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Rene Rast holte sich zum dritten Mal den Meistertitel - Rennen 1

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Ihren vorletzten Lauf in dieser Saison nahmen die Fahrer am Samstagmittag bei Sonnenschein aber kühlen Temperaturen in Angriff. Nach der Einführungsrunde funktionierte der Start ohne Probleme. Nico Müller setzte sich direkt in der ersten Ecke neben Rene Rast und drückte ihn etwas raus. Danach hatte der Schweizer die Führung übernommen. Im hinteren Feld touchierte Robert Kubica leicht das Heck von Marco Wittmann und dieser nahm dann Harrison Newey mit ins Aus. Beide schlugen in die Streckenbegrenzung ein. Um die Havaristen in aller Ruhe bergen zu können wurde das Safety Car hinaus geschickt. Es führte unterdessen Nico Müller vor Rene Rast und Jamie Green. Robin Frijns war auf Platz neun unterwegs.

Der Re-Start nach sechs Runden ging zu Gunsten von Nico Müller aus. Jamie Green hingegen hatte einen Platz verloren. Sheldon van der Linde war nun auf Rang drei unterwegs. Im Verlauf der siebten Runde waren zwei aus dem hinteren Feld etwas auf Abwegen unterwegs. In der Parabolika hatte Rene Rast versucht an Nico Müller vorbei zu gehen, doch er musste zunächst einmal zurückstecken. Timo Glock war bereits auf Rang sechs vorgefahren. Die Rennleitung ordnete einen Platztausch an. Lucas Auer musste sich hinter Ferdinand Habsburg zurückfallen lassen. Nach neun Runden hatte Robin Frijns bereits früh seinen Pflichtboxenstopp absolviert. An der Spitze hatte der Tabellenführer vor der Parabolika kurzen Prozess gemacht und Nico Müller niedergerungen.

Timo Glock und Philipp Eng lieferten sich um Rang sieben einen harten Kampf. Mike Rockenfeller hatte zwischenzeitlich auch neue Reifen geholt. Rene Rast an der Spitze hatte sich bereits einen Vorsprung von 1,0 Sekunden herausgefahren. Fabio Scherer versuchte Philipp Eng auf Rang neun zu attackieren. Robin Frijns lag nach seinem Boxenstopp zunächst auf Platz dreizehn. Jamie Green auf Rang vier versuchte sich nach zwölf Runden Sheldon van der Linde zu Recht zu legen. Hinter den beiden Duo`s an der Spitze riss das Feld erst einmal ab. Nebeneinander mit etwas Kontakt ging es an der Spitze durch die Parabolika hindurch. Beim nächsten Umlauf hatte Sheldon van der Linde Jamie Green ziehen lassen müssen.

Timo Glock hatte sich nach 15 Runden neue Reifen geholt. Zwischenzeitlich berührten sich vor der Parabolika Rene Rast und Nico Müller erneut. Philipp Eng hatte seinen Pflichtboxenstopp beim nächsten Umlauf vollzogen. Sheldon van der Linde war der beste BMW-Pilot auf Rang vier. Sheldon van der Linde und Loic Duval kamen zeitgleich in die Box. Die ersten sieben Fahrer mussten sich noch neue Reifen holen. Nach 17 Runden kamen Nico Müller und auch Jamie Green zum Reifenwechsel herein. Diese beiden kamen vor Robin Frijns wieder auf die Strecke hinaus. Vor der Parabolika hatte der Niederländer den Briten niedergerungen. Eine Runde später vollzog Rene Rast seinen Stopp. Bei ihm dauerte es etwas länger als geplant. Rene Rast konnte vor Nico Müller auf die Strecke kommen. Wenig später hatte sich der Tabellenführer aber verbremst und Nico Müller übernahm wieder die Führung. Danach gingen auch noch Robin Frijns und Jamie Green am Tabellenführer vorbei.

Bei noch 22 Minuten zu fahrender Zeit hatte sich der Brite an dem Niederländer vorbeigefahren und lag damit auf Platz zwei. Nachdem Rene Rast seine Reifen auf Temperatur gebracht hatte, rang er Robin Frijns nieder und nahm Platz drei ein. Der Niederländer musste sich danach dem Druck von Loic Duval auch geschlagen geben. Seine Reifen bauten jetzt immer mehr ab. Vor der Parabolika hatte der Tabellenführer dann sich den Briten geschnappt und lag jetzt hinter Nico Müller. Der Führende hatte einen Vorsprung von 1,611 Sekunden herausgefahren. In den letzten zwölf Minuten lieferten sich Sheldon van der Linde und Loic Duval einen harten Kampf um Platz vier. Unterdessen kam es zu einem leichten Kontakt zwischen Philipp Eng und Ferdinand Habsburg. Hier ging es um die neunte Position.

Runde um Runde schrumpfte der Vorsprung von Nico Müller. In den letzten zehn Minuten war der Tabellenführer an dem Schweizer dran. Nach 28 Runden hatte sich Rene Rast Nico Müller wieder vor der Parabolika zur Brust genommen und übernahm die Führung. Das Safety Car musste in den letzten sieben Minuten hinaus, weil sich Timo Glock in der Sachskurve im Kiesbett eingegraben hatte. In dieser Phase kamen Robin Frijns, Mike Rockenfeller, Philipp Eng und Fabio Scherer noch einmal in die Box und holten sich erneut neue Reifen. Der zweite Neustart nach Indianapolisart erfolgte nach 32 Runden und ging zu Gunsten von Rene Rast aus. Jamie Green erwischte erneut keinen guten Start, denn er wurde direkt von Sheldon van der Linde attackiert.

Robert Kubica hatte einen sehr guten Start und war weit nach vorne gefahren, doch er verbremste sich und fiel dadurch bis auf Rang elf wieder zurück. An der Spitze hatte sich Rene Rast wieder mit 1,0 Sekunden auf und davon gemacht. Jamie Green auf Platz drei sah sich den Kampf an der Spitze in aller Ruhe an und versuchte an dieses Duo näher heran zu kommen. Danach riss das Feld erst einmal ab. Vor der Parabolika kam es wieder zu einem Führungswechsel. Der Schweizer versuchte sich auch direkt von Rene Rast abzusetzen. In den letzten zwei Runden war Jamie Green an Rene Rast dran. In der letzten Runde versuchte Rene Rast es noch zwei Mal an Nico Müller vorbeizugehen, doch er musste zurückstecken. Nico Müller wurde als Sieger abgewunken vor Rene Rast und Jamie Green.

Nico Müller (Audi Sport Team Abt Sportsline): „Das war ein spektakuläres Rennen! Ich wusste, es wird eng. Mein Team hat bei diesem Sieg eine wichtige Rolle gespielt, der Boxenstopp und die Strategie waren perfekt. Ich habe Push-to-pass und DRS gut eingesetzt, aber die Situation hätte sich auch jeder Zeit schnell ändern können. Das Ergebnis ist perfekt, ich habe sieben Punkte aufgeholt – und am Sonntag kann alles passieren."

René Rast (Audi Sport Team Rosberg):   „Ich habe immer noch 13 Punkte Vorsprung, insofern ist auch nach diesem Rennen noch alles intakt. Das ist die Hauptsache. Am Ende habe ich die Runden runtergezählt, wollte in der allerletzten Runde die entscheidende Attacke starten. Vier, drei, zwei – und dann kam schon die Zielflagge. Ich war verwundert. Ich war deswegen auch bei der Rennleitung, aber sie haben mir erklärt, dass die Rundenanzeige automatisch erfolgt, wenn der Führende die Ziellinie überquert. Ich war wohl zu nah dran und habe die Anzeige der letzten Runde nicht gesehen. Immerhin: Meine Pace war gut, und am Sonntag reicht mir ein Platz auf dem Podium zum Titelgewinn."

Jamie Green (Audi Sport Team Rosberg): „Es ist immer wieder schön, auf dem Podium zu sein. Zum letzten Mal war dies beim Saisonstart der Fall. Ich hatte über weite Strecken einen Logenplatz und konnte das Duell zwischen René Rast und Nico Müller aus nächster Nähe beobachten. Ich wollte die Party der beiden auf keinen Fall crashen. Ich habe eigentlich nur auf den Abstand nach hinten geachtet.“

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