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Lucas Auer am Sonntag ganz oben auf dem Treppchen

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Bei strahlendem Sonnenschein nahmen die Piloten dann ihren sechsten Saisonlauf am Sonntagmittag in Angriff. Nach der Einführungsrunde funktionierte auch dieser Start ohne Probleme. Der Pole-Setter konnte seine Position behaupten. Hingegen hatte Sheldon van der Linde Probleme, denn er war zunächst stehen geblieben und konnte danach dem Feld hinterher eilen. Nach der ersten Runde führte weiterhin Robin Frijns vor Rene Rast und Nico Müller. Der Schweizer hatte Ende Start und Ziel nach dem Start bereits einen Platz eingebüßt.

Philipp Eng war auf Platz zehn vorgefahren. An der Spitze hatte sich Rene Rast nach drei Runden an den Niederländer vorbeigedrängt und führte jetzt das Feld an. Die ersten fünf Fahrzeuge fuhren innerhalb von zwei Sekunden. Im Verlauf der achten Runde hatten sich die ersten acht etwas vom übrigen Feld abgesetzt. Marco Nico Müller auf Rang drei hatte alle Hände voll zu tun sich Jamie Green vom Hals zu halten. Dieser hatte noch Timo Glock und Marco Wittmann im Schlepptau. Bei noch 45 Minuten zu fahrender Zeit fuhr man wie an der Perlenschnur aufgezogen hintereinander her.

Auf der Start und Zielgeraden hatte Robin Frijns im Verlauf der achten Runde sich neben Rene Rast gesetzt und konnte dann vorbeigehen. Als erste kamen Sheldon van der Linde und Mike Rockenfeller zum Pflichtboxenstopp herein. Danach folgten beim nächsten Umlauf Timo Glock, Loic Duval und Lucas Auer. Sie kamen bei noch 37 Minuten zu fahrender Zeit in die Box. Die ersten drei Robin Frijns, Rene Rast und Nico Müller konnte man mit dem Handtuch zudecken, so dicht waren sie beieinander. Jamie Green hatte nach dem Verlassen der Box alle Hände voll zu sich Timo Glock vom Hals zu halten.

Im Verlauf der vierzehnten Runde hatte Marco Wittmann zu dem Trio an der Spitze aufgeschlossen und setzte den Schweizer arg unter Druck. Jamie Green auf Platz zehn fahrend fuhr unterdessen schneller als die Führenden. Er war aber auch mit frischen Reifen unterwegs. Bei Rennhalbzeit des Rennens mussten noch neun Piloten ihren Pflichtboxenstopp hinter sich bringen. Nach 16 Runden blieben die ersten vier immer noch draußen. Unterdessen hatte Marco Wittmann etwas an Boden verloren. Beim nächsten Umlauf vollzogen Rene Rast und Marco Wittmann ihren Boxenstopp.

Zur gleichen Zeit holte man Harrison Newey herein. Rene Rast konnte wieder vor Marco Wittmann auf die Strecke gehen und sortierte sich vor Mike Rockenfeller der auf Platz zwölf unterwegs war wieder ein. Weiterhin blieb Robin Frijns draußen. Hingegen holte sich Nico Müller frische Reifen. Er kam zwar vor Rene Rast auf die Strecke, doch dieser konnte mit seinen warmen Reifen kurzen Prozess mit dem Schweizer machen und zog auf der Start und Zielgeraden vorbei. Unterdessen war Loic Duval etwas auf Abwegen unterwegs.

Als Letzter kam dann nach 20 Runden der Pole-Setter herein. Er sortierte sich dann auf Platz fünf wieder ein. Wurde ab er direkt von Rene Rast kassiert. Robin Frijns hatte Mike Rockenfeller, Marco Wittmann und Shelfon van der Linde hinter sich. Nachdem alle ihren Pflichtboxenstopp vollzogen hatten, führte Jamie Green mit einem Vorsprung von 2,3 Sekunden vor Timo Glock und Lucas Auer. Rene Rast versuchte zwischenzeitlich immer näher an Loic Duval heranzukommen. In der letzten viertel Stunde hatte Jamie Green gleich zwei Plätze eingebüßt und war nur noch auf Rang drei unterwegs. Es führte jetzt Timo Glock vor Lucas Auer.

Wenig später konnte dann der Österreicher die Führung übernehmen. Loic Duval war unterdessen zum zweiten Mal im Kies und sofort zogen Rene Rast und Nico Müller vorbei. In den letzten zehn Minuten kam der Angriff von Timo Glock auf Lucas Auer. Auf der Start und Zielgeraden übenahm er dann die Führung. Die ersten acht fuhren alle innerhalb von vier Sekunden. Timo Glock konnte sich auch etwas vom Feld absetzen. Robin Frijns hatte sich Nico Müller zu Recht gelegt und zog vorbei auf Platz fünf. Rene Rast versuchte den Brien in der ersten Runde niederzuringen doch dieser konterte und behielt seinen dritten Rang.

In der Schlussphase ging es auf den ersten acht Plätzen hin und her. Jede Position war hier hart umkämpft. Einen harten Kampf lieferten sich Rene Rast und Robin Frijns um Platz vier. Der Niederländer konnte für einen kurzen Moment vorbeigehen, doch Rene Rast behielt im nach hinein die Oberhand und verteidigte seinen Platz souverän. Jonathan Aberdein hatte sich zwischenzeitlich an Marco Wittmann vorbeigefahren und war jetzt auf Platz sieben unterwegs. In der letzen Runde konnte Lucas Auer Ende Start und Ziel an Timo Glock vorbeigehen und führte nun das Feld an.

Wenig später hatte sich Robin Frijns Rene Rast geschnappt und war damit auf Platz vier unterwegs. Timo Glock hatte jetzt alle Hände voll zu tun sich den Briten vom Hals zu halten. Der Führende Lucas Auer konnte sich dadurch absetzen und wurde nach 34 Runden als Sieger abgewunken. Robin Frijns konnte dann auf den letzten Metern noch Jamie Green niederringen. Timo Glock und Robin Fijns sahen auf Platz zwei und drei das Ziel. Rene Rast hatte beim Foto-Finisch das Nachsehen. Vor ihm wurde Nico Müller auf Platz fünf abgewunken. Damit musste er sich mit Rang sechs zufrieden geben.

In der Meisterschaft führt weiterhin Nico Müller mit 133 Punkten vor Rene Rast mit 97 und Robin Frijns mit 92 Punkten. Audi Sport Team Abt Sportsline liegt in der Teamwertung mit 225 Zähler auf Platz eins, gefolgt von Audi Sport Team Rosberg mit 144 und BMW Team RMG mit 92 Zähler. In der Konstruktionswertung hat Audi mit 406 Punkten die Nase vorne vor BMW mit 186 Punkten.

Lucas Auer (BMW Team RMR): „Wahnsinn! Mir fehlen immer noch die Worte. Der Lausitzring war wieder sehr nett zu mir. Ich bin schon etwas stolz auf diesen Sieg. Das Rennen war wohl das intensivste Rennen, das ich in der DTM gefahren bin – ein Fehler und du wirst nicht Dritter, sondern Siebter. Ich konnte mir die Reifen sehr gut einteilen; Strategie, Boxenstopp und Auto waren absolut top. In der letzten Runde konnte ich das sehr gut umsetzen. Schöner geht es eigentlich nicht.“

Timo Glock (BMW Team RMR): „Wir haben das Rennen heute gemeinsam für BMW gewonnen. Am Freitag haben wir bei unseren Long-runs schon gesehen, dass wir Audi unter Druck setzen können. Und wir wussten vom Samstagrennen, dass Audi mit den Reifen zu kämpfen hat. Ich habe früh gestoppt und habe mir die Reifen gut eingeteilt. Als ich in Führung lag, wusste ich, dass ich etwas Vorsprung herausfahren sollte. Dabei bin ich mit einem Vorderrad über ein Gummistück gefahren und habe mir damit den Reifen ruiniert. Ich habe überlegt, ob ich um den Sieg kämpfen soll, aber ich habe dann das große Bild gesehen und es Lucas Auer beim Überholen nicht schwer gemacht. Das war die richtige Entscheidung.“

Robin Frijns (Audi Team Abt Sportsline): „Es war ein verrücktes Rennen. Ich bin von der Pole-Position gestartet, und am Anfang war meine Pace okay, mit René Rast und Nico Müller hinter mir. Wir haben spät gestoppt, und dann war ich weit hinten im Zug auf Platz sieben. So konnte ich den Vorteil der neuen Reifen zunächst nicht nutzen. Am Ende hatte ich noch mehr DRS zur Verfügung und konnte mich bis auf Platz drei vorkämpfen. Mehr war heute nicht möglich. Ich nehme ein gutes Gefühl mit für mein Heimrennen in zwei Woche in Assen.“

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