• DTM
    Deutsche Tourenwagen Masters
  • ADAC GT Masters
    Liga der Supersportwagen
  • Porsche
    Carrera Cup
  • Audi TT Cup
    Der schnellste Audi-Markenpokal
  • Formel 3 EM
    Die beste Formel 3 in Europa
  • PROCAR 1
    Die Meisterklasse der Tourenwagen

Erster Thailänder bei der DTM ganz oben auf dem Treppchen

Beitragsseiten

Erstmals startet Porsche in der DTM, seit 34 Jahren präsentiert die DTM eine Markenvielfalt mit Rennwagen von sieben Herstellern, und das Starterfeld ist mit 23 Autos so groß wie seit Jahren nicht mehr – die DTM zündet auf dem legendären Nürburgring ein motorsportliches Feuerwerk. Vom 20. bis 22.August finden die Läufe sieben und acht in der Eifel auf dem Nürburgring statt. Gefahren wird auf der 3,629 Kilometer langen Sprintstrecke. Der kurze Kurs sorgt für viele Runden und dichtgestaffeltes Treiben der PS-Profis. Als Tabellenführer reist der Südafrikaner Kelvin van der Linde (Team Abt Sportsline) mit 101 Punkten an, gefolgt von dem Neuseeländer Liam Lawson (Red Bull AF Corse) mit 80 und Maximilian Götz (Mercedes-AMG Team HRT) mit 72 Punkten.

Das junge, aber äußerst erfolgreiche Team SSR Performance mit Stammfahrer Michael Ammermüller nutzt die Gelegenheit zu einem Gaststart am Nürburgring. Wie SSR-Teamchef Wolfgang Hatz betont, will das Team in der DTM seine Möglichkeiten für die kommende Saison ausloten. Gleiches gilt für Toksport-WRT direkt aus Quiddelbach am Nürburgring. Das Team schickt einen Mercedes-AMG für GT3-Routinier Luca Stolz ins Rennen. Zum zweiten Mal nach Zolder startet zudem der ehemalige Formel-1-Pilot Christian Klien im McLaren von JP-Motorsport. Außerdem übernimmt Markus Winkelhock den Audi von ABT Sportsline, der sonst von Sophia Flörsch gesteuert wird, die wegen einer Terminkollision jedoch verhindert ist. Das DTM Kapitel Hubert Haupt geht weiter: Der Münchner war 1991/92 als Audi-Werksfahrer mit dem Audi V8 dabei, kehrte nach dem DTM-Comeback 2001 mit Opel zurück, gründete 2020 sein eigenes Team mit Sitz am Nürburgring und startet nun als Gaststarter im dritten Mercedes-AMG seines HRT-Teams.

Maximilian Götz (Mercedes-AMG Team HRT): „Wir haben als Team einen hervorragenden Start in die DTM-Saison hingelegt. Auf den bisherigen Erfolgen werden wir uns aber nicht ausruhen. Wir möchten in jedem Rennen ganz vorne mitfahren und um den Sieg kämpfen. Als aktuell Dritter in der Fahrerwertung möchte ich weiter Punkte sammeln, am besten schon am kommenden Wochenende auf dem Nürburgring.“

Hubert Haupt (Teambesitzer HRT / Mercedes-AMG Team HRT): „Ich freue mich schon seit Wochen darauf, nach 20 Jahren wieder bei einem DTM-Rennen im Cockpit Platz zu nehmen. Dass ich mein Comeback ausgerechnet auf dem Nürburgring feiern darf, macht die Sache umso schöner. In erster Linie geht es für mich aber darum, Spaß zu haben und die tolle Atmosphäre in der DTM einmal mehr auch als Fahrer zu genießen.“


Das erste freie Training stand für die Fahrerinnen und Fahrer am Freitagmittag auf dem Programm. Dieses fand zunächst bei trockenem Wetter statt. In den letzten zehn Minuten setzte für einen kurzen Moment ganz leichter Nieselregen ein. Hier konnte sich allen gegenüber Vincent Abril (Mercedes-AMG Team HRT) nach 17 gefahrenen Runden mit einer Zeit von 1:27,480 Minuten behaupten, gefolgt von Luca Stolz (Toksport WRT) und Christopher Haase (Team Rosberg), der für Dev Gore an diesem Wochenende einspringt. Der Tabellenführer lag auf Rang elf. Liam Lawson und Maximilian Götz mussten sich zunächst mit den Rängen neun und dreizehn zufrieden geben. Michael Ammermüller (SSR Performance) konnte Rang vier einnehmen. Direkt hinter ihm lag Christian Klien (JP Motorsport). Markus Winkelhock, der Sophia Flörsch vertritt wurde auf Rang 17. gewertet. Hubert Haupt und Esmee Hawkey lagen auf den Plätzen 16 und 23.


Auf abtrocknender Strecke fand am Freitagnachmittag das zweite freie Training statt. Die Zeiten gegenüber mittags wurden schneller. Diesmal hatte Luca Stolz mit einer Zeit von 1:27,201 Minuten und neun gefahrenen Runden das Sagen. Hinter ihm lagen Michael Ammermüller und Maximilian Götz. Kelvin van der Linde hatte sich um zwei Ränge verschlechtert. Auch Liam Lawson war um zehn Ränge nach hinten gerutscht. Hingegen konnte sich die einzige Dame im Feld Esmee Hawkey um zwei Plätze verbessern. Genauso konnten sich auch Markus Winkelhock, Christopher Haase und Vincent Abril nicht verbessern. Sie mussten sich mit den Rängen 23, 17 und zehn zufrieden geben. Christian Klien konnte seine Platzierungen behaupten. Hubert Haupt wurde auf Rang 18 gewertet.

Luca Stolz (Toksport WRT): „Das war ein guter Start ins Wochenende. Natürlich hatten wir den Vorteil der neuen Reifen, aber es hilft bei der Vorbereitung auf das Zeittraining. Wo wir wirklich stehen, sehen wir erst morgen. Das Auto läuft gut, wir sind sehr zufrieden und es macht richtig Spaß in der DTM.“


Ernst wurde es dann für die Protagonisten am Samstagmorgen, denn nun mussten sie ihre Startaufstellung für den Lauf am Mittag ausfahren. Diese Session fand bei trockenem Wetter mit Sonnenschein statt. Die Zeiten gegenüber gestern wurden schneller. Nach den zwanzig Minuten hatte sich der Tabellenführer Kelvin van der Linde gegenüber allen anderen durchgesetzt und sich die Pole-Position mit einer Zeit von 1:26,052 Minuten gesichert. Hinter ihm werden Philip Ellis (Mercedes-AMG Team Winward) und Marco Wittmann (Walkenhorst Motorsport) starten. Liam Lawson und Maximilian Götz stehen in der sechsten bzw. dritten Startreihe. Von den Startpositionen fünf, sieben, vierzehn, 19 und 21 werden Luca Stolz, Christopher Haase, Christian Klien, Markus Winkelhock und Esmee Hawkey ins Rennen gehen.

Kelvin van der Linde (Team Abt Sportsline): „Keine Ahnung, wie ich das geschafft habe. Der erste Run war super, im zweiten Anlauf klappte es dann gar nicht. Das müssen wir analysieren. Ich bin auf jeden Fall super happy mit der Pole-Position und die drei Zusatzpunkte für die Fahrerwertung. Jeder Punkt zählt! Natürlich werden wir versuchen, diese Position im Rennen zu behaupten. Am Freitag hatten wir nach dem Training gemischte Gefühle, aber das Team hat gestern Abend noch lange geschraubt, und das hat sich bezahlt gemacht.“


Kelvin van der Linde, der zum dritten Mal auf der Pole-Position stand konnte nach der Einführungsrunde den fliegenden Start zum siebten Lauf in dieser Saison zunächst für sich verbuchen, doch Philip Ellis und Marco Wittmann versuchten den Pole-Setter zu attackieren. Doch noch vor der ersten Kurve konnte Kelvin van der Linde sich durchsetzen und seine Führungsposition behaupten. Im hinteren Feld ging es schon mächtig zur Sache. Da wurde hier und dort auch der Lack ausgetauscht und im Gerangel wurde Maximilian Buhk von Lucas Auer umgedreht. Im Verlauf der zweiten Runde wurde das Safety Car hinausgeschickt, um Maximilian Buhk der nach dem Dreher auf der Strecke stand zu bergen. Zwischenzeitlich kam Christopher Haase in die Box gefahren. Maximilian Götz hatte einen Rang gut gemacht. Luca Stolz hatte sich auf Rang drei geschoben.

Der Re-Start erfolgte nach vier Runden und ging wieder zu Gunsten von Kelvin van der Linde aus, trotz dass Philip Ellis schon neben dem Südafrikaner war. Doch dieser war auf der besseren Innenbahn. Einen harten Kampf lieferten sich Daniel Juncadella und Maximilian Götz. Zusammen fuhren sie auf die nächsten Kurven zu. Maximilian Götz konnte seinen fünften Platz aber behaupten. Nach fünf Runden führte weiterhin Kelvin van der Linde vor Philip Ellis und Luca Stolz. Zur gleichen Zeit hatte sich Alex Albon gedreht, nachdem er zuvor mit Arjun Maini aneinander geraten war und auch Christian Klien war in Schwierigkeiten geraten, denn er fiel immer weiter zurück. Markus Winkelhock hatte sich aus allem herausgehalten und lag bereits auf Rang dreizehn.

Lucas Auer war zwischenzeitlich in der Box gewesen. Auch Hubert Haupt hatte seine Crew aufgesucht. Sie waren die ersten die ihren Pflichtboxenstopp hinter sich gebracht hatten. Diese beiden konnten nun dem Feld hinterher eilen. Michael Ammermüller kam nach sechs Runden zum Pflichtboxenstopp herein. Da man das linke Rad nicht auf die Radnarbe bekam, blieb das Fahrzeug in der Box. Beim nächten Umlauf kam Maximilian Götz in die Box. Zur gleichen Zeit hatte sich Timo Glock gedreht. So nach und nach kamen dann die nächsten Fahrer zum Reifenwechsel herein. Die Reihenfolge geriet nun erst einmal durcheinander. Der Pole-Setter kam nach zehn Runden in die Box, gefolgt von Philip Ellis. Jetzt führte Luca Stolz das Feld an vor Daniel Juncadella und Nico Müller. Sechs Fahrer mussten nach dreizehn gefahrenen Runden noch die Reifen wechseln.

Zu dieser Zeit waren Michael Ammermüller, Christopher Haase und Maximilian Buhk nicht mehr mit von der Partie. Maximilian Götz lag bei noch 32 Minuten zu fahrender Zeit auf Rang acht. Aber die Reihenfolge war noch nicht wieder hergestellt, denn vier Piloten mussten noch in die Box. Zwischenzeitlich führte Mike Rockenfeller das Feld an vor Markus Winkelhock und Alex Albon. Diese mussten ihre Reifen aber noch wechseln. Genauso wie Timo Glock, der vor Maximilian Götz fuhr. Letzterer hatte nach vorne und hinten genug Luft. Einen harten Kampf lieferten sich Liam Lawson und Daniel Juncadella. Hier ging es zunächst um Rang zwölf. Kelvin van der Linde biss sich an Alex Albon die Zähne aus. Doch dieser musste noch in die Box kommen. In der 21. Runde konnte der Tabellenführer vor der Schikane an dem Thailänder vorbeiziehen.

Marco Wittmann hatte auch nichts zu lachen, denn der Druck von Nico Müller wurde Runde um Runde größer. Hier ging es um Platz acht. Es mussten aber immer noch Mike Rockenfeller an der Spitze und Markus Winkelhock auf Rang zwei in die Box kommen. Nach 24 Runden vollzog Markus Winkelhock seinen Boxenstopp. Im gesamten Feld hatten sich Grüppchen gebildet, in denen hart um jede Position gekämpft wurde. Nico Müller erhielt von der Rennleitung eine 5–Sekunden-Zeittstrafe wegen Verlassens der Strecke. Nachdem Markus Winkelhock aus der Box herauskam, lag er hinter Liam Lawson und setze diesen unter Druck. Er musste aber aufpassen, denn Daniel Juncadella lag direkt hinter ihm in Schlagdistanz. Dazu gesellte sich noch Lucas Auer.

Kurze Zeit später drehte Markus Winkelhock den Neuseeländer um. Dieser musste sich danach auf Rang 16 wieder einreihen. Ebenfalls eine 5-Sekunden-Zeitstrafe hatte auch Esteban Muth erhalten und zwar auch wegen Verlassens der Strecke. Nach 32 Runden kam endlich Mike Rockenfeller zum Reifenwechsel herein. An der Spitze führte nun wieder Kelvin van der Linde mit einem Vorsprung von über vier Sekunden vor Luca Stolz und Philip Ellis. Maximilian Götz befand sich auf Rang vier. Unterdessen erhielt Markus Winkelhock eine Durchfahrtsstrafe wegen der Aktion mit Liam Lawson. Diese Strafe trat er dann nach 34 Runden an. Danach war er nur noch auf Rang 17 unterwegs. Alex Albon wurde in der Schlussphase zurück in die Box geschoben.

Um den vierten Rang wurde hart gekämpft zwischen Maximilian Götz, Nico Müller und Mike Rockenfeller. Letzterer hatte dann mit dem Schweizer vor ihm kurzen Prozess gemacht und war vorbeigegangen. In den letzten vier Runden musste sich auch der Uffenheimer dem Audi-Piloten geschlagen geben. Mike Rockenfeller war der Mann des Rennens, denn er war von Startposition 16 aus ins Rennen gegangen. Kelvin van der Linde gewinnt mit einem Vorsprung von über vier Sekunden den siebten Lauf vor Luca Stolz und Philip Ellis. Mike Rockenfeller wurde als Vierter gewertet. Liam Lawson und Maximilian Götz sahen die Ziellinie auf den Rängen dreizehn und fünf. Esmee Hawkey und Markus Winkelhock beendeten das Rennen auf den Rängen 17 und 16.

Kelvin van der Linde (Team Abt Sportsline): „Ich genieße jede Sekunde dieser Saison. Es hat so lange gedauert, bis ich es in die DTM geschafft habe. Ich habe immer wieder bei Audi angeklopft, ob sie nicht ein DTM-Cockpit für mich haben. Jetzt bin ich um so glücklicher, gegen diese starken Jungs fahren zu dürfen. Es war ein intensives Rennen. Beim Start und Re-Start konnte ich mich durchsetzen und in Führung bleiben. Nur nach dem Reifenwechsel musste ich hart kämpfen. Es gab auch einen Kontakt, es wird halt hart gekämpft. Ich habe einen kühlen Kopf bewahrt und bin ruhig geblieben.“

Luca Stolz (Toksport WRT): „Das waren guter Fights heute, und ich hoffe, das war nicht unser letztes DTM-Rennen“

Im nach hinein hatte die Rennleitung ein neues Rennergebnis herausgebracht und zwar hatte Luca Stolz eine 30 Sekundenstrafe erhalten, weil er in der Boxengasse nicht vorsichtig genug war. Damit rutschte Philip Ellis auf Rang zwei und Mike Rockenfeller auf Rang drei. Maximilian Götz beendete damit das Rennen als Vierter. Luca Stolz wurde nun nur auf Rang neun gewertet.


Am Sonntagmorgen stand dann das zweite Qualifying auf dem Zeitplan. Die Pilotinnen und Piloten fanden ganz andere Witterungsbedingungen als gestern vor, denn es regnete und somit konnten Regenreifen um Einsatz kommen. Christopher Haase drehte sich von der Strecke und hatte dabei noch Glück das er nicht in die Streckenbegrenzung eingeschlagen war. Bei noch achteinhalb Minuten zu fahrender Zeit lag Maximilian Götz mit einer Zeit von 1:37,130 Minuten auf Rang eins, gefolgt von Kelvin van der Linde und Michael Ammermüller. Liam Lawson lag zu dieser Zeit auf Platz sechs. Auch Vincent Abril war unterdessen von der Strecke abgekommen, konnte seine Fahrt aber weiter fortsetzen. Der Regen wurde nun immer stärker.

Michael Ammermüller wurde in den letzten vier Minuten die letzte Rundenzeit gestrichen wegen Überschreiten der Track Limits. Auch bei Christian Klien wurde die Rundenzeit wegen des gleichen Vergehens gestrichen. Unterdessen hatte sich Daniel Juncadella mit einer Zeit von 1:36,958 Minuten auf Rang eins gefahren. Platz zwei und drei nahmen Alex Albon und Michael Ammermüller ein. Maximilian Götz war nur noch auf Rang vier unterwegs. In der letzten Minute konnte Alex Albon noch eins drauf legen und fuhr sich mit 1:36,773 Minuten auf Rang eins. Die Zeit des Ferrari-Piloten konnte niemand unterbieten, damit wird Alex Albon von der Pole-Position starten. Startplatz zwei und drei gingen an Daniel Juncadella und Marco Wittmann.

Letzterer hatte beim letzten Umlauf sich auf Rang drei gefahren. Maximilian Götz, Kelvin van der Linde und Liam Lawson mussten sich mit den Startpositionen fünf, sieben und elf zufrieden geben. Markus Winkelhock und Esmee Hawkey nehmen das Rennen von Rang 23 und 22 aus auf.

Alex Albon (Red Bull AF Corse): „Ich bin selbst etwas überrascht. Am Anfang war ich schon leicht nervös wegen des Regens, aber das Auto fühlte sich hervorragend an. Die Runde war nicht schlecht, vor allem das Auto war fantastisch!“


Als die Protagonisten am Sonntagmittag ihren zweiten Lauf an diesem Wochenende unter die Räder nahmen, war die Strecke wieder trocken. Nach der Einführungsrunde funktionierte auch dieser fliegende Start ohne Probleme und Alex Albon konnte seine Position behaupten und führte das Feld in die erste Kurve. Michael Ammermüller war direkt auf Rang drei vorgeprescht. Er wurde dann in der Mercedes-Arena von Maximilian Götz angeschubst. Der Porsche-Pilot drehte sich daraufhin hinaus. Christian Klien und Maximilian Götz behackten sich, aber der Uffenheimer behielt die Oberhand. Wenig später hatte Philip Ellis einen mächtigen Ausritt, dabei gingen einige Teile fliegen. Auf Start und Ziel gab es dann eine Kollision und zwar war Maximilian Buhk in die Boxenmauer eingeschlagen, nachdem er zuvor mit Lucas Auer aneinander geraten war.

Das Safety Car musste hinaus geschickt werden, um den Havaristen bergen zu können. Maximilian Buhk konnte das Fahrzeug aber wieder in Bewegung setzten und fuhr danach in eine Parktasche. Der Re-Start ging zu Gunsten von dem Pole-Setter aus. Der Ferrari-Pilot konnte sich auch direkt ein wenig absetzen. Im Verlauf der fünften Runde drehte sich Philip Ellis raus und nahm noch Luca Stolz mit ins Aus. Für beide war das Rennen früher beendet als geplant. Maximilian Götz war auf Rang sechs zurückgefallen. Lucas Auer kam auf die noch feuchte Strecke und drehte sich weg. Die ersten Piloten kamen bereits nach sechs Runden zum Stopp herein,. Es waren Maximilian Götz, Lucas Auer, Arjun Maini und Mike Rockenfeller. Liam Lawson Esteban Muth und Vincent Abril waren die nächsten die ihre Reifen wechselten.

Unterdessen lieferten sich Liam Lawson und Maximilian Götz einen harten Kampf. Hier ging es zunächst um Rang vierzehn. In der neunten Runde konnte der HRT-Pilot vorbeiziehen. Bei Liam Lawson fing das Fahrzeug im Bereich des linken hinteren Reifen an zu qualmen. Er hatte einen Reifenschaden erlitten, als Maximilian Götz ihn überholte. Alex Albon vollzog nach acht Runden seinen Stopp. Damit führte jetzt Christian Klien das Feld an vor Sheldon van der Linde und Nico Müller. Die ersten acht Fahrer mussten noch in die Box kommen. Da Hubert Haupt in Kurve sechs neben der Strecke stand, musste das Rennen erneut neutralisiert werden. Sheldon van der Linde nutzte die Safety Car Phase und wechselte seine Reifen. Unterdessen wurde der Vorfall zwischen Maximilian Götz und Liam Lawson noch von der Rennleitung untersucht.

Der Neustart erfolge dann nach 17 Runden und Christian Klien behielt die Oberhand. Im gesamten Feld wurde wieder hart gefightet. Bei Michael Ammermüller rauchte es und er fuhr in langsamer Fahrt neben der Strecke. Wenig später musste Sheldon van der Linde das Rennen früher beenden als geplant. Zu viert wollten sie durch die Schikane und der Leittragende war Mike Rockenfeller der sich drehte und danach die Box aufsuchen musste. Es wurde ziemlich aggressiv gefahren. Der Meisterschaftsführende musste auch die Box aufsuchen. Sein Fahrzeug wurde danach in die Box zurück geschoben. Er war auch bei der Kettenreaktion in der Schikane dabei. Liam Lawson der zwischenzeitlich wieder unterwegs war, hatte erneut einen Reifenschaden. Er war der Auslöser in der Schikane.

Bei noch 23 Minuten zu fahrender Zeit erhielt Markus Winkelhock so wie gestern eine Durchfahrtsstrafe. Diesmal wegen Frühstarts. Zu dieser Zeit waren bereits acht Fahrzeuge nicht mehr mit von der Partie. Maximilian Götz lag zwischenzeitlich auf Rang acht. Es mussten aber noch drei Fahrer die vor ihm unterwegs waren in die Box kommen. Christian Klien an der Spitze, Nico Müller auf Rang drei und Christopher Haase auf Platz neun waren noch nicht in der Box gewesen. Letzterer vollzog seinen Stopp nach 24 Runden. Liam Lawson erhielt jetzt eine Durchfahrtsstrafe wegen der Kollision in der Schikane. Danach konnte er dem Feld hinterher eilen. Alex Albon hatte zu dieser Zeit Christian Klien niedergerungen und damit die Führung wieder übernommen. Bei noch dreizehn Minuten zu fahrender Zeit kam Liam Lawson erneut in die Box und gab das Rennen früher auf als geplant.

Der Führende konnte sich ein wenig vom Feld absetzen. Danach kam ein Trio mit Christian Klien, Nico Müller und Daniel Juncadella. Die ersten beiden dieser Gruppe hatten aber ihren Pflichtboxenstopp noch nicht hinter sich gebracht. Christian Klien holte sich nach 31 Runden neue Reifen. Beim nächsten Umlauf kam dann Nico Müller als Letzter herein. Damit war die Reihenfolge wieder hergestellt. Alex Albon hatte sich mit einigen Wagenlängen vom Feld abgesetzt, gefolgt von Daniel Juncadella und Marco Wittmann. Maximilian Götz lag auf Rang vier. Dieser hatte Esteban Muth im Schlepptau. Der Führende war mit 4,903 Sekunden auf und davon gefahren. Alex Albon holte sich als erster Thailänder nach 38 Runden einen DTM-Sieg, gefolgt von Daniel Juncadella und Marco Wittmann. Maximilian Götz beendete das Rennen auf Rang vier.

In der Meisterschaft führt weiterhin Kelvin van der Linde mit 129 Punkten vor Maximilian Götz mit 96 und Marco Wittmann mit 94 Punkten. Liam Lawson führt die Juniorwertung mit 75 Zähler an vor Sheldon van der Linde mit 38 und Esteban Muth mit 26 Zähler. Auf Rang eins in der Teamwertung liegt Abt Sportsline mit 190 Punkten, gefolgt von Red Bull AF Corse mit 162 und Mercedes-AMG Team Winward mit 122 Punkten. In der Herstellerwertung hat Mercedes mit 27 Zähler die Nase vorne. Dahinter liegen Audi mit 237 und Ferrari mit 162 Zähler.

Alex Albon (Red Bull AF Corse): „Das war heute ein richtig guter Tag für mein Team und mich. Das Team hat über Nacht viel gearbeitet, und das hat sich ausgezahlt. Heute haben wir einen Schritt nach vorne gemacht, dieses Momentum wollen wir mitnehmen.“

Marco Wittmann (Walkenhorst Motorsport): „Das war zeitweise echt extrem heute. Teilweise waren wir mit bis zu fünf Autos nebeneinander unterwegs – das war heftig. Das habe ich in der DTM noch nie erlebt, aber es hat trotzdem viel Spaß gemacht. In solchen Momenten ist es immer wichtig, zwischen Risiko und Vorsicht die richtige Entscheidung zu treffen. Das ist uns heute gut gelungen.“

Maximilian Götz (Mercedes-AMG Team HRT): „Es wären noch ein paar Pünktchen mehr drin gewesen. Die Fahrer, die später als ich an die Box gefahren sind, haben mich ein wenig aufgehalten. Aber insgesamt bin ich zufrieden. Meine Mitstreiter um die Meisterschaft sind alle ausgefallen, während wir Punkte geholt haben. Es war ein hartes Rennen mit vielen Rangeleien. Man hat gesehen, dass es nun um die Wurst geht und jeder jeden Punkt mitnehmen will.“

Copyright (c) MRT-Sport 2016-2020. All rights reserved.
Provided by Wauer Services