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Erfolgreiches Wochenende für das Emil Frey Racing Team - Rennen 1

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Als die Piloten in ihrer Startaufstellung standen fing es für einen kurzen Moment an zu regnen. Einige von ihnen wechselten auf Regenreifen, denn das Rennen war als wet-race deklariert. Aus Sicherheitsgründen wurden zwei Einführungsrunden gefahren. Doch bereits in der ersten Einführungsrunde nach der ersten Kurve hatten Jan Marschalkowski/Daniel Juncadella, sie waren auf Slicks unterwegs, das Fahrzeug nicht mehr unter Kontrolle und schossen ab in die Leitplanken. Damit endete der erste Startversuch nach nur wenigen Metern. Die Fahrzeuge stellten sich nun wieder auf der Start und Zielgeraden auf. Der Havarist musste erst einmal in aller Ruhe geborgen werden. Zwischenzeitlich war die Strecke bereits wieder etwas abgetrocknet. Somit hatten einige von ihnen nun Slicks aufgezogen. Um 13.13 Uhr kam dann der zweite Versuch das Rennen zu starten.

Nach der Einführungsrunde funktionierte nun der fliegende Start ohne weiteres. Die Pole-Setter konnten ihre Position nicht verteidigen, denn Ezequiel Perez Companc/Maximilian Götz hatten nach der ersten Kurve die Führung übernommen. Hier kamen sie alle mit viel Disziplin hindurch. Unterdessen waren Florian Spengler/Markus Winkelhock in langsamer Fahrt unterwegs. Nach der ersten Runde führten noch die Mercedes-Piloten, wurden aber kurze Zeit später von den Pole-Settern niedergerungen. Danach zogen auch noch Jannes Fittje/Jaxon Evans vorbei. Im gesamten Feld waren harte aber faire Zweikämpfe im Gange. Jesse Krohn/Nicky Catsburg hatten sich nach zwei Runden bereits auf Platz elf gefahren. Nach dieser Runde kamen Ezequiel Perez Companc/Maximilian Götz in die Box und wechselten die Reifen.

Die Tabellenführer hatten sich schon auf Rang 17 nach vorne gearbeitet. Zu dieser Zeit waren Fabian Schiller/Jules Gounon auch nicht mehr mit von der Partie .Sie hatten einen Schubser von Thierry Vermeulen/Mattia Drudi bekommen. Diese hatten im nach hinein eine Durchfahrtsstrafe erhalten. An der Spitze hatten sich Mick Wishofer/Konsta Lappalainen mit über zwei Sekunden vom übrigen Feld abgesetzt, gefolgt von Jannes Fittje/Jaxon Evans und Simon Reicher/Norbert Siedler. Zwischenzeitlich hatten Albert Costa Balboa/Jack Aitken ihre Penaltylap abgesessen. Diese hatten sie wegen Frühstarts erhalten. Eine Durchfahrtsstrafe hatten jetzt Thierry Vermeulen/Mattia Drudi erhalten wegen Verursachens einer Kollision mit Fabian Schiller/Jules Gounon. Ezequiel Perez Companc/Maximilian Götz waren auf Platz 19 nach ihrem Stopp unterwegs. Jusuf Owega/Ricardo Feller lagen auf Rang fünf und versuchten Kim-Luis Schramm/Dennis Marschall unter Druck zu setzen.

Die Führenden setzten sich Runde um Runde immer weiter ab. Ihr Vorsprung betrug schon 4,4 Sekunden. Hinter Simon Reicher/Norbert Siedler ging es mächtig zur Sache. Diese hatten gleich drei Fahrzeuge im Schlepptau. Christian Engelhart/Ayhancan Güven auf Rang acht hatten auch alle Hände voll zu tun sich ihre Verfolger vom Hals zu halten. Luca Engstler/Patric Niederhauser auf Platz 15 mussten absolute Kampflinie fahren, denn Florian Spengler/Markus Winkelhock drückten von hinten. Diese mussten aber aufpassen, dass sie nicht von Frank Bird/Elias Seppänen niedergerungen wurden. Bei einem Versuch von Salman Owega/Christopher Haase an Joel Sturm/Sven Müller vorbeizugehen, mussten sie durch den Dreck. Nach vierzehn Runden öffnete das Boxenzeitfenster und die ersten sechs kamen zu ihrem Pflichtboxenstopp herein.

So nach und nach folgten dann die nächsten Fahrer um ihren Fahrerwechsel vorzunehmen. Damit geriet die Reihenfolge erst einmal durcheinander. Bei noch 29 Minuten zu fahrender Zeit kamen die Tabellenführer zum Stopp herein. Nachdem dann alle ihren Fahrerwechsel vorgenommen hatten und die Reihenfolge damit wieder hergestellt war, führten weiterhin Konsta Lappalainen/Mick Wishofer vor Dennis Marschall/Kim-Luis Schramm und Norbert Siedler/Simon Reicher. Zwischen den Zweit bzw. Drittplatzierten war ein harter Kampf um Platz zwei entstanden. Von alledem bekamen die Führenden nichts mit, denn sie hatten einen Vorsprung von über sieben Sekunden herausgefahren. Maximilian Götz/Ezequiel Perez Companc waren nach ihrem Stopp nur auf Platz 19 unterwegs.

Die Tabellenführer fuhren auf Rang 16. Ricardo Feller/Jusuf Owega auf Platz vier versuchten ihre Vordermänner unter Druck zu setzen. Raffaele Marciello/Lorenzo Ferrari hatten Boden gut gemacht und versuchten von Rang dreizehn weiter nach vorne zu kommen. In der letzten viertel Stunde hatten Sven Müller/Joel Sturm auf Rang zwölf nichts zu lachen, denn Raffaele Marciello/Lorenzo Ferrari versuchten rundenlang an den Porsche-Piloten vorbeizugehen. Hinter diesen beiden hatten noch Markus Winkelhock/Florian Spengler und Jack Aitken/Albert Costa Balboa im Schlepptau. Nach 28 Runden waren Markus Winkelhock/Florian Spengler in die Box gekommen und gaben dort das Rennen früher auf als geplant. Einen harten Kampf lieferten sich Patric Niederhauser/Luca Engstler und Nicky Catsburg/Jesse Krohn.

Leittragende waren im nach hinein Nicky Catsburg/Jesse Krohn, denn sie kamen mit einem beschädigten Fahrzeug in die Box und beendete dort das Rennen. In den letzten acht Minuten gaben auch die Tabellenführer mit einem Reifenschaden hinten links ihr Rennen früher in der Box auf als geplant. Damit waren beide Fahrzeuge von Schubert Motorsport nicht mehr mit von der Partie. Maximilian Götz/Ezequiel Perez Companc auf Rang 16 waren die zweitbesten Mercedes-Piloten im Feld. Schnellste Mercedes-Fahrer waren Raffaele Marciello/Lorenzo Ferrari auf Rang dreizehn. Nach 37 Runden holten sich Konsta Lappalainen/Mick Wishofer den Sieg vor Dennis Marschall/Kim-Luis Schramm und Norbert Siedler/Simon Reicher. Ricardo Feller/Jusuf Owega überquerten die Ziellinie auf Rang vier. Raffaele Marciello/Lorenzo Ferrari und Maximilian Götz/Ezequiel Perez Companc sahen die Zielflagge auf den Rängen vierzehn und 15.

Konsta Lappalainen (Emil Frey Racing): „Das ist ein toller Erfolg und der erste Sieg für mich und unser neues Team. Bei den schwierigen Bedingungen hatten wir keine Probleme und konnten unser Rennen von vorn kontrollieren. Mick hat einen tollen Job gemacht und mir das Fahrzeug mit einem großen Vorsprung übergeben. So konnte ich das Tempo von vorn kontrollieren und die Reifen schonen. Es war für uns ein perfektes Rennen.“

Mick Wishofer (Emil Frey Racing): „Ich bin sehr glücklich über meinen zweiten Erfolg im ADAC GT Masters. Es war als Führender mit den Slicks am Anfang schwierig, die richtigen Brems- und Einlenkpunkte zu finden. Auf der schnell abtrocknenden Strecke konnte ich dann die Führung ausbauen, die Konsta sicher nach Hause gefahren hat.“

Dennis Marschall (Rutronik Racing): „Ich war schon seit einem Jahr nicht mehr auf dem Podium im ADAC GT Masters, deshalb hat es mit dem Öffnen des Champagners etwas gedauert. Es ist verrückt, wie schnell sich die Strecke verändert hat. Von gestern zu heute war es ein sehr großer Unterschied. Aber wir sind gut damit klargekommen. Für das Qualifying am Sonntag würde ich mir einen Platz unter den Top-Fünf wünschen. Aber die Leistungsdichte ist sehr hoch und die anderen Jungs wollen da auch hin.

Kim-Luis Schramm (Rutronik Racing): „Heute morgen im Qualifying hatten wir Pech mit dem Wetter und konnten unsere perfekte Runde nicht ganz zusammenbringen. Aber Platz acht war keine schlechte Ausgangslage. Im Rennen lief es gut. Ich hatte ein paar Überholmanöver und kam auf Platz vier zum Fahrerwechsel in die Box. Unsere Strategie war optimal und der gute Pitstop hat und bis auf Rang zwei nach vorn gebracht. Dennis fuhr fehlerlos und hat den Platz sehr gut verteidigt.“

Norbert Siedler (Eastalent Racing Team): „Das Ergebnis ist wirklich toll für uns. Simon hat einen großartigen Job im Qualifying und im Rennen gemacht. Er hat das Auto auf Platz drei an mich übergeben. Es war dann für mich recht einfach, die Position zu halten und unser Podium perfekt zu machen. Ich freue mich schon sehr auf Sonntag. Im Qualifying peile ich die Top-Fünf an. Sollte es trocken bleiben, ist das auch ein realistisches Ziel.“

Simon Reicher (Eastalent Racing Team): „Das Qualifying war heute wirklich gut. Wir wussten, dass es nass werden würde und wollten deshalb gleich zu Beginn eine schnelle Runde hinlegen. Und es hat dann auch in meiner Runde etwas angefangen zu tröpfeln, was da aber noch kein Problem war. Das Team hat also die richtige Entscheidung getroffen. Beim Rennstart hatte ich gar keine Zeit, nervös zu sein, da ich nur geschaut habe, wo kann ich langfahren, wo ist es nicht so nass. Durch die rote Flagge beim Start ist die Strecke dann weiter abgetrocknet und die Entscheidung, auf Slicks zu starten, war genau die richtige.“

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