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Mike Rockenfeller startet am Wochenende in Spa-Francorchamps

Die mit nur 100 Tagen kompakteste DTM-Saison aller Zeiten beginnt am kommenden Wochenende auf einer ganz besonderen Rennstrecke: Am 1. und 2. August starten die Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) zum ersten Mal seit 15 Jahren wieder in Spa-Francorchamps. Der TV-Sender SAT.1 überträgt die beiden Rennen sowohl am Samstag wie auch am Sonntag jeweils ab 12:55 Uhr live.

Mindestens die Auftaktveranstaltung in Belgien wird auf Grund der aktuellen Hygiene- und Infektionsschutzverordnungen leider ohne Zuschauer stattfinden. Wie es dann zwei Wochen später bei dem Doppel-Event in der Lausitz weiter geht, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch niemand sagen.

 

Bereits seit 2007 ist Mike Rockenfeller ein fester Bestandteil des Kaders von Audi Sport. Aber nachdem der Vorstand im Frühjahr erklärt hatte, der DTM Ende 2020 den Rücken zu kehren, steht für den gebürtigen Neuwieder fest, dass es seine letzte Saison für die Ingolstädter in der populärsten Tourenwagenserie Europas sein wird. Um so mehr freut er sich auf das DTM-Comeback in den belgischen Ardennen.

„Das Racing ist in Spa immer gut. Es gibt viele Überholmöglichkeiten auf dieser tollen, flüssigen Highspeed-Rennstrecke“, sagt der 36-jährige Familienvater. „Ich werde das aufsaugen, ich werde jeden Moment genießen und in diesem Jahr hoffentlich noch einmal Erfolg haben, um am Ende eine richtige Party feiern zu können.“

Die Streckenabschnitte mit so klingenden Namen wie La Source, Eau Rouge oder Blanchimont lassen die Herzen von Motorsport-Fans und Rennfahrern höherschlagen. „Spa-Francorchamps ist gleich zu Saisonbeginn DAS Highlight im diesjährigen DTM-Kalender“, erklärt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Es ist eine der klassischen Fahrerstrecken, die alle lieben. Ich gehe davon aus, dass wir auf den Geraden tolle Windschattenschlachten und zwei sehr spannende Rennen erleben werden. Zudem muss man wettertechnisch in den Ardennen immer mit allem rechnen.“

Als die DTM im Jahr 2005 zum letzten Mal auf dem sieben Kilometer langen Kurs gastierte, war Rockenfeller noch für Porsche als Sportwagenpilot in der FIA-GT-Weltmeisterschaft unterwegs. Mit seinem damaligen Teamkollegen Marc Lieb siegte er damals bei sechs von elf Rennen und holte unter anderem auch den Klassensieg bei den 24-Stunden-Rennen von Spa. Diese Erfahrung kann der in Niederbieber aufgewachsenen Routinier allerdings nur begrenzt nutzen, denn sein jetziges Einsatzfahrzeug unterscheidet sich ganz wesentlich von dem Sportwagen, in dem er damals aufs Podium fuhr. Seine Streckenkenntnis hat der DTM-Champion von 2013 allerdings mit regelmäßigem Training zu Hause am eigenen Simulator aufgefrischt.

Um den Markenkollegen ihren Einstand etwas zu erleichtern, durfte Audi-Testpilot Benoît Tréluyer den aktuellen Audi RS 5 DTM im Juli einen Tag lang auf der Berg-und-Tal-Bahn in den Ardennen testen und zeigte sich anschließend beeindruckt. „Der RS 5 ist wie gemacht für Spa“, sagt der Franzose. „Mit diesem Auto Vollgas durch Eau Rouge zu fahren, ist ein Traum. Auch die vielen Richtungswechsel machen Spaß. Die Fahrer werden Spa lieben und die Fans zu Hause vor den Fernsehbildschirmen auch. Ich erwarte ganz besondere Rennen und werde auf jeden Fall vor dem Fernseher sitzen und mitfiebern.“

An insgesamt neun Rennwochenenden werden die 16 Piloten von Audi und BMW in diesem Jahr um Punkte und Pokale kämpfen. Das Finale am 8. November auf dem Hockenheimring schließlich bedeutet für Mike Rockenfeller gleichzeitig das vorläufige Ende seiner langen DTM-Historie. Noch im Herbst 2019 hatten gemeinsame Rennen mit der japanischen SUPER-GT-Serie bei den Fans die Hoffnung genährt, dass die spektakulären Klasse 1-Tourenwagen mit mindestens sechs Marken in eine rosige Zukunft fahren würden. Doch nachdem bereits Ende 2018 Mercedes den Stecker zog und sich zuletzt nach Aston Martin auch Audi gegen die DTM entschieden haben, ist der Fortbestand der Serie zur Zeit völlig ungewiss.

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