Dritter Saisonsieg für Liam Lawson

Vom 03. bis 05. September stehen die Läufe neun und zehn auf dem Programm. Zum dritten Mal in dieser Saison reist die DTM ins Ausland und zwar geht es an diesem Wochenende nach Österreich in die Steiermark. Gefahren wird auf dem 4,318 Kilometer langen Red Bull Ring. Auf dieser Rennstrecke erwartet die Piloten ein Kurs mit vielen Besonderheiten. Dank seiner maximalen Steigung von 12 Prozent und einem Gefälle von 9,3 Prozent ist die Anlage vor allem für ihre Höhenunterschiede bekannt. Darüber hinaus ist sie eine echte Highspeed-Strecke mit einem Knick von beinahe 90 Grad.

Als Tabellenführer reist hier der Südafrikaner Kelvin van der Linde (Team Abt Sportsline) mit 129 Punkten an, gefolgt von Maximilian Götz (Team HRT) mit 96 und dem BMW-Piloten Marco Wittmann (Walkenhorst Motorsport) mit 94 Punkten. Nach vier von insgesamt acht Rennen einer bislang turbulenten DTM-Saison hat sich das Mercedes-AMG Team HRT eine gute Ausgangsposition geschaffen. Beim letzten DTM-Event auf dem Nürburgring war das Mercedes-AMG Team HRT mit einem zusätzlichen Fahrzeug – mit Teambesitzer Hubert Haupt als Gaststarter angetreten. In der Steiermark werden wie bei den ersten drei Rennwochenenden wieder zwei HRT-Fahrzeuge in der Startaufstellung stehen:

Maximilian Götz (Mercedes-AMG Team HRT): „Wir haben in den letzten Rennen starke Leistungen gezeigt und uns eine gute Ausgangsposition für die zweite Saisonhälfte erarbeitet. In den beiden Rennen auf dem Red Bull Ring werden wir alles dafür geben, den positiven Trend fortzusetzen und weitere wichtige Zähler einzufahren.


Direkt nach der Mittagspause am Freitag mussten die Fahrerinnen und Fahrer das erste freie Training bei spätsommerlichen Temperaturen unter die Räder nehmen. In dieser Session wechselten die Positionen des öfteren. In dieser Sitzung kam es immer wieder zu vielen Track-Limits-Verstößen. Esmee Hawkey erhielt eine Verwarnung wegen Überfahrens der weißen Linie bei der Boxeneinfahrt. Dev Gore soll die Höchstgeschwindigkeit in der Boxengasse überschritten haben. Dieser Vorfall wird noch untersucht. Im nach hinein erhielt er dann eine Geldstrafe von 500,-- Euro wegen Überschreitung der maximalen Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h. Am Ende war dann niemand schneller als der Lamborghini-Pilot Maximilian Paul (T3 Motorsport). Er hatte nach zehn Runden eine Zeit von 1.29,520 Minuten gefahren. Platz zwei und drei gingen an Alex Albon (Alpha Tauri AF Corse) und Arjun Maini (Mercedes-AMG Team GetSpeed). Kelvin van der Linde, Maximilian Götz und Marco Wittmann die die Meisterschaft anführen, mussten sich zunächst mit den Rängen zehn, elf und 15 zufrieden geben. Schnellste Dame im Feld war Sophia Flörsch (Team Abt) auf Rang 17. Direkt dahinter befand sich Esmee Hawkey, die zweite Pilotin der DTM.


Am Freitagnachmittag von 15.30 Uhr bis 16.15 Uhr ging es dann zum zweiten freien Training nochmals hinaus auf die Strecke. Nach elf Minuten gefahrener Zeit erhielt Daniel Juncadella eine Verwarnung. Er hatte wie Esmee Hawkey im ersten freien Training auch die weiße Linie bei der Boxeneinfahrt überfahren. Auch Nico Müller erhielt im 15.57 Uhr ebenfalls eine Verwarnung wegen des gleichen Vergehens wie Daniel Juncadella. Die Zeiten sind gegenüber dem ersten freien Training schneller geworden. Nach Beendigung des Trainings hatte sich diesmal Liam Lawson mit einer Zeit von 1:29,275 Minuten an die Spitze gesetzt. Dahinter lagen Maximilian Paul und Maximilian Götz. Alex Albon musste sich mit Rang vierzehn zufrieden geben. Arjun Maini war gar nicht mit von der Partie. Marco Wittmann hatte einen Sprung nach vorne gemacht und sich auf Platz sechs gefahren. Kelvin van der Linde wurde erneut auf Rang zehn gewertet. Auf Rang 16 war nun Esmee Hawkey die schnellste Dame im Feld. Drei Plätze dahinter befand sich Sophia Flörsch.


Ihre erste Startaustellung fuhren die Pilotinnen und Piloten am Samstagmorgen bei strahlendem Sonnenschein aus. Für diese Zeitenjagd hatten sie jetzt insgesamt 20 Minuten Zeit. Die Positionen wechselten des öfteren. Insgesamt 15 Mal wurden die Zeiten wegen Überschreiten des Track Limits bei zwölf Protagonisten gestrichen. Die Zeiten wurden gegenüber den gestrigen Sitzungen schneller. Maximilian Paul hatte in Kurve 10 sein Fahrzeug nicht mehr unter Kontrolle. Er war von der Strecke abgekommen und in die Leitschienen geprallt. Er stieg von allein aus dem Fahrzeug und wurde zum Checkup ins Medical Center gebracht.

Der Vorfall von Maximilian Götz wegen Blockierens wurde untersucht. Im nach hinein hatte sich dann Liam Lawson mit seinem Ferrari nach zehn absolvierten Runden mit einer Zeit von 1:27,851 Minuten die Pole-Position gesichert. Maximilian Götz und Arjun Maini starten direkt hinter ihm. Marco Wittmann und Kelvin van der Linde mussten sich mit den Startpositionen sieben und acht zufrieden geben. Die beste Dame Esmee Hawkey steht in der neunten Startreihe.

Liam Lawson (Red Bull AF Corse): „Ein toller Start ins Wochenende, nachdem es zuletzt auf dem Nürburgring und in Zolder nicht so gut für mich lief. Jetzt hoffe ich, dass wir diese gute Ausgangsposition in ein entsprechendes Rennergebnis umsetzen können. Bereits in den Formelautos hat mir der Red Bull Ring sehr gut gefallen, auch mit den DTM-Autos macht es Spaß, hier zu fahren!“


Der neunte Lauf stand am Samstagmittag bei herrlichstem Spätsommerwetter auf dem Programm. Nach der Einführungsrunde funktionierte der fliegende Start ohne Probleme und der Pole-Setter Liam Lawson konnte sich gegenüber seiner Konkurrenz behaupten und führte das Feld in die erste Kurve. Sheldon van der Linde ging weit hinaus, konnte aber seinen Platz behaupten. Er griff danach Arjun Maini an. Philip Ellis hingegen konnte dort gleich zwei Ränge gut machen. Im gesamten Feld wurde hart gepusht. Die ersten beiden hatten sich bereits mit einigen Wagenlängen vom übrigen Feld absetzen können. Arjun Maini führte eine riesige Armada von Fahrzeugen an. Zu dritt ging es dann in einige Kurven hinein. Dort sortierte man sich und alles ging gut. Alex Albon war im Verlauf der dritten Runde etwas in den Dreck gekommen. Er konnte aber seinen achten Platz behaupten. Direkt vor ihm fuhr der Tabellenführer.

Der Pole-Setter hatte bereits einen Vorsprung von 1,382 Sekunden herausgefahren. Einen harten Kampf lieferten sich Nico Müller und Daniel Juncadella um Platz dreizehn. Marco Wittmann versuchte sich in der sechsten Runde Sheldon van der Linde zu Recht zu legen. Dieser setzte Philip Ellis unter Druck. Als Erste kamen Philip Ellis, Marco Wittmann und Maximilian Buhk zu ihrem Pflichtboxenstopp herein. Kelvin van der Linde auf Rang fünf hatte nichts zu lachen, denn der Druck von Alex Albon wurde immer größer. Beim nächsten Umlauf kamen die nächsten fünf Fahrzeuge hinein. Die Reihenfolge geriet unterdessen einmal durcheinander. Maximilian Götz nahm seinen Stopp nach acht Runden in Angriff. Hinter ihm kamen Nico Müller und Daniel Juncadella zum Reifenwechsel rein.

Zu dieser Zeit waren noch neun Fahrzeuge nicht in der Box gewesen. Liam Lawson der Führende hatte einen Vorsprung von über zehn Sekunden. Nach neun Runden nahm der Pole-Setter seinen Stopp vor. Er kam vor Maximilian Götz auf Rang acht zurück auf die Strecke. Zwischen Marco Wittmann und Vincent Abril um Platz zwölf ging es mächtig zur Sache. Dahinter lag Lucas Auer. Der Österreicher nutzte die Gunst der Stunde und zog innen an Vincent Abril vorbei und lag direkt hinter Marco Wittmann. Sheldon van der Linde hatte mit technischen Problemen in der elften Runde zu kämpfen, denn er schoss durchs Kiesbett und stand danach neben der Strecke. Zu dieser Zeit hatten Maximilian Buhk, Timo Glock, Mike Rockenfeller und Daniel Juncadella eine Verwarnung bekommen wegen Überschreitung der Track Limits.

Bei Dev Gore wurde untersucht ob er die weiße Linie bei der Boxenausfahrt überfahren hatte und wegen Überschreiten des Tempolimits in der Boxengasse. Bei noch 35 Minuten zu fahrender Zeit waren vier noch nicht in der Box gewesen. Es waren Nico Müller, Esteban Muth, Mike Rockenfeller und Sophia Flörsch. Sie führten auch das Feld an. Kelvin van der Linde hatte Marco Wittmann zwischenzeitlich niedergerungen und war damit auf Rang neun vorgefahren. Der BMW-Pilot hatte jetzt Alex Albon im Nacken sitzen. Liam Lawson hatte nach 16 Runden bereits Sophia Flörsch überrundet. An der Spitze musste Nico Müller absolute Kampflinie fahren, denn Esteban Muth drückte und drückte von hinten. Der Audi-Pilot schlug dem Lamborghini-Fahrer jedes Mal die Türe vor der Nase zu. Dev Gore war mit Problemen in die Box gekommen und musste das Rennen früher beenden als geplant.

Maximilian Götz war auch an Sophia Flörsch vorbeigegangen und lag nun hinter Liam Lawson mit einem Rückstand von 1,224 Sekunden. Bei 23 Minuten zu fahrender Zeit verlor Arjun Maini seinen achten Platz, denn Kelvin van der Linde war vorbeigegangen. Der Inder konnte sich aber nicht ausruhen, denn Alex Albon war an ihm dran. Er hatte auch noch Marco Wittmann im Schlepptau. An der Spitze hatte es einen Wechsel gegeben und zwar konnte Nico Müller Esteban Muth nicht mehr halten. Rundenlang war Arjun Maini dem Druck von Alex Albon ausgesetzt. Bei dem Versuch innen hineinzustechen und den Inder niederzuringen, war der Ferrari Pilot dann zu weit rausgekommen und Arjun Maini konnte seine Position verteidigen. Es dauerte aber nicht lange und dann konnte der Ferrari-Pilot doch vorbeizeihen und Platz acht einnehmen.

Genauso hart kämpften auch Philip Ellis und Kelvin van der Linde. Hier ging es zunächst um Rang sechs. Aber die ersten drei waren immer noch nicht in der Box gewesen. Maximilian Buhk hatte im nach hinein eine 5-Sekunden-Zeitstrafe wegen Überschreiten des Track Limits bekommen. In der Schlussphase war Esteban Muth zum Reifenwechsel hereingekommen. Maximilian Götz hatte Mike Rockenfeller niedergerungen und lag jetzt wieder hinter Liam Lawson. Nico Müller kam in die Box, musste aber wegen technischer Probleme das Rennen dort aufgeben. An der Spitze führte Liam Lawson mit einem knappen Vorsprung von 0,789 Sekunden vor Maximilian Götz. Mike Rockenfeller lag auf Rang drei. Er musste aber noch in die Box kommen und seinen Stopp hinter sich bringen.

In den letzten vier Minuten hatte sich Alex Albon an Kelvin van der Linde vorbeigedrängt und sich auf Platz fünf gefahren. Auch Esteban Muth erhielt eine 5-Sekunden-Zeitstrafe wegen Überschreiten des Track Limits. Zwei Runden vor Schluss war Sophia Flörsch zum Reifenwechsel gekommen. Beim nächsten Umlauf kam Mike Rockenfeller als Letzter zum Pflichtboxenstopp. Um den letzten Platz auf dem Stockel ging es mächtig zwischen Philip Ellis und Alex Albon zur Sache. Dahinter lauerte Kelvin van der Linde. Liam Lawson holte sich seinen zweiten Saisonsieg vor Maximilian Götz und Philip Ellis. Marco Wittmann beendete das Rennen auf Rang sieben. Der Tabellenführer wurde als Fünfter abgewunken. Esmee Hawkey sah als beste Dame die Zielflagge auf Rang 16.

Liam Lawson (Red Bull AF Corse): „Das war ein wirklich gutes Rennen. Ich wünschte, ich hätte es kontrolliert. Für mich war es nur Vollgas die ganze Zeit. Hier ein Red Bull-Auto zu fahren und dann zu gewinnen ist super, es ist unser zweites Heimrennen nach Monza mit Ferrari.“

Maximilian Götz (Mercedes-AMG Team HRT): „Ich glaube, das war ein geiles Rennen! Ich war am Ende knapp dran, aber zum Vorbeifahren hat es nicht gereicht.“

Philip Ellis (Mercedes-AMG Team Winward): „Nach der Berührung mit Sheldon van der Linde war ich unsicher, ob das Auto hält. Die Action war mega, es war ein sehr hartes Rennen, und es war top, wieder Zuschauer im Fahrerlager zu haben.“


Im zweiten Zeittraining am Sonntagmorgen wurden die Zeiten gegenüber gestern nicht schneller. Auch hier wurden wieder etliche Zeiten wegen Überschreitung der Tack Limits gestrichen. Im nach hinein erhielt Maximilian Paul eine Rückversetzung um drei Startplätze von den Sportkommissaren wegen eines Unsafe Release während des Qualifyings 2 für das zweite Rennen (bzw. das nächste, an dem er teilnimmt). Nach den zwanzig Minuten hatte sich Marco Wittmann mit acht gefahrenen Runden und einer Zeit von 1:27,892 Minuten Startplatz eins gesichert. Startplatz zwei und drei nehmen Liam Lawson und Sheldon van der Linde ein. Maximilian Götz konnte Startposition vier einnehmen. Kelvin van der Linde steht in der vierten Startreihe. Esmee Hawkey nimmt als beste Dame von Rang 18 aus das Rennen auf. Esmee Hawkey musste im nach hinein vom Ende des Feldes starten, da sie einen zusätzlichen Reifen in Anspruch nehmen muss. Damit nimmt Sophia Flörsch von Rang 18 als beste Dame das Rennen auf.


Auch der zweite fliegende Start an diesem Wochenende, am Sonntagmittag funktionierte ohne weiteres. Marco Wittmann der von der Pole aus ins Rennen ging konnte die Meute hinter sich halten und bog als Erster in die erste Kurve. Dort gingen bereits Esmee Hawkey und Sophia Flörsch den weiten Weg nach außen. Die ersten beiden hatte sich bereits mit einigen Wagenlängen abgesetzt. Maximilian Götz hatte für einen kurzen Moment Sheldon van der Linde niedergerungen, doch dieser holte sich sofort seinen dritten Rang wieder zurück. Einen harten Kampf lieferten sich Arjun Maini mit Maximilian Buhk um Platz zwölf. Im hinteren Feld wurde genauso wie um die vorderen Plätze hart gefightet. An der Spitze führte weiterhin Marco Wittmann mit einem Vorsprung von 1,088 Sekunden vor Liam Lawson und Maximilian Götz.

Sheldon van der Linde hatte sich zwischenzeitlich einen Plattfuß eingefangen und musste nun versuchen zur Box zu kommen. Maximilian Götz auf Rang drei hatte eine riesige Armada hinter sich. Marco Wittmann und Liam Lawson hatten sich mit über drei Sekunden vom übrigen Feld abgesetzt. Nachdem Sheldon van der Linde sich einen neuen Reifen geholt hatte, eilte er nun dem Feld hinterher. Der Tabellenführer befand sich zu dieser Zeit auf Rang sieben und musste sich harten Attacken gegenüber Timo Glock erwehren. Nach fünf Runden kamen bereits Philip Ellis, Vincent Abril, Marco Wittmann, Timo Glock, Mike Rockenfeller, Maximilian Buhk, Esteban Muth und Alex Albon zum Pflichtboxenstopp herein. Beim nächsten Umlauf kamen die nächsten vier Piloten hinein. Unter ihnen war auch Maximilian Götz. Die Reihenfolge geriet nun wieder durch einander.

Liam Lawson konnte vor Marco Wittmann aus der Box fahren und setzte sich auch direkt mit einigen Wagenlängen ab. Alex Albon hatte nach sieben Runden einen Reifenschaden erlitten. Lucas Auer versuchte unterdessen Vincent Abril unter Druck zu setzen. Hier ging es zunächst um Rang elf. An der Spitze führte jetzt Kelvin van der Linde vor Daniel Juncadella und Nico Müller. Diese drei, Maximilian Paul und Dev Gore mussten ihren Pflichtboxenstopp noch hinter sich bringen. Mike Rockenfeller musste wegen Bremsproblemen zum zweiten Mal die Box aufsuchen und dort das Rennen früher beenden als geplant. Daniel Juncadella musste absolute Kampflinie fahren, denn Arjun Maini drückte unheimlich von hinten. Der Inder hatte noch Maximilian Buhk im Schlepptau.

Daniel Juncadella und Vincent Abril erhielten eine 5-Sekunden-Zeitstrafe wegen nicht korrekter Grid Position. Maximilian Buhk, Esmee Hawkey und Maximilian Paul erhielten die schwarz-weiße Flagge nach dreimaligen Überschreiten der Track Limits. Wenig später erhielt auch Philip Ellis eine Verwarnung wegen des gleichen Vergehens. Nach 15 Runden mussten noch Nico Müller und Sheldon van der Linde ihren Pflichtboxenstopp hinter sich bringen. Letzterer vollzog dann kurz darauf seinen Stopp. Zuvor hatte er aber auch eine Verwarnung wegen dreimaligen Überschreitens der Track Limits erhalten. Maximilian Götz auf Rang vier fahrend hatte nach vorne und hinten genug Luft. Hingegen musste Liam Lawson aufpassen, denn der Pole-Setter war mit nur 0,903 Sekunden an ihm dran.

Bei noch 30 Minuten zu fahrender Zeit schrumpfte der Vorsprung des Ferrari-Piloten. Auch Nico Müller hatte drei Mal die Streckenbegrenzung überfahren und erhielt ebenfalls eine Verwarnung. Nico Müller hatte sich an der Spitze einen Vorsprung von 2,858 Sekunden herausgefahren. Er musste aber noch zum Stopp herein kommen. In den letzten 15 Minuten waren Liam Lawson und Marco Wittmann an Nico Müller dran. Der Ferrari-Pilot konnte ruck zuck an dem Audi-Fahrer vorbei gehen und hatte die Führung wieder inne. Marco Wittmann wurde zunächst etwas aufgehalten. Dies konnte Liam Lawson nutzen und sich von seinem Verfolger absetzen. Nach 28 Runden hatte auch Marco Wittmann Nico Müller niedergerungen. Beim nächsten Umlauf kam Dev Gore in die Box und beendete dort das Rennen. Auch Esmee Hawkey erhielt ebenfalls eine 5-Sekunden-Zeitstrafe, weil auch sie zu häufig die Track Limits missachtet hatte.

Für Daniel Juncadella war das Rennen gegessen, denn zehn Minuten vor Schluss erhielt er erneut eine 5-Sekunden-Zeitstrafe nach zu häufigem Überschreiten der Track Limits. In der Schlussphase war Marco Wittmann wieder an Liam Lawson dran. Dieser hatte zuvor auch eine Verwarnung wegen des Track Limits erhalten. Beim nächten Umlauf erhielt auch Marco Wittmann wegen des gleichen Vergehens die Verwarnung. Diese beiden waren mit über dreizehn Sekunden dem Feld enteilt. Maximilian Götz auf Rang drei hatte einen Vorsprung von 6,583 Sekunden vor Philip Ellis. Sophia Flörsch lag als beste Dame auf Rang 15. Der Tabellenführer lag auf Platz acht. Doch durch die Strafen von Daniel Juncadella und Vincent Abril wird er am Schluss auf Platz sechs vorfahren.

Mit einem ganz knappen Vorsprung von 0,215 Sekunden holte sich Liam Lawson seinen dritten Saisonsieg vor Marco Wittmann und Maximilian Götz. Kelvin van der Linde sah auf Rang sechs das Ziel. Sophia Flörsch beendete als beste Dame auf Rang 15 das Rennen. Daniel Juncadella und Vincent Abril wurden nach ihren Strafen nur auf den Plätzen zwölf und acht gewertet.

In der Meisterschaft führt weiterhin Kelvin van der Linde mit 147 Punkten vor Liam Lawson mit 135 und Maximilian Götz mit 131 Punkten. Liam Lawson liegt in der Junior-Wertung mit 126 Zähler auf Rang eins, gefolgt von Sheldon van der Linde mit 28 und Esteban Muth mit 26 Zähler. Auf Rang eins in der Team-Wertung liegt Red Bull Alpha Tauri AF Corse mit 229 Punkten. Platz zwei und drei nehmen Team Abt Sportsline mit 208 und Mercedes-AMG Team Winnward mit 163 Punkten ein. In der Hersteller-Wertung hat Mercedes-AMG mit 358 Zähler die Nase vorne. Dahinter liegen Audi mit 255 und Ferrari mit 229 Zähler.

Liam Lawson (Red Bull AF Corse): Mit 25 Kilogramm Erfolgsgewicht vom Samstag war das kein einfaches Rennen. Das Team hat beim Boxenstopp einen super Job gemacht, das war der Schlüssel zum Sieg. Wir wussten, dass diese Strecke Ferrari entgegenkommt, aber so ein Ergebnis mit zwei Siegen ist natürlich ein Traum. Auch für die Meisterschaft haben wir einen großen Schritt nach vorne gemacht.“

Marco Wittmann (Walkenhorst Motorsport): „Es ist schade, dass Ferrari und Mercedes bei den Boxenstopps einen technischen Vorteil haben. Wenn man auf dem ersten Startplatz steht, hofft man auf einen Sieg. Mit der Pole-Position hatte ich eine gute Ausgangsposition, am Ende wurde es Platz zwei – ich bin mit den Punkten zufrieden, aber auch etwas enttäuscht, dass es nicht ganz gereicht hat.“

Maximilian Götz (Mercedes-AMG Team HRT): „Ich bin sehr zufrieden, so viele Punkte geholt zu haben. Ich hatte keine Chance, näher an das Duo an der Spitze heranzukommen. Immerhin war ich zweimal auf dem Podium und bin in der Meisterschaft der bestplatzierte Mercedes-Fahrer.“


DTM

Ergebnis Lauf 9– Red Bull Ring

5. Rennen DTM – 03. – 05. September 2021 – Knittelfeld / A

Gestartet: 20 Fahrzeuge - Gewertet: 18 - Streckenlänge: 4,318 km - Renndistanz: 164,08 km - Dauer: 38

Platz Start-Nr. Fahrer Team Fahrzeug Zeit / Rückstand
1 30 Lawson, Liam Red Bull AF Corse Ferrari 57:48,232
2 4 Götz, Maximilian Mercedes-AMG Team HRT Mercedes-AMG + 1,007
3 57 Ellis, Philip Mercedes-AMG Tea WINWARD Mercedes-AMG + 12,939
4 23 Albon, Alex Red Bull Alpha Tauri AF Corse Ferrari + 14,282
5 3 Van der Linde, Kelvin Team Abt Sportsline Audi + 14,829
6 36 Maini, Arjun Mercedes-AMGH TZeam GetSpeed Mercedes-AMG + 15,196
7 11 Wittmann, Marco Walkenhorst Motorsport BMW + 15,543
8 22 Auer, Lukas Mercedes-AMG Team WINWARD Mercedes-AMG + 17,007
9 5 Abril, Vincent Mercedes-AMG Team HRT Mercedes-AMG + 19,744
10 16 Glock, Timo ROWE Racing Audi + 22,160
11 8 Juncadella, Daniel Mercedes-AMG Team GruppeM Racing Mercedes-MG + 23,204
12 18 Buhk, Maximilian Mercedes-AMG TZeam Mücke Motorsport Mercedes-AMG + 25,600
13 71 Paul, Maximilian T3 Motorsport Lamborghini + 29,458
14 10 Muth, Esteban T3 Motorsport Lamborghini + 29,985
15 9 Rockenfeller, Mike Team Abt Sportsline Audi + 38,175
16 26 Hawkey, Esmee T3 Motorsport Lamborghini + 39,412
17 99 Flörsch, Sophia Team Abt Audi + 1:07,168
18 51 Müller, Nico Team Rosberg Audi - 7 laps
- 12 Gore, Dev Team Rosberg Audi - 23 laps
- 31 Van der Linde, Sheldon ROWE Racing BMW - 29 laps
Schnellste Runde: Start-Nr. 10, Muth, Esteban in 1:29,691 Min. = 173,3 km/h in Runde 36


DTM

Ergebnis Lauf 10– Red Bull Ring

5. Rennen DTM – 03. – 05. September 2021 – Knittelfeld / A

Gestartet: 20 Fahrzeuge - Gewertet: 17 - Streckenlänge: 4,318 km - Renndistanz: 164,08 km - Dauer: 38

Platz Start-Nr. Fahrer Team Fahrzeug Zeit / Rückstand
1 30 Lawson, Liam Red Bull AF Corse Ferrari 57:32,602
2 11 Wittmann, Marco Walkenhorst Motorsport BMW + 0,215
3 4 Götz, Maximilian Mercedes-AMG Team HRT Mercedes-AMG + 15,907
4 57 Ellis, Philip Mercedes-AMG Tea WINWARD Mercedes-AMG + 23,243
5 22 Auer, Lukas Mercedes-AMG Team WINWARD Mercedes-AMG + 24,958
6 3 Van der Linde, Kelvin Team Abt Sportsline Audi + 25,582
7 36 Maini, Arjun Mercedes-AMGH TZeam GetSpeed Mercedes-AMG + 26,524
8 5 Abril, Vincent Mercedes-AMG Team HRT Mercedes-AMG + 28,949
9 18 Buhk, Maximilian Mercedes-AMG TZeam Mücke Motorsport Mercedes-AMG + 30,324
10 16 Glock, Timo ROWE Racing Audi + 32,167
11 71 Paul, Maximilian T3 Motorsport Lamborghini + 33,766
12 8 Juncadella, Daniel Mercedes-AMG Team GruppeM Racing Mercedes-MG + 34,219
13 10 Muth, Esteban T3 Motorsport Lamborghini + 37,302
14 51 Müller, Nico Team Rosberg Audi + 40,798
15 99 Flörsch, Sophia Team Abt Audi + 45,690
16 26 Hawkey, Esmee T3 Motorsport Lamborghini + 54,437
17 23 Albon, Alex Red Bull Alpha Tauri AF Corse Ferrari + 1:20,715
- 12 Gore, Dev Team Rosberg Audi - 11 laps
- 31 Van der Linde, Sheldon ROWE Racing BMW - 24 laps
- 9 Rockenfeller, Mike Team Abt Sportsline Audi - 31 laps
Schnellste Runde: Start-Nr. 11, Wittmann, Marco in 1:29,442 Min. = 173,7 km/h in Runde 8