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Geburtstagskind Walilko holt sich mit seinem Partner Gounon den Sieg - Rennen 2

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Das zweite Rennen an diesem Wochenende nahmen die Pilotinnen und Piloten am Sonntagmittag unter die Räder. Die Pole-Setter konnten nach der Einführungsrunde den fliegenden Start für sich verbuchen. In der ersten Runde wurden Patric Niederhauser/Jusuf Owega umgedreht und konnten danach dem Feld hinterher eilen. Überall im Feld ging es schon mächtig zur Sache. Hugo Sasse/Maximilian Paul standen havariert neben der Strecke. Es lagen auch einige Teile verstreut auf dieser. Sofort wurde das Safety Car herausgeschickt um die Stecke zu reinigen. Es führten unterdessen die Pole-Setter vor Maro Enge/Luca Stolz und Maximilian Buhk/Raffaele Marciello. Franck Perera/Rolf Ineichen waren auf Platz fünf zurückgefallen.

Beim Re-Start konnten sich erneut die Pole-Setter behaupten und führten weiterhin das Feld an. Jesse Krohn/Nick Yelolly griffen in der vierten Runde Constantin Schöll/Hendrik Still an und nahmen danach Platz 21 ein. Mike David Ortmann/Clemens Schmidt und auch Charles Weerts/Dries Vanthoor erhielten eine Penaltylap wegen unkorrekter Startposition. Sie lagen auf den Rängen 11 und dreizehn. Nachdem man die Strafe angetreten hatte war man auf den Plätzen 17 und 18 unterwegs. An der Spitze hatten sich Jules Gounon/Igor Walilko mit 1,110 Sekunden vom übrigen Feld abgesetzt. Julien Andlauer/Joel Eriksson auf Platz vier hatten alle Hände voll zu tun sich Franck Perera/Rolf Ineichen vom Hals zu halten. Diese hatten noch Marvin Kirchhöfer/Jeffrey Schmidt im Schlepptau.

Um den siebten Platz wurde mächtig gekämpft. Die Truppe hier führten Dennis Marschall/Kim Luis Schramm an. Mathieu Jaminet/Michael Ammermüller hatten zwischenzeitlich Christopher Haase/Luca-Sandro Treftz niedergerungen sich damit auf Rang neun gefahren. Einen Rang gut gemacht hatten auch Marvin Kirchhöfer/Jeffrey Schmidt. Sie konnten an Franck Perera/Rolf Ineichen vorbeigehen. Sie versuchten jetzt den Anschluss an die Viertplatzierten zu bekommen. Die neuen Tabellenführer mussten in der vierzehnten Runde absolute Kampflinie fahren, denn der Druck von Mathieu Jaminet/Michael Ammermüller wurde immer größer. Simona De Silvestro/Klaus Bachler versuchten Constantin Schöll/Hendrik Still auf Rang 23 zu attackieren.

Von alledem bekamen die Pole-Setter nichts mit, denn sie hatten ihren Vorsprung schon auf 2,559 Sekunden ausgebaut. Jesse Krohn/Nick Yelloly waren auf einer Aufholjagd unterwegs. Bevor das Boxenzeifenster sich nach 17 Runden öffnete, waren sie bereits auf Platz 17 nach vorne gefahren. Nach 18 Runden kamen Maximilian Buhk/Raffaele Marciello aus der Spitzengruppe zu ihrem Pflichtboxenstopp herein. Genauso vollzogen auch Albert Costa Balboa/Mirko Bortolotti, Jesse Krohn/Nick Yelolly und Jannes Fittje/David Jahn ihren Boxenstopp. Maro Engel/Luca Stolz nahmen ihren Fahrerwechsel nach 19 Runden vor. Die Reihenfolge geriet immer mehr durcheinander. Auch die Führenden kamen bereits früh herein und zwar nach 20 Runden.

Mirko Bortolotti/Albert Costa Balboa schubsten ganz leicht Michael Ammermüller/Mathieu Jaminet an und damit gingen die Lamborghini-Piloten vorbei. Aber die Rennleitung ordnete hier einen Platztausch an. Florian Spengler/Markus Winkelhock bekamen eine Penaltylap weil die Standzeit beim Boxenstopp zu kurz war. Nachdem die Reihenfolge wieder hergestellt war führten weiterhin Igor Walilko/Jules Gounon vor Luca Stolz/Maro Engel und Raffaele Marciello/Maximilian Buhk. Zu dieser Zeit waren Michael Ammermüller/Mathieu Jaminet auf Abwegen unterwegs. Florian Spengler/Markus Winkelhock waren mit Maximilian Hackländer/Mick Wishofer aneinander geraten. Dieser Vorfall wurde von der Rennleitung untersucht. Hier ordnete die Rennleitung dann im nach hinein einen Platztausch an.

Ricardo Feller/Christopher Mies die neuen Tabellenführer lagen auf Rang sieben und versuchten Rolf Ineichen/Franck Perera zu attackieren. Die Drittplatzierten in der Meisterschaft waren auf Platz acht unterwegs. Bei noch zehn Minuten zu fahrender Zeit kamen Jeffrey Schmidt/Marvin Kirchhöfer mit einem brennenden Fahrzeug im vorderen linken Bereich in die Boxengasse gefahren. Der Fahrer konnte sofort aus dem Fahrzeug springen. Danach wurde das Fahrzeug mit dem Feuerlöscher gelöscht. Die Rennleitung schickte das Safety Car heraus, einmal wegen der Rauchentwicklung und weil möglicherweise Öl auf der Strecke sein könnte. Der Re-Start erfolgte nach 36 Runden und Igor Walilko/Jules Gounon konnten ihre Führung behaupten. Im Mittelfeld ging es Rad an Rad mächtig zur Sache.

Die Mercedes-Piloten an der Spitze mussten absolute Kampflinie fahren, denn der Druck von Luca Stolz/Maro Engel wurde immer größer. Doch zwei Runden später hatten die Führenden wieder einen Vorsprung von 1,025 Sekunden herausgefahren. Im gesamten Feld wurde der Lack ausgetauscht. Mirko Bortolotti/Albert Costa Balboa hatten zwischenzeitlich Ricardo Feller/Christopher Mies nach mehrmaligen Anschubsen niedergerungen und sich damit auf Platz sechs gefahren. Nach 42 Runden holte sich das Geburtstagskind Igor Walilko mit seinem Partner Jules Gounon den Sieg vor Luca Stolz/Maro Engel und Raffaele Marciello/Maximilian Buhk. Die Tabellenführer sahen das Ziel auf Rang sechs. Mirko Bortolotti/Albert Costa Balboa hatten sich in der letzten Runde auf Rang fünf gefahren und wurden dort auch abgewunken.

In der Meisterschaft führen Christopher Mies/Ricardo Feller mit 107 Punkten vor Maximilian Buhk/Raffaele Marciello mit 104 und Mirko Bortolotti/Albert Costa Balboa mit 98 Punkten. Kim-Luis Schramm/Dennis Marschall liegen auf Rang eins in der Junior-Wertung mit 189 Zähler, gefolgt von Ricardo Feller mit 151 und Igor Walilko mir 123 Zähler. Die Führung in der Trophy-Wertung hat Florian Spengler mit 183 Punkten inne. Dahinter liegen Rolf Ineichen mit 161 und Elia Erhart mit 157,50 Punkten. Montaplast by Land Motorsport hat mit 110 Zähler in der Team-Wertung die Nase vorne, gefolgt von GRT Grasser Racing Team mit 103 und MANN-FILTER Team Landgraf HTP/WWR mit 101 Zähler.

Igor Waliłko (Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing), Gesamtplatz 1: „Das ist das beste Geburtstagsgeschenk, das man sich vorstellen kann. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Jules hat einen tollen Job gemacht. Ein großer Dank geht aber auch an das Team, das unser Auto nach dem gestrigen Ausfall bis in die Nacht repariert hat. In meinem Stint hatte ich anfangs etwas Zeit verloren, ich habe dann versucht mein Tempo zu halten und keine Fehler zu machen. Das ist aufgegangen. Nur während des Safety-Cars wurde ich kurz noch mal etwas nervös. Das ist mein erstes Podium im ADAC GT Masters und ich bin überglücklich.“

Jules Gounon (Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing), Gesamtplatz 1: „Der Sieg fühlt sich großartig an. Heute Vormittag haben wir mit der Pole-Position einen wichtigen Grundstein für das Rennen gelegt. Ich habe in meinem Stint versucht die Reifen zu schonen und eine Lücke zu Maro Engel herauszufahren – was auch geklappt hat. Igor hat danach echt einen guten Job gemacht und dem Druck standgehalten. Drei Mercedes-AMG vorne zu sehen ist sehr schön.“

Maro Engel (Mercedes-AMG Team Toksport WRT), Gesamtplatz 2: „Wir sind mit Platz zwei auf jeden Fall zufrieden. Der Plan am Start war möglichst einen Platz gutzumachen, das hat auch gut funktioniert. Mit dem Erfolgsballast von gestern war es klar, dass es schwierig sein wird, an Jules ranzukommen. Insgesamt war das ein sehr gutes und problemfreies Rennen. Wir werden weiterhin unser Ding machen und mal sehen, wo wir am Ende der Saison stehen werden.“

Luca Stolz (Mercedes-AMG Team Toksport WRT), Gesamtplatz 2: „Nach dem Safety-Car-Einsatz konnte ich meine Reifen gut auf Temperatur halten und hätte auch vielleicht kurz eine Chance auf den Sieg gehabt. Wir sind dann aber auf Nummer sicher gegangen und haben uns ohne Risiko Platz zwei gesichert. Am Sachsenring hatten wir 2020 ein sehr starkes Auto, wir hoffen dort endlich unseren ersten Saisonsieg einzufahren.“

Maximilian Buhk (Mann-Filter Team Landgraf - HTP/WWR), Gesamtplatz 3: „Das war ein gutes Wochenende und wir konnten viele Punkte sammeln. Ich hätte in meinem Stint einen Tick schneller gekonnt, wollte aber angesichts der Tabellensituation nichts Dummes riskieren – schon gar nicht gegen einen Markenkollegen. Stattdessen habe ich sogar eher etwas Tempo rausgenommen, um die Reifen für Lello zu schonen. Es wird ab jetzt auf die Konstanz ankommen. Einen Nuller darf sich jetzt niemand mehr leisten, es geht darum, in jedem Rennen gut zu punkten. Das heißt aber auch, du musst auf jeder Rennstrecke so schnell sein, dass du im Qualifying jeweils weit vorne stehst. Sonst ist es Essig mit guten Punkten.“

Raffaele Marciello (Mann-Filter Team Landgraf - HTP/WWR), Gesamtplatz 3: „In den ersten Runden hat das Auto gut funktioniert, zum Ende hin ist aber ein Dämpfer gebrochen, weswegen wir froh sein können, es ins Ziel geschafft zu haben. Ich konnte trotzdem mein Tempo gut halten und bin froh über das Ergebnis. Wir haben noch drei Rennwochenenden vor uns und es ist noch immer sehr spannend. Wir werden am Sachsenring unser Bestes geben.“

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