühlner Motorsport mit den Fahrern Thorsten Jung, Moritz Kranz und Peter Terting. Erste Gewinner des BMW M240i Racing Cup sind Francesco Merlini, Sindre Setsaas, David Griessner und Yannick Fübrich vom Pixum CFN Team Adrenalin Motorsport. Im KTM X-Bow Cup powered by Michelin jubelten Stephan Brodmerkel, Hendrik Still und Michael Mönch von Teichmann Racing.


Michael Bohrer vom AMC Duisburg e. V. hatte mit dem AVIA Renault Clio RS mit Motorprobleme zu kämpfen, konnte dennoch mit seinen Teamkollegen Stephan Epp und Gerrit Holthaus das Rennen beenden und auf Platz zwei in der Klasse H2 die Ziellinie überqueren. In der Gesamtwertung der 132 Starter belegten sie Platz 78.

Michael Bohrer: Das war das Beste was wir aus der Situation machen konnten. Motorenprobleme mit 15 Minuten Schrauben in der Box und 25 km/h geringeren Topspeed über das ganze Rennen geht das Ergebnis in Ordnung. Zwischenzeitlich hatten wir überlegt, dass Auto abzustellen.



Auch, wenn das breiten Grinsen unter dem Mundschutz kaum zu erkennen war, hatte mathilda racing am vergangenen Samstag allen Grund zur Freude. Beim ersten Saisonlauf zur Nürburgring Langstrecken-Serie, der 51. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy, feierte der Kölner Rennstall mit dem Cupra TCR sowie den Fahrern Heiko Hammel und Matthias Wasel einen dominanten Sieg in der Pro-Kategorie der TCR-Klasse. Teamchef Michael Paatz und Youngster Timo Hochwind erreichten mit dem Volkswagen Scirocco R zudem einen sehr guten zweiten Platz in der mit 19 Teilnehmern am stärksten und damit am härtesten umkämpften VT2-Klasse.

Die ersten Tabellenführer der Saison 2020 sind Carsten Knechtges, Marcel Manheller und Janis Waldow, die im BMW 330i von Manheller Racing die mit 19 Fahrzeugen am stärksten besetzte Klasse VT2 für sich entschieden. Ein Fahrzeug weniger war in der Klasse V4 am Start. Die Sieger, Christopher Rink, Danny Brink und Philipp Leisen im BMW 325i des Pixum CFN Team Adrenalin Motorsport, belegen in der Tabelle Rang zwei.


Bereits in zwei Wochen geht es in der Nürburgring Langstrecken-Serie weiter. Auf dem Programm steht am 11. und 12. Juli die Doppelveranstaltung mit dem 60. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen am Samstag und dem 52. ADAC Barbarossapreis am Sonntag – jeweils über die Distanz von vier Stunden.

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