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Erster DTM Sieg für Nicki Thiim - Rennen 1

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Nach den zwei Einführungsrunden funktionierte der fliegende Start zum siebten Rennen ohne weiteres und Jack Aitken konnte seine Position behaupten und führte die Meute in die Grundigkehre. Nach der ersten Runde führte weiterhin der Pole-Setter vor Sheldon van der Linde und Mirko Bortolotti. Kelvin van der Linde hatte sich schon auf Rang vier gefahren. Maro Engel war wegen eines Reifenschadens hinten rechts in die Box gekommen. Zuvor hatte er sich mit Rene Rast gekebbelt. Franck Perera auf Platz sieben führte eine Meute von zwölf Fahrzeugen an. Hier und da im Feld wurde auch schon etwas der Lack ausgetauscht. Der Lokalmatador hatte zwei Plätze verloren und war nur noch auf Rang zwölf unterwegs. Ben Dörr war unterdessen in die Box gekommen und gab das Rennen schon sehr früh auf.

Die ersten vier Autos hatten sich ein wenig absetzen können. Ayhancan Güven konnte sich Thierry Vermeulen zurecht legen und ging vorbei. Zuvor war der Niederländer von Maximilian Paul niedergerungen worden. Damit hatte er in einer Runde gleich zwei Plätze verloren. Lucas Auer hatte nach neun Runden das Rennen in der Box frühzeitig beendet. Jack Aitken konnte sich noch nicht von Sheldon van der Linde befreien. Kelvin van der Linde hatte mit Übersteuern zu kämpfen. Er kam auch nicht näher an Rene Rast heran. Der Südafrikaner war auf Rang sechs unterwegs. Mirko Bortolotti musste sich mit Maro Engel und Rene Rast auseinander setzen. Hier ging es um den letzten Platz auf dem Treppchen. Ricardo Feller war zwischenzeitlich von Arjun Maini niedergerungen worden. Er hatte aber noch vier Kontrahenten im Schlepptau.

Um 13.49 Uhr wurde das Rennen zum Wet Race erklärt aufgrund der möglichen Witterungsbedingungen. Denn es sollte etwa in zehn Minuten Regen einsetzen. Die ersten beiden hatten sich mit einigen Wagenlängen vom übrigen Feld abgesetzt. Nach 25 Runden kam Thomas Preining zum Pflichtboxenstopp herein. Dieser klappte nicht optimal, denn die Radmutter rollte plötzlich weg. Er bekam dann auch noch eine Penalty Lap wegen eines Verstoßes beim Boxenstopp. Reifen wurden nicht rechtzeitig mit Muskelkraft hochgehalten. Nicki Thiim vollzog nach 32 Runden seinen Stopp. Er kam dann vor der Spitze raus. Aber die Reifen waren noch kalt, so dass Jack Aitken und Sheldon van der Linde vorbeigehen konnten. Luca Engstler und wenig später kam auch Ricardo Feller zum Reifenwechsel herein.

Maro Engel hatte etwas den Anschluss an Mirko Bortolotti verloren. Mirko Bortolotti und Marco Wittmann kamen zur gleichen Zeit in die Box. Es mussten noch vierzehn Piloten ihren Stopp hinter sich bringen dafür hatten sie nur noch fünf Minuten Zeit bevor das Boxenzeitfenster schloss. Sheldon van der Linde und auch sein Bruder vollzogen ihren Stopp nach 43 Runden. Um 14.09 Uhr meldeten die Sportwarte die ersten Regentropfen. Fünf Fahrzeuge waren zu dieser Zeit noch nicht in der Box gewesen. Jack Aitken blieb weiter draußen. Er reizte alles aus. In eineinhalb Minuten musste er rein kommen. Die McLaren Crew zogen Regenreifen auf. Zwischenzeitlich hatte Sheldon van der Linde die Führung übernommen. Bei noch 18 Minuten zu fahrender Zeit setzte strömender Regen ein. Jetzt ging das Rutschen los. Maximilian Paul und Clemens Schmid waren mit Regenreifen unterwegs. Sie könnten jetzt die Profiteure des Rennens sein, wenn alle anderen noch einmal herein kommen würden um Regenreifen aufzuziehen.

Die Slicks griffen noch gut, da der Boden sehr warm war und die Nässe verdünstete. Aber wie sollte es ausgehen, wenn der Regen mehr würde. Marco Wittmann hatte sich seinen BMW im Frontbereich rechts nach einer Berührung beschädigt. Nach 52 Runden kamen Maro Engel, Arjun Maini, Marco Wittmann und Ricardo Feller herein und holten sich Regenreifen. Die Rundenzeiten wurden nun auch langsamer. Jack Aitken, Kelvin van der Linde, Luca Stolz, Thomas Preining, Sheldon van der Linde und Nicki Thiim zogen auch Regenreifen auf. Denn es schüttete und die Strecke war nun richtig nass. Rene Rast und Franck Perera auf den Plätzen eins und zwei waren immer noch auf Slicks unterwegs. In den letzten zehn Minuten hörte es auf zu regnen und damit begann die Strecke wieder abzutrocknen. Zwei Minuten später fing es erneut an zu regnen. Es regnete in der Grundigkehre und in der Dutzendteichkehre war es fast trocken.

Rene Rast war 5/10 Sekunden auf Slicks schneller unterwegs als der Schnellste auf Regenreifen. Sheldan van der Linde auf Rang drei hatte es mit Mirko Bortolotti zu tun bekommen. Dieser hatte noch Nicki Thiim im Schlepptau. Ricardo Feller befand sich nur auf Rang dreizehn. Maximilian Paul hatte sich unterdessen bis auf Platz zehn nach vorne gearbeitet. Franck Perera auf Platz zwei hatte nach vorne und hinten genug Luft. Luca Engstler hatte auch nicht auf Regenreifen gewechselt. Er schnappte sich dann Nicki Thiim und Mirko Bortolotti. Er hatte sich damit auf Rang drei gefahren. Sheldan van der Linde fiel bis auf Platz sieben zurück. Rene Rast wurde nach 69 Runden als Sieger abgewunken vor Franck Perera und Luca Engstler. Alle drei waren auf Slicks unterwegs.Mirko Bortolotti, Kelvin van der Linde und Marco Wittmann sahen die Ziellinie auf den Rängen fünf, sechs und zwölf.

Rene Rast (Schubert Motorsport): „Der Norisring ist für mich eine der besten Strecken im Kalender, dieser Sieg fühlt sich gigantisch an. Am Funk ist es ein bisschen lauter geworden, weil ich trotz des Regens unbedingt mit Slicks weiterfahren wollte. Das war eine mutige Entscheidung, aber sie hat sich ausgezahlt.“

Franck Perera (GRT Graser-Racing-Team): „Besonders die Schlussphase des Rennens war unfassbar intensiv. Einerseits bin ich immer dichter an René Rast rangekommen, andererseits wollte ich auch den zweiten Platz absichern. Bei solchen Bedingungen kann immer etwas passieren. Glücklicherweise hat es nur in der ersten Kurve stärker geregnet, die Slicks waren die richtige Wahl.“

Luca Engstler (GRT Graser-Racing-Team): „Nach einer Kollision am Start verlief die erste Rennhälfte so schlecht, dass ich das Auto eigentlich schon abstellen wollte. Als aber die ersten Tropfen kamen, wusste ich, dass nach vorne was gehen kann. Am Ende haben wir die richtigen Entscheidungen getroffen und sind als Team mit zwei Autos aufs Podium gefahren.

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Provided by Swen Wauer