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Bortolotti schafft es als Erster zwei Mal einen Sieg einzufahren - Rennen 2

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Als die 28 Fahrer sich in die Startaufstellung begaben war das Thermometer bereits wieder auf 29,1 Grad gestiegen und die Sonne war herausgekommen. Mirko Bortolotti konnte den fliegenden Start im nach hinein für sich verbuchen und führte die Meute in die erste Kurve. Ricardo Feller musste sich bereits harten Attacken gegenüber Clemens Schmid erwehren. Luca Stolz bekam es jetzt mit Thomas Preining zu tun. Überall ging es schon zur Sache. Kelvin van der Linde stand bereits wegen eines Frühstarts unter Beobachtung. Zu viert ging es dann auf die Start und Zielgeraden. Nach der ersten Runde führte weiterhin der Pole-Setter vor Ricardo Feller und Clemens Schmid. Maximilian Paul hatte schon drei Ränge gut gemacht. Sheldon van der Linde hatte sich auf Platz 20 gefahren.

Im Verlauf der dritten Runde konnten Marco Wittmann und Sheldon van der Linde gleichzeitig an Jusuf Owega vorbeigehen. Zu dieser Zeit waren Laurin Heinrich und Patric Niederhauser aneinander geraten, mit der Folge, dass er sich Ende Start und Ziel drehte. Diese Aktion wurde von der Rennleitung untersucht. Laurin Heinrich musste drei Mal durch die Penalty Lap hindurch, weil er eine Kollision hätte vermeiden können. Rene Rast der sein 100. DTM-Rennen absolvierte hatte einen guten Start und war auf Platz dreizehn unterwegs. In der fünften Runde tauschten Marco Wittmann und Maro Engel den Lack aus. Die gelbe Mamba kam dadurch durch den Dreck. Dies schaute sich die Rennleitung in aller Ruhe an. Ricardo Feller setzte unterdessen Mirko Bortolotti unter Druck.

Laurin Heinrich hatte nach zwei Runden das Rennen schon früh beendet. An der Spitze hatten sich die beiden mit über zwei Sekunden vom übrigen Feld abgesetzt. Thomas Preining war weiterhin auf Rang fünf unterwegs. Luca Engstler war von Marco Wittmann niedergerungen worden und lag jetzt auf Platz 17. Unter Beobachtung stand auch Clemens Schmid wegen pushing another car. Clemens Schmid hatte alle Hände voll zu tun Franck Perera und Thomas Preining hinter sich zu halten. Das Boxenzeitfenster öffnete nach 15 Runden. In diesem Moment hatte Clemens Schmid von Franck Perera einen Treffer erhalten. Neun Fahrzeuge holten sich nun neue Reifen. Der Lamborghini von Franck Perera wurde zwischenzeitlich in die Box geschoben. Für ihn hatte sich das Rennen erledigt. Diesen Crash mussten sich die Sportkommissare nach dem Rennen genau anschauen.

Zwischen David Schumacher und Jack Aitken gab es auch eine Berührung. Auch dies wurde untersucht. Mirko Bortolotti hatte sich von Ricardo Feller befreien können. Er führte das Feld mit 1,254 Sekunden an. Nach 19 Runden mussten noch sieben Fahrer ihren Pflichtboxenstopp hinter sich bringen. Maro Engel, Clemens Schmid, Patric Niederhauser, David Schumacher, Franck Perera, Mattia Drudi und Laurin Heinrich waren bereits nicht mehr mit von der Partie. Die Spitze mit Mirko Bortolotti, Ricardo Feller und Thomas Preining kamen nach 21 Runden in die Box. Jetzt führten Marvin Dienst und Tim Heinemann das Feld an. Sie mussten aber ihren Stopp noch hinter sich bringen. Nachdem dann alle ihren Stopp vollzogen hatten und die Reihenfolge wieder hergestellt war, führte weiterhin Mirko Bortolotti mit einem knappen Vorsprung von 0,855 Sekunden vor Ricardo Feller und Luca Stolz das Feld an.

Die ersten drei waren mit über drei Sekunden dem Feld auf und davon geeilt. Jack Aitken auf Platz acht hatte auch alle Hände voll zu tun sich Kelvin n der Linde vom Hals zu halten. Ayhancan Güven kam nach 28 Runden mit Problemen in die Box. Der Pole-Setter musste rundenlang absolute Kampflinie fahren, denn der Druck des Schweizers wurde immer größer. Da diese beiden sich immer wieder behackten, konnte Luca Stolz zu ihnen aufschließen. Jusuf Owega und Tim Heinemann fuhren nebeneinander auf die Kurven zu. Hier und dort wurde auch etwas der Lack ausgetauscht. Im nach hinein konnte der Sim-Racer dann an den BMW-Mercedes vorbeigehen und sich auf Platz 17 fahren. Sheldon van der Linde auf Rang dreizehn führte eine Meute von fünf Fahrzeugen an. Zuvor hatte er Maximilian Paul niedergerungen.

Zwölf Minuten vor Schluss kam Maximilian Paul in die Box und gab erneut das Rennen früher auf als geplant. Zwei Minuten später ging es um den Sieg mächtig zur Sache. Der Schweizer vergrub sich im Heck des Italieners. In der Schlussphase hatte Marco Wittmann zu viel riskiert. Er verpasste Ende Start und Ziel beim Versuch an Kelvin van der Linde vorbeizugehen den Bremspunkt und danach ging es ab durch die Wiese. Hier ging es um den achten Rang. Der Tabellenführer fuhr ein einsames Rennen auf Platz vier. Zu dem Duo Kelvin van der Linde und Marco Wittmann gesellten sich jetzt noch Rene Rast und Thierry Vermeulen. In der vorletzten Runde war aus dem Zweikampf an der Spitze ein Dreikampf geworden.

Nach 45 Runden holte sich Mirko Bortolotti seinen zweiten Saisonsieg. Er ist der erste Fahrer der dies in diesem Jahr gelungen war. Rang zwei und drei gingen an Ricardo Feller und Luca Stolz. Thomas Preining, Sheldon van der Linde und Sandro Holzem überquerten die Ziellinie auf den Rängen vier, dreizehn und 18. Rene Rast sah als Elfter das Ziel.

In der Meisterschaft führt Mirko Bortolotti mit 138 Punkten vor Thomas Preining mit 131 und Ricardo Feller mit 119 Punkten. Manthey EMA liegt in der Team-Wertung mit 198 Zähler auf Rang eins, gefolgt von SSR Performance mit 192 und Abt Sportline mit 177 Zähler. In der Konstruktions-Wertung hat Porsche mit 271 Punkten die Nase vorne. Dahinter liegen Lamborghini mit 258 und Mercedes mit 237 Punkten.

Mirko Bortolotti (SSR Performance): „Das war eines der intensivsten Rennen, das ich je in meiner Karriere gefahren bin. Ricardo Feller hat bis zur letzten Runde Druck gemacht. Ich wusste genau, dass er beim kleinsten Fehler von mir in die Lücke reinsticht. Durch den Sieg reisen wir als Tabellenführer nach Hause. Wir sind auf dem richtigen Weg und müssen genauso weitermachen.“

Ricardo Feller (Abt Sportsline): „Das Duell mit Mirko Bortolotti war unfassbar. Im Infield konnte ich immer wieder dicht heranfahren, aber auf der Geraden gab es leider keine Chance. Natürlich hätte ich gern gewonnen, aber Mirko hat einfach keinen Fehler gemacht. In der Gesamtwertung geht es extrem eng zu, daher freue ich mich über die Punkte für den zweiten Platz.“

Luca Stolz (Mercedes-AMG Team HRT): „Von Platz sechs aufs Podium, das war ein super Rennen für mich. Entscheidend war unser früher Boxenstopp. Mit dem neuen Satz Reifen hatte ich einen richtig guten Speed. Natürlich habe ich das Duell meiner Vorderleute genau beobachtet und bis zum Schluss auf eine Attacke von Ricardo Feller gehofft, damit ich als lachender Dritter vielleicht davon profitieren kann.“

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Provided by Swen Wauer