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Erster Sieg für einen Südafrikaner in der DTM-Geschichte

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Auch beim zweiten Rennen an diesem Wochenende hatten die Piloten mit Wetterkapriolen zu kämpfen. Lucas Auer wurde im nach hinein im Qualifying für das Sonntagrennen disqualifiziert wegen Verstoß gegen Post-Qualifying-Parc-Fermè-Bestimmungen. Die Startaufstellung bleibt unverändert, da das Fahrzeug schon auf dem letzten Startplatz steht. Kurz bevor man in die Startaufstellung fuhr, hatte es wieder einen kurzen Schauer gegeben. Die Strecke trocknete zwar weiter ab, aber es zogen erneut wieder dunkle Wolken auf und es fing wieder an zu regnen. Der Regen wurde auch heftiger, somit starteten alle auf Regenreifen. Da an manchen Stellen der Strecke das Wasser auf der Strecke stand und nicht abfloss wurde der Start erst einmal um zehn Minuten verschoben.

Zwischenzeitlich hatte es aufgehört zu regnen und im nach hinein wurden zwei Runden hinter dem Safety Car absolviert, bevor man dann zum stehenden Start ging. Dieser Start funktionierte dann ohne Probleme. Rene Rast kam nicht gut weg und verlor gleich zwei Plätze. Aus dem Mittelfeld waren zwei Fahrer weit nach draußen gekommen. Es führte unterdessen Loic Duval vor Robin Frijns und Rene Rast. Der Franzose konnte sich auch direkt mit einigen Wagenlängen absetzen. Nach der ersten Runde hatte sich Loic Duval mit 2,2 Sekunden auf und davon gemacht. Robin Frijns hatte unterdessen alle Hände voll zu tun sich Rene Rast vom Hals zu halten. Jonathan Aberdein hatte zwei Ränge eingebüßt.

Timo Glock auf Platz sieben war jetzt der schnellste BMW-Pilot. Nico Müller versuchte zwischenzeitlich näher an Ferdinand von Habsburg heran zu kommen. Hier ging es um Platz vier. Rundenlang fuhr man zunächst hintereinander her. Robert Kubica auf Platz neun führte eine Armada von vier Fahrzeugen an. Bereits in der siebten Runde kam Robert Kubica zu seinem Pflichtboxenstopp herein. Der Sieger des gestrigen Tages Robin Frijns war unterdessen näher an den Führenden herangekommen. Jamie Green kam zwei Runden später zum Stopp in die Box. Rene Rast auf Platz drei knapperte auch an dem Vorsprung des Niederländers. Der Tabellenführer biss sich an Ferdinand von Habsburg auf Rang vier die Zähne aus.

In der elften Runde hatte der Niederländer es endlich geschafft Ende Start und Ziel den Franzosen niederzuringen. Damit hatte es einen Führungswechsel gegeben. Zur gleichen Zeit hatte auch der Tabellenführer den Österreicher geknackt. Timo Glock konnte ebenfalls an Ferdinand von Habsburg vorbei gehen und setzte jetzt Mike Rockenfeller unter Druck. Der Österreicher hatte in einer Runde gleich drei Plätze verloren und war jetzt nur noch auf Rang sieben unterwegs. Der neue Asphalt hier in Assen hatte einen mega Grip, so dass man sogar im nassen auf der Außenlinie vorbegehen konnte. Da sich Loic Duval und Rene Rast rundenlang behacken, konnte Nico Müller zu diesem Duo aufschließen. Von dieser Aktion profitierte auch der Führende. Er baute Runde um Runde seinen Vorsprung immer weiter aus.

Im Verlauf der vierzehnten Runde konnte Rene Rast endlich den Franzosen knacken und sich auf Platz zwei fahren. Zu dieser Zeit waren bereits Lucas Auer, Jamie Green, Marco Wittmann und Sheldon van der Linde in der Box gewesen. Loic Duval hatte einen kleinen Fehler gemacht und sofort gingen Nico Müller und Timo Glock vorbei. Damit lag der Franzose nur noch auf Rang fünf. An der Spitze hatte Robin Frijns einen Vorsprung von über acht Sekunden herausgefahren. Ein harter Kampf um Platz zwei war entstanden zwischen Rene Rast, Nico Müller und Timo Glock. Loic Duval war nach 18 Runden in die Box gekommen. Rene Rast hatte zu dieser Zeit Nico Müller und Timo Glock nicht mehr halten können und musste beide ziehen lassen. Diese setzten sich auch direkt mit mehreren Wagenlängen ab.

Da die Ideallinie immer mehr abtrocknete, suchte man hier und da die feuchten Stellen auf. Bei noch zwanzig Minuten zu fahrender Zeit hatte sich Timo Glock auf Platz zwei gefahren. Zu dieser Zeit waren die ersten sieben noch nicht in der Box gewesen. Nico Müller war einer der ersten aus der Führungsgruppe. Da es schon wieder in Turn 10 und 11 heftigst an zu regnen fing, wurden erneut Regenreifen aufgezogen. Ferdinand von Habsburg, Philipp Eng und Jonathan Aberdein waren die nächsten die herein kamen. In der letzten viertel Stunde kamen Mike Rockenfeller und Robin Frijns zum Reifenwechsel herein. Timo Glock und Rene Rast kamen gleichzeitig in die Box. Um 14.21 Uhr musste das Safety Car herauskommen, weil Fabio Scherer sein Fahrzeug nicht mehr unter Kontrolle hatte und heftigst in die Reifenstapel eingeschlagen war und dann noch zurück auf die Strecke geschleudert wurde.

Damit waren alle herausgefahrenen Vorsprünge wieder futsch. In dieser Safety Car Phase rutschte Harrison Newey ab ins Kiesbett. Bei ihm hatte man Slicks montiert. Elf Minuten vor Rennende wurde das Rennen mit der roten Flagge zunächst unterbrochen. Man stellte sich jetzt auf Start und Ziel wieder auf und wartete ab. Um 14.40 Uhr sollte dann der Re-Start erfolgen. Es standen noch elf Minuten plus einer Runde auf der Zeitnahme. Auf Startplatz eins befand sich jetzt Sheldon van der Linde vor Robin Frijns und Nico Müller. Timo Glock, Loic Duval und Rene Rast waren die Piloten auf den Rängen vier, fünf und sechs. Harrison Newey musste aus der Boxengasse starten. Es wurde erneut zwei Runden hinter dem Safety Car gefahren dabei lief die Uhr aber runter. Der Re-Start ging zu Gunsten des Südafrikaners aus. Loic Duval hatte sich bereits Timo Glock geschnappt.

In der gleichen Runde hatte sich Rene Rast auf Platz fünf gefahren. Sheldon van der Linde an der Spitze konnte frei weg fahren. Unterdessen wurde Robin Frijns von Nico Müller unter Druck gesetzt. In den letzten Minuten hatten sich im gesamten Feld Grüppchen gebildet, in denen hart um jede Position gekämpft wurde. In der letzten Runde hatten sich die ersten drei etwas vom Feld abgesetzt. Nach 31 Runden holte sich der Südafrikaner Sheldon van der Linde seinen ersten DTM-Sieg, gefolgt von Robin Frijns und Nico Müller. Rene Rast beendete das Rennen auf Platz fünf.

In der Meisterschaft führte weiterhin Nico Müller mit 164 Punkten vor Robin Frijns mit 138 und Rene Rast mit 120 Punkten. Audi Sport Team Abt Sportsline liegt in der Teammeisterschaft mit 302 Zähler auf Rang eins, gefolgt von Audi Sport Team Rosberg mit 167 und Audi Sport Team Phoenix mit 123 Zähler. In der Konstruktionswertung hat Audi mit 543 Punkten die Nase vorne vor BMW mit 242 Punkten.

Sheldon van der Linde (BMW Team RBM): „Ein Traum ist wahr geworden. Von Platz 14 gestartet und das Rennen gewonnen – eigentlich unglaublich. Es zeigt, dass in der DTM einfach alles möglich ist. Das Wetter hat uns natürlich in die Karten gespielt. Riesendank an das ganze Team und an BMW. Unsere Truppe hat großartig gearbeitet, auch das Auto hat sich super angefühlt. Assen ist eine gute Strecke, um die Grenzen auszutesten, was hier sehr gut funktioniert hat. Der Restart war ein bisschen tricky, aber wir haben alles im Griff gehabt. Ich bin überglücklich!“

Robin Frijns (Audi Sport Team Abt Sportsline): „Aus meiner Sicht ist eigentlich alles ganz gut gelaufen. Die ersten zwei, drei Runden hatte ich ein paar Probleme, die Reifen auf Temperatur zu bekommen. Ich habe dann aber einen guten Rhythmus gefunden, die Balance hat auch gestimmt. Bis zum Boxenstopp lief alles nach Plan. Dass ich danach hinter Sheldon van der Linde auf die Strecke komme, war natürlich nicht so geplant. Nach dem Restart war es sehr nass, so dass ich keine riskanten Manöver mehr eingegangen bin, um den zweiten Platz ins Ziel zu retten.“

Nico Müller (Audi Sport Team Abt Sportsline): „Ein sehr unterhaltsames Rennen – nicht nur für die Zuschauer, sondern auch aus der Cockpitperspektive. Der Start war richtig gut, die erste Runde nicht. In der Gischt hinterherzufahren ist hart, man sieht quasi nichts. Nachdem ich Positionen verloren hatte, konnte ich mich aber stabilisieren. BMW hat gut taktiert mit den frühen Stopps, das hat sich ausgezahlt. Auch wenn wir heute nicht das Maximum herausholen konnten, war es eine gute Aufholjagd. Der Hunger auf den nächsten Sieg wird größer.“

 

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