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Lucas Auer am Sonntag ganz oben auf dem Treppchen

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Da es zuvor geregnet hatte und die Strecke immer noch nass war, waren die Piloten mit Regenreifen unterwegs. Nach der Einführungsrunde funktionierte der Start ohne weiteres und Nico Müller konnte seine Position verteidigen. Robin Frijns lag direkt hinter dem Tabellenführer. Rene Rast hatte einen schlechten Start. Die ersten beiden hatten sich bereits in der ersten Runde mit einigen Metern abgesetzt. Ferdinand Habsburg und Robert Kubica mussten von hinten starten, da sie bei roter Flagge mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs waren. Marco Wittmann wurde von Philipp Eng unter Druck gesetzt. Nach der ersten Runde führte weiterhin Nico Müller vor Robin Frijns und Rene Rast.

Philipp Eng hatte einen guten Start. Er war von sieben auf drei vorgefahren, hatte dann aber einen Fehler gemacht und wurde von zwei Kontrahenten wieder überholt. Jamie Green setzte in der dritten Runde Ferdinand von Habsburg auf Platz acht unter Druck. An der Spitze hatte sich der Schweizer bereits mit 1,6 Sekunden abgesetzt. Beim nächsten Umlauf hatte der Brite es dann geschafft Ferdinand von Habsburg niederzuringen. Nico Müller konnte sich immer weiter vom Feld absetzen, denn Rene Rast kam näher an den Niederänder heran. Bei noch 46 Minuten zu fahrender Zeit fuhr man wie an der Perlenschnur aufgezogen hintereinander her.

Nach sechs Runden hatte Jamie Green seinen achten Platz wieder an Ferdinand von Habsburg abgeben müssen. Jetzt bekam es der Brite mit Timo Glock zu tun. Rene Rast hatte einen Fehler gemacht, er kam zu weit nach außen und dies nutzte sofort Marco Wittmann aus und ging vorbei. Damit fuhr der BMW-Pilot auf Platz drei. Loic Duval hatte alle Hände voll zu tun sich Mike Rockenfeller vom Hals zu halten. Zwischenzeitlich hatte Rene Rast Marco Wittmann niedergerungen und sich direkt mit über zwei Sekunden abgesetzt. Marco Wittmann kämpfte mit stumpfen Waffen, denn auch Philipp Eng konnte vorbeiziehen.

Da die Strecke nun immer trockener wurde, suchten die Piloten die feuchten Stellen auf. Fabio Scherer war der erste Pilot der zum Reifenwechsel herein kam. Er ging dann auf Slicks hinaus und war damit das Versuchskanninchen für alle anderen. Sheldon van der Linde und Harisson Newey waren die nächsten die ihren Stopp vollzogen. Timo Glock kam nach elf Runden in die Box. Bei ihm dauerte dieser Stopp etwas länger. Mike Rockenfeller hatte sich Marco Wittmann geschnappt. Unterdessen fuhr Fabio Scherer auf Slicks die schnellste Zeit und jetzt kamen sie zu mehreren in die Box. Marco Wittmann, Philip Eng und Ferdinand Habsburg traten den Stopp bei noch 30 Minuten zu fahrender Zeit an.

Die Reihenfolge geriet jetzt erst einmal durcheinander. Robin Frijns, Rene Rast und Micke Rockenfeller auf den Plätzen zwei, drei und vier kamen herein. Der Niederländer konnte zuerst hinausfahren, gefolgt von Rene Rast und Mike Rockenfeller. Nico Müller, Loic Duval, Jamie Green und Jonathan Aberdein waren die einzigen die noch auf Regenreifen unterwegs waren. Nico Müller verlor nach dreizehn Runden bereits drei Sekunden in einer Runde. Jetzt kam er auch hinein. Nach dem Tabellenführer kamen auch die letzten drei Piloten zum Pflichtstopp herein.

Robin Frijns und Philipp Eng konnten an Nico Müller vorbei gehen, da beide schon warme Reifen hatten. Damit führte der Niederländer das Feld an. Rene Rast lag zu dieser Zeit auf Platz fünf. Auf der Start und Zielgeraden hatte sich Marco Wittmann Nico Müller zurecht gelegt und zog vorbei. Es dauerte nicht lange und Rene Rast ging auch noch an dem Tabellenführer vorbei. In der letzten viertel Stunde hatten sich überall Grüppchen gebildet, in den hart um jede Position gekämpft wurde. Nachdem Timo Glock an Mike Rockenfeller Ende Start und Ziel vorbeigegangen war, konnte er sich nach einer leichten Touchierung mit seinem Gegner auch absetzen.

Robin Frijns hatte sich mit über einer Sekunde vom Feld abgesetzt. Einen Platz gut gemachte hatte auch Harrison Newey, nachdem er an Ferdinand von Habsburg vorbeigegangen war. An der Spitze hatte sich Philipp eng auf Platz zwei nicht halten können, denn Marco Wittmann zog vorbei. Danach versuchte Rene Rast sich den Österreicher zu schnappen. Doch dieser schlug ihm jedes Mal die Türe vor der Nase zu. Im nach hinein konnte Nico Müller Rene Rast nicht mehr halten und musste diesen zeihen lassen. Marco Wittmann hatte jetzt nichts zu lachen und konnte in der 24. Runde Ende Start und Ziel kurzen Prozess mit dem BMW-Piloten machen und damit hatte Rene Rast sich auf Rang zwei gesetzt.

Robin Frijns bekam davon nichts mit, denn er hatte sich mit 2,777 Sekunden auf und davon gemacht. Nico Müller auf Platz vier hatte sich immer näher an Marco Wittmann herangearbeitet und wartete nur auf den richtigen Moment. Dieser kam eingangs Start und Ziel. Nico Müller versuchte sich in den letzten zehn Minuten noch Rene Rast zu schnappen. Timo Glock hatte Philipp Eng überholt. Harrison Newey kam zum zweiten Mal in die Box und holte sich neue Reifen. Runde um Runde schrumpfte der Vorsprung des Niederländers. Rene Rast drückte und drücke von hinten.

Nach 27 Runde hatte Robin Frijns in der ersten Kurve nach Start und Ziel einen kleinen Fehler gemacht. Er kam zu weit raus und sofort ging der amtierende Meister vorbei und setzte sich auch direkt ab. Loic Duval auf Platz neun war unterdessen auf Abwegen unterwegs. Auf der Start-und Zielgeraden behackten sich Ferdinand von Habsburg, Loic Duval und Sheldon van der Linde. Hier ging es um Platz acht. In der Schlussphase hatte Nico Müller sich auf Platz zwei gefahren. Zu dieser Zeit war Timo Glock schnell unterwegs, denn er lag auf Rang vier.

Rene Rast wurde nach 32 Runden mit einem Vorsprung von 1,969 Sekunden als Sieger abgewunken, gefolgt von Nico Müller und Robin Frijns. Als bester BMW-Pilot sah Timo Glock das Ziel auf Platz vier.

Rene Rast (Audi Sport Team Rosberg): "Was für ein verrücktes Rennen! Auf Regenreifen gestartet, dann auf Slicks gewechselt, kurz im Kiesbett gewesen, wieder zurückgekommen und am Ende gewonnen. Ich bin natürlich happy mit dem Ergebnis, keine Frage. Hundertprozentig zufrieden sein können wir aber nicht, wir müssen weiter an unserer Performance arbeiten und das Fahrverhalten verbessern. Es ist ein Auf und Ab, die Saison ist noch jung, und die Konkurrenz bleibt stark."

Nico Müller (Audi Sport Team Abt Sportsline): "Mein Start war in Ordnung, aber natürlich nicht so stark wie der von Robin Frijns, der mir sofort am Heck klebte. Unser Stopp kam dann natürlich mindestens eine Runde zu spät. Ich war überrascht, wie schnell die Konkurrenz ihre Slicks auf Temperatur hatte. Wir befinden uns in einer Situation, in der man noch gar keine Tendenz ausmachen kann. Ich erwarte noch viele spannende Positionskämpfe, und auch die BMW haben heute starke Leistungen gezeigt."

Robin Frijns (Audi Sport Team Abt Sportsline): "Ich bin natürlich enttäuscht, dass ich das Rennen nicht gewinnen konnte. Unser Start war super, aber in der Schlussphase ließen die Reifen zu schnell nach. Mir fehlte einfach der nötige Grip, um vorne zu bleiben. Ich habe jetzt auch kein Patentrezept für das Sonntagrennen in der Tasche, hoffe einfach, den Lausitzring gut zu überstehen. Vielleicht sind die Chancen auf meinen ersten DTM-Sieg bei meinem Heimrennen in Assen in zwei Wochen besser."

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