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22. Sieg für Gary Paffett in der DTM

Bei strahlendem Sonnenschein machten sich 17 Piloten am Sonntagmittag bereit ihr viertes Rennen hinter sich zu bringen. Rene Rast musste sich das Ganze aus der Zuschauerperspektive ansehen, denn sein Fahrzeug war zu sehr zerstört um dieses bis heute wieder aufzubauen. Nach der Einführungsrunde konnte Philipp Eng die Meute in die erste Kurve führen. Dort ging es mit Disziplin hindurch. Mike Rockenfeller hatte schon mächtig zu tun, sich Joel Eriksson hinter sich zu halten. Nico Müller und Paul di Resta fuhren Rad an Rad nebeneinander. Der Brite konnte sich aber durchsetzen und Platz dreizehn verteidigen. Nach der ersten Runde führte weiterhin der Österreicher vor Pascal Wehrlein und Gary Paffett. Jamie Green kam nach der ersten Runde bereits schon zum Boxenstopp herein.

Im Verlauf der dritten Runde ging es Ende Start und Ziel mächtig zwischen Philipp Eng und Pascal Wehrlein zur Sache. Lachender Dritter war hier Gary Paffett, denn er zog an dem Wiedereinsteiger vorbei und nahm jetzt Platz zwei ein. Beim nächsten Umlauf kassierte der Brite den führenden Österreicher und hatte danach die Führung übernommen. Der Mercedes-Mann setzte sich auch direkt mit einigen Wagenlängen ab. Wenig später wurde der Pole-Setter auch noch von Pascal Wehrlein niedergerungen. Marco Wittmann hatte zwischenzeitlich Platz vier eingenommen. Mike Rockenfeller verliert in der fünften Runde gleich vier Positionen. Danach war er nur noch auf Rang zehn unterwegs. Philipp Eng musste sich im nach hinein auch noch Marco Wittmann geschlagen geben. Damit war der letzte Platz auf dem Treppchen erst einmal futsch.

Der führende Brite hatte seinen Vorsprung auf 1,9 Sekunden ausgebaut. Joel Eriksson auf Platz fünf hatte alle Hände voll zu tun sich Edoardo Mortara vom Hals zu halten. Es dauerte nicht lange und er musste sich dem Sieger von gestern geschlagen geben. Nach sieben Runden absolvierte Mike Rockenfeller seinen Boxenstopp. Runde um Runde baute der Führende seinen Vorsprung immer weiter aus. Zwei Runden später kamen Nico Müller, Augusto Farfus und Paul di Resta zum Reifenwechsel herein. Edoardo Mortara legte sich eingangs Start und Ziel Joel Eriksson zu recht und zog vorbei. Lucas Auer und Timo Glock nutzten auch die Gunst der Chance und rangen den Rookie ebenfalls nieder.

Die Rennleitung entschied das Edoardo Mortara und Joel Eriksson die Plätze tauschen müssen wegen einer Aktion in Kurve eins. Dort soll der Schweizer den Schweden abgedrängt haben. Das Kuriose war nur, dass Edoardo Mortara bereits mehrere Plätze gut gemacht hatte. Als diese Sache erledigt war, kam Edoardo Mortara aufs Grüne und geriet ins Schlingern. Danach vollzog er dann seinen Boxenstopp. Bei noch 32 Minuten zu fahrender Zeit hatten neun Piloten ihren Stopp schon hinter sich gebracht. Die Reihenfolge geriet nun immer mehr durcheinander. Zwischenzeitlich hatte auch Gary Paffett neue Reifen aufgezogen. Danach war er auf Platz acht unterwegs.

Loic Duval und Bruno Spengler waren die letzten beiden die noch die Box aufsuchen mussten. Der Francokanadier kam nach 17 Runden herein. Nico Müller auf Platz elf hatte alle Hände voll zu tun sich fünf Fahrzeuge vom Hals zu halten. Joel Eriksson war der erste der Nico Müller niederringen konnte. Es dauerte nicht lange und Edoardo Mortara machte kurzen Prozess. Im nach hinein war Nico Müller dann bis auf Rang 16 zurückgereicht worden, denn es gingen noch Robin Frijns, Augusto Farfus und Bruno Spengler an ihm vorbei. Marco Wittmann kämpfte sich Runde um Runde an Gary Paffett heran. Timo Glock hatte sich Mike Rockenfeller zurecht gelegt und ging Ende Start und Ziel an dem Audi-Piloten vorbei.

Nachdem man Loic Duval 17 Minuten vor Schluss zum Reifenwechsel herein geholt hatte führte wieder Gary Paffett mit einem Vorsprung von 1,1 Sekunden vor Marco Wittmann und Pascal Wehrlein. Der Pole-Setter hatte nach 23 Runden Timo Glock nicht mehr halten können. Dieser zog vorbei und hatte sich damit auf Platz sechs gefahren. Paul di Resta und Jamie Green hatten alles richtig gemacht, denn sie waren von den Rängen 15 und 16 ins Rennen gegangen und hatten sich durch die richtige Taktik auf Platz vier und fünf nach vorne gespült. In den letzten zehn Minuten ging Timo Glock mit Überschuss an Jamie Green Ende Start und Ziel vorbei. Es dauerte nicht lange und der Brite musste sich auch noch Philipp Eng geschlagen eben.

Die ersten vier fuhren mit einem gewissen Respektabstand hintereinander her .Erst um Platz fünf wurde hart gefightet zwischen Timo Glock und Philipp Eng. Genauso hart ging es zwischen Lucas Auer und Robin Frijns um Rang zehn zu. An dieses kämpfende Duo hatte sich in den letzten zwei Minuten noch Edoardo Mortara herangearbeitet. In der letzten Runde wollte Jamie Green es noch einmal wissen und rang den Pole-Setter nieder. Damit hatte er sich auf Platz sechs gefahren. Nach 34 Runden holte sich Gary Paffett seinen 22. Sieg in der DTM, gefolgt von Marco Wittmann und Pascal Wehrlein. Timo Glock und Mike Rockenfeller beendeten das Rennen auf den Rängen fünf und acht. Die Rookies Philipp Eng, Robin Frijns und Joel Eriksson mussten sich mit den Plätzen sieben, zehn und neun zufrieden eben.

In der Meisterschaft liegt Timo Glock weiterhin mit 72 Punkten auf Rang eins, gefolgt von Gary Paffett mit 71 und Pascal Wehrlein mit 39 Punkten. Mercedes-AMG Motorsport PETRONAS führt die Teamwertung mit 110 Zähler an vor BMW Team RMR mit 98 und SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG Motorsport mit 70 Zähler. Mercedes-Benz hat in der Konstruktionswertung mit 212 Punkten die Nase vorne. Platz zwei und drei nehmen BMW mit 164 und Audi mit 52 Punkten ein.

Gary Paffett ((Mercedes-AMG Motorsport PETRONAS): „"Das war ein hartes Rennen. Es war sehr heiß und die Autos sind viel gerutscht. Dadurch war es alles andere als einfach. Ich habe gestern schon gesagt, dass wir unser Bestes geben werden und heute hat es zum Sieg gereicht. Wir wussten, dass unser Auto gut ist. Nach zwei Rennwochenenden habe ich nun zwei Siege auf dem Konto - das ist ein unglaublicher Start in die Saison. Nach dem Boxenstopp war ich mit dem Vorsprung auf die Verfolger happy, aber auf den letzten 15 Runden musste ich dann noch einmal hart pushen, um vor Marco (Wittmann) zu bleiben. Vielen Dank an das gesamte Team. Ein toller Tag und ein verdienter Sieg für sie."

Marco Wittmann (BMW Team RMG): „„Ich bin wirklich super zufrieden. Wir hatten im Rennen eine richtig gute Pace, ich konnte Philipp früh überholen. Danach war ich ähnlich gut unterwegs wie Pascal. Eigentlich hatten wir geplant, in derselben Runde wie er zu stoppen. Ich habe mich dann aber ganz spontan anders entschieden. Ich blieb eine Runde länger draußen, in der Hoffnung, dann vor ihm zu bleiben. Das hat tatsächlich geklappt. Nach dem Boxenstopp habe ich dann sofort gemerkt, dass ich weiter attackieren kann. Runde um Runde kam ich näher an Gary heran, leider hätte das Rennen noch ein paar Umläufe länger dauern müssen. Trotzdem: Dieser zweite Platz fühlt sich ein bisschen wie ein Sieg an.“

Pascal Wehrlein (Mercedes-AMG Motorsport PETRONAS): „"Es funktioniert für mich immer besser und ich bin heute wirklich happy, obwohl ich im Rennen ein bisschen verloren habe. Gary und Marco (Wittmann) waren etwas konstanter und haben die Reifen besser gemanagt. Das war mein erstes DTM-Podium seit 2015, entsprechend waren die Abläufe noch ein wenig ungewohnt für mich. Es ist ganz normal, dass ich nie zufrieden bin, wenn ich nicht gewinne. Für mich zählt jedoch nur, dass es immer besser läuft und ich mich auf dem richtigen Weg befinde."

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