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Nico Müller holt am Samstag volle Punktzahl

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Bei strahlendem Sonnenschein nahmen die Fahrer am Samstagmittag ihren neunten Lauf in dieser Saison unter die Räder. Nach der Einführungsrunde funktionierte der Start ohne Probleme. Nico Müller konnte seine Pole behaupten und führte die Meute in die erste Kurve. Marco Wittmann schob unterdessen Jamie Green von der Strecke. Überall im Feld wurde hart gefightet. Es wurde hier und da auch schon etwas der Lack ausgetauscht. Nach der ersten Runde führte weiterhin Nico Müller vor Rene Rast und Robin Frijns.

Loic Duval hatte Ende Start und Ziel gleich zwei Piloten niedergerungen und sich auf Rang sieben gefahren. Einen harten Kampf lieferten sich Robert Kubica und Fabio Scherer um Platz 15. Zwischenzeitlich war Jonathan Aberdein auf Abwegen unterwegs. Er war aus der Boxengasse gestartet, weil man zu lange am Fahrzeug gearbeitet hatte. Er konnte sich nach drei Runden bereits auf Platz zwölf fahren. Die ersten vier hatten sich ein wenig vom Feld abgesetzt. An der Spitze hatte der Schweizer sich mit über einer Sekunde Vorsprung abgesetzt.

Mike Rockenfeller auf Platz vier versuchte unterdessen den Anschluss an Robin Frijns zu bekommen. Lucas Auer, dass gestrige Geburtstagskind war auf Platz zehn unterwegs. Er musste sich harten Attacken gegenüber Jamie Green erwehren. Der Brite hatte auch noch Jonathan Aberdein im Schlepptau. Nach sechs absolvierten Runden hatte Marco Wittmann den Anschluss an Mike Rockenfeller gefunden. Bei noch 45 Minuten zu fahrender Zeit war Jonathan Aberdein schon zum Boxenstopp hereingekommen. Der Abstand vom Führenden zu Rene Rast blieb zunächst rundenlang konstant.

Jamie Green kam ebenfalls sehr früh zum Reifenwechsel herein. Es waren gerade einmal sieben Runden gefahren. Zu dieser Zeit war das Feld weit auseinander gerissen. Es hatten sich zwar hier und dort ein paar Grüppchen gebildet in denen hart gefightet wurde. Loic Duval hatte sich leicht verbremst, konnte aber Timo Glock trotzdem hinter sich halten. Hier ging es um die siebte Position. Mike Rockenfeller holte sich in der neunten Runde neue Reifen. Zur gleichen Zeit war auch Robert Kubica hereingekommen. Loic Duval und Timo Glock kamen beide gleichzeitig in die Box.

Der Franzose stand nun unter Beobachtung wegen Überfahrens der weißen Linie am Boxeneingang. Er hatte wenig später eine 5-Sekunden Pitstop-Strafe erhalten. Marco Wittmann und Philipp Eng waren die nächsten die sich neue Reifen holten. Philipp Eng konnte vor Marco Wittmann die Box verlassen. In der dreizehnten Runde kam der Führende Schweizer in die Box. Zur gleichen Zeit setzte sich Robin Frijns neben Rene Rast und konnte diesen niederringen. Damit hatte der Niederländer jetzt die Führung übernommen. Beim Überholen von Rene Rast hatte Robin Frijns den amtierenden Meister abgedrängt und dieser Vorfall stand nun unter Beobachtung.

Beim nächsten Umlauf holte sich Rene Rast neue Reifen. Robin Frijns erhielt keine Strafe wegen des Vorfalls mit Rene Rast. Der Niederländer und Lucas Auer waren die einzigen, die noch nicht in der Box gewesen waren. Bei noch 28 Minuten zu fahrender Zeit kam der Niederländer herein. Er konnte vor Rene Rast auf die Strecke zurück kommen. Wenig später tauschten beide beim Überholen von Rene Rast etwas den Lack aus. An der Spitze führte Nico Müller mit einem Vorsprung von 5,5 Sekunden vor Mike Rockenfeller und Rene Rast. In der vierzehnten Runde war Lucas Auer der Letzte der sich neue Reifen geholt hatte.

Um Platz fünf musste Philipp Eng hart kämpfen, denn Timo Glock setzte ihn immer mehr unter Druck. Runde um Runde setzte sich Nico Müller an der Spitze immer weiter ab. Marco Wittmann war als bester BMW-Pilot auf Platz fünf unterwegs und versuchte immer näher an Robin Frijns heran zu kommen. In der letzten viertel Stunde war der amtierende Meister an Mike Rockenfeller dran. Robin Frijns hatte sich an dieses Duo herangearbeitet und wartete nur auf eine Chance vielleicht direkt an beiden vorbei zu gehen. Es ging hier um den zweiten Platz auf dem Treppchen. Ohne Probleme konnte Rene Rast auf der Start und Zielgeraden vorbeigehen.

Er musste dann auch noch Robin Frijns ziehen lassen. Damit hatte Mike Rockenfeller gleich zwei Positionen in einer Runde verloren. Im Verlauf der 24. Runde war nun auch Marco Wittmann im Windschatten von Mike Rockenfeller. Dieser konnte den BMW-Piloten nicht halten und musste ihn ziehen lassen. Doch so einfach wollte Mike Rockenfeller sich nicht geschlagen geben und holte vor der nächsten Kurve zum Gegenkonter aus. Marco Wittmann konnte sich dann aber durch setzten und setzte sich dann auch von dem Audi-Fahrer etwas ab. Mike Rockenfeller lag jetzt auf Platz fünf.

Da der Niederländer mit den frischesten Reifen unterwegs war, kam er nun Runde um Runde immer näher an Rene Rast heran. Von alledem bekam Nico Müller an der Spitze nichts mit, denn sein Vorsprung war auf über elf Sekunden herangewachsen. In den letzten acht Minuten musste Rene Rast absolute Kampflinie fahren. Bei noch fünfeinhalb Minuten hatte Robin Frijns Ende Start und Ziel zu viel riskiert. Er war viel zu schnell unterwegs. Kam innen auf die Curbs, schoss über die Strecke und landete dann außen auf dem Dreck und drehte sich dort von der Strecke. Er hatte es mit der Brechstange versucht. Davon profitierte Rene Rast. Er war jetzt auf und davon gefahren.

Im nach hinein hatte der amtierende Meister noch Glück, dass er nicht von Robin Frijns mit ins Aus genommen worden war. Der Niederländer hatte sich selbst sein gutes Rennen ruiniert. Nach dieser Aktion war er nur noch auf Platz fünf unterwegs, denn Marco Wittmann und Mike Rockenfeller konnten auch noch an ihm vorbeigehen. Nach diesem Ausritt bekam es Robin Frijns in den letzten drei Minuten mit Philipp Eng zu tun. In der letzten Minute versuchte Loic Duval niederzuringen Timo Glock. Dieser schlug ihm jedes Mal die Türe vor der Nase zu. Hier ging es um Platz sieben. Nach 31 Runden wurde Nico Müller mit einem Vorsprung von 15,6 Sekunden als Sieger abgewunken vor Rene Rast und Marco Wittmann. Robin Frijns überquerte die Ziellinie als Fünfter.

Nico Müller (Audi Sport Abt Sportsline): „Das war ein perfektes Rennen. Ich hatte einen super Start, einen sehr guten Boxenstopp, die Strategie war perfekt, und auch das Reifenmanagement hat gepasst. Ich genieße diesen Sieg. Es ist in den vergangenen Wochen nicht immer alles in meine Richtung gelaufen, heute war das aber der Fall. Vor allem das Qualifying mit der Pole-Position war die perfekte Voraussetzung für den heutigen Erfolg. Wir wollen uns, wenn möglich, immer weiter verbessern. Unser Ziel sind weitere Siege.“

René Rast (Audi Sport Team Rosberg): „Am Anfang habe ich versucht, Nico Müller zu folgen, doch bald hatte ich nichts mehr entgegen zusetzen. Der erste Stint war nicht so gut, zudem habe ich im Kampf mit Robin Frijns Zeit verloren. Der zweite Stint war aus meiner Sicht besser. In Kurve eins war ich schon sehr spät auf der Bremse, Robin noch später. Danach konnte ich meinen zweiten Platz sicher ins Ziel bringen, ich habe nur im Spiegel den Abstand zu Marco Wittmann kontrolliert. Bei Nico Müller war heute einfach alles optimal, das war herausragend.“

Marco Wittmann (BMW Team RMG): „Ich bin sehr happy. Das war heute ein guter Tag in der Qualifikation und im Rennen. Wir kämpfen ja allgemein mit unserer Pace, aber heute war sie okay. Das Podium war etwas glücklich, bedingt durch den Dreher von Robin Frijns. Insofern haben wir das Maximum unter diesen trockenen Bedingungen herausgeholt. Wir haben weiterhin noch einige Arbeit vor uns. Ich hoffe aber, dass wir in der zweiten Saisonhälfte näherkommen.“

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