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Geburtstagskind Walilko holt sich mit seinem Partner Gounon den Sieg - Rennen 1

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Ihren siebten Lauf nahmen die Protagonisten am Samstagnachmittag bei trockenem Wetter in Angriff. Nach der Einführungsrunde funktionierte der fliegende Start ohne Probleme und Ricardo Feller/Christopher Mies konnten ihre Position behaupten und führten die Meute in die erste Kurve. Dort ging es schon drunter und drüber. Denn es waren schon einige im Dreck unterwegs. Nick Yelolly/Jesse Krohn wurden etwas später von Michael Ammermüller/Mathieu Jaminet angeschubst und drehten sich dann auf der Strecke. Danach konnte man dem Feld hinterher eilen. Nach der ersten Runde führten weiterhin die Pole-Setter vor Luca Stolz/Maro Engel und Mirko Bortolotti/Albert Costa Balboa. Zu dieser Zeit waren Thomas Preining/Christian Engelhart in die Box gekommen und gaben das Rennen schon frühzeitig auf.

Im Verlauf der zweiten Runde wurden die Tabellenführer von Sven Müller/Robert Renauer umgedreht. Nick Yelolly/Jesse Krohn waren unterdessen bereits auf Rang 22 unterwegs. Die Führenden konnten sich bereits mit 1,343 Sekunden absetzen. Bei einem Zweikampf mit Jusuf Owega /Patric Niederhauser und Charles Weerts/Dries Vanthoor kam es zu einer Berührung, in dem Letztere sich einen Schaden zuzogen und das Rennen danach wutentbrannt in der Box aufgeben mussten. David Jahn/Jannes Fittje auf Rang sechs hatten eine Armada von vier Fahrzeugen hinter sich. Die Tabellenführer konnten nach ihrem Dreher die Fahrt wieder aufnehmen und waren auf Platz 22 unterwegs. Nach fünf Runden erhielten Sven Müller/Robert Renauer eine Durchfahrtsstrafe wegen der Aktion mit Michael Ammermüller/Mathieu Jaminet.

Zwei Runden später traten die Porsche-Piloten dann ihre Strafe an. Sie mussten sich dann auf Platz 22 wieder einreihen. Sandro-Luca Treftz/Christopher Haase kamen bei noch 48 Minuten zu fahrender Zeit mit Problemen in die Box. Nick Yelolly/Jesse Krohn waren auf einer Aufholjagd unterwegs. Sie lagen bereits hinter Kim Luis Schramm/Dennis Marschall auf Rang elf. An der Spitze hatte man sich still und heimlich mit 2,139 Sekunden auf und davon gemacht. Im gesamten Feld hatten sich Grüppchen gebildet, in denen hart um jede Position gekämpft wurde. Hendrik Still/Constantin Schöll auf Rang 21 hatten nichts zu lachen, denn der Druck von Sven Müller/Robert Renauer wurde Runde um Runde immer stärker. Zu dieser Zeit erhielten Michael Ammermüller/Mathieu Jaminet ebenfalls eine Durchfahrtsstrafe wegen des Umdrehens von Nick Yelolly/Jesse Krohn.

Rundenlang dauerte der Kampf zwischen Simon Reicher/Norbert Siedler und Maximilian Hackländer/Mick Wishofer an. Dahinter waren dann auch noch Michael Ammermüller/Mathieu Jaminet unterwegs. Diese traten aber jetzt ihre Durchfahrtsstrafe an. Nach 18 Runden öffnete dann das Boxenzeitfenster und sofort kamen sechs Fahrzeuge hinein. Für Jusuf Owega/Patric Niederhauser war das Rennen zu dieser Zeit bereits beendet, denn sie hatten die Mauer touchiert und dabei war der Felgenstern gebrochen. Man rollte dann auf der Wiese aus. Nach 21 Runden waren die Führenden zum Fahrerwechsel in die Box gekommen. Es führten jetzt Mirko Bortolotti/Albert Costa Balboa vor Klaus Bachler/Simona De Silvestro und David Jahn/Jannes Fittje.

Norbert Siedler/Simon Reicher standen unter Beobachtung wegen Verstoß gegen die Boxenstopp-Regeln. Klaus Bachler/Simona De Silvestro nahmen nach 23 Runden ihren Pflichtboxenstopp in Angriff. Beim nächsten Umlauf kam auch Mirko Bortolotti/Albert Costa Balboa herein. Nachdem das Boxenstoppfenster geschlossen war, führten Christopher Mies/Ricardo Feller vor Maro Engel/Luca Stolz und Albert Costa Balboa/Mirko Bortolotti. Unterdessen war das Safety Car herausgeschickt worden weil man Jusuf Owega/Patric Niederhauser in aller Ruhe bergen musste. Jules Gounon/Igor Walilko auf Rang zehn fahrend waren mit einem qualmenden Fahrzeug unterwegs. Sie hatte die Strecke mit Öl eingesaut. Sofort wurde das Rennen mit der roten Flagge unterbrochen, weil die Strecke erst einmal vom Öl gereinigt werden musste.

Die Fahrzeuge wurden in die Boxengasse geführt. Das Arbeiten an den Fahrzeugen war erlaubt. Die Uhr hatte man bei 21:27 Minuten angehalten. Der Re-Start sollte dann um 17.50 Uhr erfolgen. Damit die Fahrer die Streckenbeschaffenheit prüfen können, werden zwei Runden hinter dem Safetycar gefahren. Im nach hinein wurden dann vier Runden hinter Ron Dobmeier gefahren. Christopher Mies/Ricardo Feller konnten ihre Führung behaupten. Maro Engel/Luca Stolz attackierten zwar sofort, doch die Audi-Piloten knallten den Mercedes-Fahrern die Türe vor der Nase zu. Simona De Silvestro/Klaus Bachler hatten Boden verloren und lagen jetzt auf Platz sieben. Im gesamten Feld ging es mächtig zur Sache. Markus Winkelhock/Florian Spengler wurden von Maximilian Hackländer/Mick Wishofer angeschubst.

Danach kam es dann zu einer Kettenreaktion in denen auch Mathieu Jaminet/Michael Ammermüller und Robert Renauer/Sven Müller verwickelt waren. Sie standen zunächst alle quer auf der Strecke. Sie setzten aber ihre Fahrt auf den Rängen 16, 17 und 18 weiter fort. Simona De Silvestro/Klaus Bachler hatten sich im Kiesbett eingegraben und erneut musste Ron Dobmeier zum Einsatz kommen. Es standen noch neun Minuten plus eine Runde auf der Uhr. Die Zweitplatzierten in der Meisterschaft waren auf Platz vier unterwegs. Als das Rennen wieder frei gegeben wurde konnten die Audi-Piloten wieder die Oberhand behalten. Dennis Marschall/Kim-Luis Schramm mussten sich harten Attacken gegenüber Daniel Keilwitz/Sebastian Asch erwehren. Hier ging es um Rang zwölf. Unterdessen hatten Maximilian Hackländer/Mick Wishofer eine Durchfahrtsstrafe erhalten.

Das Feld lag in der letzten Runde immer noch dicht beieinander. Im nach hinein konnten Dennis Marschall/Kim Luis Schramm Daniel Keilwitz/Sebastian Asch nicht halten und mussten sie ziehen lassen. Christopher Mies/Ricardo Feller wurden nach 41 Runden als Sieger abgewunken, gefolgt von Maro Engel/Luca Stolz und Albert Costa Balboa/Mirko Bortolotti. Die Tabellenführer sahen das Ziel auf Platz dreizehn. Maximilian Buhk/Raffaele Marciello kamen als Vierte ins Ziel.

Ricardo Feller (Montaplast by Land-Motorsport), Gesamtplatz 1 und Sieger Pirelli-Junior-Wertung: „Das war ein perfekter Tag für uns. Ich bin sehr glücklich über das Ergebnis. Mit der Pole-Position sind wir schon großartig in den Tag gestartet, im Rennen konnten wir dann die Führung gut verteidigen. Ich konnte in meinem Stint eine gute Pace fahren, ohne die Reifen zu stark zu beanspruchen. Chris hat das Auto nach dem Boxenstopp sicher ins Ziel gefahren. Während der Schlussphase draußen zu sitzen und zuzuschauen war deutlich nervenaufreibender als selbst im Auto zu sitzen. Aber ich vertraue Chris blind und der hat dann den Sieg auch stark nach Hause gefahren.“

Christopher Mies (Montaplast by Land-Motorsport), Gesamtplatz 1: „Maro Engel hat mich in der Schlussphase hart attackiert, das hat mich teilweise wirklich ins Schwitzen gebracht. Bei den beiden Restarts war Maro immer sehr nah dran. Es war nicht so leicht ihn ins Bockshorn zu jagen wie ich dachte, denn er ahnte ganz genau, was ich vorhatte. Wir haben beide sehr spät für Turn 1 gebremst, aber ich bin vorn geblieben. Das war sicher sehr spannend für die Zuschauer. Es ist großartig, jetzt an der Tabellenspitze zu stehen. Wir werden uns darauf nicht ausruhen und hart weiterarbeiten. Die Saison ist noch lang. Das Rennen war am Ende echt anstrengend.“

Luca Stolz (Mercedes-AMG Team Toksport WRT), Gesamtplatz 2: „Die Land-Mannschaft war heute echt schnell. Wir sind trotzdem zufrieden, nach Startplatz drei auf Platz zwei ins Ziel gekommen zu sein. Während des Rennens habe ich probiert meine Pace zu halten und konstante Rundenzeiten zu fahren. An der Boxeneinfahrt habe ich dann versucht Zeit gutzumachen, das hat aber leider durch den Schmutz auf der Strecke nicht so gut funktioniert. Insgesamt war das trotzdem ein guter Stint.“

Maro Engel (Mercedes-AMG Team Toksport WRT), Gesamtplatz 2: „Natürlich habe ich versucht eine Überholmöglichkeit zu kreieren, schade, dass es am Ende nicht ganz gereicht hat. Das Duell mit Christopher Mies hat aber echt Spaß gemacht, leider habe ich bei den Restarts durch den aufgewirbelten Staub kaum etwas sehen können. Es ist hier schwierig zu überholen, ohne neben der Strecke zu landen. Wir sind weiterhin top motiviert und hoffen, bald den Schritt ganz nach oben zu schaffen.“

Mirko Bortolotti (GRT Grasser Racing Team), Gesamtplatz 3: „Wir freuen uns sehr über den Pokal, ich denke, der dritte Platz war für uns heute das bestmögliche Ergebnis. Hier von Startplatz zwei zu starten ist immer schwierig und das Überholen auf dieser Strecke auch immer fordernd. Alles in allem sind wir aber mit unserem Ergebnis heute zufrieden.“

Albert Costa Balboa (GRT Grasser Racing Team), Gesamtplatz 3: „Durch den guten Stint von Mirko konnte ich unsere Position verwalten. Die Wartezeit während der Rennunterbrechung war echt stressig, unsere Strategie hat danach aber gut funktioniert. Wir fokussieren uns jetzt auf morgen. Mental fühle ich mich stark, ich werde mein Bestes im Qualifying geben.“

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