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Mattias Ekström holt sich die Tabellenführung zurück

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Vom 21. bis 23. Juli stehen die Läufe neun und zehn für die Piloten auf dem Programm. Das fünfte DTM-Wochenende des Jahres wird im Westen der russischen Landeshauptstadt auf dem Moscow Raceway ausgetragen. Auf dem hochmodernen Grand-Prix-Kurs in Moskau geht der Kampf um die DTM-Krone 2017 in die nächste Runde. Die 3,931 Kilometer lange Strecke stellt die 18 DTM-Piloten vor immense Herausforderungen – das kurvenreiche Layout fordert alles ab. Der im Jahr 2012 eröffnete Kurs wird zum fünften Mal in Folge Schauplatz von packenden Duellen in der populärsten Tourenwagenserie der Welt sein.

Die BMW Piloten haben gute Erinnerungen an den Kurs vor den Toren der russischen Hauptstadt. 2014 feierte Maxime Martin dort seinen ersten Sieg in der DTM überhaupt. Im vergangenen Jahr gewann Marco Wittmann auf dem Weg zu seinem zweiten DTM-Titel in Moskau. Als Tabellenführer reist hier der Audi-Pilot Mattias Ekström mit 89 Punkten an. Mit nur zwei Punkten Abstand folgt ihm gleich der beste Mercedes Fahrer mit Lucas Auer. Auf Rang drei liegt Maxime Martin mit 78 Zähler.

Der schwere Unfall von Mike Rockenfeller am Norisring beschäftigt Audi nach wie vor. Da „Rockys“ RS 5 DTM bei dem Zusammenstoß mit Mercedes-Pilot Gary Paffett mit 35 g belastet und dabei schwer beschädigt wurde, musste die Mannschaft vom Team Phoenix das Einsatzauto auf einem anderen Monocoque komplett neu aufbauen. Den Roll-Out bestritt am vergangenen Dienstag der Niederländer Nyck de Vries. Danach wurde das Auto exakt vermessen und am Donnerstagabend per Lkw auf die rund 2.400 Kilometer lange Reise nach Russland geschickt.

Mike Rockenfeller ist derweil auf dem Wege der Besserung. Sollte er am kommenden Wochenende nach der Fraktur des linken Mittelfußes wider Erwarten nicht fahren können, steht der 22 Jahre alte de Vries in Moskau als Reservefahrer bereit. „Ich mag die Strecke und will unbedingt fahren, sonst ist die Meisterschaft für mich wohl gelaufen“, sagt „Rocky“ kämpferisch. Er habe seinen Fuß geschont, sei regelmäßig in der Physiotherapie gewesen und ein Orthopäde habe ihm eine spezielle Bandage für den linken Rennschuh gebaut. Rockenfeller: „Mit dieser Bandage sollte es gehen. In Moskau möchte ich nicht nur fahren, sondern dort auch zum dritten Mal gewinnen.“ 2013 und 2015 holte Rockenfeller die bisher einzigen Siege für Audi auf dem Moscow Raceway.

Mattias Ekström (Audi Sport Team Abt) : „Noch liegen die Besten eng zusammen und es gibt keine klaren Favoriten. Ab jetzt wird der Kreis der Titelanwärter mit jedem Rennen kleiner und ich hoffe, bis zuletzt dabei zu sein.“

Lucas Auer (Mercedes-AMG Motorsport BWT): "Der Kurs in Moskau ist unerhört anspruchsvoll. Da ist fast von allem etwas dabei. Die beiden Qualifyings werden ganz klar der Schlüssel sein. Wer da vorne ist, hat schon die halbe Miete. Enorm wichtig wird aber auch, dass wir in den Trainings ein gutes Setup finden, um die Reifen nicht zu sehr zu beanspruchen. Was die Meisterschaft betrifft, bleibe ich meiner Linie treu: ich schaue von Rennen zu Rennen."

Ulrich Fritz (Mercedes-AMG Motorsport DTM Teamchef): "In Moskau haben wir in den letzten Jahren so ziemlich alles erlebt. Das Highlight bisher war sicher unser grandioser Vierfach-Erfolg im letzten Jahr. Leider waren wir dort aber auch nie konstant stark. Meist kam nach einem guten Ergebnis gleich wieder die Ernüchterung. Wir arbeiten hart daran, dass wir in diesem Jahr in beiden Rennen eine gute Figur machen und zur Saisonhalbzeit in al len Wertungen weiterhin in aussichtsreicher Position sind. Zudem hoffe ich, dass wir den Trend der letzten Rennwochenenden fortsetzen können und den Fans wieder spektakuläre Rennen zeigen werden. Auf einen Unfall wie am Norisring können wir dabei natürlich sehr gerne verzichten, aber so einen Zieleinlauf wie im letzten Rennen - sowas würde ich gerne nochmal erleben. Natürlich mit dem gleichen Ausgang für uns."

Maxime Martin (BMW Team RBM): „Ich bin zuletzt drei Mal in Folge auf das Podium gefahren, unter anderem beim Sieg am Sonntag am Norisring. Derzeit läuft es also sehr gut für mich. Moskau hatte für mich immer schon einen besonderen Stellenwert, weil ich dort meinen ersten DTM-Sieg geholt habe. Von daher freue ich mich schon sehr auf das Wochenende, und ich hoffe, dass wir dort so weitermachen können wie in Budapest und am Norisring. Es wird allerdings nicht einfach. Der Norisring ist eine spezielle Strecke, auf der sich die Gesamtperformance der Autos nur schwierig abzuschätzen lässt, deshalb kann man daraus keine Rückschlüsse ziehen. Doch ich freue mich auf Moskau und werde versuchen, wieder ganz vorne mitzumischen.“

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): „Das erfolgreiche Heimspiel auf dem Norisring gibt uns natürlich zusätzlichen Rückenwind für die kommenden Rennen. Gleichzeitig war der Moscow Raceway in der Vergangenheit ein gutes Pflaster für uns. Doch nun werden die Karten neu gemischt, und es gilt, weiter konzentriert und hart zu arbeiten. Wir haben in den bisherigen acht Rennen dieser Saison gesehen, wie eng das Feld zusammenliegt. Es gab bereits sechs verschiedene Sieger, und jede Marke war schon mehrfach auf der obersten Stufe des Treppchens vertreten. Das macht die Saison ungemein spannend, für die Fans und für die Fahrer und Teams gleichermaßen. Es ist deshalb schwierig, eine Prognose für das Moskau-Wochenende zu treffen. Wir werden alles dafür tun, unseren Aufwärtstrend nach Budapest und Nürnberg auch auf dem Moscow Raceway fortzusetzen.“

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