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Meisterschaft wird erst in Oscherleben entschieden

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Mit dem sechsten von sieben Saisonläufen biegt das ADAC GT Masters vom 30. Oktober bis 1. November auf dem DEKRA Lausitzring auf die Zielgerade ein. Anders als beim Saisonauftakt im August startet das ADAC GT Masters an diesem Wochenende zum ersten Mal überhaupt auf der 4,570 Kilometer langen Streckenvariante des Lausitzrings. Diese ist rund einen Kilometer länger als die Sprintvariante, setzt sich aber ebenfalls aus Teilen des Ovalkurses und des Infields zusammen.

Nach dem vergangenen Rennwochenende auf dem Red Bull Ring hat sich der Titelkampf weiter zugespitzt. Die Tabellenführer Patric Niederhauser/Kelvin van der Linde (Rutronik Racing) haben 129 Punkte und haben dadurch nur einen Zähler Vorsprung auf ihre engsten Verfolger, Michael Ammermüller/Christian Engelhart (SSR Performance) im Porsche. Und auch die Tabellendritten, die Mercedes-AMG-Piloten Luca Stolz/Maro Engel (Toksport WRT) mit 123 Zähler liegen in Schlagdistanz.

Die Punktesummen der Top 4 der Gesamtwertung des ADAC GT Masters lassen bei vier noch ausstehenden Rennen viel Dramatik im Titelkampf erwarten. Die Tabellenführer Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde wollen als erste Fahrer überhaupt den Titel im ADAC GT Masters verteidigen. Ihre Chancen auf dem Lausitzring sind vielversprechend: Gewannen doch ihre Markenkollegen Charles Weerts und Dries Vanthoor (beide Team WRT) eines der beiden Rennen beim Saisonauftakt und zeigten damit, dass man auch diesmal mit dem Audi R8 LMS rechnen muss. Allerdings sind die Karten beim vorletzten Rennwochenende neu gemischt.

Ebenfalls Mitte August siegreich waren die Tabellendritten Luca Stolz und Maro Engel. Aber auch die zweimaligen Saisonsieger und Gesamtzweiten Christian Engelhart und Michael Ammermüller und ihre Porsche-Markenkollegen Robert Renauer und Sven Müller (beide Precote Herberth Motorsport) standen beim Saisonauftakt in der Lausitz auf dem Podest. Ex-Champion Robert Renauer und Sven Müller liegen derzeit auf dem vierten Gesamtrang mit 109 Punkten. Auch im Nachwuchsklassement des ADAC GT Masters, der Pirelli-Junior-Wertung, läuft die entscheidende Phase im Titelkampf.

Hier führt vor den letzten vier Rennen Lamborghini-Fahrer Tim Zimmermann (GRT Grasser Racing Team, 225 Punkte). Tim Zimmermanns härtester Verfolger ist Porsche-Fahrer Jannes Fittje (Team75 Bernhard). Tabellendritte sind die Audi-Fahrer Carrie Schreiner/Dennis Marschall (Rutronik Racing). In der Pirelli-Trophy-Wertung für nicht-professionelle Piloten hat Elia Erhart (EFP Car Collection by Tece) auf dem Lausitzring die Chance, sich vorzeitig den Titel zu sichern.

Patric Niederhauser (Rutronik Racing): "Wir sind zuversichtlich für das kommende Wochenende. Beim Saisonauftakt lief es auf dem Lausitzring noch nicht ganz so gut. Wir sind mit dem Team vorher dort noch nicht gefahren. Wir haben viel gelernt und viel Erfahrung mitgenommen, deswegen bin ich jetzt sehr optimistisch. Ich finde es cool, dass wir diesmal eine andere Streckenvariante fahren. Sie ist für mich neu und sorgt für ein bisschen Abwechslung. Auch wenn wir nur einen Punkt Vorsprung haben, haben wir gute Titelchancen. Im vergangenen Jahr hatten wir den Luxus, dass wir beim vorletzten Rennen schon Meister werden konnten. Jetzt ist das Titelrennen viel enger. Das macht es für alle Fahrer besonders. Ab jetzt zählt jeder Punkt, Fehler darf man sich nicht mehr erlauben. Aber wir sitzen alle im gleichen Boot. Alle haben denselben Druck."

Christian Engelhart (SSR Performance): "Unsere Zielsetzung verändert sich eigentlich nicht. Wir wollen jedes Rennen maximale Punkte mitnehmen. Dafür arbeiten wir hart und geben unser Bestes. Dass wir eine andere Streckenvariante fahren, wird sicher spannend und macht es schwer vorauszusehen. Den Lausitzring kennen wir zwar vom Saisonstart, aber die längere Variante macht daraus schon eine andere Strecke. Ich selbst habe extrem gute Erinnerungen an den Lausitzring, da ich dort 2012 zum einzigen Mal beide Rennen an einem ADAC GT Masters-Wochenende gewinnen konnte - damals mit Nick Tandy auf einem Porsche. Allerdings waren das damals ganz andere Voraussetzungen und die Autos sind mittlerweile auch ganz anders. Aber es bleibt eine motivierende Erinnerung! Ich bin gespannt, wo wir stehen werden. Natürlich haben wir gute Titelchancen, wenn man sich die Tabelle anschaut. Aber es ist auch unheimlich eng, das heißt wir müssen jedes Rennen unser Bestes abrufen. Bis jetzt ist uns das gut gelungen. Auch wenn wir nicht siegfähig waren, haben wir gepunktet. Wir werden weiter unser Bestes geben und haben das beste Team, das hinter uns steht."

Robert Renauer (Precote Herberth Motorsport): "Natürlich ist es schade, dass wir nicht in Zandvoort fahren, da es eine unserer Lieblingsstrecken ist und wir dort auch schon gewinnen konnten. Aber auch auf dem Lausitzring lief es immer gut für uns. In fast jedem Jahr standen wir auf dem Podium oder haben sogar gewonnen. Auf die neue Streckenvariante bin ich gespannt. Sie bietet ein oder zwei zusätzliche Überholmöglichkeiten und sorgt daher für mehr Rennaction."

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