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Erster Thailänder bei der DTM ganz oben auf dem Treppchen - Rennen 2

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Als die Protagonisten am Sonntagmittag ihren zweiten Lauf an diesem Wochenende unter die Räder nahmen, war die Strecke wieder trocken. Nach der Einführungsrunde funktionierte auch dieser fliegende Start ohne Probleme und Alex Albon konnte seine Position behaupten und führte das Feld in die erste Kurve. Michael Ammermüller war direkt auf Rang drei vorgeprescht. Er wurde dann in der Mercedes-Arena von Maximilian Götz angeschubst. Der Porsche-Pilot drehte sich daraufhin hinaus. Christian Klien und Maximilian Götz behackten sich, aber der Uffenheimer behielt die Oberhand. Wenig später hatte Philip Ellis einen mächtigen Ausritt, dabei gingen einige Teile fliegen. Auf Start und Ziel gab es dann eine Kollision und zwar war Maximilian Buhk in die Boxenmauer eingeschlagen, nachdem er zuvor mit Lucas Auer aneinander geraten war.

Das Safety Car musste hinaus geschickt werden, um den Havaristen bergen zu können. Maximilian Buhk konnte das Fahrzeug aber wieder in Bewegung setzten und fuhr danach in eine Parktasche. Der Re-Start ging zu Gunsten von dem Pole-Setter aus. Der Ferrari-Pilot konnte sich auch direkt ein wenig absetzen. Im Verlauf der fünften Runde drehte sich Philip Ellis raus und nahm noch Luca Stolz mit ins Aus. Für beide war das Rennen früher beendet als geplant. Maximilian Götz war auf Rang sechs zurückgefallen. Lucas Auer kam auf die noch feuchte Strecke und drehte sich weg. Die ersten Piloten kamen bereits nach sechs Runden zum Stopp herein,. Es waren Maximilian Götz, Lucas Auer, Arjun Maini und Mike Rockenfeller. Liam Lawson Esteban Muth und Vincent Abril waren die nächsten die ihre Reifen wechselten.

Unterdessen lieferten sich Liam Lawson und Maximilian Götz einen harten Kampf. Hier ging es zunächst um Rang vierzehn. In der neunten Runde konnte der HRT-Pilot vorbeiziehen. Bei Liam Lawson fing das Fahrzeug im Bereich des linken hinteren Reifen an zu qualmen. Er hatte einen Reifenschaden erlitten, als Maximilian Götz ihn überholte. Alex Albon vollzog nach acht Runden seinen Stopp. Damit führte jetzt Christian Klien das Feld an vor Sheldon van der Linde und Nico Müller. Die ersten acht Fahrer mussten noch in die Box kommen. Da Hubert Haupt in Kurve sechs neben der Strecke stand, musste das Rennen erneut neutralisiert werden. Sheldon van der Linde nutzte die Safety Car Phase und wechselte seine Reifen. Unterdessen wurde der Vorfall zwischen Maximilian Götz und Liam Lawson noch von der Rennleitung untersucht.

Der Neustart erfolge dann nach 17 Runden und Christian Klien behielt die Oberhand. Im gesamten Feld wurde wieder hart gefightet. Bei Michael Ammermüller rauchte es und er fuhr in langsamer Fahrt neben der Strecke. Wenig später musste Sheldon van der Linde das Rennen früher beenden als geplant. Zu viert wollten sie durch die Schikane und der Leittragende war Mike Rockenfeller der sich drehte und danach die Box aufsuchen musste. Es wurde ziemlich aggressiv gefahren. Der Meisterschaftsführende musste auch die Box aufsuchen. Sein Fahrzeug wurde danach in die Box zurück geschoben. Er war auch bei der Kettenreaktion in der Schikane dabei. Liam Lawson der zwischenzeitlich wieder unterwegs war, hatte erneut einen Reifenschaden. Er war der Auslöser in der Schikane.

Bei noch 23 Minuten zu fahrender Zeit erhielt Markus Winkelhock so wie gestern eine Durchfahrtsstrafe. Diesmal wegen Frühstarts. Zu dieser Zeit waren bereits acht Fahrzeuge nicht mehr mit von der Partie. Maximilian Götz lag zwischenzeitlich auf Rang acht. Es mussten aber noch drei Fahrer die vor ihm unterwegs waren in die Box kommen. Christian Klien an der Spitze, Nico Müller auf Rang drei und Christopher Haase auf Platz neun waren noch nicht in der Box gewesen. Letzterer vollzog seinen Stopp nach 24 Runden. Liam Lawson erhielt jetzt eine Durchfahrtsstrafe wegen der Kollision in der Schikane. Danach konnte er dem Feld hinterher eilen. Alex Albon hatte zu dieser Zeit Christian Klien niedergerungen und damit die Führung wieder übernommen. Bei noch dreizehn Minuten zu fahrender Zeit kam Liam Lawson erneut in die Box und gab das Rennen früher auf als geplant.

Der Führende konnte sich ein wenig vom Feld absetzen. Danach kam ein Trio mit Christian Klien, Nico Müller und Daniel Juncadella. Die ersten beiden dieser Gruppe hatten aber ihren Pflichtboxenstopp noch nicht hinter sich gebracht. Christian Klien holte sich nach 31 Runden neue Reifen. Beim nächsten Umlauf kam dann Nico Müller als Letzter herein. Damit war die Reihenfolge wieder hergestellt. Alex Albon hatte sich mit einigen Wagenlängen vom Feld abgesetzt, gefolgt von Daniel Juncadella und Marco Wittmann. Maximilian Götz lag auf Rang vier. Dieser hatte Esteban Muth im Schlepptau. Der Führende war mit 4,903 Sekunden auf und davon gefahren. Alex Albon holte sich als erster Thailänder nach 38 Runden einen DTM-Sieg, gefolgt von Daniel Juncadella und Marco Wittmann. Maximilian Götz beendete das Rennen auf Rang vier.

In der Meisterschaft führt weiterhin Kelvin van der Linde mit 129 Punkten vor Maximilian Götz mit 96 und Marco Wittmann mit 94 Punkten. Liam Lawson führt die Juniorwertung mit 75 Zähler an vor Sheldon van der Linde mit 38 und Esteban Muth mit 26 Zähler. Auf Rang eins in der Teamwertung liegt Abt Sportsline mit 190 Punkten, gefolgt von Red Bull AF Corse mit 162 und Mercedes-AMG Team Winward mit 122 Punkten. In der Herstellerwertung hat Mercedes mit 27 Zähler die Nase vorne. Dahinter liegen Audi mit 237 und Ferrari mit 162 Zähler.

Alex Albon (Red Bull AF Corse): „Das war heute ein richtig guter Tag für mein Team und mich. Das Team hat über Nacht viel gearbeitet, und das hat sich ausgezahlt. Heute haben wir einen Schritt nach vorne gemacht, dieses Momentum wollen wir mitnehmen.“

Marco Wittmann (Walkenhorst Motorsport): „Das war zeitweise echt extrem heute. Teilweise waren wir mit bis zu fünf Autos nebeneinander unterwegs – das war heftig. Das habe ich in der DTM noch nie erlebt, aber es hat trotzdem viel Spaß gemacht. In solchen Momenten ist es immer wichtig, zwischen Risiko und Vorsicht die richtige Entscheidung zu treffen. Das ist uns heute gut gelungen.“

Maximilian Götz (Mercedes-AMG Team HRT): „Es wären noch ein paar Pünktchen mehr drin gewesen. Die Fahrer, die später als ich an die Box gefahren sind, haben mich ein wenig aufgehalten. Aber insgesamt bin ich zufrieden. Meine Mitstreiter um die Meisterschaft sind alle ausgefallen, während wir Punkte geholt haben. Es war ein hartes Rennen mit vielen Rangeleien. Man hat gesehen, dass es nun um die Wurst geht und jeder jeden Punkt mitnehmen will.“

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